Wirtschaft

Bosch Connected Devices and Solutions: Bosch gründet Gesellschaft für das Internet der Dinge und Dienste „Wichtiger strategischer Schritt“

  • Bosch-Chef Denner: „2015 werden mehr als sechs Milliarden Dinge mit dem Internet verbunden sein“
  • Vernetzte Geräte mit integrierter Software aus einer Hand
  • Bosch baut auf langjährige Kompetenz in Elektronik und Sensorik
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  • 19. Dezember 2013
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  • Presseinformation

Pressetext

Stuttgart – Bosch gründet eine neue Gesellschaft für das Internet der Dinge und Dienste: Die Bosch Connected Devices and Solutions GmbH bietet kompakte Elektronik-Produkte und Software-Knowhow, um Geräte und Objekte in ganz unterschiedlichen Einsatzfeldern intelligent und internetfähig zu machen. Im Fokus der Geschäftsaktivitäten stehen zunächst sensorbasierte Anwendungen rund um das intelligent vernetzte Haus (Smart Home) sowie im Bereich Transport, Logistik und Verkehr.

„Fahrzeuge, Smartphones, Container, Maschinen – schon 2015 werden mehr als sechs Milliarden Dinge mit dem Internet verbunden sein. Das ermöglicht völlig neue Dienstleistungen, die den Alltag der Menschen verändern werden und ein großes Geschäftspotenzial bieten. Dabei kommt es auf eine smarte Vernetzung von Geräten in ihrem Gesamtsystem an“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Die Gründung der Bosch Connected Devices and Solutions GmbH ist ein wichtiger strategischer Schritt, unser Angebot für das Internet der Dinge und Dienste weiter auszubauen“.

Die Bosch Connected Devices and Solutions GmbH hat ihren Hauptsitz in Reutlingen und wird weitere Standorte in Coimbatore, Indien und Suzhou, China, haben. Schwerpunkt ist die Entwicklung von vernetzten Sensoren und Aktuatoren. Aktuatoren setzen elektrische Signale von Sensoren oder Steuereinheiten in eine Aktivität um. Beispiele sind das automatische An- und Ausschalten einer Beleuchtung oder das Öffnen und Schließen eines Ventils.

Winzige Bausteine für die vernetzte Welt
Winzige MEMS-Sensoren messen mit ihren mikroskopisch feinen Strukturen Beschleunigung, Luftdruck, Erdmagnetfeld, Drehrate, Geräusche oder Temperatur. Intelligent programmiert mit Software-Algorithmen und ausgestattet mit Mikrocontroller, Miniaturbatterie und winzigem Funkchip, können sie diese Messdaten verarbeiten und via Internet zum Beispiel auf das Smartphone des Nutzers schicken. Damit lassen sich im Prinzip alle Gegenstände des täglichen Lebens ins Internet bringen. So wachsen die reale und die virtuelle Welt zusammen.

Bosch baut auf langjährige Kompetenz in Elektronik und Sensorik
Wie kaum ein anderes Unternehmen kann Bosch dabei auf seine langjährige Entwicklungs- und Fertigungskompetenz in den Bereichen Elektronik und Sensorik zurückgreifen. Jährlich produziert Bosch als einer der weltweit führenden Anbieter von MEMS-Sensoren für die Automobil- und Konsumgüter-Elektronik mehr als eine Milliarde mikromechanischer Sensoren.

„Die Einführung von MEMS-Sensoren in der Automobilelektronik in den 1980er und 1990er Jahren war die erste Welle für deren Verbreitung. Der massenhafte Einsatz in Smartphones, Tablets und Spielekonsolen seit Beginn des 21. Jahrhunderts war die zweite große Welle. Das Internet der Dinge und Dienste bedeutet nun die dritte Welle. Wir sind überzeugt davon, dass sie die ersten beiden bei weitem übertreffen wird“, sagt Denner. „Sensoren, Signalverarbeitung, Batterien und Sender sind mittlerweise auch als eine Einheit so klein, energiesparsam und günstig, dass sie milliardenfach eingesetzt werden können. Gleichzeitig sind Funknetze fast überall verfügbar.“

Viele Anwendungsfelder für mehr Komfort, Sicherheit und Effizienz
Ein „Smart Home“ kann beispielsweise mithilfe von Sensoren und Software erkennen, dass die Fenster im oberen Stock offenstehen und diese Information mit dem Wetterbericht aus dem Internet verknüpfen. Zum Schutz vor einem herannahenden Unwetter könnte das System die Fenster automatisch schließen und die Rollläden herablassen. Mithilfe von „smarten Steckdosen“ lässt sich das Bewässerungssystem einer Gärtnerei abhängig von der Feuchtigkeit der Pflanzenerde ein- und ausschalten. In Pakete und Warensendungen integrierte Sensoren ermöglichen es, deren Transport zu überwachen. Unsanfter Umgang, Stürze, Nässe und außergewöhnliche Temperaturen lassen sich so dokumentieren und verursachergerecht zuordnen. Und verschwindet mal eine Sendung, so lässt sich deren Wegstrecke über die gespeicherten Geodaten leicht nachvollziehen. Ein stark wachsender Markt aufgrund des rasant zunehmenden Internethandels.

Bosch Connected Devices and Solutions auf der CES 2014
Auf der Consumer Electronics Show (CES) 2014 in Las Vegas, USA, zeigt Bosch viele Möglichkeiten des Internets der Dinge und Dienste im Wohnbereich. Ein per Funk aufgespanntes Sensornetzwerk liest und überträgt ständig Informationen über seine unmittelbare Umgebung. Der autorisierte Nutzer erfährt zum Beispiel, welche Türen offen oder geschlossen sind, wie laut es ist und wie sich Temperatur, Druck und Feuchtigkeit im Laufe des Tages an unterschiedlichen Stellen des Messestandes verändert haben. Dank dieser kombinierten Sensoren wird der Bosch-Messestand so auch zu einem Schauplatz für Geräte, die über ein Funknetzwerk miteinander in Kontakt stehen und Informationen austauschen.

Weitere Informationen im Internet
Bosch auf der CES in Las Vegas: Winzige Sensoren von Bosch fürs vernetzte Leben
Offener Standard für das Smart Home der Zukunft
Sensoren – Wie Technik die Umwelt erfühlt

Bosch-Stand auf der CES 2014
Las Vegas Convention and World Trade Center, South Hall 1, Stand 20812.

Bosch-Veranstaltungen auf der CES 2014
Pressekonferenz mit Bosch-Geschäftsführer Dr. Werner Struth:
Montag, 6. Januar 2014, 8:00 Uhr (Ortszeit),
Mandalay Bay Resort and Casino, Level 3 – Banyan Ballrooms A-D,
3950 Las Vegas Blvd. South.

Podiumsdiskussion mit Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel:
“Road to Driverless Mobility”: Dienstag, 7. Januar 2014, 15:00 Uhr (Ortszeit),
Las Vegas Convention Center (LVCC), North Hall, Konferenzraum N262.

Rede von Dr. Stefan Finkbeiner, Geschäftsführer von Bosch Sensortec:
„Hardware-Software Co-design: the Secret to Sensor Fusion” (im Rahmen der Session „MEMS Sensor Fusion-Revolutionizing the Internet of Things“), Mittwoch, 8. Januar 2014, 14:25-14:50 Uhr (Ortszeit),
Las Vegas Convention Center (LVCC), North Hall, Konferenzraum N261.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8411 - 19. Dezember 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Christian Hoenicke

+49 711 811-6285 E-Mail senden

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