Thermotechnik

Neues Modul von Bosch Industriekessel Luftvorwärmung steigert die Systemeffizienz Kapitalrückfluss in zwei Jahren erwartet

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  • 21. November 2013
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Pressetext

Bei dem Papierhersteller Paloma Sladkogorska aus Slowenien ist seit Kurzem eine neue Dampfkesselanlage von Bosch Industriekessel in Betrieb. Zur Anlagenausstattung gehört das neu eingeführte Luftvorwärmersystem APH. Die Einrichtung zur Wärmerückgewinnung von Bosch ist seit Juli dieses Jahres verfügbar. Sie nutzt die Abgastemperatur des Kessels zur Vorwärmung der Verbrennungsluft. Dies führt zu einer erhöhten Systemeffizienz.

Das Luftvorwärmersystem eignet sich für Ein- oder Zweiflammrohrdampfkessel mit Duoblock-Brennern. Der Einsatz ist empfehlenswert, wenn die Einbindung eines Abgaskondensators prozessbedingt nicht sinnvoll ist. Das System umfasst aufgrund seiner speziellen hydraulischen Verschaltung wesentlich weniger Komponenten als marktübliche Zweikreissysteme. Es besteht aus einem Dreiwegeventil, einem kombinierten Abgaswärmetauscher und einem luftseitigen Wärmetauscher. Kommen Zweiflammrohrkessel wie bei Paloma zum Einsatz, umfasst das System zwei luftseitige Wärmetauscher.

Ein Teilstrom des heißen Speisewassers wird über das Dreiwegeventil in die luftseitigen Wärmetauscher geleitet. Die Verbrennungsluft der Feuerungen wird damit vorgewärmt und die Speisewassertemperatur gesenkt. Der nachgeschaltete Abgaswärmetauscher gewinnt aus den heißen Kesselabgasen Wärme, indem der abgekühlte Speisewasserteilstrom die Abgastemperatur reduziert. Der Wirkungsgrad der Kesselanlage steigt um circa zwei Prozent, Brennstoffeinsatz und Emissionsausstoß reduzieren sich.

Der gasbefeuerte Kessel vom Typ ZFR produziert in der Papierfabrik rund 30 Tonnen Dampf pro Stunde. Durch ein integriertes Überhitzermodul am Kessel wird statt Sattdampf Heißdampf erzeugt, somit können Temperaturen von bis zu 285 Grad Celsius erreicht werden. Der Dampf wird für Produktionsprozesse wie das Trocknen der Papierbahnen benötigt. Jedes Jahr produziert Paloma aus rund 70 000 Tonnen Papier Hygieneprodukte wie Toilettenpapier, Taschentücher, Universalhandtücher oder Servietten.

Die einfache Bedienung und bedarfsgerechte Einstellung des Kessels erfolgt über die intuitive Steuerung BCO. Ihr integriertes Störmeldemanagement sowie die Möglichkeit zur Fehlerbehebung über den Bosch Teleservice sorgen für einen reibungslosen Betrieb.

Bisher waren bei Paloma eine Dampfturbine und ein 30 Jahre alter Wasserrohrkessel im Einsatz. Wärmerückgewinnungseinrichtungen fehlten bisher; dadurch ergibt sich ein hohes Einsparpotential. Durch die neue Bosch Kesselanlage mit Economiser und Luftvorwärmersystem erhält der Papierhersteller eine ökonomisch und ökologisch optimierte Energieerzeugungsanlage. Der Kapitalrückfluss der Gesamtinvestition beträgt bei Dauerbetrieb rund zwei Jahre. Die Beauftragung des neuen Kesselsystems sowie die gesamte Projektunterstützung vor Ort erfolgte über den langjährigen Bosch Partner C. P. Biro aus Slowenien.

Seit mehr als 145 Jahren steht die Bosch Industriekessel GmbH, ein Unternehmen der Bosch Thermotechnik GmbH, für Innovation im Bereich der industriellen Kesseltechnik. Kundenspezifische Dampf-, Heißwasser- und Heizkesselanlagen stellen Heiz- und Prozesswärme effizient für alle Anwendungsgebiete zur Verfügung. Perfekt aufeinander abgestimmte Kesselhauskomponenten in Modultechnik sowie intelligente Regel- und Steuerungstechnik vereinfachen die Planung, Montage und Inbetriebnahme der Gesamtanlage wesentlich. Umfassende Serviceleistungen aus einer Hand runden das innovative Portfolio ab.

Mehr Informationen unter www.bosch-industrial.com.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 mit rund 306 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 52,5 Milliarden Euro. Seit Anfang 2013 gilt eine neue Struktur mit den vier Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2012 gab Bosch rund 4,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete rund 4 800 Patente weltweit an. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8392 - 21. November 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Annemarie Wittmann

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