Verpackungstechnik

Zu viele Lebensmittel verderben Bosch beteiligt sich an Initiative „Save Food“

  • Ein Drittel der weltweit produzierten Nahrungsmittel vergammelt
  • Unzureichender Schutz vor Witterung und Schädlingen
  • Innovative Verpackungen schaffen Abhilfe und sparen Energie
Beitrag sammeln
PDF herunterladen
  • 13. Mai 2011
  • Verpackungstechnik
  • Presseinformation

Pressetext

Waiblingen/Düsseldorf – Die Bosch-Gruppe will dazu beitragen, dass künftig weniger Lebensmittel auf dem Weg zum Verbraucher verderben. Hierzu beteiligt sich der Geschäftsbereich Packaging Technology an der internationalen Initiative „Save Food“, die von der Welternährungs-organisation der Vereinten Nationen (FAO), der Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie sowie der Messe Düsseldorf initiiert worden ist. Derzeit gehen weltweit mehr als ein Drittel der produzierten Nahrungsmittel zwischen Feld und Teller verloren. In Schwellenländern wie Indien sind es sogar mehr als drei Viertel. Die Initiative will zu einem sorgsameren Umgang mit den zur Verfügung stehenden Lebensmitteln sensibilisieren und nach Lösungen suchen, damit künftig weniger Nahrung verloren geht. „Nur in einer gemeinsamen Anstrengung können wir gegen den hohen Verlust von Nahrung kämpfen.“, sagte Friedbert Klefenz, Vorsitzender des Bereichsvorstandes von Bosch Packaging Technology.

Viele Nahrungsmittel verderben, weil sie unzureichend verpackt und somit nicht vor Witterungseinflüssen oder Schädlingen geschützt sind. Entsprechend können sie auch nicht schadlos transportiert oder gelagert werden. Hier wird deutlich, welche Bedeutung die Verpackungstechnik im Alltag hat. „Ohne Verpackungstechnik wäre auch die Vielfalt auf unseren Tischen merklich geringer.“, erklärte Klefenz.

Mit dem massenhaften Verlust von Nahrungsmitteln vor allem in ärmeren Ländern werden zudem Ressourcen wie Ackerfläche, Energie oder Wasser wirkungslos eingesetzt und damit verschwendet. Um ein einziges Kilogramm Mais zu produzieren werden beispielsweise 450 Liter Wasser benötigt. Bei einem Kilogramm Reis 3 000 Liter und ein Kilogramm Rindfleisch verursacht einen Wasserverbrauch von 4 500 Litern.

Bereits in Indien aktiv
Bosch ist bereits 2007 gegen den Verlust von Lebensmitteln und Ressourcen in Schwellenländern aktiv geworden. In Indien wurden eigens auf den dortigen Bedarf zugeschnittene Verpackungsmaschinen auf Lastwagen montiert, um vor Ort Bauern und Behördenvertreter von den Vorteilen verpackter Lebensmittel zu überzeugen. Jedes Jahr kommen mehr als 100 zusätzliche Maschinen zum Einsatz. Es könnten viel mehr sein, gäbe es geeignete Distributionsnetze um die Waren über weite Strecken zu verteilen. Ziel ist es also eine möglichst flächendeckende Verbreitung von Verpackungsmaschinen, um schon vor Ort, die Ware vor dem Verderben zu schützen. Gleichzeitig müssen aber entsprechende Distributionsnetze aufgebaut werden.

Verpackungstechnik schont Umwelt und Ressourcen
Bosch Packaging Technology kann mit moderner Verpackungstechnik darüberhinaus dazu beitragen, dass Energie beim Verpacken von Lebensmitteln sparsamer genutzt und weniger Verpackungsmaterial gebraucht wird. Das senkt nicht nur die Verarbeitungskosten von Lebensmitteln. Es schont gleichzeitig Ressourcen und Umwelt. Ein Beispiel sind aseptisch verpackte Lebensmittel. Mit dieser Technik muss die Ware nicht mehr in der Verpackung mit hohen Temperaturen erhitzt werden. Das bedeutet, dass deutlich weniger Packstoff verwendet werden kann und der Energieeinsatz im Vergleich zu herkömmlichen Systemen um bis zu 70 Prozent sinkt. Gleichzeitig bleiben durch diese schonende Verarbeitung deutlich mehr Nährstoffe erhalten. Auf diese Weise verpackte Lebensmittel benötigen keine Kühlkette, die sonst mit hohem Energieaufwand auf dem Weg von der Verarbeitung, über den Transport bis in den Einzelhandel aufrechterhalten werden muss. Diese Form der Verpackung ist daher für viele Schwellenländer geeignet, da auch Menschen versorgt werden können, die keinen Supermarkt mit Kühlregal in ihrer Nähe haben.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7403 - 13. Mai 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Dirk Haushalter

0711 811-38195 E-Mail senden

Diesen Beitrag teilen