Mobility Solutions

„Automobilwoche“: Konferenz in München Auto im Internet oder Internet im Auto Perspektiven der vernetzten Fahrzeugwelt

  • Internet-Technologien verbreiten sich rasend schnell
  • Smartphones als Treiber der Vernetzung
  • Die Vernetzung der Fahrzeuge wird zum Kaufkriterium
  • Integration von CE-Funktionen und Open-Source Software
  • Neue Display- und HMI-Lösungen für den Fahrerarbeitsplatz
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  • 05. Mai 2011
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  • Presseinformation

Pressetext

München. Die Vernetzung von Fahrzeugen mit der Außenwelt wird in naher Zukunft erheblich zunehmen, Internet-Technologien werden auf die Straßen und in die Autos kommen. Und dies wird schnell geschehen. So beurteilt Dr. Volkmar Denner, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, die Perspektiven der vernetzten Fahrzeugwelt und die Potenziale des Internets im Auto. Anlässlich der Konferenz des Branchenmediums "Automobilwoche" referierte Denner am 5. Mai 2011 in München über die aktuellen und künftigen Treiber der Vernetzung.

Vernetzung mit der Außenwelt
Wie der Bosch-Geschäftsführer ausführte, erfolge die Vernetzung von Automobilen zurzeit vor allem noch durch das Radio, die Mobiltelefonie, die satellitengestützte Navigation sowie über Diagnoseschnittstellen, die über konventionelle Stecker kontaktiert werden. Schon diese Anwendungen belegen die Vorteile der Vernetzung mit der Außenwelt. Sie führen beispielsweise zu frühzeitigen Reaktionen auf Verkehrsbehinderungen und ermöglichen damit stressfreies und sicheres Autofahren.

Die Internetfähigkeit war bisher im Wesentlichen an PCs oder Notebooks geknüpft, dies ändert sich aber derzeit mit dem Siegeszug der Smartphones radikal, so Denner. "Wir müssen also davon ausgehen, dass das Smartphone – ein Gerät, welches sich nahezu jedermann leisten und mit sich führen kann – sehr schnell die Nummer 1 der Internetbefähiger sein wird." Schon in Kürze werden sehr viele Autofahrer die Fähigkeiten ihres Smartphones auch im Auto nutzen wollen.

Das Auto geht ins Internet
Daher gelte es, eine technisch gute und für den Automobilisten bezahlbare Integration von Internet- und CE-Funktionen (Consumer Electronics) zu verwirklichen. Wir müssen daran arbeiten – so Denner – dass das "Auto ins Internet" geht, bisher waren wir damit zufrieden, dass das "Internet ins Auto" kommt.

Darüber hinaus zeigen Studien, dass junge Käuferschichten zunehmend Fahrzeuge nur dann überhaupt noch interessant finden, wenn diese auch vernetzt sind. Sie erwarten volle Internet-Fähigkeit und interessanterweise auch Car-to-Car-, respektive Car-to-X-Kommunikation, also ein intelligent miteinander vernetztes Verkehrsmanagement zwischen Fahrzeugen oder von Fahrzeugen und Infrastruktur – wie zum Beispiel Verkehrszentralen.

Open-Source Software für innovative Anwendungen
Automobilhersteller und Zulieferer müssen also eine flexible Systemintegration ermöglichen. Zulieferer wie Bosch sind in der Lage, Systeme und Geräte zu liefern, die Third-Party Software nutzen und – wenn sinnvoll – auch Open-Source-Lösungen einsetzen können, die sich flexibel und nach individuellen Maßgaben und Wünschen der Automobilhersteller in multifunktionale Infotainment-Steuergeräte integrieren lassen. So wird eine schnelle Anpassung von Multimedia-Funktionen in fest installierten Erstausrüstungskomponenten erreicht.

Das "vernetzte Fahrzeug" wird über eine leistungsfähige Luftschnittstelle permanent mit dem Internet, seiner Umgebung, anderen Fahrzeugen und Satelliten verbunden sein. Die dafür erforderlichen Bandbreiten und Latenzzeiten bietet der neue Mobilfunkstandard Lte (4G). Damit lassen sich dem Fahrer angereicherte oder neue Dienste zur Verfügung stellen, die einen unmittelbaren Mehrwert darstellen.

Verkehrszeichen in Echtzeit
So kann beispielsweise eine fahrzeugeigene Kamera während der Fahrt Verkehrszeichen erfassen und diese an eine Datenbank melden. Dort wird geprüft, ob sich Änderungen gegenüber dem bisherigen Datensatz ergeben haben, etwa bei einer neu errichteten Baustelle. Diese Aktualisierungen lassen sich dann via App an Nutzer des Netzwerkes übertragen und somit verfügen die Teilnehmer dieses "Auto-Netzwerks" stets über die aktuellsten Verkehrszeichendaten.

Schon heute bietet Bosch – so Denner – eine iPhone-Applikation für Navigation mit verschiedenen Fahrerassistenz-Funktionen an, zum Beispiel eine Fahrspurassistenz, das Warnen vor Kurven oder eine verbrauchsoptimierte Routenwahl.

Einfache Bedienung und Informationen im Sichtfeld des Fahrers
Bei allem Potenzial, das in derartigen Anwendungen steckt, gilt es laut Denner aber auch den Arbeitsplatz des Fahrers nachhaltig zu verändern. Die Lösung für Übersichtlichkeit und Beherrschbarkeit der Informationsvielfalt sind komfortable und intuitiv erfassbare Schnittstellen zwischen Mensch und Technik (Human Machine Interface). Sie entlasten den Fahrer bei der Aufnahme und Verwertung vielfältiger Informationen durch einfache Bedien- und Anzeigesysteme wie frei programmierbare Kombiinstrumente oder Head-Up-Displays, die Informationen auf die Windschutzscheibe spiegeln und im primären Blickfeld des Fahrers liegen. "So gerüstet kann das Auto auch ins Internet gehen", sagte Denner.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7400 - 05. Mai 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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