Mobility Solutions

Systeme für mehr Sicherheit und Komfort Fahrerassistenzsysteme von Bosch für alle Fahrzeugklassen

  • Der UN zufolge sterben jedes Jahr 1,3 Millionen Menschen im Straßenverkehr
  • Neuer Mid-Range-Radarsensor für Notbremssysteme in Mittel- und Kompaktklasse
  • Videosensoren als Basis für zahlreiche zusätzliche Sicherheits- und Komfortfunktionen
  • Kostengünstiges ABS für Motorräder und Roller – auch für Schwellenländer
Beitrag sammeln
PDF herunterladen
  • 13. September 2011
  • Mobility Solutions
  • Presseinformation
  • Bilder: 1

Pressetext

Autofahren soll in den kommenden Jahren noch sicherer und komfortabler werden. Bosch treibt diese Entwicklung voran, indem das Unternehmen einerseits bestehende Assistenz- und Sicherheitssysteme verbessert und andererseits neue Funktionen und verbesserte Sensoren entwickelt. „Die hohen Unfallzahlen weltweit zeigen die Notwendigkeit bestmöglicher Sicherheitstechnik im Auto“, sagt. Dr. Werner Struth, Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Chassis Systems Control, und verweist auf Untersuchungsergebnisse der Vereinten Nationen. Deren Daten zufolge kommen jedes Jahr bei Verkehrsunfällen weltweit 1,3 Millionen Menschen ums Leben, rund 50 Millionen werden verletzt. Innerhalb von zehn Jahren könnte die Zahl der Verkehrstoten jährlich auf 1,9 Millionen steigen – maßgeblich getrieben durch den stark wachsenden Straßenverkehr in Schwellenländern.

Daten der internationalen Unfallforschung bilden bei Bosch die Basis für wirksame Assistenz- und Sicherheitsfunktionen. So steht zum Beispiel bei Unfällen mit Todesfolge häufig Schleudern als Unfallursache an erster Stelle. Die technische Lösung dafür ist ESP®: Das von Bosch entwickelte Elektronische Stabilitäts-Programm wirkt dem Schleudern des Fahrzeugs entgegen. Es wurde bereits 1995 erstmals in Serie eingeführt und wird inzwischen in immer mehr Ländern als Serienausstattung vorgeschrieben.

Umfeldsensoren sowie die Vernetzung bestehender Systeme – etwa des Antriebsstrangs oder der Sicherheitstechnik – ermöglichen bereits heute leistungsfähige Sicherheitssysteme im Fahrzeug. Zum aktuellen unfallvermeidenden Produktportfolio von Bosch gehören radar-, ultraschall- und kamerabasierte Funktionen wie beispielsweise das vorausschauende Notbremssystem, der Totwinkelassistent oder Spurhaltesysteme und das Nachtsichtsystem.

Bei der Entwicklung neuer Sicherheits- und Assistenzsysteme verfolgt Bosch mehrere Ziele: Einerseits soll das Fahren mittels neuer, täglich erlebbarer Funktionen noch sicherer und komfortabler werden, den Fahrer also entlasten. Andererseits müssen bestehende Systeme kostengünstiger werden, damit sie auch in preisgünstigen Fahrzeugen und in den Schwellenländern zum Einsatz kommen. Denn nur weit verbreitete Sicherheitstechnik kann den notwendigen Beitrag für ein verletzungsfreies und unfallfreies Fahren leisten. Ein Beispiel für diese Entwicklung ist die Radartechnik.

Radarsensoren werden kleiner und leistungsfähiger
Radarsensoren sehen besonders weit und erlauben eine exakte Messung von Abstand und Geschwindigkeit. Die erste Generation von Bosch startete im Jahr 2000 als Teil des Adaptive Cruise Control (ACC). Die aktuelle dritte Generation des Long-Range-Radarsensors (LRR3) ist im Vergleich dazu in allen Belangen verbessert. Sie ist rund 60 Prozent kleiner und dennoch wesentlich leistungsstärker. Zudem reduziert die weltweit erstmals eingesetzte Silizium-Germanium-Technik die Herstellkosten deutlich. Der LRR3 ist mit einer Reichweite von bis zu 250 Metern und einem Öffnungswinkel von bis zu 30 Grad der optimale Sensor für ACC-Systeme und vorausschauende Notbremssysteme in Fahrzeugen der Oberklasse.

Technische Basis für das Notbremssystem sind der Radarsensor und das ESP®-System. Erkennt das System einen drohenden Auffahrunfall, warnt es den Fahrer und unterstützt ihn beim Bremsen, um den Unfall möglichst zu verhindern. Ist dieser nicht mehr vermeidbar, löst es kurz vor dem Aufprall automatisch eine Vollbremsung aus, was die Unfallschwere deutlich reduzieren kann. Für den dichten Verkehr in Innenstädten erweitert Bosch den Funktionsumfang, indem das Notbremssystem den Fahrer auch bei Geschwindigkeiten unterhalb 30 Kilometer pro Stunde unterstützt. Diese Lösung geht noch 2011 in Serie.

Mit dem neuen Mid-Range-Radarsensor (MRR) von Bosch lassen sich derartige Systeme künftig noch kostengünstiger darstellen. Der Sensor hat eine Reichweite von maximal 160 Metern und einen Öffnungswinkel von bis zu 45 Grad. Damit lassen sich Notbremssysteme und ACC-Lösungen bis zu Geschwindigkeiten von etwa 150 Kilometern pro Stunde darstellen – völlig ausreichend für die Mittel- und Kompaktklasse. Ein Einbau im Heck ermöglicht eine umfassende Überwachung des toten Winkels. Der MRR wird Ende 2012 eingeführt.

Der neue Mid-Range-Radarsensor arbeitet wie die Long-Range-Variante im 77-GHz-Frequenzband und ist, bei vergleichbaren Kosten, den 24-GHz-Varianten auf dem Markt weit überlegen. Er nutzt das weltweit dauerhaft für Automobilanwendungen freigegebene Frequenzband und hat nur rund ein Drittel der Größe eines typischen 24-GHz-Sensors. Außerdem hat die
77-GHz-Ausführung eine bis zu dreifach höhere Objekt-Trennbarkeit und kann Geschwindigkeit und Abstand drei- bis fünfmal genauer messen.

Videosysteme: Die ideale Ergänzung zum Radar
Videosensoren bieten im Vergleich zum Radar eine Fülle weiterer Informationen. Die Fusion beider Sensordaten ergibt ein sehr detailliertes „Bild“, das heißt eine Interpretation der Situation, vor dem Fahrzeug. Notwendig ist hierfür jedoch ein umfangreiches Wissen in allen relevanten Bereichen der Sensorik und der Bildverarbeitung, mit denen sich dann die leistungsfähigen Software-Algorithmen entwickeln lassen.

Die Videokamera „versteht“ was sich um das Fahrzeug abspielt. So sind anhand der Daten neben Fahrzeugen auch Fußgänger und deren Bewegungsrichtung erkennbar, und sie verbessern zudem die ACC-Funktion. Querbewegungen werden früher erkannt, und so reagiert das System schneller beim Überholen von Fahrzeugen und bei deren Einscheren in die eigene Fahrspur. Die Spurverlassenswarnung, auf englisch Lane Departure Warning, und der Spurhalteassistent, Lane Keeping Support, basieren allein auf der Auswertung von Videodaten. Des Weiteren lassen sich die Videosignale zur automatischen Lichtsteuerung und der Erkennung von Verkehrszeichen nutzen.

Unfallvermeidung: Müdigkeitserkennung und ABS für Motorräder
Der gefährliche Sekundenschlaf kündigt sich meist durch ein typisches Lenkverhalten an. Die Müdigkeitserkennung von Bosch wertet fortwährend die Signale des Lenkwinkelsensors aus und kann den Fahrer somit rechtzeitig warnen und zu einer Pause auffordern. Die Müdigkeitserkennung ist als Softwarefunktion kostengünstig darstellbar.

Neben Autos sind oftmals auch Motorräder in Unfälle verwickelt. Eine wirkungsvolle Abhilfe bietet in vielen Fällen das Antiblockiersystem, von dem Bosch 2010 eine neue, kompaktere Generation auf den Markt gebracht hat. Die Basisvariante der neuen ABS-Generation 9 für Motorräder wiegt nur noch rund 700 Gramm und ist damit das aktuell kleinste System weltweit. Die geringe Größe und niedrigere Kosten ermöglichen den Einsatz auch in kleineren Motorrädern und Rollern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7482 - 13. September 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

Diesen Beitrag teilen