Forschung

125 Jahre Bosch – Technik fürs Leben Chancen nutzen durch Zukunftstechnologien Bosch leistet Beitrag zur globalen Zukunftsfähigkeit

  • Grüne Zukunftstechnologien als Chancen für weltweites Wachstum
  • 3,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung
  • Neue Geschäftsfelder durch zunehmende Vernetzung der Systeme
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  • 14. April 2011
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Pressetext

Stuttgart – Bosch setzt in seinen drei Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik sowie Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik verstärkt auf zukunftsorientierte Technologien. Dazu gehören Komponenten zur Erzeugung von Windenergie, Photovoltaik, moderne Heizsysteme, Mikrosystemtechnik sowie alternative Antriebe einschließlich moderner Batterietechnik für Elektrofahrzeuge. Megatrends wie Klimawandel, erneuerbare Energien, demografischer Wandel und nachhaltige Mobilität eröffnen der Bosch-Gruppe weltweit vielfältige Chancen. So investiert das Unternehmen 3,8 Milliarden Euro pro Jahr in Forschung und Entwicklung, um überzeugende technische Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu liefern.

Investition in grüne Geschäftsfelder
Rund 45 Prozent dieses Gesamtetats für Forschung und Entwicklung investiert Bosch in Erzeugnisse, die Umwelt und Ressourcen schonen. Solche Produkte machen bereits heute 40 Prozent des Umsatzes aus – Tendenz steigend. Neue, grüne Geschäftsfelder sind Wachstumstreiber, die dem Unternehmen neue Märkte eröffnen. Beispiel Windkraft: Bosch Rexroth entwickelt und fertigt leistungsstarke Großgetriebe und Hydraulik für Windenergieanlagen. Diese Komponenten bilden das Herzstück bei der Energieumwandlung, denn sie ermöglichen eine effiziente Nutzung der natürlichen Ressource Wind für die Erzeugung von Strom. Bosch hält den Markt für Windenergieanlagen langfristig für chancenreich und baut seine Produktionskapazitäten und sein Produktportfolio daher konsequent aus. Der Umsatz mit Systemen für regenerative Energien, zu denen bei Bosch auch Photovoltaik und Wärmepumpen gehören, lag 2010 erstmals bei rund 1,5 Milliarden Euro. Die ökologische Verantwortung trägt damit auch zum Unternehmenserfolg bei.

Umwelttechnologien für das Automobil
Am Beispiel der Automobiltechnik wird diese nach vorn gerichtete Produktpolitik ebenso deutlich: Um umweltschonende Mobilitätslösungen anbieten zu können, treibt Bosch die Elektrifizierung von Kraftfahrzeugen weiter voran. So entwickelt das Unternehmen zusammen mit Samsung SDI ein Kernstück des Elektroantriebs, die Lithium-Ionen-Batterie. Darüber hinaus sammelt Bosch bereits seit den 1970er Jahren Erfahrungen mit Elektro- und Hybrid-Antriebskonzepten. Porsche und Volkswagen haben die Parallel-Vollhybridtechnik von Bosch bereits im Serieneinsatz, die auch rein elektrisches Fahren ermöglicht. Auch der Verbrennungsmotor birgt noch erhebliches Optimierungspotenzial. Bosch geht davon aus, den Verbrauch von Benzin- und Dieselmotoren noch um bis zu ein Drittel senken zu können. Damit wird ein Mittelklasse-Selbstzünder zum Drei-Liter-Auto mit einem Kohlendioxidausstoß von weniger als 99 Gramm pro Kilometer.

Über modernste Fahrzeugtechnologien hinaus engagiert sich Bosch auch in allen anderen Geschäftsbereichen für mehr Energieeffizienz, zum Beispiel im Bereich Gebäudetechnik. So hat das Unternehmen ein innovatives System zur Klimatisierung entwickelt, das die überschüssige Wärme der Gebäude-Sonnenseite auf dessen Schattenseite überführt. In einem Hochhaus in Florida sorgt ein System aus 100 Wärmepumpen für diesen Klimaausgleich, der ebenso in Einkaufszentren oder Fabriken realisiert werden kann. Das Ergebnis: mehr als 30 Prozent CO2- und Energieersparnis gegenüber konventionellen Klimaanlagen.

Auch in den eigenen Geschäftsprozessen verbessert Bosch seine Energieeffizienz kontinuierlich. Das Unternehmen nutzt erneuerbare Energien an Standorten weltweit und setzt energieeffizientere Fertigungstechnologien ein. Mit diesen Maßnahmen will Bosch bis 2020 den Kohlendioxidausstoß seiner Fertigungsstandorte weltweit im Vergleich zu 2007 um mindestens 20 Prozent verringern.

Vernetzung technischer Systeme über das Internet
Technikkompetenz und die Ausrichtung an langfristigen Trends bilden seit 125 Jahren das Rückgrat für die Weiterentwicklung von Bosch. So erkennt das Unternehmen zum Beispiel in der zunehmenden Vernetzung technischer Systeme ganz neue Geschäftsfelder. Auf Basis qualifizierter Schätzungen geht Bosch davon aus, dass im Jahr 2015 weltweit bis zu 50 Milliarden technischer Geräte miteinander vernetzt sein werden. Und zwar auch in den für Bosch wichtigen Anwendungsfeldern Energie, Mobilität, Gesundheit und Umwelt. Bosch glaubt daran, dass sich aus der Verknüpfung dieser Felder über das Internet ein bisher nicht da gewesener Nutzen ergeben wird. Aus diesem Grund baut das Unternehmen in Singapur im Rahmen eines Pilotprojekts eine softwarebasierte, offene Diensteplattform für Elektromobilität mit dazugehöriger Lade- und Kommunikationsinfrastruktur auf. Weitere Beispiele für eine Vernetzung technischer Systeme wären Fahrzeuge, die sich gegenseitig vor Gefahrenstellen warnen, oder Energieverbraucher wie Kühlschränke, die abhängig vom Strompreis gesteuert werden. Auch im Bereich der Telemedizin, in dem Bosch bereits aktiv ist, sind durch die Vernetzung ganz neue Lösungen denkbar: zum Beispiel Ergogeräte, die Herz-Kreislauf-Daten an telemedizinische Zentren übermitteln. Bosch schafft heute die Voraussetzungen, solche Anwendungen zukünftig anbieten zu können – von den Steuergeräten über die Software bis hin zur internetbasierten Systemverknüpfung. So entwickelt die Bosch-Gruppe neue zukunftsfähige Geschäftsfelder und verknüpft sie mit ihren bisherigen Aktivitäten.

Mikromechanische Sensoren für viele Anwendungen
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Bosch liegt im Bereich Mikrosystemtechnik und Werkstoffe. 2010 eröffnete Bosch eine neue Fabrik in Reutlingen, in der Halbleiter- und Mikromechanik-Chips gefertigt werden. Diese winzig kleinen Bauteile kommen zumeist in modernen Automobilanwendungen zum Einsatz. Dazu zählen elektronische Sicherheitssysteme wie ABS und ESP® oder das Motormanagement für verbrauchsgünstige und saubere Motoren sowie Fahrerassistenz-Systeme wie die vollautomatische Einparkhilfe. Darüber hinaus werden bewegungsempfindliche Sensoren von Bosch für Mobiltelefone, Laptops und Spielekonsolen angeboten. Bis 2016 soll ein Drittel der Produktion in Reutlingen auf die sogenannte Leistungselektronik entfallen. Das sind Mikrochips, die – bei einem Drittel des heutigen Bauvolumens – große elektrische Leistungen steuern können, zum Beispiel für künftige Elektroautos. In das Halbleiterwerk in Reutlingen investiert Bosch rund 600 Millionen Euro – die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Bosch-Gruppe.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7236 - 14. April 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Claudia Arnold

+49 711 811-6403 E-Mail senden

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