Wirtschaft

Erste portugiesische Vertretung vor 100 Jahren Bosch-Gruppe will in Portugal weiter wachsen 65 Millionen Euro Investitionen bis 2013 geplant

  • Mitarbeiterzahl steigt bis Ende 2011 auf mehr als 3 700
  • Mehr als eine Milliarde Euro Umsatz
  • In den vergangenen fünf Jahren 130 Millionen Euro investiert
  • Viertgrößter Exporteur in Portugal
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  • 30. September 2011
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Pressetext

Lissabon – Die Bosch-Gruppe feiert am 30. September 2011 ihr hundertjähriges Bestehen in Portugal. „Für das weltweite Geschäft der Bosch-Gruppe ist Portugal heute ein wichtiger Fertigungsstandort. Die hier gefertigten Erzeugnisse werden weltweit in mehr als 60 Märkte exportiert“, sagte Bosch-Geschäftsführer Rudolf Colm anlässlich der Jubiläumsveranstaltung in Lissabon. Colm fuhr fort: „Bosch ist einer der größten internationalen Arbeitgeber in Portugal und der viertgrößte Exporteur.“

In den vergangenen fünf Jahren hat das führende Technologie- und Dienstleistungsunternehmen an seinen portugiesischen Standorten rund 130 Millionen Euro investiert. Von 2011 bis 2013 sind weitere rund 65 Millionen Euro für den Ausbau der Fertigungsaktivitäten vorgesehen, insbesondere im Bereich elektronische Komponenten, Navigationssysteme und Thermotechnik.

2010 erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz in Portugal
Der Umsatz der portugiesischen Bosch-Gesellschaften wuchs 2010 um 27 Prozent und überstieg erstmals die Marke von einer Milliarde Euro. Davon entfielen mehr als 900 Millionen Euro auf den Export. Bosch ist damit der viertgrößte Exporteur in Portugal. Der Umsatz auf dem heimischen Markt erreichte 2010 mehr als 260 Millionen Euro, zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Für 2011 erwartet Bosch für die portugiesischen Tochtergesellschaften einschließlich Exporten ein Umsatzwachstum auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Die Beschäftigtenzahl hat sich nach den Krisenjahren 2008 und 2009 wieder erhöht. Bereits 2010 stieg sie um acht Prozent auf rund 3 500 und wird im laufenden Jahr um weitere 200 wachsen.

Wichtiger Teil des Bosch-Fertigungsverbunds
Die Bosch-Gruppe ist heute mit sechs Tochtergesellschaften in Portugal vertreten. Der erste Fertigungsstandort entstand 1988 in Aveiro nahe Porto durch den Erwerb der Mehrheit an Vulcano Termodomésticos SA, heute Bosch Termotecnologia SA. Dort fertigte das Unternehmen seither mehr als 20 Millionen Gas-Wassererhitzer, die in die ganze Welt exportiert wurden. Eine neue Fertigungslinie für besonders energieeffiziente kombinierte Gas-Brennwertgeräte ist geplant. Zusätzlich fertigt Bosch in Aveiro bereits seit 2007 Solarkollektoren und neuerdings auch Wärmepumpen.

Im Jahr 1990 begann in Braga im Norden des Landes die Fertigung von Autoradios bei der heutigen Bosch Car Multimedia Portugal. Die Gesellschaft fertigte 2010 insgesamt 3,3 Millionen Autoradios und 1,5 Millionen Navigationssysteme, und nahm die Fertigung weiterer elektronischer Komponenten auf. 1996 kam mit dem Einstieg in das Bremsengeschäft ein Werk für Bremskomponenten am Standort Abrantes hinzu, Robert Bosch Travoes. In Ovar in der Nähe von Porto fertigt Bosch Security Systems seit nahezu zehn Jahren Sicherheitssysteme. Zudem sind in Lissabon zwei Vertriebsgesellschaften ansässig: die Robert Bosch SA für Verkauf und Kundendienst von Kraftfahrzeug-Handelserzeugnissen und Elektrowerkzeugen sowie die BSHP Electrodomesticos Lda., eine Tochtergesellschaft der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, an der Siemens und Bosch je zu 50 Prozent beteiligt sind.

Weiterer Ausbau von Forschung und Entwicklung vor Ort
Parallel zur wachsenden Bedeutung von Aveiro als Fertigungsstandort für Thermotechnik hat Bosch dort in den letzten Jahren auch die Entwicklungsaktivitäten verstärkt. Rund 140 Ingenieure arbeiten in Aveiro und Braga an Produktentwicklungen in den Bereichen Thermotechnik und Elektronik. Hier sind bedeutende Innovationen entstanden wie der erste Gas-Wasser-Erhitzer mit einem hydrodynamischen Generator – eine Entwicklung aus Aveiro.

Investitionen in Aus- und Weiterbildung
Mit wachsendem Umfang der Aktivitäten nimmt auch der Bedarf an hochqualifizierten lokalen Arbeitskräften zu. Jeder portugiesische Bosch-Mitarbeiter nutzt pro Jahr im Durchschnitt rund 35 Stunden für Fortbildung. Darüber hinaus unterhält Bosch in Portugal engen Kontakt zu Hochschulen und zu Trainingseinrichtungen wie der Berufsakademie ATEC, die gemeinsam mit Volkswagen, Siemens und der Deutschen Handelskammer gegründet wurde.

Seit mehr als 100 Jahren eng mit Portugal verbunden
Erste Kontakte zwischen Robert Bosch und dem portugiesischen Ingenieur und Geschäftsmann Roberto Cudell bestanden bereits 1908. Drei Jahre später, 1911, eröffnete Cudell in Porto die erste portugiesische Bosch-Vertretung. Er konzentrierte sich zunächst auf den Vertrieb von Bosch-Automobil- und Fahrradteilen. Daraus entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten unter der Führung von Roberto Cudell, von 1954 an gemeinsam mit seinem Sohn Gustavo, ein umfangreiches Angebot von Bosch-Kraftfahrzeugtechnik, Elektrowerkzeugen, Hausgeräten und Autoradios. Bereits 1926 eröffnete Cudell den ersten Bosch-Dienst in Portugal. In den 1930er Jahren folgte ein Zweigbüro in Lissabon. So war die Marke Bosch in Portugal bereits sehr bekannt, als das Unternehmen 1960 in Lissabon eine eigene Vertriebsgesellschaft gründete, die Robert Bosch Lda. In den 1980er Jahren, nach dem EU-Beitritt Portugals, begann die Bosch-Gruppe dort mit dem Aufbau von Fertigungsstandorten – 1988 für Thermotechnik, 1990 für Autoradios, 1996 für Bremskomponenten und 2005 für Sicherheitssysteme.

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Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7463 - 30. September 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Melita Delic

+49 711 811-48617 E-Mail senden

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