Mobility Solutions

Weniger Verbrauch durch optimierte Nebenaggregate Bosch steigert Effizienz elektrischer Kleinmotoren

  • Oberklasse-Fahrzeuge mit mehr als 100 Elektromotoren
  • Elektromotoren werden kleiner, leichter und leistungsfähiger
  • Bosch-Basismotor NSA rund 40 Prozent leichter als sein Vorgänger
  • Zunehmender Einsatz von verschleißarmen bürstenlosen Motoren
  • Zahl der Elektromotoren wird weiter steigen
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  • 13. September 2011
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  • Presseinformation

Pressetext

Die Automobilbranche verfolgt das Ziel, das Autofahren möglichst sparsam und sauber zu gestalten. Neben dem Antriebsstrang sind die vielen elekt­rischen Antriebe im Auto ein weiterer Hebel, um Verbrauch und damit den Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) zu senken. Dies sind kleine Elektromotoren, die die Fenster öffnen und schließen, Sitze verstellen, die Lenkung betäti­gen, den Verbrennungsmotor kühlen sowie das Innenraumgebläse oder die Wischerarme antreiben. In manchen Fahrzeugen der Oberklasse kommen heute über 100 elektrische Antriebe an ganz unterschiedlichen Stellen zum Einsatz. „Bosch hat erneut bei elektrischen Kleinmotoren das Gewicht reduziert und den Wirkungsgrad verbessert“, so Dr. Udo Wolz, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Electrical Drives. „Der neue Basismotor NSA beispielsweise ist gegenüber dem Vorgängermodell 40 Prozent kleiner und leichter und kann an vielen Stellen im Auto eingesetzt werden.“

Beim Einsatz in Komfortsystemen im Fahrzeuginnenraum ist auch niedriges Geräusch ein wichtiges Entwicklungsziel. Häufig laufende Motoren wie das Innenraumgebläse benötigen zudem einen hohen Wirkungsgrad. Bosch nutzt neben Ferrit-Magneten auch Hochenergie-Neodymium-Magnete, die das Ergebnis intensiver Materialforschung sind. Diese ermöglichen höhere Magnet-Feldstärken, so dass die Motoren bereits bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment entwickeln. Sie sind damit besonders leise.

Auf Basis eines modularen Baukastens lassen sich die NSA-Stellantriebe einfach und schnell an die unterschiedlichen Anforderungen anpassen. Neben getriebelosen Motoren und verschiedenen Getriebevarianten sind zudem passende Sensorik- und Elektronikkomponenten erhältlich, mit denen sich der Funktionsumfang anwendungsspezifisch erweitern lässt. Ein gutes Beispiel sind die neuen Fensterheberantriebe der Serie FPx. Sie sind sehr kompakt, und beim Einsatz in allen vier Fahrzeugtüren lässt sich im Vergleich zur Vorgängergeneration das Gewicht um rund 600 Gramm reduzieren. Ein integrierter Schließkraftbegrenzer sorgt für den Einklemm­schutz.

Hoher Wirkungsgrad für Gebläseanwendungen
Bürstenlose Motoren eignen sich hervorragend dazu, Gebläse möglichst effizient zu betreiben. Sie benötigen rund zehn Prozent weniger Energie, zudem sind sie nahezu verschleißfrei und die Drehzahl lässt sich stufenlos einstellen. Motorkühlgebläse bietet Bosch bereits seit 2001 mit solchen Motoren an. Sie werden aktuell in rund 15 Prozent aller Neuwagen in Europa eingesetzt, und der Anteil wird in den kommenden Jahren weiter steigen.

Innenraum-Gebläse sind kleiner, haben aber eine der größten Laufleistun­gen im Auto. Bosch entwickelt derzeit das Gebläsemodul AirMax ECo2, das neben einem bürstenlosen Motor ein optimiertes, hocheffizientes Lüfterrad hat. Das Ergebnis ist beachtlich: Das neue Gebläsemodul wird dadurch rund 20 Prozent kleiner und bis zu 40 Prozent leichter. Es geht voraus­sichtlich 2013 in Serie.

Neuer Wischerantrieb spart Platz und Gewicht
2011 startete Bosch als erstes Unternehmen die Großserienfertigung einer innovativen Antriebstechnik für Wischersysteme. Der Direktantrieb ist ein Zwei-Motoren-System mit elektronischer Regelung. Er kommt erstmals ganz ohne Gestänge aus. Im Vergleich zu Standardantrieben mit Gestänge benötigt er bis zu 75 Prozent weniger Bauraum und ist über ein Kilogramm leichter. Bei der neuen Lösung hat jeder Wischhebel einen eigenen kom­pakten Antrieb, der Hebel selbst wird direkt auf die Antriebswelle montiert. Den eingesparten Bauraum können die Automobilhersteller anderweitig nutzen, zum Beispiel für Head-up-Displays oder Fußgänger-Airbags.

Elektromotoren immer häufiger im Einsatz
Um Verbrauch und CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren, ersetzen die Auto­mobilhersteller mechanische oder hydraulische Systeme im Auto zuneh­mend durch elektrische Antriebe. Ein Beispiel ist die Lenkung. Im Gegen­satz zum herkömmlichen hydraulischen Ansatz benötigt eine elektrische Lenkung keine Wartung und agiert nur im Bedarfsfall. Dies spart auf 100 Kilometer bis zu 0,3 Liter Kraftstoff. Bosch liefert hier den elektrischen Motor, das Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme komplette Lenk­systeme.

Ein zweites Beispiel ist das Thermomanagement für Verbrennungsmotoren, für das Bosch elektrische Zusatz-Wasserpumpen und -ventile fertigt. Sie helfen, die Kühlwassertemperatur im optimalen Bereich zu halten. Neue, bürstenlose Pumpen von Bosch eignen sich dank hohem Wirkungsgrad, Diagnosefähigkeit und bedarfsabhängiger Regelbarkeit auch hervorragend für eine indirekte Ladeluft- oder Turboladerkühlung sowie zur Kühlung von Komponenten von Hybrid- und Elektrofahrzeugen, wie der Batterie, der elektrischen Antriebsmaschine und der Leistungselektronik.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7491 - 13. September 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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