Mobility Solutions

Neuer Mid-Range-Radarsensor von Bosch Kostengünstige Basis für Assistenz- und Sicherheitssysteme

  • 77-Gigahertz-Radarsensor für Assistenz- und Sicherheitssysteme
  • Frontvariante mit 160 Metern Reichweite und Öffnungswinkel von 45 Grad
  • Variante für Heckeinbau mit 100 Metern Reichweite und 150 Grad Öffnungswinkel
  • Deutlich leistungsfähiger und kleiner als 24-Gigahertz-Sensoren
  • Einfache Fahrzeugintegration dank kompakter Bauart
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  • 13. September 2011
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Pressetext

Bosch entwickelt derzeit einen neuen Mid-Range-Radarsensor (MRR) zur Serienreife. Er arbeitet wie der aktuelle Long-Range-Radarsensor LRR3 im 77-Gigahertz-Frequenzband und kann Entfernung und Position von Hinder­nissen daher sehr exakt erfassen – ist aber im Vergleich deutlich kosten­günstiger. Beim Einsatz in der Fahrzeugfront hat der neue Sensor eine Reichweite von bis zu 160 Metern und einen Öffnungswinkel von 45 Grad. „Mit dem neuen Mid-Range-Radarsensor lassen sich zahlreiche Sicherheits- und Komfortfunktionen kostengünstig realisieren“, sagt Dr. Werner Struth, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control, und nennt beispielhaft ein ACC (Adaptive Cruise Control) bis zu Geschwindig­keiten von 150 Kilometern pro Stunde und den vorausschauenden Not­bremsassistenten. Auch im Heck lässt sich der neue Sensor einsetzen. „Dort überwacht er den toten Winkel oder warnt beim Ausparken vor que­rendem Verkehr“, so Struth. Den Serienstart plant Bosch zum Jahresende 2012.

Der Mid-Range-Radarsensor lässt sich problemlos in der Front oder im Heck des Fahrzeugs unterbringen; selbst ein verdeckter Einbau hinter dem Stoßfänger ist möglich. Dank seiner Reichweite und des Erfassungswinkels werden vorausfahrende und einscherende Fahrzeuge früh erkannt – die ideale Basis für die adaptive Tempomatfunktion ACC. Im Geschwindig­keitsbereich von 0 bis 150 Kilometer pro Stunde regelt das System den festgelegten Abstand zum Vordermann dann automatisch. Einzig noch höhere Sollgeschwindigkeiten bei Oberklasse-Limousinen erfordern künftig einen Long-Range-Radarsensor. Ebenfalls möglich ist ein vorausschauender Notbremsassistent. Bei kritischen Annäherungen warnt dieser den Fahrer. Reagiert er nicht, erfolgt eine Teilbremsung, bei Geschwindigkeiten unter 30 Kilometern pro Stunde sogar eine automatische Vollbremsung.

Die Heckvarianten des MRR haben eine geringere Reichweite, dafür aber einen noch größeren Öffnungswinkel. Die in den hinteren Ecken platzierten Sensoren sind die Basis für den Spurwechselassistenten. Dieser überwacht den toten Winkel und warnt vor sich schnell nähernden Fahrzeugen. Eben­falls lassen sich mit dem System unübersichtliche Situationen beim Rück­wärts-Ausparken sicher meistern.

Leistungsfähig und kompakt dank 77 Gigahertz
Im Vergleich mit existierenden 24-Gigahertz-Varianten ist ein 77-Gigahertz-Sensor in allen Punkten leistungsfähiger. Er hat eine bis zu dreifach höhere Objekt-Trennung und kann Geschwindigkeit und Abstand drei- bis fünfmal genauer messen. Auch ist er mit knapp 130 Kubikzentimetern deutlich klei­ner, und er nutzt das weltweit dauerhaft für Automotive-Anwendungen freigegebene Frequenzband. Dadurch eignet sich der 77-Gigahertz-MRR von Bosch insbesondere für globale Fahrzeug-Plattformen. Die für die integrierten Hochfrequenz-Schaltkreise verwendete Silizium-Germanium-Technologie erlaubt einen kompakten Aufbau komplett ohne bewegte Teile.

Radar- und Videosensoren ergänzen sich
Videosensoren sind die ideale Ergänzung zur Radartechnik. Mittels leis­tungsfähiger Software-Algorithmen entsteht durch die Fusion der Sensor­daten ein höchst detailliertes „Bild“, das heißt eine Interpretation der Situ­ation vor dem Fahrzeug. Weitere Assistenz- und Sicherheitsfunktionen las­sen sich darauf aufbauen, wie zum Beispiel eine automatische Vollbrem­sung bei höheren Geschwindigkeiten. Diese kann den Unfall nicht mehr verhindern, jedoch die Unfallschwere erheblich mindern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7483 - 13. September 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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