Wirtschaft

ZEIT-Konferenz zur Nachhaltigkeit Bosch-Aufsichtsratsvorsitzender Fehrenbach: Mehr Energieeffizienz ist hier und jetzt möglich „Die Energiewende endlich unternehmen“

  • In Gebäuden und Industrieanlagen steckt viel Sparpotenzial
  • Bosch nähert sich den Effizienzzielen auch an den eigenen Standorten
  • Umweltschutz braucht mehr und bessere Technik
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  • 27. Februar 2014
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Pressetext

“Die Energieeffizienz muss hier und jetzt mit politischen Instrumenten forciert werden.” Dafür plädierte der Bosch-Aufsichtsratsvorsitzende Franz Fehrenbach in einem Vortrag auf der Nachhaltigkeitskonferenz der „ZEIT“. Er beklagte, das Engagement fürs Energiesparen habe auf allen Ebenen nachgelassen. So werde die Europäische Union voraussichtlich ihr Ziel verfehlen, die Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent zu erhöhen. Und in Deutschland sei aus dem Koalitionsvertrag die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung gestrichen worden. Fernziele für die Energiewende, so Fehrenbach, gebe es genug. Und er fügte hinzu: „Wenn wir länger warten, werden wir keines von ihnen erreichen. Deutschland muss die Energiewende endlich unternehmen!“

20 Prozent weniger Energieverbrauch allein durch Energiemanagement
Diese Wende droht nach den Worten Fehrenbachs zum bloßen Bekenntnis zu verkommen. Alle politischen Lager seien dafür, doch gebe es neben steigenden Strompreisen eine wenig klimaschonende Konjunktur der Braunkohle zu verzeichnen. Am schnellsten könne über die Steigerung der Energieeffizienz gehandelt werden. Dafür müsse nicht einmal der Streit um neue Netze und Umlagen für erneuerbare Energien gelöst werden. Schon mit der Sanierung veralteter Heizungen ließe sich viel Energie sparen. „Denn die Häuser“, sagte Fehrenbach, „sind die Energieverbraucher Nummer eins.“

Auch die Wirtschaft, so ergänzte der Bosch-Aufsichtsratschef, habe noch erhebliches Sparpotenzial. In großen und komplexen Anlagen sei jedoch systematisches Energiemanagement notwendig. Den entsprechenden Service bietet Bosch nicht nur in der Industrietechnik, sondern auch für gewerbliche Gebäude. Dort sinkt der Energieverbrauch allein durch optimiertes Energiemanagement im Schnitt um 20 Prozent.

Bosch wächst mit weniger Energie und Kohlendioxidausstoß
Wie Fehrenbach betonte, ist auch ein Unternehmen wie Bosch in seiner Nachhaltigkeit nur dann glaubwürdig, wenn es mit der Schonung von Ressourcen in der eigenen Produktion beginnt. Die Geschäftsführung habe daher das Ziel ausgegeben, gemessen an der Wertschöpfung den Kohlendioxidausstoß der Standorte bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 2007 zu senken. Schon bis 2012 hat Bosch, so teilte Fehrenbach mit, eine relative Reduktion um 13 Prozent erreicht. Auch absolut ist die CO2-Emission binnen fünf Jahren um fünf Prozent zurückgegangen. In dieser Zeit hat der Bosch-Umsatz um 13 Prozent zugelegt, während der weltweite Energiebedarf um 7,7 Prozent gesunken ist.

Mehr Wachstum, weniger Energieverbrauch – das ist nach Ansicht Fehrenbachs nur mit moderner Technik möglich. Daher wandte sich der Bosch-Aufsichtsratsvorsitzende auch grundsätzlich gegen die noch immer verbreitete Wachstums- und Technikskepsis. „Es sind unsere Ingenieure“, so sagte er wörtlich, „die um jeden Prozentpunkt Sprit- und Stromersparnis, um jedes Gramm Kohlendioxidausstoß kämpfen.“ Umweltschutz setze mehr und bessere Technik voraus. Das ist nach den Worten Fehrenbachs das Selbstverständnis von Bosch: „Gerade weil wir in einer Gesellschaft des Verzichts nicht leben wollen, streben wir ökologische Innovationen an.“

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8429 - 27. Februar 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

René Ziegler

+49 711 811-7639 E-Mail senden

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