Forschung

Mit Förderung des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung
DatenStrom - Aus zwei mach' eins IntLiIon-Konsortium arbeitet an mehr Batterieleistung für Elektrofahrzeuge

  • Datenübertragung auf dem Strompfad
  • Batteriepotenzial in Elektro- und Hybridfahrzeugen optimal nutzen
  • 2 Unternehmen und 2 Hochschulen kooperieren
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  • 21. August 2013
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Pressetext

Stuttgart – Mehr Batterieleistung für Elektrofahrzeuge – das ist das Ziel des neuen Verbunds aus zwei Unternehmen und zwei Hochschulen. Durch intelligentes Batteriemanagement wollen sie Leistung, Sicherheit und Lebensdauer von Elektro- und Hybridfahrzeugen entscheidend erhöhen. Die technische Basis für einen optimalen Austausch von Messdaten und Steuersignalen liefert ein innovatives Verfahren zur Datenübertragung auf dem vorhandenen Strompfad der Batterie. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Arbeit des Projekts namens IntLiIon (Intelligente Datenbuskonzepte für Lithium-Ionen-Batterien in Elektro- und Hybridfahrzeugen) bis Mai 2016 finanziell mit 2,5 Millionen Euro.

Elektro- und Hybridfahrzeuge sind zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Mobilität. Der Engpass auf dem Weg zu alltagstauglichen Elektrofahrzeugen sind leistungsfähige, sichere und haltbare Batterien. Ein intelligentes Batteriemanagement soll deshalb zukünftig sicherstellen, dass die in der Batterie gespeicherte Energie effizienter genutzt und die Reichweite von elektrisch betriebenen Fahrzeugen maßgeblich erhöht wird.

Einzelne Batteriezellen individuell regeln
Im Projekt IntLiIon geht es um das Entwickeln von intelligenten Daten-Übertragungstechniken speziell für Lithium-Ionen-Batterien. Dazu werden neuartige Kommunikationssysteme für die effiziente Regelung und Überwachung jeder einzelnen der bis zu 100 Zellen eines Batteriepacks erforscht. Ein innovatives Übertragungsverfahren, bei dem der vorhandene Strompfad in der Batterie gleichzeitig als Datenübertragungsweg genutzt wird, liefert hierfür die technische Basis. Diese „Powerline Kommunikation“ soll es in Zukunft ermöglichen, relevante Informationen an ein zentrales Steuergerät zu übermitteln. Das spart eine kostenintensive, zusätzliche Datenverkabelung der Batterie, wie sie bei allen bisherigen Batteriesystemen eingesetzt wird. „Jede einzelne Batteriezelle soll kontinuierlich überwacht und individuell geregelt werden“, so Dr. Jens Strobel, Projektkoordinator, Robert Bosch GmbH. Zudem lässt sich das Energiepotenzial der Batterie optimal nutzen: Wenn eine Zelle der Lithium-Ionen-Batterie nicht mehr effizient arbeitet, muss nur diese eine Zelle und nicht das gesamte Batteriemodul ausgetauscht werden. Das spart Ressourcen, senkt Kosten und ebnet den Weg in eine sichere und nachhaltig mobile Zukunft.

Die Beteiligten
Um den Strompfad von Batterien für das Übertragen von Daten zu nutzen, haben sich kompetente Partner zusammengefunden: Im Verbundprojekt IntLiIon arbeiten die Robert Bosch GmbH als Projektkoordinator mit der Pro Design Electronic GmbH, der Hochschule Hannover und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 4,3 Millionen Euro. Die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist Teil der Maßnahme „Energieeffiziente und sichere Elektromobilität“ (STROM 2) im Programm „IKT 2020 – Forschung für Innovation“ der Bundesregierung. Sie hat das Ziel, Deutschland als Leitanbieter für Technologien der Elektromobilität zu etablieren und gleichzeitig einen Beitrag zu zukunftsfähiger Mobilität zu leisten.

Die Beteiligten
Bundesministerium für Bildung und Forschung:
http://bit.ly/17E9nt2

Robert Bosch GmbH:
http://bit.ly/11akLX7

Pro Design Electronic GmbH:
http://bit.ly/1ck5T2D

Hochschule Hannover:
http://bit.ly/16o5ZlJ

Karlsruher Institut für Technologie (KIT):
http://bit.ly/17Xfh7s

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8240 - 21. August 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Dr. Ingo Rapold

+49 711 811-48905 E-Mail senden

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