Mobility Solutions

Neue Displaytechnik von Bosch Dreidimensionale Anzeigen im Automobil Räumliche Darstellung von Informationen

  • Hohe Grafikleistung zur Berechnung der dreidimensionalen Darstellung
  • Räumliche Wahrnehmung ist möglich
  • Der Einsatz in Serienfahrzeugen ist von 2015 an zu erwarten
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  • 13. September 2011
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  • Presseinformation

Pressetext

Die Menge der im Fahrzeug dargestellten Informationen ist bereits groß und nimmt weiter zu. Verschiedenartige HMI-Konzepte (Human Machine Interface) unterstützen jedoch die einfache und sichere Be­dienung des Fahrzeugs. Sie nutzen elektronische Displays und deren zweidimensionale Darstellung. Künftig steht nun die 3D-Technik, in anderen Branchen bereits aktueller Stand, auch für automobile Anwendungen am Start. Die ent­sprechenden Komponenten sind bei Bosch bereits in der Entwicklung. Ihr Einsatz in Serienfahrzeugen ist von 2015 an zu erwarten.

Der erste Schritt hin zu dreidimensionalen Anzeigen im Automobil geht einher mit großen Displays, in der Regel auf Basis der TFT-Technik (Thin Film Transistor – Dünnschichttransistor) oder LCD-Technik (Liquid Crystal Display – Flüssigkristallanzeige). In zahlreichen Fahrzeugen sind sie bereits Standard, beispielsweise im Kombiinstrument oder in mittiger Anordnung als Zentraldisplay.

Klar erkennbar ist der Trend, die Displayfläche im Bereich Kombiinstrument zu vergrößern. Eine Ausprägung, die künftig auf den Markt kommen wird, ist das so genannte Voll-Display im Kombiinstrument. Es verzichtet ganz auf mechanische Funktionen, Inhalte lassen sich rein elektronisch auf einem großen Display anzeigen. Ein weiterer Vorteil für den Fahrer ist die mög­liche Anpassung jener Darstellung, die er sieht. Passend zur jeweiligen Situation erhält er in seinem direkten Sichtfeld übersichtlich aufbereitet sämtliche Informationen etwa zu Geschwindigkeit, Fahrzeugbedienung, Navigation und Entertainment sowie Fahrerassistenz-Funktionen.

Leistungsstarke Grafikprozessoren für automobile Anwendungen
Der nächste Schritt sind 3D-Displays für die räumliche Wahrnehmung der dargestellten Informationen. Zwei verschiedene Techniken stehen dafür zur Verfügung. Sie geben dem rechten und dem linken Auge leicht unter­schiedliche Teilbilder, die zeitgleich auf dem Display dargestellt sind. Beim Mikro-Linsenarray (MLA) bündeln winzige optische Linsen, die dicht über dem Display angeordnet sind, gezielt ausschließlich die jeweils dem rech­ten und dem linken Auge zugedachten Bildpunkte. Als alternative Technik bietet die so genannte Barrier-Maske über eine Rasterstruktur je nach Be­trachtungswinkel die Sicht auf nur die Pixel, die entweder für das rechte oder das linke Bild bestimmt sind. Diese Technik ist bereits beim „Dual View“-Display von Bosch im Serieneinsatz. So sieht der Fahrer beispiels­weise die grafischen Navigationshinweise, während vom Beifahrersitz aus auf dem gleichen Bildschirm ein Film zu sehen ist.

Aufwendig ist die Berechnung der beiden Bilder für die dreidimensionale Darstellung. Sie muss in Echtzeit erfolgen, um flexibel alle Inhalte darstel­len zu können. Die notwendige Rechenleistung steht über leistungsstarke Grafikprozessoren nun auch für automobile Anwendungen zur Verfügung. Eine besondere Rolle haben die Gestaltung des grafischen HMI sowie die Animation der grafischen Elemente in der virtuellen 3D-Szene. Nur bei einer fehlerfreien und natürlichen Umsetzung nimmt der Fahrer die 3D-Wirkung wahr – Auge und Gehirn sind über die natürliche Umgebung perfekte drei­dimensionale Bilder gewohnt und ver­zeihen keine ungenaue Darstellung.

Räumliche Anordnung von Informationselementen
Die 3D-Technik erzeugt eine Tiefenwirkung, die sich zum Beispiel für die räumliche Anordnung von Menüstrukturen nutzen lässt. Oder sie wird zur Priorisierung von Anzeigen verwendet. So können etwa auf der Ebene, die dem Fahrer am weitesten entfernt ist, sämtliche Fahrzeug-Grundinforma­tionen dargestellt werden. Tritt dann beispielsweise unterwegs ein Reifen­schaden auf, gemeldet von den entsprechenden Sensoren, lässt sich in einer vorgelagerten Raumebene der Fehler beschreiben, etwa über einen zur Warnung rot markierten Reifen vorn links in der Fahrzeugsilhouette. Und in einer weiteren Ebene, noch näher am Fahrer, wird ein konkreter Aktionshinweis gegeben, beispielsweise „Parkplatz aufsuchen“.

Neben der Darstellung auf 3D-Bildschirmen lassen sich schließlich auch auf Head-up-Displays räumliche Anzeigen erzeugen. Der 3D-Effekt entsteht durch die Überlagerung der angezeigten Informationen mit der realen Um­welt (Augmented Reality). Hierbei werden die angezeigten Informationen in Echtzeit erzeugt, geometrisch korrigiert und in die reale Szene an den ent­sprechenden Zielort projiziert. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Richtungshinweise des Navigationssystems virtuell auf die tatsächliche Fahrspur positionieren, um beispielsweise einen Abbiegevorgang zu ver­deutlichen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7486 - 13. September 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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