Thermotechnik

Richtungweisendes Gebäude mit Bosch-Technik Das Energie-Plus-Haus – mehr als ein Forschungsprojekt Beispiel für nachhaltiges Wohnen

  • Im Jahresschnitt positive Energiebilanz
  • Vollständig mit Serientechnik realisierbar
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  • 16. Dezember 2011
  • Thermotechnik
  • Presseinformation

Pressetext

Wetzlar – In Anwesenheit von Oberbürgermeister Wolfram Dette ist in Wetzlar ein Einfamilienhaus seinen Mietern übergeben worden, das über das Jahr insgesamt mehr Energie bereitstellt als seine Bewohner selbst benötigen. Dank Photovoltaikanlage, effizienter Heizung und Dämmung sowie sparsamer Hausgeräte steht dem erwarteten Energiebedarf von 7 550 Kilowattstunden pro Jahr voraussichtlich eine Stromerzeugung von 9 100 Kilowattstunden gegenüber. Errichtet wurde das so genannte „Energie-Plus-Haus“ von der Bosch Thermotechnik mit ihrer Marke Buderus sowie den Gebäudespezialisten Buderus Immobilien GmbH (BIG) und Schwörer Haus.

„Wir wollen zeigen, dass ein solches Projekt mit heute bereits verfügbarer Technik möglich ist“, sagte Uwe Glock, Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Thermotechnik. Er verwies darauf, dass in Europa etwa 40 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen auf die Gebäude entfällt. Mit rund 85 Prozent wird dort der größte Anteil des Energiebedarfs für die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasserbereitung eingesetzt. Der Anteil Strom ist mit rund 15 Prozent relativ dazu recht gering. Diese Diskrepanz führt Glock auf den technischen Zustand der Heizanlagen zurück: „Nur 13 Prozent der 17,8 Millionen Heizungsanlagen hierzulande sind auf dem aktuellen technischen Stand.“ Durch den Austausch der ineffizienten Anlagen ließen sich jährlich bis zu 55 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Glock ist überzeugt, dass sich das Energie-Plus-Haus auf längere Sicht zum Standard entwickeln wird.

Damit sich ein Gebäude vom Energieverbraucher zum -anbieter mausern kann, müssen drei Voraussetzungen erfüllt werden. Zunächst gilt es, den Verbrauch durch eine optimierte Gebäudehülle und die Nutzung von Restenergieströmen gering zu halten. Der verbleibende Energiebedarf wird effizient gedeckt. Zudem muss das Gebäude selbst so viel Strom wie möglich erzeugen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben die Projektpartner das Energie-Plus-Haus mit modernen Komponenten ausgestattet: Eingesetzt werden eine Photovoltaikanlage, eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Elektro-Wärmepumpe mit einer Leistung von bis zu neun Kilowatt. Moderne, verbrauchsarme Hausgeräte der Energieeffizienzklasse A++ von Bosch runden die Ausstattung ab. Im Vergleich zu einem Neubau auf gutem, aber herkömmlichen Standard betragen die Mehrkosten rund 35 000 Euro für die Photovoltaik.

Dank dieser Maßnahmen sinkt der Primärenergiebedarf für Heizen und Warmwasser des Gebäudes mit 160 Quadratmetern Wohnfläche gegenüber einem herkömmlichen Vergleichsgebäude von 91 auf unter 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Die auf dem Dach angebrachten Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 10,8 Kilowatt Peak erzeugen so viel Strom, dass sich auf das Jahr gerechnet eine positive Energiebilanz ergibt. Damit kann auch der Bedarf von vier eBikes mit Bosch-Antrieb gedeckt werden, die den Mietern zur Verfügung stehen.


Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Factsheet.

Den O-Ton-Beitrag zum Thema Energie-Plus-Haus finden Sie hier.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7620 - 16. Dezember 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Christian Hoenicke

+49 711 811-6285 E-Mail senden

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