Mobility Solutions

Für niedrigen Verbrauch und hohe Reichweite Regenerative Bremssysteme von Bosch für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

  • Regenerative Bremssysteme auf Basis der aktuellen ESP®-Generation 9
  • Vakuumunabhängige Systeme für Plug-in-Hybride und Elektroautos
  • Komplettes Portfolio für die Elektromobilität
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  • 13. September 2011
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Pressetext

Das Angebot an Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird in den kommenden Jahren stark steigen. Um die angestrebten Kraftstoffeinsparungen und Reichweiten zu erzielen, müssen diese Fahrzeuge unter anderem möglichst viel Energie beim Bremsen für das elektrische Fahren zurückgewinnen. Bosch entwickelt derzeit regenerative Bremssysteme, die im Zusammen­spiel mit dem Antriebsstrang eine bestmögliche Rekuperation ermöglichen. „Idealerweise werden alle Bremsvorgänge vollständig zur Energieerzeugung genutzt“, erläutert Dr. Werner Struth, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbe­reichs Chassis Systems Control, die Zielsetzung. „In Situationen, in denen das Bremsmoment der elektrischen Maschine nicht ausreicht, unterstützt das hydraulische Bremssystem. Dies geschieht für den Fahrer unmerklich.“ Bosch bietet zwei Arten von regenerativen Bremssystemen: Lösungen, die mit dem klassischen vakuumbasierten Bremskraftverstärker zusammen­spielen, sowie vakuumunabhängig arbeitende Systeme.

Bei heutigen Fahrzeugen verstärkt der Bremskraftverstärker die vom Fahrer aufgebrachte Kraft und nutzt hierfür ein Vakuum beziehungsweise Unter­druck. Dieser kommt entweder vom Verbrennungsmotor oder wird von einer Unterdruckpumpe erzeugt. Hybridfahrzeuge jedoch schalten den Verbrennungsmotor möglichst oft ab, und bei Elektrofahrzeugen ist gar kein Verbrennungsmotor mehr vorhanden. In diesen Fahrzeugen wird daher entweder weiterhin eine elektrische Unterdruckpumpe oder ein vakuum­unabhängiges Bremssystem eingesetzt.

Vakuumbasierte Lösung: ESP® hev
Das regenerative Bremssystem ESP® hev baut auf der aktuellen Genera­tion 9 auf und ist damit eine sehr wirtschaftliche Lösung. In Hybrid- und Elektrofahrzeugen mit vakuumbasiertem Bremskraftverstärker übernimmt ESP® hev die Koordination des elektromotorischen und hydraulischen Bremsmoments sowie die Steuerung der Unterdruckpumpe. Der erste Serieneinsatz erfolgt in einem Hybridfahrzeug mit Heckantrieb und einer sogenannten Schwarz-Weiß-Bremskreisaufteilung, also vorne/hinten. Beim ESP® hev für diese Antriebs- und Bremsenkonstellation wird der hintere Bremskreis vom Fahrerfuß entkoppelt. Ein vergrößerter Leerweg des Bremspedals wird genutzt, um das Fahrzeug über den mit der Hinterachse verbundenen Elektromotor zunächst rein generatorisch abzubremsen. Hier­für fordert das System ein dem Pedalweg entsprechendes Generator­moment an. Es ist begrenzt auf 0,2 g, also rund 20 Prozent der maximalen Bremsleistung, und deckt damit nahezu alle im Alltag vorkommenden Bremsmanöver ab. Tritt der Fahrer stärker auf die Bremse, wird auf kon­ventionellem Weg ein zusätzliches hydraulisches Bremsmoment an der Vorderachse aufgebaut, so dass das Fahrzeug nun über beide Achsen ver­zögert wird. Reicht das verfügbare generatorische Bremsmoment an der Hinterachse nicht aus, baut das System über die Pumpe des Hydraulikag­gregats zusätzlichen Bremsdruck für die Hinterachse auf. All dies geschieht für den Fahrer unmerklich, das heißt mit vertrautem Pedalgefühl und Fahr­zeugverhalten. Neben der beschriebenen Variante für Schwarz-Weiß-Bremskreise bietet Bosch auch eine für Diagonal-Bremskreise an.

Vakuumunabhängige Lösung: HAS hev
Für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, in denen kein vakuumbasierter Brems­kraftverstärker zum Einsatz kommt, bietet Bosch künftig das Bremssystem HAS hev an. Während HAS für Hydraulic Actuation System steht, weist hev auf die Nutzung in hybrid electric vehicles hin. Das System ist bei allen Bremskreisaufteilungen und Antriebskonzepten einsetzbar. Es besteht aus einer Bremsbetätigungseinheit und einem hydraulischen Bremsdruck-Modulationssystem, die das ESP®-Hydraulikaggregat ergänzen. Bremspedal und Radbremsen sind mechanisch entkoppelt. Den Bremsbefehl nimmt die Bremsbetätigungseinheit auf, ein integrierter Pedalwegsimulator sorgt für das gewohnte Pedalgefühl. Das Bremsdruck-Modulationssystem setzt den Bremsbefehl um und nutzt hierfür die elektrische Maschine und die Rad­bremsen. Ziel ist die größtmögliche Rekuperation bei voller Stabilität. Abhängig von Fahrzeug- und Systemzustand wird bis zu einer Verzögerung von 0,3 g ausschließlich über die elektrische Maschine verzögert. Reicht dies nicht aus, liefert das Modulationssystem mittels Pumpe und Hoch­druckspeicher zusätzlichen hydraulischen Bremsdruck für die Radbremsen.

Neben dem Bremssystem bietet Bosch das komplette Portfolio für Hybrid- und Elektrofahrzeuge an. Dies sind elektrische Maschinen für unterschied­liche Hybrid- und Elektro-Antriebskonzepte, die entsprechende Leistungs­elektronik, Lithium-Ionen-Batteriesysteme, als auch die komplette Funk­tionsentwicklung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7485 - 13. September 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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