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2015: WACHSTUM DURCH INNOVATIONEN

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Schlagzeilen

Bosch India Technology Expo 2016 Bosch bringt das vernetzte Fahrzeug nach Indien Nachrüstlösung vernetzt Personenwagen und Nutzfahrzeuge

  • Ermöglicht Flottenlösungen und Smart-City-Lösungen
  • Schnelle Hilfe bei Unfällen mit eCall
  • Innovationen „Made in India“: Bosch hat in Indien 2015 über 200 Patente angemeldet
Stellen Sie sich vor, eine einzige Technologie könnte den Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs senken, den Wartungsbedarf voraussehen und alles auf dem Smartphone des Fahrzeugbesitzers anzeigen. Bosch hat eine umfassende Vernetzungsplattform entwickelt, die all das kann. Und darüber hinaus ist diese Lösung auch noch maßgeschneidert für den indischen Markt. Entsprechend seiner Strategie „In der Region für die Region“ stellt Bosch auf der Technology Exposition 2016 in Noida sein intelligentes Transportmanagementsystem iTraMS vor. Es umfasst Fahrzeugortung, Zustandsüberwachung und Leistungsanalyse. Die neue flexible Lösung von Bosch ist für Pkw, Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Fahrzeuge geeignet. iTraMS wird nicht nur in Neufahrzeuge eingebaut, sondern kann auch nachgerüstet werden. Indem die Lösung für möglichst viele Fahrzeuge zur Verfügung gestellt wird, beschleunigt Bosch den Wandel hin zu sichererem und umweltfreundlicherem Fahren.

Bei einer Pressekonferenz in Delhi betonte Bosch-Geschäftsführer Dr. Markus Heyn die Bedeutung lokaler Entwicklungsaktivitäten: „Die iTraMS-Plattform von Bosch ist eine maßgeschneiderte Vernetzungslösung für den indischen Markt. Sie stellt genaue Fahrzeugdaten auf Ihrem Smartphone bereit und kann die täglichen Fahrtkosten deutlich senken.“ Und die Lösung geht sogar noch weiter: Zu den wichtigsten Vorteilen dieser Plattform zählen auch Flottenmanagement, grundlegende Leistungen und Leistungen bei Notfällen, Off-Road-Anwendungen und intelligente Transportlösungen als Teil von Smart-City-Lösungen.

Innovationen – eine besondere Stärke von Bosch
„Innovationen sichern den anhaltenden Erfolg von Bosch. Sie bieten Problemlösungen, die der Gesellschaft als Ganzes zugutekommen. Das gilt auch für Bosch in Indien: Wir bieten Produkte an, die sich in vielen Bereichen nutzbringend anwenden lassen“, so Dr. Heyn. Bosch hat in Indien verstärkt auf Innovationen gesetzt und dabei besonders großen Wert auf die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter und den Aufbau erstklassiger Einrichtungen gelegt. Derzeit beschäftigt Bosch in Indien mehr als 14 000 Forscher und Entwickler. 2015 meldete die Bosch-Gruppe in Indien über 200 Patente an.

Ein weiteres herausragendes Beispiel für lokale Entwicklung ist der e-Call von Bosch. Das Entwicklerteam von Bosch Indien hat an dieser Innovation mitgewirkt, die den Anspruch des Unternehmens – „Technik fürs Leben“ – hervorragend zum Ausdruck bringt. Mit diesem Sicherheitssystem ausgestattete Fahrzeuge lösen bei einem Unfall automatisch einen Notruf aus. Unter Anwendung von Data-Mining-Methoden betrachtet die Lösung Fahrzeug-, Unfall- und Umgebungsdaten in Echtzeit, um die Wahrscheinlichkeit einer schweren Verletzung abzuschätzen. Diese Informationen sind vor allem für Rettungsdienste von großem Nutzen, da sie die am Unfallort benötigte Anzahl und Art an Rettungswagen besser bestimmen können.

Vernetzte Fahrzeuge sind sicherer, komfortabler und effizienter
Dr. Heyn sagt zu den Möglichkeiten vernetzter Fahrzeuge: „Infotainmentsysteme werden in Indien derzeit größtenteils nachgerüstet, Bildschirme und Touchscreens werden immer beliebter. Durch die zunehmende Integration von Smartphones im Auto werden Privatfahrzeuge ein aktiver Teil des Internets.“ Mit mySPIN bietet Bosch beispielsweise eine sehr attraktive Lösung zur Smartphone-Integration, die eine perfekte Verbindung zwischen Gerät und Fahrzeug herstellt und eine sichere Bedienung gewährleistet. Nutzer können mit mySPIN in gewohnter Weise weiter ihre Lieblings-Apps auf ihren iOS- oder Android-Smartphones verwenden, ohne dafür Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen. mySPIN ermöglicht außerdem den durchgängigen Zugriff auf Online-Musikdienste, soziale Netzwerke und eine Vielzahl von Smartphone-Apps.

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  • 04. Februar 2016
  • Presseinformation
  • Mobility Solutions

Vorläufige Geschäftszahlen 2015 Bosch-Umsatz erreicht erstmals 70 Milliarden Euro Innovationskraft und Vernetzung treiben Wachstum

  • Bosch-Chef Denner: „Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele erreicht.“
  • Umsatz um rund zehn Prozent gesteigert
  • Ergebnis von rund fünf Milliarden Euro erzielt
  • Operative EBIT-Rendite mit rund 6,5 Prozent erneut verbessert
  • Bereich Mobility Solutions wächst wesentlich schneller als Automobilproduktion
  • Umsatzdynamik im Bereich Energy and Building Technology beschleunigt
  • Zweistelliges Umsatzwachstum in Asien und Nordamerika erreicht
Stuttgart – Die Bosch-Gruppe erzielte nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2015 erstmals einen Umsatz von über 70 Milliarden Euro. Das Unternehmen konnte die Erlöse im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent1 steigern. Auch die Ertragslage hat sich weiter verbessert. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) inklusive Sondereffekte liegt bei rund fünf Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis beträgt rund 4,5 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Rendite liegt mit rund 6,5 Prozent über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Eigenkapitalquote und Liquidität bleiben trotz der Milliardenakquisitionen der BSH Hausgeräte GmbH und der Robert Bosch Automotive Steering GmbH unverändert hoch. „Dank unserer Innovationskraft konnten wir 2015 in herausforderndem wirtschaftlichen Umfeld und teils stagnierenden Märkten unseren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. Wesentliche Treiber der positiven Geschäftsentwicklung sind zunehmend Lösungen für die vernetzte Welt“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

„Digitale Transformation“ – Bosch gestaltet den Wandel
Insbesondere die Vernetzung über das Internet der Dinge verändert das Geschäft von Bosch derzeit teilweise fundamental. Bosch ist weltweit das einzige Unternehmen, das auf allen drei Ebenen des Internets der Dinge aktiv ist. Die Bosch-Gruppe bietet Schlüsseltechnologien wie Sensorik und Software für die Vernetzung an und entwickelt gleichzeitig darauf basierend neue Services. „Mit unserer Kompetenz in Sensorik, Software und Services gestalten wir die vernetzte Welt und erschließen uns neue Geschäftschancen. Die „digitale Transformation“ ist für uns keine Bedrohung, sondern eine Riesenchance“, so Denner weiter. Erst vor wenigen Wochen hat das Unternehmen beispielsweise den Einstieg in den Smart-Home-Markt angekündigt. Auf der CES in Las Vegas präsentierte Bosch erstmals sein Smart-Home-System der Öffentlichkeit.

Geschäftsverlauf 2015 nach Unternehmensbereichen
Die Umsatzentwicklung der vier Unternehmensbereiche war 2015 unterschiedlich. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, dazu: „2015 haben wir in vielen Bereichen unsere Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert und Marktanteile gewonnen.“ Der Unternehmensbereich Mobility Solutions hat trotz weltweit nur schwach wachsender Automobilproduktion seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen deutlich gesteigert. Der Umsatz wuchs 2015 um zwölf Prozent auf 41,7 Milliarden Euro. Bosch war im vergangenen Jahr unter anderem sehr erfolgreich mit Benzin- und Dieseleinspritzsystemen, Fahrerassistenzsystemen sowie Infotainmentsystemen. Ebenfalls ein sehr gutes Wachstum erzielte der Unternehmensbereich Consumer Goods. Hier konnte Bosch seinen Umsatz 2015 gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro steigern. Besonders gefragt waren intelligente Akku-Elektrowerkzeuge und Hausgeräte wie beispielsweise eine vernetzte Herdereihe.

Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology verzeichnete 2015 mit elf Prozent ein deutlich stärkeres Wachstum als im Vorjahr. Der Bereich erzielte 2015 einen Umsatz in Höhe von 5,1 Milliarden Euro. Dieser Erfolg basiert auf Services und Dienstleistungen, Sicherheitssystemen für große Infrastrukturprojekte sowie vernetzten Smart-Heating-Lösungen. Nach wie vor vom weltweit schwachen Maschinenbau betroffen ist der Unternehmensbereich Industrial Technology. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr gegenüber 2014 um 1,7 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Für den Geschäftsbereich Drive and Control Technology wichtige Segmente des Maschinenbaumarktes sind 2015 weiter eingebrochen.

Geschäftsverlauf 2015 nach Regionen
Erfreulich entwickelte sich das Geschäft der Bosch-Gruppe 2015 in Europa. Das Umsatzwachstum war im vergangenen Jahr deutlich stärker als 2014. Bosch konnte seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 4,2 Prozent auf 37,5 Milliarden Euro steigern. Auch in Deutschland entwickelte sich der Umsatz positiv. Einen besonders starken Umsatzanstieg verzeichnete Bosch 2015 in Nordamerika. Dort wuchsen die Erlöse des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens um 24 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro deutlich. Unverändert schwierig ist die konjunkturelle Situation in Südamerika. Das schlägt sich auch in der Umsatzentwicklung der Bosch-Gruppe nieder. Der Umsatz 2015 betrug nach vorläufigen Zahlen 1,4 Milliarden Euro. Das sind 13 Prozent weniger als im Vorjahr. In der Region Asien-Pazifik erwirtschaftete Bosch einen Umsatzzuwachs von 16 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Langfristig großes Potenzial sieht Bosch in Afrika. 2015 hat das Unternehmen seine Geschäftsaktivitäten dort weiter ausgebaut.

Mitarbeiteraufbau in Europa, Asien-Pazifik und USA
Die Bosch-Gruppe beschäftigte zum 31.12.2015 weltweit rund 375 000 Mitarbeiter. 2015 wuchs die Belegschaft um 17 600 Mitarbeiter an. Regionale Schwerpunkte des Personalaufbaus waren Mittel- und Osteuropa, Deutschland, Asien-Pazifik und USA. Besonders gefragt waren IT-Spezialisten.

2016 – vorsichtig optimistischer Ausblick
Für die weltweite Konjunktur erwartet Bosch 2016 nur eine moderate Steigerung um 2,8 Prozent. „Wir müssen uns außerdem auf stärkere Schwankungen der Märkte einstellen, sowohl regional als auch branchenspezifisch“, sagte Asenkerschbaumer. Geopolitisch bleibt das Umfeld 2016 ebenfalls komplex und mit vielen Unsicherheiten verbunden. Ungeachtet davon will Bosch auch im laufenden Jahr seinen Wachstumskurs fortsetzen und mit mehr Dynamik wachsen als relevante Märkte. Trotz der enormen Investitionen in die Zukunftssicherung sollen auch Ergebnis und operative Umsatzrendite weiter verbessert werden.

Einfacheres, komfortableres und besseres Leben mit vernetzten Lösungen
Strategisches Ziel von Bosch sind Lösungen für vernetzte Mobilität, vernetzte Industrie, vernetzte Energiesysteme und vernetzte Gebäude. Auch 2015 hat das Unternehmen für diese Bereiche zahlreiche neue Lösungen vorgestellt und auf den Markt gebracht. „Nur mit mehr vernetzter Technik kann den Herausforderungen der Zukunft wie Ressourcenverknappung oder Urbanisierung begegnet werden“, sagte Denner. In einem intelligent vernetzten Gebäude kann zum Beispiel der Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent gesenkt werden. Bis 2020 werden weltweit rund 230 Millionen beziehungsweise 15 Prozent aller Haushalte mit Smart-Home-Lösungen ausgestattet sein. „Vernetzte Technik und Systeme müssen für den Verbraucher einfach und intuitiv zu bedienen sein“, sagte Denner weiter. Bei der Entwicklung des Bosch-Smart-Home-Systems stand deshalb die User Experience im Mittelpunkt. Auf nur einer Plattform ermöglicht das System die intelligente Vernetzung von beispielsweise Heizung, Hausgeräten, Entertainmentsystemen und Beleuchtung sowie Sicherheitssystemen. Die Bedienung aller vernetzten Geräte im Haus erfolgt per Smartphone oder Tablet mit nur einer einzigen App.

Stärke in vertrauten Bereichen ausbauen, mutig neue Bereiche erschließen
„Wir erschließen neue, aussichtsreiche Märkte wie das Smart Home und die vernetzte Industrie und ergreifen gleichzeitig alle Chancen, die sich auch in unseren traditionellen Märkten bieten“, erklärte Denner. Zu diesen Chancen gehört die Elektrifizierung der Mobilität. Eine der wichtigsten Akquisitionen war 2015 die des US-amerikanischen Batterietechnologie-Start-ups Seeo Inc. Bosch verfügt nun über zukunftsweisendes Know-how im Bereich neuartiger Festkörperzellen. Denner weiter: „Egal ob sich unser Geschäft evolutionär oder disruptiv verändert – Bosch ist dabei.“ Großes Potenzial sieht Bosch auch im Zweirad- und Nutzfahrzeugbereich. Für beide Branchen hat das Unternehmen deshalb eigene Einheiten gegründet, um Markt- und Kundenbedürfnisse besser befriedigen zu können. Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – die drei großen Trends der Mobilität – werden auch auf Nutzfahrzeuge und Zweiräder nachhaltige Auswirkungen haben. Im Nutzfahrzeugbereich wird zunehmende Automatisierung künftig zur Reduzierung von Unfällen beitragen. Einspritzsysteme für Zweiräder – anstelle der heute üblichen Vergasersysteme – senken den Kraftstoffverbrauch und leisten gerade in Entwicklungsländern einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Klimaschutz – ohne den Diesel geht es nicht
Denner betonte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung des Diesels für den weltweiten Klimaschutz: „Nur mit dem Diesel lassen sich beispielsweise die ambitionierten CO2-Ziele der Europäischen Union erreichen.“ Dieselfahrzeuge stoßen deutlich niedrigere CO2-Emissionen aus als vergleichbare Benzinfahrzeuge. „Auch in der Diskussion um Luftqualität in Städten und Feinstaub ist der Diesel ein Teil der Lösung und nicht des Problems“, sagte Denner. Mit Hilfe moderner Filtertechnik könne ein Diesel die Umgebungsluft in Großstädten sogar von Partikeln reinigen. „Der Diesel ist eine Luftreinigungsmaschine.“ Denner bekräftigte, dass noch nicht alle Optimierungsmöglichkeiten des Dieselantriebs ausgeschöpft seien. Bosch habe die Technologie, damit der Selbstzünder auch im realen Straßenverkehr geringste Stickoxid-Emissionen aufweise. „Es ist unser Ziel, dass Dieselfahrzeuge die aktuellen Grenzwerte nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch auf der Straße einhalten“, so Denner weiter. Bosch unterstütze daher ausdrücklich und bereits seit langem die Einführung eines realistischeren Testzyklus sowie Emissionsmessungen im realen Fahrbetrieb. Denner sprach sich zudem für regelmäßige Kontrollen von Serienfahrzeugen durch unabhängige Prüfinstitute aus.

1 Die akquirierten Unternehmen Robert Bosch Automotive Steering GmbH (ehemals ZF Lenksysteme GmbH) und BSH Hausgeräte GmbH (ehemals BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH) sind in den Geschäftszahlen 2015 erstmals vollkonsolidiert. Sämtliche Vorjahresvergleiche basieren auf für 2014 vergleichbar dargestellten Werten.

Wichtige Kenndaten in der Übersicht finden Sie hier.

Videos:
Bosch Sensoren ermöglichen tragbare Geräte
Das vernetzte Auto wird zum persönlichen Begleiter
Erwartungen der Menschen an Smart Home
Aktives Parkraum-Management
Connected Products Portal
Connected Industry 4.0
Arbeitsbedingungen und Szenen im Büro
Forschungscampus Renningen

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  • 27. Januar 2016
  • Presseinformation
  • Wirtschaft
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Hochrangiger Besuch in Stuttgart Bundeswirtschaftsminister Gabriel informiert sich bei Bosch über Industrie 4.0 Vernetzte Fertigung schafft Wettbewerbsvorteile

  • Bundeswirtschaftsminister Gabriel: „Industrie 4.0 ist die zentrale Gestaltungsaufgabe für den Produktionsstandort Deutschland“
  • Bosch-Geschäftsführer Struth: „Industrie 4.0 braucht kompetente Menschen“
  • Mitarbeiter werden dank Technik zu gut informierten Entscheidern
Stuttgart – Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat sich bei Bosch in Stuttgart-Feuerbach über den aktuellen Stand der Industrie 4.0-Aktivitäten des internationalen Technologie- und Dienstleistungsunternehmens informiert. „Das intelligente Vernetzen von Maschinen sowie die Analyse von Daten aus der Produktion sind Kernbereiche für die Umsetzung von Industrie 4.0. Eine erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 wird die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sichern. Dies ist eine zentrale Gestaltungsaufgabe für den Produktionsstandort Deutschland, die wir auch in der Plattform Industrie 4.0 gemeinsam mit Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaft voranbringen“, sagte Gabriel.

Wettbewerbsfähigkeit gesteigert
„Bosch hat in seinen weltweit über 250 Werken bereits weit mehr als 100 Projekte zu Industrie 4.0 erfolgreich umgesetzt. Gesteigerte Qualität und geringere Kosten sind die Folge, etwa in der Lagerhaltung oder bei der Produktion kleiner Stückzahlen“, sagte Bosch-Geschäftsführer Dr. Werner Struth nach dem Rundgang mit dem Minister. Struth verantwortet bei Bosch unter anderem das weltweite Produktionssystem. Er erwartet durch Industrie 4.0-Lösungen allein für Bosch bis zum Jahr 2020 jährliche Einsparungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. „Dies stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Attraktivität der produzierten Erzeugnisse.“

Sigmar Gabriel: Industrie 4.0 schafft hochwertige Arbeitsplätze
„Ich bin beeindruckt über das, was ich heute bei Bosch gesehen habe. Dies belegt eindrucksvoll, dass die Industrie in Deutschland bei der Umsetzung von Industrie 4.0 hervorragend aufgestellt ist. Die Projekte von Bosch machen deutlich, was mit einer vernetzten Produktion heute schon alles möglich ist. Und warum es sich lohnt, in Vernetzung zu investieren.“

Zunehmend gefragt: Software-Kompetenz
Struth betonte die wachsende Bedeutung der Softwarekompetenz: „Industrie 4.0 braucht Experten, die sowohl Fertigungsmaschinen als auch Produkte und Daten von Sensoren aus der Produktion verstehen. Dieses Wissen müssen sie in Algorithmen und Software umsetzen können. Die Grundlagen hierfür sollten früh gelegt werden, zum Beispiel durch das Erlernen einer Programmiersprache schon in der Schule. Es reicht nicht, dass junge Leute nur Apps auf ihrem Smartphone bedienen können. Nur mit einer Programmiersprache können sie eigene Ideen umsetzen.“

Ein Beispiel: Intelligente Wartung spart Zeit
Bei dem Besuch in Feuerbach demonstrierte Struth Minister Gabriel unter anderem die intelligente und vorausschauende Wartung. Dafür erfassen Sensoren den Zustand von Maschinen. Bevor es zu einem Ausfall kommt, benachrichtigt eine Software die Instandhalter im Werk darüber, welche Teile getauscht und welche Wartungen durchgeführt werden müssen: Auf dem Smartphone der Mitarbeiter erscheinen passende Wartungshinweise. Reparaturzeiten lassen sich damit oft vermeiden oder zumindest halbieren. Die Produktivität im Werk steigt. „Der Rundgang hat gezeigt, wie Industrie 4.0 die Mitarbeiter wirkungsvoll unterstützt. Sie werden durch die Vernetzung noch besser über den Maschinenzustand in Kenntnis gesetzt als bisher und damit zu gut informierten Entscheidern in der vernetzten Produktion“, resümierte Struth.

Produktionsassistent APAS macht Arbeit für Menschen sicherer
Die enge Kooperation von Mensch und Maschine demonstrierte Geschäftsführer Struth anhand der mobilen Produktionsassistenten (APAS) von Bosch. Sie nehmen dem Menschen wiederkehrende oder gefährliche Arbeiten ab. Der Roboterarm ist mit einer Sensorhaut überzogen, die einen sich nähernden Menschen erkennt – daraufhin stoppt der Assistent sofort, ohne den Menschen zu berühren. Der APAS ist durch die deutsche Berufsgenossenschaft für die direkte und sichere Zusammenarbeit mit dem Menschen zertifiziert.

Doppelstrategie
Beim Gestalten der Industrie 4.0 verfolgt Bosch eine Doppelstrategie. Zum einen ist das Unternehmen einer der führenden Anwender von Vernetzungstechnik. Zum anderen bietet Bosch seinen Kunden zahlreiche Lösungen auf diesem Gebiet an, zum Beispiel Sensoren, Antriebe, Software mit Lösungspaketen oder auch kooperierende Roboter. „Diese Doppelrolle als Leitanbieter und Leitanwender ist ein Wettbewerbsvorteil für uns. Wir nutzen unsere Erfahrungen für die Personalarbeit und das Gestalten der künftigen Arbeitswelt. Hierbei arbeiten wir eng mit den Arbeitnehmervertretern zusammen“, sagte Struth. Er betonte zugleich, dass automatisierte Prozesse mehr Sicherheit und Unterstützung für die Mitarbeiter bedeuteten.

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  • 26. Januar 2016
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Sparsames Fahren mit der Zehenspitze Aktives Gaspedal von Bosch: Sanftes Klopfen zügelt den Bleifuß und kann vor Geisterfahrern warnen

  • Bis zu sieben Prozent weniger Verbrauch
  • Vernetzung mit Navigation: Warnung vor engen Kurven
  • Onlinedaten ermöglichen Echtzeit-Warnfunktion
  • Online-Seite: www.bosch-gaspedal.de
Ein Viertel des Spritverbrauchs liegt im Fuß des Fahrers. So lautet eine bekannte Faustregel. Bisher halfen da nur viel Feingefühl und Spritsparkurse. Doch Bosch hat mit dem aktiven Fahrpedal nun eine technische Hilfe entwickelt: Ein sanftes Klopfen zeigt die Grenze zwischen Pedalstreicheln und Bleifuß. „Das aktive Gaspedal von Bosch unterstützt den Fahrer – beim Spritsparen und wenn es brenzlig wird.“, sagt Stefan Seiberth, Vorsitzender des Bereichsvorstands Gasoline Systems bei der Robert Bosch GmbH. In Verbindung mit dem Assistenzsystem wird das Pedal zum Warnzeichen: Gekoppelt mit dem Navigationssystem oder einer Kamera zur Verkehrszeichenerkennung gibt die Bosch-Innovation dem Fahrer ein Klopfzeichen, wenn er sich zum Beispiel zu schnell einer gefährlichen Kurve nähert.

Dank des aktiven Gaspedals ist der Fahrer besonders feinfühlig – sozusagen auf Zehenspitzen – unterwegs. Mit Hilfe des Feedbacks lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu sieben Prozent senken. Entsprechend reduzieren sich auch die CO2-Emissionen. Das ist möglich, da sich das Gaspedal konsequent mit anderen Funktionen im Fahrzeug vernetzen lässt – beispielsweise mit der Gangschaltung. Bisher zeigen lediglich kleine Pfeile im Display den optimalen Schaltpunkt an. Mit dem aktiven Gaspedal erhält der Fahrer auf Wunsch eine spürbare Empfehlung, wann er schalten sollte. „Das Pedal zeigt den Punkt, wo Beschleunigung und Sparsamkeit sich optimal treffen.“, sagt Seiberth. Möchte der Fahrer dennoch mehr Gas geben, genügt etwas Gegendruck.

Hybride: Vorher wissen, wann der Verbrenner anspringt
Zusätzliches Einsparpotenzial ermöglicht die Verbindung mit Start/Stopp-Segeln – also wenn der Motor bei voller Fahrt ausgeschaltet wird, um Kraftstoff zu sparen. Bosch hat ermittelt, dass dies für rund 30 Prozent aller Strecken der Fall ist. Das Gaspedal kann so eingestellt werden, dass es Rückmeldung gibt, sobald der Segelmodus sinnvoll ist. Auch bei der fortschreitenden Elektrifizierung des Antriebs bietet die innovative Technologie weitere Vorteile. Bei Hybriden bietet das Pedal ebenfalls starkes Einsparpotenzial, da es den Verbrenner und Elektroantrieb spürbar über den Gasfuß trennt. Bei jedem bevorstehenden Wechsel vom Elektro- zum Verbrennungsmotor gibt das intelligente System, das zwischen den beiden Antriebssystemen agieren kann, ein haptisches Signal als Hinweis. Damit kann der Fahrer ganz einfach und intuitiv sein Fahrverhalten anpassen, um noch mehr Kraftstoff einzusparen und Emissionen zu vermeiden.

Doch das aktive Gaspedal kann Autos nicht nur sparsamer, sondern auch sicherer machen. Denn die innovative Komponente lässt sich mit einer ganzen Reihe von Assistenzsystemen vernetzen. In Verbindung mit Abstandswarnern mahnt das System beispielsweise durch Vibrieren, nicht mehr weiter zu beschleunigen. Die spürbaren Signale können in Form und Stärke durch einfache Softwareeinstellungen individuell an die Kundenwünsche angepasst werden.

Das Gaspedal geht online: Warnsignal bei Geisterfahrern oder Stauenden
Weitere Funktionen entstehen durch die Vernetzung mit Onlinedaten: In Verbindung mit dem Navigationssystem gibt die Bosch-Innovation dem Fahrer Zeichen, wenn er sich zum Beispiel zu schnell einer scharfen Kurve nähert. Zusätzlich kann das Fahrpedal mit einer Kamera gekoppelt werden, die Schilder mit Tempolimits erkennt. Übertritt der Fahrer dann das Geschwindigkeitslimit, warnt das Gaspedal per Klopfen oder Gegenkraft. Die Bosch-Innovation ist bereits für die Vernetzung der Automobile mit ihrer Umgebung ausgelegt. Warnungen zu gefährlichen Situationen wie Falschfahrern, unübersichtliche Staus, Querverkehr oder andere Gefahrenstellen auf der geplanten Route gibt das vernetzte Auto dann zusätzlich über das vibrierende Pedal an den Menschen hinter dem Lenkrad weiter.

Erfahren Sie mehr über das vernetzte Gaspedal von Bosch auf:
www.bosch-gaspedal.de

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  • 25. Januar 2016
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Automatisiertes Fahren Bosch testet nun auch im Straßenverkehr in Japan

  • Japan ist nach Deutschland und den USA dritter Bosch-Entwicklungsstandort für automatisiertes Fahren
  • Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel: „Mit Linksverkehr liefert Japan für die Entwicklung wertvolle Erkenntnisse.“
  • Fast 2 500 Ingenieure arbeiten bei Bosch weltweit an der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen und am automatisierten Fahren
  • Änderungen der Wiener Konvention treten Ende April 2016 in Kraft
Stuttgart/Yokohama – Bosch weitet die Entwicklung des automatisierten Fahrens aus. Neben Deutschland und den USA erprobt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen die Zukunftstechnologie neuerdings auch in Japan. Ziel von Bosch ist zunächst die Entwicklung des Autobahnpiloten. Damit sollen Pkw ab 2020 selbstständig auf Autobahnen oder Autobahnähnlichen Straßen fahren können. „Mit Linksverkehr und einem komplexen Verkehrsgeschehen liefert uns Japan für die Entwicklung wertvolle Erkenntnisse“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Weltweit arbeiten fast 2 500 Bosch-Ingenieure an der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen und damit am automatisierten Fahren. Wie die Ingenieure in Deutschland und den USA ist auch das Team in Japan mit automatisierten Erprobungsfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs. Die Testfahrten finden statt auf dem Tohoku Expressway (Präfektur Tochigi), dem Metropolitan Inter-City Expressway (Präfektur Kanagawa) sowie auf den Bosch-Testgeländen in Shiobara und Memanbetsu.

Enger Austausch zwischen Teams in Deutschland, USA und Japan
Zu Beginn der Entwicklungsarbeit profitiert das neu formierte Team in Japan stark von den Erkenntnissen der Kollegen aus Deutschland und den USA, die seit 2011 am automatisierten Fahren arbeiten. Seit Anfang 2013 ist Bosch mit Erprobungsfahrzeugen auch bereits auf der A81 in Deutschland und der Interstate I280 in den USA unterwegs. „Mehr als 10 000 Testkilometer haben unsere Entwickler inzwischen unfallfrei absolviert“, sagt Hoheisel. Die Bosch-Testautos bewegen sich dabei selbständig durch den Verkehr – beschleunigen, bremsen, überholen. Wann sie den Blinker setzen und die Spur wechseln, entscheiden die Fahrzeuge – abhängig von der Verkehrssituation – ganz allein. Basis dafür ist ein präzises, von Sensoren erzeugtes Bild des Fahrzeugumfelds. Zusätzlich liefert Bosch-Kooperationspartner TomTom hochgenaue Kartendaten. Mit allen diesen Informationen stellt ein Computer Berechnungen über das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer an und leitet daraus Entscheidungen für die Fahrstrategie der automatisiert fahrenden Fahrzeuge ab.

Rechtlicher Rahmen für automatisiertes Fahren notwendig
Damit automatisiertes Fahren nicht nur in Prototypen sondern auch in Serienfahrzeugen Realität werden kann, müssen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Sowohl in den USA, in Japan als auch in Deutschland ist das Thema auf der politischen Agenda. Bewegung ist in die unter anderem auch von Deutschland ratifizierte Wiener Straßenverkehrskonvention gekommen. Am 23. April 2016 treten Änderungen des Regelwerks in Kraft, die von den Mitgliedstaaten dann in nationales Recht überführt werden müssen. Automatisierte Fahrfunktionen sind demnach erlaubt, wenn der Fahrer sie aktiv übersteuern oder ausschalten kann. Im Bereich des Zulassungsrechts hat sich eine informelle Arbeitsgruppe der UNECE (The United Nations Economic Commission for Europe) zudem der Regelung R 79 angenommen, die automatische Lenkeingriffe derzeit nur bei Geschwindigkeiten von bis zu zehn Stundenkilometern erlaubt. Auch die Validierung automatisierter Fahrfunktionen stellt noch eine Herausforderung dar: Nach gängigen Methoden müssten zur Serienfreigabe eines Autobahnpiloten mehrere Millionen Testkilometer absolviert werden. Bosch arbeitet hier an ganz neuen Ansätzen.

Umfassendes Knowhow im eigenen Haus zeichnet Bosch aus
Bei der Entwicklung des automatisierten Fahrens profitiert Bosch davon, als einer der weltweit führenden Automobilzulieferer alle benötigten Techniken zu beherrschen. Neben Antrieb, Bremse und Lenkung sind das die Sensorik, die Navigation sowie die Vernetzung innerhalb und außerhalb des Autos. „Bosch entwickelt alles von der einzelnen Komponente bis zum Gesamtsystem“, sagt Hoheisel. Großer Nachfrage erfreuen sich zum Beispiel die Sensoren von Bosch: 2014 hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erstmals mehr als 50 Millionen Umfeldsensoren für die Fahrerassistenz ausgeliefert. 2015 wird sich wie schon 2014 der Absatz von Radar- und Videosensoren erneut verdoppeln. Bei Radarsensoren, wie sie zum Beispiel für die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC) zum Einsatz kommen, ist Bosch Weltmarktführer. 2016 soll der 10-millionste Radarsensor (77 GHz) gefertigt werden. Mitte 2015 ist bei Bosch in Schwäbisch-Gmünd zudem die 50-millionste elektrische Servolenkung Servolectric vom Band gelaufen.

Zunehmende Automatisierung: ein Drittel weniger Unfälle in Deutschland
Motivation für die Entwicklung des automatisierten Fahrens bei Bosch ist die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr. Weltweit sterben nach UN-Angaben jedes Jahr schätzungsweise 1,25 Millionen Menschen durch Verkehrsunfälle. In 90 Prozent der Fälle ist menschliches Fehlverhalten schuld. „Die richtige Unterstützung in kritischen Verkehrssituationen kann Leben retten“, sagt Hoheisel. Laut Prognose der Bosch-Unfallforschung kann die zunehmende Automatisierung die Unfallzahlen weiter senken, allein in Deutschland um bis zu einem Drittel. Automatisiertes Fahren macht den Straßenverkehr aber nicht nur sicherer, sondern auch effizienter. So kommen US-Studien zu dem Schluss, dass bei Autobahnfahrten dank vorausschauender Fahrstrategie Kraftstoffeinsparungen von bis zu 39 Prozent möglich sind.

Vollautomatisiertes Parken geht vor vollautomatisiertem Fahren in Serie
Noch vor dem Fahren automatisiert Bosch das Parken. Bereits in Serie ist der automatische Parkassistent von Bosch. Per Smartphone-Fernbedienung manövriert das System ein Auto selbstständig in Parklücken. „Automatisiertes Parken beginnt für uns im Fahrzeug und geht zugleich weit darüber hinaus“, sagt Hoheisel. Mit dem aktiven Parkraum-Management erleichtert Bosch zum Beispiel die Parkplatzsuche. Dazu erkennen am Boden installierte Sensoren, ob ein Parkplatz belegt ist oder nicht. Diese Information leiten die Bosch-Sensoren zum Beispiel an eine im Internet abrufbare Echtzeit-Karte weiter. Freie Parkplätze können so gezielt angesteuert werden. Noch einen Schritt weiter geht Bosch gemeinsam mit Daimler. Ziel ist es, den Parkvorgang zu revolutionieren: Nicht der Kunde parkt und sucht sein Auto; das Fahrzeug fährt allein zu einem freien Parkplatz und kommt am Ende bequem wieder selbstständig vorgefahren. Bosch entwickelt dafür die erforderliche Infrastruktur für das Parkhaus, die unter anderem Belegungssensoren, Kameras und die Kommunikationstechnik umfasst.

Weiterführende Links:
www.automated-driving.com
Mit Bosch findet jeder direkt den perfekten Parkplatz
Bosch und Daimler automatisierten das Parken
Elektroauto-Zwillinge erweitern den Bosch-Fuhrpark

Journalistenkontakt: Jörn Ebberg, Telefon: +49 711 811-26223
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  • 22. Januar 2016
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  • Mobility Solutions
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Digitale Revolution auf der Schiene Vernetzte Güterzüge sind die besseren Güterzüge Güterwagen werden zu vernetzten und intelligenten Transportmitteln

  • Vernetzung ermöglicht effiziente Logistikprozesse
  • Vernetzte Güterwagen kommunizieren ihre Position, übermitteln ihren Zustand sowie klimatische Bedingungen und überwachen sicherheitsrelevante Bauteile
  • „Wir denken Vernetzung weiter – auch über die Straße hinaus“, sagt Bosch Engineering-Geschäftsführer Bernhard Bihr
Abstatt – Mit Bosch sind Güterzüge demnächst auch im Internet unterwegs. Das Internet der Dinge, die Verknüpfung realer und digitaler Informationen, revolutioniert den Gütertransport auf der Schiene mit neuer digitaler Fahrzeugtechnik. „Dank intelligenter und vernetzter Sensoren erfassen wir Echtzeit-Daten von Güterwagen und verarbeiten sie online. Damit erkennen die Waggons selbst, ob die Kühlkette eingehalten wird und wann eine Lieferung ankommt. Darüber hinaus liefern sie Informationen über den Zeitpunkt der nächsten Instandhaltung“, erklärt Bernhard Bihr, Geschäftsführer von Bosch Engineering. Bereits mehr als 300 Güterwagen sind mit dem neuen System von Bosch ausgestattet und testen die Technik auf Bahnstrecken in Europa, Nordamerika und Australien. Die Serieneinführung ist für Mitte 2016 geplant.

Vernetzte Technik für eine effiziente Logistik
Eisenbahntechnik ist robust und einfach, um den harten Einsatzbedingungen mit Temperaturunterschieden, Vibrationen, Schmutz und Feuchtigkeit zu trotzen. Auf der Schiene wurden allein in Deutschland im Jahr 2013 auf nahezu 40 000 Kilometern fast 400 Millionen Tonnen Güter transportiert. Dass die Vernetzung, die weltweit in nahezu allen Bereichen in rasantem Tempo voranschreitet, bisher vor dem Schienengüterverkehr Halt macht, liegt auch daran, dass Güterwagen weder über eine eigene Energieversorgung noch eigene Sensoren verfügen. Eine Lücke, die Bosch Engineering jetzt mit einem vernetzten Zustandsüberwachungssystem für den Schienengüterverkehr schließt und dabei auf erprobte Technologien und Komponenten aus der automobilen Großserie des Unternehmens zugreift. „Unsere Automobiltechnik lässt sich auch in Branchen wie dem Schienenverkehr nutzen. Mit dem neuen System schaffen wir Transparenz in den Logistikketten zwischen Schiene, Straße und Schiff und helfen, das erhöhte Transportaufkommen im Güterverkehr effizienter zu bewältigen“, so Bihr.

Metergenaue Positionsbestimmung
Jederzeit zu wissen, wo sich eine Lieferung befindet und ob sie pünktlich ankommt, ist auf der Straße bereits Standard. Auf der Schiene ist diese Nachverfolgbarkeit bislang vergleichsweise umständlich möglich, da Güterwagen selbst keine entsprechenden Informationen liefern. Dabei ist ein präzises Timing von Transporten gerade im kombinierten Verkehr zwischen Schiene, Schiff und Straße entscheidend für effiziente Logistikprozesse. Mit dem neuen Zustandsüberwachungssystem liefert ab sofort eine Vernetzungs-Hardware am Güterwagen die entsprechenden Informationen, um den Standort jedes Waggons metergenau zu ermitteln. Damit können Schienentransporte nahtlos verfolgt und überwacht werden. Das spart Kosten, verbessert die Logistikplanung und sorgt für bessere Planbarkeit sowie pünktlichere Lieferungen.

Ladegutüberwachung für mehr Sicherheit
Ein Kühlwagen rollt mit einer Ladung Lebensmittel von Hamburg nach Köln. Wie warm ist es im Güterwagen? Wird die Kühlkette eingehalten? Antworten auf diese Fragen liefern Sensoren in Innenraum des Güterwagens, die beispielsweise Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen. Die Vernetzungs-Hardware sendet diese Informationen an einen Server und stellt sie in einem Onlineportal dar. Werden kritische Temperaturwerte überschritten, schlägt das System sofort Alarm und verständigt die Leitstelle. Damit können Transportbedingungen punktuell und im gesamten Verlauf überwacht werden und das System sorgt dafür, dass Lebensmittel immer frisch an ihrem Ziel ankommen.

Transparente Überwachung von Erschütterungen
Beim Rangieren und Verladen kann es zu ruppigen Rangiermanövern und heftigen Erschütterungen kommen, die womöglich Güterwagen und Ware beschädigen. Ein dreiachsiger Beschleunigungssensor in der Vernetzungs-Hardware misst ab sofort die Stärke, Häufigkeit und genaue Position dieser Stöße und wertet die entsprechenden Daten aus. Mögliche Schäden am Güterwagen oder der Ladung können damit verursachungsgerecht ermittelt und die Transportbedingungen lückenlos nachgewiesen werden.

Präzise Laufleistungserfassung
In jedem Auto informiert der Kilometerzähler darüber, wie viele Kilometer gefahren sind und wann der nächste Werkstatttermin ansteht. Dank Bosch ist dies nun auch für Güterwagen möglich. Auf Basis der GPS-Position der Waggons auf einer Gleisnetzkarte wird ihre Laufleistung erfasst. Mit dieser Information können Wartungsintervalle kilometer- und zustandsabhängig geplant und anstehende Reparaturen bedarfsgerecht und frühzeitig organisiert werden. Das reduziert Ausfallzeiten und spart Kosten.

Geofencing und Einbruchsalarm erhöhen Effizienz und Sicherheit
Eng verbunden mit der Information, wo sich ein Güterwagen befindet, ist häufig die Frage, wann ein Wagen in ein Bahnhofsgebiet einfährt oder ob er einen bestimmten Transportweg unplanmäßig verlässt. Hier hilft Geofencing. Nachdem online ein virtuelles Gebiet abgesteckt wurde, meldet der Güterwagen automatisch per E-Mail oder SMS, sobald er die Grenzen des Gebiets erreicht. Durch einen entsprechenden Ankunftsalarm können elektronische Lieferscheine automatisch erstellt und Logistikprozesse optimiert werden. Zusammen mit der Information, ob und wann die Tür eines Güterwagens geöffnet wird, erhöht das System zudem die Sicherheit der transportierten Güter.

Weitere Informationen:
Bosch und SBB Cargo arbeiten am vernetzten Güterzug
Bosch bringt Güterzüge ins Internet
Bosch kompakt Bosch Engineering

Videos:
Zustandsüberwachungssystem für den Schienengüterverkehr: http://bit.ly/1YqIaXD
Footage Schienengüterverkehr: http://bit.ly/1PfBmo8
Kollisionswarnsystem für Stadt- und Straßenbahnen: http://bit.ly/1YTuC4x
Bosch Engineering: http://bit.ly/1KZLjB9

Journalistenkontakt: Annett Fischer, Telefon: +49 7062 911-7837
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  • 20. Januar 2016
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CES 2016 (6. bis 9. Januar), Las Vegas Wenn das Auto beim Backen hilft: Bosch setzt auf „clever vernetzt“ Smarte Lösungen für mehr Komfort und Sicherheit

  • Bosch-Chef Denner: „Wir wollen die Lebensqualität der Menschen mit intelligenten Lösungen verbessern und ihren Alltag vereinfachen. Der Schlüssel dazu ist die Vernetzung.“
  • Bosch bietet domänenübergreifende Lösungen an und vernetzt Mobilität mit Energie-, Gebäude- und Industrietechnik
  • Weltneuheit: erster Notruf-eCall-Adapter für Fahrzeuge zum Nachrüsten
Las Vegas – Egal ob zu Hause, in der Stadt, im Auto oder bei der Arbeit: Bosch präsentiert auf der CES 2016 in Las Vegas innovative Technik fürs Leben. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen setzt hierbei auf die Vernetzung über das Internet der Dinge: „Unser Ziel ist es, sicherere, komfortablere und effizientere Lösungen für das intelligente Haus, Energie, Mobilität und Industrie anzubieten. Wir wollen die Lebensqualität der Menschen verbessern und ihren Alltag vereinfachen. Der Schlüssel dazu ist die Vernetzung“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner auf der Pressekonferenz des Unternehmens bei der CES 2016 in Las Vegas. Mit dem diesjährigen Motto „Simply.Connected.“ unterstreicht Bosch diesen Ansatz auf der CES und fokussiert sich dort auf die Themen Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industry 4.0.

Was Bosch im Vernetzungsgeschäft zugutekommt, ist sein breites Produktportfolio und tiefes Branchenwissen aus jahrzehntelanger Erfahrung. „Wie kein anderes Unternehmen kann Bosch Mobilität mit Energie-, Gebäude- und Industrietechnik vernetzen und domänenübergreifende Services anbieten“, betonte Denner. Als Beispiel nannte er das vernetzte Auto. Es kann über das Navigationssystem mit dem intelligenten Haus kommunizieren und so beispielsweise schon vor der Ankunft den Backofen für die Pizza vorwärmen.

Im Bereich Connected Mobility präsentiert Bosch eine Weltneuheit: den Retrofit-eCall-Stecker. War der im Jahr 2012 eingeführte automatische Notruf-eCall bislang ausschließlich für Neufahrzeuge ab Werk verfügbar, ist nun ein Nachrüstprodukt erhältlich. Erkennt der im Zigarettenanzünder eingebaute Sensor-Stecker einen Unfall, sendet er die relevanten Informationen an die angeschlossene Leitstelle. Je nach Schwere des Unfalls kontaktiert der Service-Mitarbeiter den Fahrer direkt oder alarmiert den nächstgelegenen Rettungsdienst.

Kompetenz in Sensorik, Hard- und Software
Bosch setzt neben dem deutlichen Ausbau des Serviceangebots auch stark auf seine Kompetenz in der Sensorik und Software: Zum einen ist das Unternehmen der weltweit führende Produzent von mikromechanischen Sensoren, so genannten MEMS-Sensoren. Derzeit verlassen täglich mehr als vier Millionen dieser High-Tech-Fühler die Chipfabrik in Reutlingen – seit 1995 hat Bosch insgesamt mehr als sechs Milliarden MEMS gefertigt. Aktuell arbeiten bereits drei von vier Smartphones mit den winzigen Sensoren von Bosch, die sich auch in vielen weiteren Geräten der Unterhaltungselektronik finden. Dazu gehören beispielsweise Wearables wie Fitnessbänder und Smartwatches. In diesem Segment erwartet das Unternehmen ein besonders starkes Wachstum: Nach 76 Millionen produzierten Stück im Jahr 2015 wird sich die Zahl bis 2019 auf 173 Millionen mehr als verdoppeln.

Zum anderen ist Bosch auch im Softwarebereich gut aufgestellt: Von den rund 55 000 Forschern und Entwicklern weltweit arbeiten etwa ein Drittel in der Softwareentwicklung und mehr als 3 000 für das Internet der Dinge. Ergänzt wird dies durch umfassendes Know-how im Hinblick auf die Hardware: Von der Automobilzulieferindustrie und Industrietechnik über Energie- und Gebäudetechnik bis hin zu Konsumgütern gehört das Unternehmen zu den führenden Herstellern weltweit: „Bosch verbindet das Beste aus zwei Welten – der Industrie und der IT. Egal ob sich unser Geschäft evolutionär oder disruptiv verändert – wir sind dabei“, betonte Denner in Las Vegas.

Smart Home: Mehr Komfort und Sicherheit in den eigenen vier Wänden
So arbeitet das Unternehmen mit Hochdruck auch am intelligenten Haus – dem sogenannten Smart Home. Zweifel, ob die Fenster geschlossen sind, der Herd ausgeschaltet ist oder die Milch im Kühlschrank fürs Frühstück reicht, gehören dank Technik von Bosch der Vergangenheit an. Bereits rund 230 Millionen Haushalte weltweit, ein Anteil von 15 Prozent am Gesamtmarkt, sollen aktuellen Studien zufolge bis 2020 über smarte Haustechnik verfügen. Mit der Bündelung seiner Smart-Home-Aktivitäten in einer neuen Gesellschaft hat Bosch zu Jahresbeginn einen entscheidenden Schritt getan, das Smart Home weiter voranzutreiben: Das Unternehmen bietet künftig viele Produkte und Dienstleistungen für das vernetzte Haus aus einer Hand an. Dazu gehört beispielsweise ein Smart-Home-System, das Einbrüche melden kann und hilft, die Heizung energiesparend zu regeln.

Smart City: Intelligente Städte steigern Lebensqualität
„Bosch macht nicht beim Smart Home halt“, so Denner. „Wir arbeiten bereits in fünf Projekten weltweit, Städte intelligent zu machen. Smart Cities steigern die Lebensqualität der Menschen, aber auch die Wirtschaftlichkeit der Städte.“ Laut einer UN-Studie werden im Jahr 2050 bereits zwei von drei Menschen weltweit in Städten leben. Das erfordert eine intelligente Verknüpfung von Energienetzen, Verkehrsinfrastruktur und Gebäuden. Die Bosch IoT Suite ist eine der Grundlagen für die Smart City. Die Software-Plattform integriert alle Funktionen, die vernetzte Geräte, Anwender und Services ermöglichen.

Bosch übernimmt auch die Parkplatzsuche. 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs entstehen nur dadurch, dass Autofahrer keinen freien Parkplatz finden. Sensoren, in Autos oder auf Parkplätzen installiert, erkennen und melden freie Stellplätze. Ein Beispiel dafür ist das Community-based Parking von Bosch: Im Vorbeifahren erkennt und vermisst das Auto freie Stellplätze zwischen parkenden Fahrzeugen am Straßenrand. Diese Information wird in Echtzeit-Karten eingetragen, die per Smartphone oder im Navigationssystem abrufbar sind. Autofahrer, die in Wohngebieten oder Innenstädten nach einer Abstellmöglichkeit für ihr Fahrzeug suchen, können sich dann ohne Umwege zum Parkplatz lotsen lassen. Das spart Zeit, Geld, Nerven und und schont überdies die Umwelt.

Connected Mobility: Lösungen von Bosch für die Mobilität von morgen
An der Schnittstelle von Smart Cities und vernetzten Fahrzeugen steht das vollautomatisierte Parken, das Bosch 2018 realisiert haben will. Dann genügt es, sein Auto vor dem Parkhaus abzustellen. Es sucht sich selbstständig einen freien Platz und parkt ein. Genauso selbstständig kommt das Auto am Ende auch wieder vorgefahren.

Bosch arbeitet zudem am Autobahnpiloten – einem elektronischen Chauffeur für Autobahnfahrten. Ab 2020 sollen Fahrzeuge damit selbstständig über Autobahnen fahren können. Das steigert vor allem die Sicherheit, aber auch den Komfort: Ist der Autobahnpilot aktiv, wird der Fahrer zum Passagier – er kann sich zurücklehnen oder anderen Dingen widmen. Bosch erprobt das automatisierte Fahren auf öffentlichen Straßen in Deutschland, den USA und in Japan.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, das Fahren noch sicherer und komfortabler zu machen, ist die Kommunikation zwischen Mensch und Technik. „Die richtige Information zur richtigen Zeit minimiert die Ablenkung des Fahrers“, so Denner. Besucher der CES 2016 können die neuartige Kommunikation im Bosch Showcar erleben. Beispielsweise warnt eine entsprechende Lichtgestaltung im Fahrzeug, wenn ein Fußgänger von rechts kommt.

Zudem präsentiert das Unternehmen einen Touchscreen mit haptischem Feedback, für den das Unternehmen Ende 2015 einen CES Innovation Award erhielt. Das Besondere: Die dargestellten Tasten auf dem Touchscreen fühlen sich wie realistische Knöpfe an, die Orientierung beim Bedienen von Infotainment-Anwendungen wie Navigation ist oft auch ohne hinzusehen möglich. Der Blick kann dadurch wesentlich häufiger auf der Straße verbleiben. Die Sicherheit beim Autofahren steigt.

Industry 4.0: Fabrik der Zukunft ist flexibel, vernetzt und intelligent
Damit viele Innovationen möglichst schnell Realität werden, muss auch die Produktion flexibler werden. „Die Fabrik der Zukunft ist flexibel, vernetzt und intelligent. Menschen, Maschinen und Produkte kommunizieren miteinander“, sagte Denner. „Als Leitanbieter und Leitanwender von Industrie 4.0 sind wir auch hier wie kaum ein anderes Unternehmen gut aufgestellt.“

Mit Blick auf die weltweit mehr als 250 eigenen Werke geht Denner davon aus, dass Bosch durch Industrie 4.0 bis 2020 jährlich einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag einsparen kann. Dazu tragen beispielsweise die Software-Lösungen zur Datenauswertung in Echtzeit sowie Hardware von Bosch bei. Der auf der CES gezeigte mobile Fertigungsassistent APAS etwa sorgt dafür, dass die Produktionsschritte flexibel und sicher ablaufen. Dank seiner Sensorhaut kann der APAS sicher mit Menschen zusammenarbeiten. Und er hat noch ein verborgenes Talent: Auf der CES 2016 serviert er Besuchern des Bosch-Messestands in der Sands Expo eine Kaffee.

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Besuchen Sie Bosch auf der CES 2016 in Las Vegas, Nevada, USA:

Dienstag, 5. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 08:00 bis 08:45 Uhr
    Pressekonferenz
    mit Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Mandalay Bay Hotel, South Convention Center, Level 3, Banyan Rooms A-D.
Donnerstag, 7. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 11:00 bis 12:00 Uhr
    Keynote Panel
    „Beyond Smart Cities: The Future of Urban Mobility"
    Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Westgate Theater. Weitere Teilnehmer unter anderem
    Secretary Anthony Foxx, U.S. Department of Transportation.
  • 14:15 bis 15:15 Uhr
    Conference Track:
    The Internet of MEMS and Sensors
    Panel: "Technology Trends for the IoT"; Dr. Stefan Finkbeiner, CEO and General Manager, Bosch Sensortec, Venetian, Level 4, Marcello 4404
Freitag, 8. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)

Mittwoch bis Samstag, 6. – 9. Januar 2016 – Bosch Messestände
  • Fokus Smart Home, Smart City und Industry 4.0 im Smart Home Marketplace, Sands Expo Center, Stand #71517
  • Fokus Connected Mobility in der North Hall, Stand #2302


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  • 05. Januar 2016
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CES 2016 (6. bis 9. Januar), Las Vegas Bosch macht das vernetzte Auto zum persönlichen Begleiter Vorschau auf die Bedienkonzepte von morgen

  • CES-Veranstalter zeichnet haptischen Touchscreen von Bosch aus
  • Bosch präsentiert neue Lösungen für das automatisierte Fahren und Parken
  • Messestand bietet Innovationen zum Anfassen
  • Im Showcar wird das ganze Dashboard zum Display
Las Vegas – Das Internet im Auto ist mehr als eine komfortable Zugabe für den Autofahrer. Es macht das Fahren noch effizienter und sicherer. Das zeigt Bosch auf der CES 2016 in Las Vegas mit einer Reihe vernetzter Funktionen und Assistenzsysteme. Wie sich diese leicht bedienen lassen, um die Ablenkung des Fahrers zu minimieren, ist ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts. Neuestes Beispiel von Bosch ist ein vom CES-Veranstalter preisgekrönter Touchscreen, der mit haptischen Rückmeldungen das Gefühl einer Knopf-Tastatur erzeugt. Live zum Anfassen präsentiert Bosch in Las Vegas zudem eine Vorschau auf das automatisierte Fahren und die smarte Fahrzeugvernetzung.

Das Auto: der ganz persönliche Begleiter des Fahrers
Einen Ausblick in die automobile Zukunft zeigt Bosch in der North Hall. Hier erleben die Besucher im Bosch-Showcar eine neue Art der Kommunikation zwischen Mensch und Technik. „Die richtige Information zur richtigen Zeit minimiert die Ablenkung des Fahrers“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner. Armaturenbrett und Mittelkonsole sind im Showcar in einem rein elektronischen Display vereint. Dessen Inhalte passen sich beispielsweise an die aktuelle Umgebung des Fahrzeugs an. Kommt ein Fußgänger von rechts, so warnt eine entsprechende Lichtgestaltung. Aber auch der Terminkalender und die persönlichen Vorlieben des Fahrers werden berücksichtigt. Fällt beispielsweise ein Termin aus, zeigt das Auto künftig automatisch die Route zum nächsten Ziel im Kalender an. Ist der Autopilot aktiviert, gewinnt der Fahrer noch mehr freie Zeit und kommt entspannter ans Ziel.

Das vernetzte Auto der Zukunft kann aber noch mehr. Es ist mit dem Smart Home verbunden, so dass sich Funktionen im Haus wie die Heizung oder die Sicherheitstechnik jederzeit steuern lassen. Steht beispielsweise ein Paketbote vor der Tür, genügt ein Fingertipp am automobilen Display, um den Boten kurz einzulassen und den Empfang eines Paketes zu quittieren. So komfortabel, vielseitig und sicher kann die Interaktion mit der Technik sein. Das vernetzte Infotainment navigiert den Fahrer nicht nur durch den Verkehr, vielmehr auch durch den Alltag. Es ermöglicht den Zugriff auf Online-Dienste und Smartphone-Apps – und nicht zuletzt lässt es sich mittels Gesten und Sprache steuern, wie in einer Unterhaltung mit dem Beifahrer. Das Auto wird zum ganz persönlichen Begleiter des Fahrers.

Ein Touchscreen, der so tut, als hätte er mechanische Knöpfe
Bereits im Vorfeld der Messe ist Bosch für einen neuen Touchscreen mit dem CES 2016 Innovation Award in der Kategorie „In-Vehicle Audio/Video“ ausgezeichnet worden. Das Gerät kann unterschiedliche Oberflächenstrukturen erzeugen, so dass sich auf dem Display Elemente erfühlen lassen. Dank dieser haptischen Rückmeldung lassen sich Infotainment-Anwendungen wie Navigation, Radio oder Smartphone-Funktionen einfacher bedienen. So können Fahrer die Bildschirminhalte oftmals steuern, ohne hinzusehen. Ihr Blick bleibt auf der Straße. Auf dem Display stehen raue, glatte oder gemusterte Oberflächen für unterschiedliche Knöpfe und Funktionen, erst bei festerem Druck wird tatsächlich ein Befehl ausgelöst. Das Besondere: Äußerlich unterscheidet sich der Touchscreen nicht von einem normalen Display, doch vermittelt er dem Nutzer das Gefühl, mechanische Knöpfe zu drücken.

Keine Angst vor Geisterfahrern, der Schutzengel kommt aus der Cloud
Dank Vernetzung werden die Fahrerinformationen aktueller denn je. Besonders wichtig ist dies beispielsweise bei Geisterfahrern. In der Regel gehen die Warnungen der Radiostationen erst nach mehreren Minuten über den Äther, während jede dritte Geisterfahrt schon nach 500 Metern endet. Bosch entwickelt derzeit eine neue cloudbasierte Falschfahrerwarnung, die Autofahrer künftig bereits nach gut zehn Sekunden auf die Gefahr aufmerksam machen soll. Als reines Software-Modul kann sie günstig in Smartphone-Apps wie myDriveAssist von Bosch oder bestehende Infotainment-Systeme integriert werden. Um das Fahren in falscher Richtung zu erkennen, vergleicht die cloudbasierte Funktion die tatsächliche, anonymisierte Fahrzeugbewegung auf Autobahnauffahrten mit erlaubten Bewegungsrichtungen. Bei Abweichungen erhält der Fahrer in Sekundenschnelle einen Hinweis auf seinen Fehler. Zugleich werden entgegenkommende Autos im nahen Umkreis gewarnt. Von 2016 an wird die neue Funktion als Cloud-Dienst verfügbar sein.

Der Autobahnpilot kommt ab 2020 und macht die Straßen sicherer
Noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr bringt das hochautomatisierte Fahren. Auf Autobahnen wird dies ab 2020 möglich. Nach einer Prognose der Bosch-Unfallforschung kann die zunehmende Automatisierung die Unfallzahlen deutlich senken – allein in Deutschland um bis zu ein Drittel. Welche Systeme und Sensoren für automatisierte Fahrten nötig sind, zeigt Bosch auf der CES 2016 anhand eines weiteren Fahrzeugmodells in der Sands Expo. Zudem erfahren die Besucher, wie etwa der Autobahnpilot arbeitet – ein hoch automatisiertes System, das auf Highways komplett die Aufgaben und die Verantwortung des Fahrers übernimmt. Praxistests dieser Technik im öffentlichen Straßenverkehr laufen bereits. Bosch erprobt das automatisierte Fahren auf Autobahnen nicht nur in Deutschland und den USA, sondern seit Kurzem auch in Japan.

Damit das Auto künftig auch um die Kurve sehen und mögliche Gefahrenstellen erkennen kann, liefern Daten aus dem Internet eine aktuelle Vorausschau auf Stauenden, Bau- und Unfallstellen. Daraus entsteht ein vernetzter elektronischer Fahrzeughorizont – der „Connected Horizon“. Das Auto ist dadurch noch vorausschauender unterwegs – Sicherheit und Effizienz steigen weiter.

Nicht der Fahrer, sondern das Auto sucht den Parkplatz
Nach jeder Fahrt folgt das Parken. Dazu entwickelt Bosch eine neue Funktion, das Automated Valet Parking. Eine Lösung, die Autofahrern im Parkhaus nicht nur die Suche nach einem Parkplatz abnimmt, vielmehr das Auto gleich selbstständig parken lässt. Es genügt, das Fahrzeug vor der Einfahrt eines Parkhauses abzustellen. Per Smartphone-App gibt der Fahrer ihm dann den Befehl, sich selber einen Stellplatz zu suchen. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Möglich wird das vollautomatisierte Parken mit einer intelligenten Parkhaus-Infrastruktur und der Bord-Sensorik des Fahrzeugs – sowie der Vernetzung von beidem. Belegungssensoren melden zum Beispiel genau und aktuell, wo welche Stellplätze frei sind, damit sich das Auto dorthin bewegt. Auch für das vollautomatische Parken entwickelt Bosch neben der Funktion alle nötigen Komponenten im eigenen Haus.

Weitere Informationen:
Pressemeldung zum CES 2016 Innovation Award

Infografiken
http://bit.ly/BoschCES_Connected_Mobility

Journalistenkontakte:
USA: Tim Wieland, Tel. +1(248)876-7708
Deutschland: Stephan Kraus, Tel. +49(711)811-6286
weitere Journalistenkontakte international

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Dienstag, 5. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 08:00 bis 08:45 Uhr
    Pressekonferenz mit Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Mandalay Bay Hotel, South Convention Center, Level 3, Banyan Rooms A-D.
Donnerstag, 7. Januar 2016
  • 11:00 bis 12:00 Uhr
    Keynote PanelBeyond Smart Cities: The Future of Urban Mobility"
    Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Westgate Theater. Weitere Teilnehmer unter anderem
    Secretary Anthony Foxx, U.S. Department of Transportation.
  • 11:30 bis 12:30 Uhr
    Conference Track: The Internet of MEMS and Sensors
    Panel: "Wearables and Smart Sensors Advancing User Interface"
    Dr. Horst Muenzel, CEO and General Manager, Akustica
    Venetian, Level 4, Marcello 4404
  • 14:15 bis 15:15 Uhr
    Conference Track: The Internet of MEMS and Sensors
    Panel: "Technology Trends for the IoT"; Dr. Stefan Finkbeiner, CEO and General Manager, Bosch Sensortec, Venetian, Level 4, Marcello 4404
Freitag, 8. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 10:15 bis 11:15 Uhr
    Conference Track: Exploring Tomorrow's Automotive Mobility Ecosystem
    Panel: "Implications for Players in Tomorrow's Mobility Ecosystem"
    Dr. Rolf Nicodemus, project vice president, Connected Parking,
    Robert Bosch GmbH, Las Vegas Convention Center, North Hall, Room N261
Mittwoch bis Samstag, 6. - 9. Januar 2016 - Bosch Messestände
  • Fokus Smart Home, Smart City und Industry 4.0 im Smart Home Marketplace, Sands Expo Center, Stand #71517
  • Fokus Connected Mobility in der North Hall, Stand #2302
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  • 21. Dezember 2015
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Zweite Bosch-Auswertung zu Fahrerassistenzsystemen Notbremssysteme und Spurassistenten sind auf dem Vormarsch

  • Deutschland: Spurassistenten und Notbremssysteme sind in jedem fünften der 2014 neu zugelassenen Pkw an Bord
  • Park-Assistenzsysteme sind in Europa die am weitesten verbreiteten Helfer
  • 2014 verfügen in Deutschland doppelt so viele neue Pkw über ACC wie 2013
  • Bosch-Absatz von Radar- und Videosensoren verdoppelt sich 2015 erneut
Stuttgart – Fahrerassistenzsysteme spielen beim Autokauf eine immer größere Rolle. Vor allem Spurassistenzsysteme und automatische Notbremssysteme haben stark an Bedeutung gewonnen. Laut einer Bosch-Auswertung auf Basis der Zulassungsstatistik 2014 kommen sie in jedem fünften der knapp drei Millionen im vergangenen Jahr in Deutschland neu zugelassenen Pkw zum Einsatz. Zum Vergleich: Bei der Auswertung für 2013 waren beide Assistenzsysteme jeweils nur in jedem zehnten Neuwagen anzutreffen. Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel begrüßt den positiven Trend: „Nur wenn Fahrerassistenzsysteme auch vielfach eingesetzt werden, können sie den Straßenverkehr sicherer machen.“ Hätten alle Fahrzeuge ein Notbremssystem an Bord, könnten allein in Deutschland bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden vermieden werden. Mit einem Spurhalteassistenten lassen sich laut Bosch-Unfallforschung bis zu 28 Prozent der Unfälle mit Personenschaden verhindern, die aus einem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur resultieren.

Technische Voraussetzung in immer mehr modernen Pkw vorhanden
Das Plus an Sicherheit ist ein wichtiger Grund für die wachsende Beliebtheit von Fahrerassistenzsystemen. Speziell automatische Notbremssysteme profitieren zudem vom neuen Euro-NCAP-Bewertungsschema. In neuen Fahrzeugen schreibt die europäische Verbrauchervereinigung ab 2016 einen vorausschauenden Fußgängerschutz vor, wenn ein Autohersteller die Bestnote von fünf Sternen erreichen will. Getrieben von den geänderten Testvorgaben und begünstigt durch sinkende Kosten verfügen immer mehr moderne Pkw über Umfeldsensoren. Das lässt sich auch an den Absatzzahlen von Bosch erkennen: 2015 wird sich der Absatz von Radar- und Videosensoren erneut verdoppeln.

Ein Umfeldsensor ermöglicht gleich mehrere Fahrerassistenzsysteme
Bei Radarsensoren mit 77-Gigahertz-Technologie ist Bosch Weltmarktführer; 2016 soll der 10-millionste Radarsensor gefertigt werden. Mit seinem Mittelbereichsradarsensor MRR hat Bosch die Radartechnik für den breiten Markt erschwinglich gemacht. Der MRR kommt zum Beispiel sowohl im VW Polo als auch im Golf zum Einsatz und damit in der preissensiblen Klein- und Kompaktwagenklasse. Ein Sensor kann als Basis für gleich mehrere Fahrerassistenzsysteme dienen: So ermöglicht der MRR neben einem Notbremssystem auch eine adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung. ACC hält automatisch die vom Fahrer vorgegebene Geschwindigkeit und den eingestellten Sicherheitsabstand zum Vordermann. In Kombination mit einem Auffahrwarnsystem kann ACC die Zahl der starken Bremsmanöver auf Autobahnen um 67 Prozent reduzieren. Außerdem treten 73 Prozent weniger kritische Abstände zum vorausfahrenden Fahrzeug auf. ACC ist in acht Prozent aller Neuwagen 2014 vorhanden. Das sind doppelt so viele Fahrzeuge wie noch nach der ersten Bosch-Auswertung ein Jahr zuvor.

Gegen Sekundenschlaf: Jeder vierte neue Pkw erkennt müden Fahrer
Mehr Verbreitung in neuen Pkw – jeweils plus zwei Prozentpunkte gegenüber 2013 – finden auch die Verkehrszeichenerkennung und die Müdigkeitserkennung. Sechs Prozent aller im vergangenen Jahr neu zugelassenen Autos können mithilfe einer Videokamera an Bord bestimmte Verkehrsschilder am Wegesrand erkennen. Die Informationen werden dann als Symbol im Cockpit-Display eingeblendet und helfen beim Durchblick im Schilderwald. Die Müdigkeitserkennung kommt in einem Viertel aller Neuwagen 2014 zum Einsatz. Die entsprechende Bosch-Lösung analysiert anhand des Lenkwinkelsensors oder der elektrischen Servolenkung permanent das Lenkverhalten des Fahrers auf für Schläfrigkeit typische Muster. Abrupte, kleine Lenkeingriffe werden sofort registriert. Ergänzt um weitere Parameter wie beispielsweise Fahrtdauer und Uhrzeit erkennt das System Anzeichen beginnender Müdigkeit. Bevor der Fahrer einzunicken droht, mahnt ihn die Müdigkeitserkennung rechtzeitig zu Pausen.

Park-Assistenzsysteme sind am häufigsten in Neuwagen anzutreffen
Die intelligente Lichtsteuerung aktiviert außerhalb geschlossener Ortschaften automatisch das Fernlicht, sobald keine vorausfahrenden und entgegenkommenden Fahrzeuge erkannt werden. Auch passt sie das Scheinwerferlicht permanent dem Fahrbahnverlauf an. Systeme, die nur stufenlos das Abblendlicht regeln können, finden in der aktuellen Auswertung keine Berücksichtigung mehr. Dadurch sinkt die Ausrüstungsrate: 2014 kommt die intelligente Lichtsteuerung deshalb nur noch in 13 Prozent der neu zugelassenen Pkw zum Einsatz. Erstmalig mit ausgewertet hat Bosch Park-Assistenzsysteme. Dazu zählen angefangen von der auf Ultraschallsensoren basierenden Einparkhilfe, die Autofahrern über akustische Signale den Abstand zu Hindernissen im Parkraum signalisiert, auch Rückfahrkameras und Parkassistenten. Letztere übernehmen beim Einparken auch das Lenken. Gasgeben und Bremsen bleiben dagegen Aufgabe des Fahrers. Park-Assistenzsysteme finden sich in jedem zweiten (52 Prozent) der 2014 in Deutschland neu zugelassenen Pkw. Damit sind sie gemäß der Bosch-Auswertung das am weitesten in Neuwagen verbreitete Assistenzsystem.

Andere Länder – aber ähnliche Vorlieben für Fahrerassistenzsysteme
Auch jenseits der Grenzen Deutschlands erfreuen sich Park-Assistenzsysteme großer Beliebtheit: In Belgien und den Niederlanden ist ebenfalls jeweils jeder zweite Neuwagen 2014 (50 Prozent) mit einem Parkhelfer ausgerüstet. In Großbritannien verfügen 19 Prozent der neu zugelassenen Pkw über einen solchen Assistenten. Automatische Notbremssysteme sind in Belgien noch weiter verbreitet als in Deutschland: Jeder vierte neu zugelassene Pkw unterstützt im Nachbarland den Fahrer beim Bremsen vor Hindernissen. In den Niederlanden können das 17 Prozent, in Spanien elf Prozent und in Großbritannien fünf Prozent der Neuwagen. Bei den Spurassistenten offenbart der Blick in die übrigen EU-Länder folgendes Bild: In Belgien haben 14 Prozent der neuen Pkw 2014 ein solches System an Bord. In den Niederlanden sind elf Prozent, in Spanien neun und in Großbritannien sechs Prozent der Neuwagen damit ausgerüstet.

Bosch-Auswertung auf Basis der Neuzulassungsstatistik 2014
Für die Auswertung zu Fahrerassistenzsystemen hat Bosch neben der Neuzulassungsstatistik 2014 des Kraftfahrtbundesamtes auch Daten des Dienstleisters Polk herangezogen. Ausgehend davon hat Bosch die wichtigsten Fahrzeugmodelle je Segment ermittelt. Anschließend wurden die Ausstattungslisten dahingehend untersucht, welche Fahrerassistenzsysteme angeboten werden.

Weiterführende Links:
Erste Bosch-Auswertung zu Fahrerassistenzsystemen
Glossar der Fahrerassistenzsysteme von Bosch
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  • 18. Dezember 2015
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CES 2016 (6. bis 9. Januar), Las Vegas „Simply.Connected.“ – Smarte Lösungen von Bosch auf der CES 2016 Überblick Bosch-Ausstellung: Sands Expo / North Hall

  • Smart Home: eine zentrale Schaltstelle für alle intelligent vernetzten Geräte
  • Smart City: Software und Lösungen von Bosch für die Stadt von morgen
  • Connected Mobility: Mehr Sicherheit, Komfort und Effizienz dank Vernetzung
  • Industry 4.0: Produktionsassistenten für flexible und effiziente Fertigung
  • Winzige Sensoren ermöglichen neue Anwendungen
Las Vegas – Auf der CES 2016 präsentiert Bosch vernetzte Technik und Services an zwei Ständen: Im Smart Home Marketplace in der Sands Expo (Stand #71517) veranschaulicht das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen insbesondere die Themen Smart Home, Smart City und Industry 4.0. In der Halle der Automobilhersteller, der North Hall, gibt Bosch einen Einblick in das Thema Connected Mobility (Stand #2302).

Smart Home: Besucher erhalten Einblick in das Zuhause der Zukunft
Sands Expo
Smart-Home-System: Alle vernetzten Geräte in der Wohnung über eine Plattform zu steuern – diesen Anspruch erfüllt künftig das Smart-Home-System von Bosch. Im Zusammenspiel mit der passenden App für Smartphone und Tablet ist der Bosch Smart Home Controller die Zentrale des intelligenten Heims. Egal, ob Beleuchtung, Heizung, Rauchmelder, Türen, Fenster – alle können miteinander kommunizieren. Verlässt der Nutzer seine Wohnung und schließt die Haustür, schaltet sich automatisch die Beleuchtung aus und die Heizung fährt runter. Zu den ersten Produkten, die Bosch für das vernetzte Zuhause auf der CES vorstellt, zählen der Bosch Smart Home Controller, ein intelligenter Thermostat, ein Tür-Fensterkontakt sowie Beleuchtungslösungen des Partners Philips Hue. Weitere Produkte sind bereits in der Entwicklung.

Vernetzte Hausgeräte: Bosch zeigt sein umfassendes Portfolio an vernetzten Hausgeräten, wie zum Beispiel den Kühlschrank mit Innenraumkamera: Wer im Supermarkt wissen möchte, ob noch Tomaten im Gemüsefach liegen oder Eier für das Frühstück benötigt werden, prüft dies einfach und bequem über sein Smartphone.

“Smartes Mähen 2.0“: Der Roboter-Rasenmäher Bosch Indego Connect mäht, wenn die Bedingungen günstig sind: nicht zu heiß, nicht zu nass, nicht zu kalt. Dabei bleiben Indego Connect und Anwender flexibel: Wer möchte, kann bestimmte Zeiten, zu denen der Mäher nicht arbeiten soll, ausschließen oder sich an der neu integrierten Wettervorhersage der App orientieren und den Mähzeitpunkt selbst bestimmen. Mit der „Bosch Smart Gardening“-App kann der Nutzer seinen Indego Connect einfach, bequem und von überall aus per Smartphone oder Tablet steuern. Das Ergebnis: Maximale Kontrolle und Komfort bei 30 Prozent schnellerem Schnitt gegenüber Robotermähern, die nach dem Zufallsprinzip mähen.

"TrackMyTools": Mit der serverbasierten Lösung „TrackMyTools“ von Bosch wissen Handwerker immer, wo sich ihr Werkzeug befindet und ob sie für den Außeneinsatz alle nötigen Arbeitsmittel dabei haben. „TrackMyTools“ optimiert den Arbeitsablauf, spart Zeit, steigert die Produktivität des Betriebs und ist ganz einfach von überall mit einer Smartphone-App zu bedienen.

Sensorik: Neuheiten und Anwendungsbeispiele aus der Sensorik
Sands Expo
Die Bosch MEMS-Sensoren (Micro-Electro-Mechanical-Systems) stecken in Fahrzeugen, Smartphones, Spielekonsolen, Tablets sowie in unzähligen weiteren Geräten – und machen viele Anwendungen in der Konsumelektronik, aber auch im Auto überhaupt erst möglich. Sie sind winzig, haben aber eine enorme Wirkung: Sie helfen, Leben zu retten, Energie zu sparen und erhöhen den Fahrkomfort. MEMS-Sensoren von Bosch sind die Augen und Ohren von Milliarden elektronischer Geräte.

Intelligente Beschleunigungssensoren: Smartphone und Tablet Apps stellen Sensoren vor immer größere Herausforderungen: Sie müssen sofort einsatzbereit sein und eine Vielzahl unterschiedlicher Funktionen erfüllen – ohne die Akkulaufzeit zu reduzieren. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, hat Bosch die ersten Beschleunigungssensoren mit integrierter Intelligenz entwickelt. Diese ermöglichen neue Funktionen, zum Beispiel für Spiel- und Fitnessanwendungen. Bosch zeigt auf der CES die ersten Beschleunigungssensoren mit integrierter Intelligenz für das Android-Betriebssystem, die auch besonders energiesparend sind.

Hochleistungsfähige Drehratensensoren: Drehratensensoren sind für viele unterschiedliche Anwendungen notwendig, darunter Gaming, Augmented Reality, Virtual Reality oder optische Bildstabilisierung. Die beiden neuen Drei-Achsen-Drehratensensoren von Bosch wurden speziell für Anforderungen in diesen Bereichen entwickelt. Sie zeichnen sich unter anderem durch niedrige Betriebskosten, geringes Rauschen und hohe Bildstabilität aus. Trotz ihrer hohen Leistungsfähigkeit bieten die beiden Sensoren die geringste Leistungsaufnahme aller diskreten Drehratensensoren auf dem Markt und tragen dazu bei, die Akkulaufzeiten mobiler Geräte zu verlängern.

Bosch Ambient Sensor: Der Bosch Ambient Sensor ist eine intelligente Sensorlösung, die Umweltbedingungen in Gebäuden messen, analysieren und übermitteln kann. Messgrößen sind unter anderem Luftqualität, Lichtverhältnisse und Geräuschentwicklung. So kann der integrierte Sensor für ein besseres Klima in Büroräumen und Wohnungen sorgen, in dem er Messwerte zum Beispiel an das Smartphone des Gebäudemanagers sendet und Veränderungen bei der Lüftung der Räume, bei Temperaturen oder Luftfeuchtigkeit empfiehlt. Die lange Batterielebensdauer ist ein weiterer Vorteil. Der Ambient Sensor lässt sich nicht nur in ein Gebäudeautomationssystem integrieren, sondern auch als eigenständige Lösung betreiben.

XDK Sensor-Plattform für die Entwicklung von neuen IoT-Lösungen: Die Idee für eine Anwendung im Internet of Things (IoT) ist vorhanden, doch die technische Plattform fehlt? Mit der XDK Sensor-Plattform bietet Bosch eine umfassende Hard- und Software-Plattform mit unterschiedlichen Sensorentypen sowie Bluetooth- und WLAN-Verbindung. Zu den Komponenten gehören ein Beschleunigungs- und ein Drehratensensor, ein Magnetometer sowie Sensoren für die Messung von Luftfeuchtigkeit, -druck, -temperatur, Lautstärke und digitalem Licht. Damit können Unternehmen ihre eigenen IoT-Lösungen entwickeln – im Großen oder im Kleinen. Die XDK Sensor-Plattform lässt sich leicht installieren und flexibel auf die jeweilige Applikation anpassen. Entwickler sind zudem eingeladen, der XDK Community beizutreten. Hier können Mitglieder ihr Wissen über Funktionen und Features austauschen, neue Ideen für Projekte sammeln und auf spannenden Events ihre Projekte vorstellen und Preise gewinnen. Bosch unterstützt seine Kunden mit der XDK-Sensor-Plattform, neue IoT-Geschäftsideen möglichst schnell zur Serienreife zu bringen.

Smart City: Software und Parklösungen für die Stadt von morgen
Sands Expo
Bosch IoT Suite: Bosch bietet mit seiner IoT Suite die Software-Plattform, um verschiedene Anwendungen, Dienstleistungen, Ämter und Unternehmen in einer Stadt miteinander zu verbinden. Auf der CES zeigt das Unternehmen anhand visualisierter Szenarien, wie mit der IoT Suite Energienetze, Beleuchtung, Verkehrsinfrastruktur und Gebäude vernetzt werden können für eine höhere Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz der Städte.

Aktives Parkraum-Management: Mit dem aktiven Parkraum-Management erleichtert Bosch Autofahrern die Parkplatzsuche und hilft Parkhausbetreibern bei der Auslastung ihrer Stellplätze. Am Boden installierte Sensoren erkennen, ob ein Parkplatz belegt ist. Diese Information leiten die Sensoren per Funk an einen Server weiter, wo sie in eine Echtzeit-Karte eingetragen wird. Die Karte ist dann für Autofahrer zum Beispiel auf dem Smartphone oder im Internet abrufbar. Freie Parkplätze können so gezielt angesteuert werden.

Community-based Parking: Parkplätze am Straßenrand sind vor allem in Wohngebieten oder Innenstädten heiß begehrt. Mit Community-based Parking nimmt Bosch Autofahrern die Suche nach einer passenden Parklücke ab: Im Vorbeifahren erkennt und vermisst das Auto Lücken zwischen parkenden Fahrzeugen. Dabei nutzt es die Sensoren der Einparkhilfe. Die erfassten Informationen werden in eine digitale Straßenkarte übertragen. Leistungsfähige Algorithmen von Bosch plausibilisieren die Daten und treffen eine Vorhersage zur Parkplatzsituation. Fahrzeugen, die sich in der Nähe befinden, steht die digitale Karte in Echtzeit zur Verfügung. Damit können Autofahrer geeignete Parklücken gezielt ansteuern.

Vollautomatisiertes Parken: Automated Valet Parking heißt die Funktion, mit der Bosch Autofahrern nicht nur die Suche nach einem Parkplatz abnimmt, sondern das Auto auch alleine parken lässt. Dazu stellen Autofahrer ihr Fahrzeug im Einfahrtsbereich eines Parkhauses ab. Per Smartphone-App geben sie ihm dann den Befehl, sich selber einen Stellplatz zu suchen. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Möglich wird das vollautomatisierte Parken unter anderem mithilfe einer intelligenten Parkhaus-Infrastruktur, der Bord-Sensorik des Fahrzeugs und der Vernetzung von beidem. Auto und Parkhaus kommunizieren miteinander: Belegungssensoren melden zum Beispiel, wo welche Stellplätze frei sind, damit das Auto dorthin geführt werden kann. Bosch entwickelt alle benötigten Komponenten für das vollautomatisierte Parken im eigenen Haus.

Connected Mobility: Mehr Sicherheit, Komfort und Effizienz
North Hall
Touchscreen mit haptischem Feedback: Dafür ist Bosch im Vorfeld der Messe mit dem CES 2016 Innovation Award in der Kategorie „In-Vehicle Audio/Video“ ausgezeichnet worden. Die visuelle und akustische Interaktion wird hier durch haptische Elemente unterstützt. Die Simulation unterschiedlicher Oberflächenstrukturen ermöglicht das Ertasten einzelner Elemente. Der Finger erfühlt scheinbar eine Taste. Diese virtuelle Taste muss dann zum Betätigen fester gedrückt werden. Der Fahrer wird weniger abgelenkt, ein Kontrollblick ist nicht mehr erforderlich. Äußerlich unterscheidet sich der haptische Touchscreen nicht von einem Standard-Display.

Connected Horizon: Der elektronische Horizont liefert bereits heute Daten zu Steigungen und Kurvenradien, welche die Navigationsdaten ergänzen. Künftig liefert der vernetzte Horizont zusätzlich aktuelle, also dynamische Daten beispielsweise zu Staus, Unfällen und Wanderbaustellen. Mit ihnen ist der Fahrer noch vorausschauender und sicherer unterwegs.

Mit mySPIN bietet Bosch eine attraktive Lösung zur Smartphone-Integration, die eine perfekte Einbindung in das Fahrzeug und so eine sichere Bedienung gewährleistet. Damit lassen sich präferierte Apps sowohl für iOS als auch für Android-Smartphones sicher und in gewohnter Weise weiter nutzen. Die Apps werden auf die relevanten Informationen reduziert, über das Fahrzeugdisplay angezeigt und gesteuert. Sie sind speziell für die Nutzung während der Fahrt geprüft, so dass sie für so wenig Ablenkung wie möglich sorgen – und damit für maximale Sicherheit.

Falschfahrerwarnung: Allein in Deutschland werden im Radio jedes Jahr rund 2 000 Warnungen vor Falschfahrern gesendet. Meist erfolgt diese Warnung aber zu spät, denn die durchschnittliche Geisterfahrt endet nach 500 Metern – und das schlimmstenfalls tödlich. Bosch entwickelt eine neue cloudbasierte Lösung, die künftig bereits nach gut zehn Sekunden warnen soll. Als reines Software-Modul kann die Warnung zudem günstig in bestehende Infotainment-Systeme oder auch Apps integriert werden.

Autobahnpilot: Der Autobahnpilot übernimmt auf Autobahnen die Fahrt. Sensoren erfassen das Fahrzeugumfeld, und in Verbindung mit extrem genauen und aktuellen Kartendaten kann das Auto den Großteil der Fahrten auf Autobahnen hochautomatisiert übernehmen. Der Fahrer kann sich entspannt zurücklehnen. Bosch erprobt die Technik bereits im öffentlichen Straßenverkehr in den USA, Deutschland und Japan. 2020 könnte der Autobahnpilot serienreif sein.

Retrofit-eCall: Mit dem sensorgestützten „Retrofit-eCall“-Adapter kann jeder sein Fahrzeug einfach mit dem automatischen Notrufservice-eCall ausrüsten. Nachrüstbar für alle Fahrzeugtypen wird er in den Zigarettenanzünder gesteckt und mit einer Smartphone-App verbunden. Spürt der integrierte Sensor einen Aufprall, werden Daten wie die aktuelle Position des Autos an die App geschickt, die diese Daten an eine Leitstelle sendet. Praktisch: Über einen USB-Slot am Gerät können zum Beispiel Smartphones oder Tablets aufgeladen werden.

Industry 4.0: Automatisierte Produktionsassistenten für Fertigung
Sands Expo
APAS assistant: Normalerweise hat der mobile Produktionsassistent APAS assistant seinen Platz in der Fertigung, wo er auf die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen spezialisiert ist. Auf der CES 2016 übernimmt er eine ganz neue Funktion: Er serviert am Bosch-Hauptstand im Sands Expo den Besuchern Kaffee. Dank seiner Sensorhaut erkennt der Roboter, wenn ihm ein Mensch zu nahe kommt und stoppt dann sofort.

APAS safeskin und APAS speedswitch: Die mobilen Produktionsassistenten der APAS-Familie arbeiten Hand in Hand mit ihren menschlichen Kollegen und das im Gegensatz zu anderen Robotern ohne Schutzzaun. Möglich machen dies ein mit über 120 Sensoren bestückter Roboterarm mit Drei-Finger-Greifer sowie ein integrierter Laserscanner, der den Raum um die Maschine überwacht. Der Roboter erkennt, ob Menschen in der Nähe sind – dann wird die Arbeitsgeschwindigkeit entsprechend verlangsamt. Sobald sich kein Mitarbeiter mehr im Nahbereich aufhält, ist das maximale Tempo möglich. So wird eine höhere Produktivität erreicht, ohne die Sicherheit der Arbeiter zu gefährden.

IoT Shopfloor Solutions: Automatisierungssoftware für Fertigungsanlagen 4.0: Mit den IoT Shopfloor Solutions präsentiert Bosch in Las Vegas eine Automatisierungslösung zur Steuerung der Fertigungs- und Logistikkette in einem vernetzten Produktionsbetrieb. Das System enthält unter anderem Software-Module, die dem Fachpersonal dabei helfen, Produktionsdaten, Qualitätsdaten und Logistikprozesse flexibel nach Kundenanforderungen zu regeln und zu überwachen. Intuitiv nutzbare grafische Bedienoberflächen unterstützen die Arbeit an der Maschine. Damit kann das Personal in der Fertigung auch ohne Programmierkenntnisse Regeln definieren, um beispielsweise Probleme automatisch zu erkennen und rechtzeitig zu handeln. Weitere Features ermöglichen es, Maschinen weltweit zu vernetzen und Daten aus der Fertigung nahezu in Echtzeit zu analysieren. Auch eine neue Augmented Reality App ist Bestandteil der IoT Shopfloor Solutions: Sie unterstützt die Facharbeiter direkt vor Ort mit Informationen zu aktuellen Produktionsdaten oder Bedienungsanleitungen und erlaubt den Blick in die Maschine, ohne diese öffnen zu müssen.

Infografiken
http://bit.ly/bosch_CES2016info
http://bit.ly/BoschCES_Connected_Mobility
http://bit.ly/BoschCES_Smart_Home
http://bit.ly/BoschCES_MEMS

Journalistenkontakt:
Trix Böhne, Telefon: +49 711 811-6831

Simply.Connected.
Besuchen Sie Bosch auf der CES 2016 in Las Vegas, Nevada, USA:

Dienstag, 5. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 08:00 bis 08:45 Uhr
    Pressekonferenz mit Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Mandalay Bay Hotel, South Convention Center, Level 3, Banyan Rooms A-D.
Donnerstag, 7. Januar 2016
  • 11:00 bis 12:00 Uhr
    Keynote PanelBeyond Smart Cities: The Future of Urban Mobility
    Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Westgate Theater. Weitere Teilnehmer unter anderem
    Secretary Anthony Foxx, U.S. Department of Transportation.
  • 11:30 bis 12:30 Uhr
    Conference Track: The Internet of MEMS and Sensors
    Panel:Wearables and Smart Sensors Advancing User Interface
    Dr. Horst Muenzel, CEO and General Manager, Akustica
    Venetian, Level 4, Marcello 4404
  • 14:15 bis 15:15 Uhr
    Conference Track: The Internet of MEMS and Sensors
    Panel:Technology Trends for the IoT”; Dr. Stefan Finkbeiner, CEO and General Manager, Bosch Sensortec, Venetian, Level 4, Marcello 4404
Freitag, 8. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 10:15 bis 11:15 Uhr
    Conference Track: Exploring Tomorrow's Automotive Mobility Ecosystem
    Panel:Implications for Players in Tomorrow's Mobility Ecosystem
    Dr. Rolf Nicodemus, project vice president, Connected Parking,
    Robert Bosch GmbH, Las Vegas Convention Center, North Hall, Room N261
Mittwoch bis Samstag, 6. – 9. Januar 2016 – Bosch Messestände
  • Fokus Smart Home, Smart City und Industry 4.0 im Smart Home Marketplace, Sands Expo Center, Stand #71517
  • Fokus Connected Mobility in der North Hall, Stand #2302
Verfolgen Sie die Bosch CES 2016 Highlights auf Twitter: #BoschCES

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  • 17. Dezember 2015
  • Presseinformation
  • Wirtschaft
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Zukunftsmarkt Augmented Reality Bosch plant Beteiligung am Augmented-Reality-Spezialisten Reflekt GmbH

  • Bosch-Beteiligung stärkt die Position in wichtigem Technologiefeld
  • Weltweit erste Software-Plattform zur Industrialisierung von Augmented Reality bereits von Bosch und Reflekt entwickelt
  • Anwendungsmöglichkeiten in nahezu allen Industriebranchen
Bereits seit zwei Jahren arbeitet Bosch mit der Reflekt GmbH bei der Entwicklung von Augmented-Reality(AR)-Anwendungen für Produktion, Werkstatt, Schulung und Verkauf eng zusammen. Die erfolgreiche Kooperation will Bosch jetzt mit einer Minderheitsbeteiligung an dem AR-Spezialisten weiter vertiefen. Entsprechende Verträge wurden am 16. Dezember 2015 unterzeichnet. Das Augmented-Reality-Startup Reflekt hat sich seit der Gründung im Jahr 2012 zu einem der namhaftesten Unternehmen im Bereich industrieller AR-Lösungen entwickelt und beschäftigt am Standort München ein internationales Team aus mehr als 25 Mitarbeitern. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

Investition in eine wichtige Zukunftstechnologie
„Augmented Reality-Anwendungen werden künftig in vielen Bereichen unseres Lebens eingesetzt. In der Industrie und im Automotive Aftermarket sparen sie Zeit und reduzieren Kosten“, sagt Dr.-Ing. Hans-Peter Meyen, Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Automotive Aftermarket. „Wir sind überzeugt, dass die langjährige Partnerschaft mit Bosch durch die Beteiligung weiter gestärkt wird. Die Reputation und die Marktposition von Bosch werden uns bei der internationalen Expansion und der Produktentwicklung helfen“, fügt Reflekt-CEO Wolfgang Stelzle hinzu.

Augmented Reality-Applikationen erweitern die Wirklichkeit um Zusatzinformationen. Richtet der Nutzer die Kamera seines Smartphones oder Tablets auf einen Bereich, werden zusätzliche digitale Informationen wie Erläuterungen, 3D-Objekte oder Videos auf dem Display dargestellt. In der Kfz-Werkstatt beispielsweise zeigt Augmented Reality dem Mechatroniker nicht sichtbare Bauteile maßstabsgetreu und lagegerecht an. Arbeitsanweisungen, Fehlercodes oder benötigte Werkzeuge werden ebenfalls eingeblendet. „Zusammen mit Reflekt werden wir unsere weltweite Position in diesem wichtigen Zukunftsfeld weiter ausbauen“, so Meyen.

Software-Plattform für die industrielle Augmented-Reality-Entwicklung
Bosch hat schon früh auf den Trend zu AR-Anwendungen gesetzt und ist heute zusammen mit dem AR-Spezialisten Reflekt bei der Industrialisierung von Augmented Reality weltweit führend. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen mit der „Common Augmented Reality Platform (CAP)“ die weltweit erste Software-Plattform zur Industrialisierung von AR entwickelt. Mit CAP lassen sich die hochkomplexen AR-Applikationen mit ihren digitalen und visuellen Inhalten vergleichsweise einfach und schnell zum Beispiel in technische Dokumentationen oder Diagnoseabläufe integrieren. Die Plattform arbeitet systemübergreifend und erlaubt die Integration in bestehende IT-Infrastrukturen und deren Daten wie Textinformationen, Schaltpläne bis zu Videoeinspielungen und augmentierten 3D-Animationen. CAP erlaubt damit die Industrialisierung von AR-Anwendungen. In den vergangenen zwei Jahren haben Bosch und Reflekt so bereits eine ganze Reihe von AR-Applikationen entwickelt. Durch die Kombination von AR-Kompetenz bei Reflekt und der Erfahrung von Bosch im Bereich der Dokumentation und Lösungsentwicklung für Service, Produktion und Training ist ein einzigartiges Produkt entstanden, das erstmals den breiten Einsatz von AR im industriellen Umfeld ermöglicht.

Neben Anwendungen im Automotive-Bereich sieht Bosch auch in anderen Industriebranchen eine Vielzahl sinnvoller Möglichkeiten für Augmented Reality. Bosch bietet zudem unterschiedliche Lizenzmodelle für industrielle Kunden, die AR in ihren Unternehmen einsetzen wollen.

Journalistenkontakt:
Bosch:
Heiderose Dreiner
Telefon 0721/942-3145
Heiderose.Dreiner@bosch.com

Reflekt:
Dirk Schart
Telefon 089/122045-15
ds@re-flekt.com

Der Geschäftsbereich Automotive Aftermarket (AA) bietet Handel und Werkstätten weltweit die komplette Diagnose- und Werkstatttechnik sowie ein umfassendes Kfz- und Nfz-Ersatzteilsortiment - vom Neuteil über instandgesetzte Austauschteile bis hin zur Reparaturlösung. Das Produktportfolio von AA besteht aus Erzeugnissen der Bosch Erstausrüstung sowie aus eigenentwickelten und -gefertigten Aftermarketspezifischen Produkten und Dienstleistungen. Über 18 000 Mitarbeiter in 150 Ländern sowie ein weltweiter Logistikverbund stellen sicher, dass mehr als 650 000 verschiedene Ersatzteile schnell und termingerecht zum Kunden kommen. AA bietet unter der Bezeichnung "Automotive Service Solutions" Prüf- und Werkstatttechnik, Software für Diagnose, Service-Training sowie technische Informationen und Serviceleistungen. Der Geschäftsbereich ist auch verantwortlich für die Werkstattkonzepte Bosch Service, eine der größten unabhängigen Werkstattketten weltweit mit rund 17 000 Betrieben, sowie AutoCrew mit über 1 000 Betrieben.

Mehr Informationen unter www.bosch-automotive.com

Gegründet im Jahr 2012, hat sich RE’FLEKT zu den führenden Experten für Business Solutions mit Augmented und Virtual Reality in Europa entwickelt. Am Standort München erstellen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Nationen interaktive Anwendungen für Industrie, Medien und Marketing. Der Fokus von RE’FLEKT liegt auf der Entwicklung von anwenderorientierten Applikationen für mobile Endgeräte und Datenbrillen. Zu den Kunden zählen unter anderem Alstom, Audi, BMW, Bosch, Hyperloop, Porsche, ProSiebenSat1 Media und ThyssenKrupp. RE’FLEKT betreibt eigene Forschung in Kooperation mit der University of Michigan-Dearborn und der Technischen Universität München.

Mehr Informationen unter www.reflektone.com

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  • 17. Dezember 2015
  • Presseinformation
  • Kfz-Ersatzteile / Diagnostics / Werkstattausrüstung / Werkstattkonzepte
  • Bilder: 1

Pilotprojekt in Stuttgart Freie Park + Ride-Plätze sind nur einen Klick entfernt

  • Verband Region Stuttgart und Robert Bosch GmbH starten Pilotprojekt zum aktiven Parkraum-Management
  • Bosch-Sensoren erfassen freie Park + Ride-Plätze an S-Bahn-Linien S2, S3
  • Autofahrer erhalten Information über freie Stellplätze via App oder im Internet
  • 15 Park + Ride-Anlagen sollen mit Belegungssensoren ausgerüstet werden
Stuttgart – Wenn Autofahrer wissen, ob ein Park + Ride-Parkplatz frei ist, sind sie eher bereit, ihr Auto abzustellen und auf die S-Bahn umzusteigen. Das ist die Grundidee eines Pilotprojekts zum aktiven Parkraum-Management, das der Verband Region Stuttgart jetzt gemeinsam mit der Robert Bosch GmbH umsetzt.

An 15 Park + Ride-Anlagen entlang der S-Bahn-Linien S2 (Schorndorf) und S3 (Backnang) soll die Parkplatz-Belegung mithilfe von Sensoren der Robert Bosch GmbH minutengenau erfasst und in Echtzeit kommuniziert werden. Die Information über freie Stellplätze soll über die App und Internetseite des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart GmbH (VVS) abrufbar sein. Elf Städte und Gemeinden im Nordosten der Region Stuttgart haben sich bereit erklärt, das Pilotprojekt zu unterstützen. Sie werden für die meist kommunalen Park + Ride-Anlagen Internetzugänge und Stromanschlüsse zur Verfügung stellen. Der Verband Region Stuttgart unterstützt dieses Projekt über einen Förderzuschuss aus dem Landesprogramm „nachhaltige Modellregion Stuttgart“.

Für Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling vom Verband Region Stuttgart trägt dieser Testlauf dazu bei, den Wechsel zwischen Auto und öffentlichem Verkehr attraktiver zu machen: „Wir verbessern so unter Anwendung neuester Technologien das Service-Angebot in der Region." Bei innerstädtischen Parkhäusern ist die Echtzeitanzeige von verfügbaren Parkplätzen seit Jahren mittels Zählung der Schrankenöffnungen Standard. „Bei Park + Ride-Anlagen beschreiten wir Neuland“, führt Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler aus. Schließlich gebe es dort keine Schranken und zum Teil mehrere Ein- oder Ausfahrten.

„Mit unseren Sensoren machen wir die Parkplätze zu einem Teil des Internets der Dinge. Wir nehmen Autofahrern die Suche nach freien Park + Ride-Stellplätzen ab. Damit reduzieren wir den Parksuchverkehr und entlasten die Umwelt“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Das Pilotprojekt beginnt Anfang 2016 mit der Installation der Bosch-Sensoren und läuft bis Juni 2018. Begleitend dazu werden die Belegungsdaten ausgewertet und überprüft, ob die Echtzeitinformation zu freien Park + Ride-Plätzen tatsächlich mehr Autofahrer in Busse und Bahnen bringt. In der Region Stuttgart gibt es über 100 Park + Ride-Anlagen mit zwischen 50 und 700 Stellplätzen. Im Bereich des Pilotprojekts verfügt die kleinste Anlage über 49 Plätze (Schorndorf) und die größte über 520 Stellplätze (Waiblingen).

Weiterführende Links:
www.bosch-connected-parking.de
Mit Bosch findet jeder direkt den perfekten Parkplatz

Journalistenkontakte:
Robert Bosch GmbH
Jörn Ebberg, Telefon: +49 711 811-26223, joern.ebberg@de.bosch.com

Verband Region Stuttgart
Dorothee Lang, Telefon: +49 711 22759-15, lang@region-stuttgart.org
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  • 11. Dezember 2015
  • Presseinformation
  • Wirtschaft
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UN-Klimakonferenz in Paris Bosch senkt den Energieverbrauch CO2-Ausstoß bereits um 20 Prozent verringert

  • Fertigung und Gebäude verbrauchen weniger Energie
  • Effizienzmaßnahmen führen zu Einsparungen von rund 530 Millionen Euro
  • Geschäftsführer Struth: „Die Verringerung der CO2-Emissionen gehört zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmer.“
Stuttgart – Bosch kommt beim Klimaschutz voran. Seit dem Jahr 2007 konnte das Unternehmen den relativen, auf die eigene Wertschöpfung bezogenen CO2-Ausstoß um mehr als 20 Prozent reduzieren. Dies gelang durch verschiedene Energiespar-Maßnahmen wie beispielsweise den Einsatz umweltschonender Technologien in der Fertigung oder den Einbau effizienter Heiztechnik in Gebäuden. „Ressourcenschonung und die Verringerung der CO2-Emissionen gehören zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmer. Mit dem Einsatz intelligenter Energiespar-Technik kann die Industrie einen wesentlichen Beitrag für den Klimaschutz leisten“, sagte Dr. Werner Struth, für den Umweltschutz zuständiger Geschäftsführer bei Bosch. Die Maßnahmen zur Energieeinsparung sollen künftig noch ausgebaut werden. Energieeffizienz diene aber nicht nur dem ökologischen und sozialen Umfeld von Unternehmen, sondern sei auch ein Schlüsselfaktor, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, so Struth weiter. Der geringere Energieverbrauch macht sich für Bosch in finanzieller Hinsicht bereits bezahlt. Allein zwischen den Jahren 2007 und 2014 hat das Unternehmen durch hauseigene Maßnahmen rund 530 Millionen Euro Energiekosten gespart.

CO2-Koordinatoren analysieren den Energieverbrauch
Bosch hat etliche Projekte zur Versorgung mit erneuerbarer Energie umgesetzt. Ein modernes Wasserkraftwerk versorgt heute beispielsweise das Werk in Blaichach im Allgäu. Rund drei Viertel der dort benötigten Energie erzeugt der Standort selbst. An zahlreichen Bosch-Standorten suchen zudem speziell geschulte CO2-Koordinatoren nach Möglichkeiten zum Energiesparen. Diese Experten analysieren mit ihren Teams beispielsweise Produktionsanlagen auf ihren Energieverbrauch. Mit den gewonnenen Informationen lässt sich dann der Verbrauch von Strom und Wärme verringern, indem etwa Energieverbraucher, die gerade nicht benötigt werden, gezielt abgeschaltet werden. Bosch bietet einen großen Teil seiner Lösungen für mehr Energieeffizienz auch Industriekunden an, bei denen Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent erzielt werden können.

Einige Beispiele, wie Bosch Energie spart:

Zentrale Forschung in Renningen: Bepflanzte Dächer zur Klimatisierung und Photovoltaik-Anlagen
Die Dächer des neuen Forschungscampus in Renningen sind bepflanzt. Vergleichbar mit einem Schwamm, sammeln sie Regenwasser und geben es bei Trockenheit in kleinen Mengen wieder ab. Scheint die Sonne auf die begrünten Flächen anstatt direkt auf die Dächer, spart das Energie bei der Klimatisierung der Gebäude. Um zusätzlich Strom zu sparen, sind alle Fenster des Zentralgebäudes dreifach verglast. Dazu kommt ein Sonnenschutz, der bei starker Sonneneinstrahlung automatisch nach unten fährt. Diese Kombination spart 20 bis 30 Prozent Energie, die sonst die Klimaanlage zum Kühlen bräuchte. Die Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Campusgebäude erzeugen zudem soviel Strom wie etwa 100 Familien im Jahr verbrauchen. Jährlich werden so 200 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden.

Beringen, Schweiz: Thermische Grundwassernutzung
Am Verpackungstechnik-Standort Beringen (Schweiz) wird ein modernes Gebäude mit Hilfe eines unterirdischen Grundwassersees beheizt. Pumpen fördern dazu pro Minute bis zu 2 000 Liter Grundwasser aus 40 Metern Tiefe. Sie führen es zwei Wärmepumpen zu, die mittels Energieumwandlung Heizenergie erzeugen. Im Sommer ist die Kühlung des Gebäudes direkt über das Grundwasser möglich, weil es mit rund zwölf Grad Celsius deutlich kühler ist als die Raumtemperatur. Das Grundwasser wird dazu in einem geschlossenen System über einen Wärmetauscher erwärmt und anschließend wieder unter die Erde geleitet. Das Gebäude entspricht dem sogenannten „Minergie-Standard“, einem Schweizer Qualitätslabel für energieoptimiertes Bauen. Das moderne Gebäude und die Grundwassernutzung sparen bei der Wärme- und Kälteerzeugung 180 000 Liter Heizöl und damit rund 480 Tonnen CO2 im Jahr. Um diese Menge CO2 aus der Luft zu binden, müssten ungefähr 35 000 Bäume gepflanzt werden.

Worcester, Großbritannien: Wasser-Recycling
Am Thermotechnik-Standort Worcester sorgt ein neues Wasser-Recycling-System für Effizienz und Ressourcenschonung in der Fertigung. Jedes Jahr werden dort in der Forschung und Entwicklung, in Langzeittest-Einrichtungen und in der Produktion etwa 110 Millionen Liter Wasser benötigt. Das neue Recyclingsystem ermöglicht es, dass Kühlwasser aus den Produktionsanlagen wiederverwendet werden kann. Zwölf Tonnen CO2 und rund 71 Millionen Liter Wasser spart das Recycling-System jährlich – das entspricht in etwa dem Wasserverbrauch von 650 Haushalten.

Schweinfurt: Bündelung von Absaugeinrichtungen
Das Bosch Rexroth-Werk Schweinfurt hat den Energieverbrauch um fast vier Gigawattstunden pro Jahr reduziert, das entspricht ungefähr dem Energieverbrauch von 1 100 Haushalten. Der CO2-Ausstoß hat sich um mehr als 1 500 Tonnen verringert. Einen großen Beitrag dazu leistet die Zusammenführung der bislang getrennten Absaugeinrichtungen an den Schleifmaschinen. Ähnlich wie große Staubsauger saugen sie Dämpfe und Nebel von Kühlschmiermitteln ab. Kühlschmiermittel benötigt man zum Kühlen und Schmieren der Schleifscheiben, die in der Fertigung verwendet werden, aber auch für die Teile während des Bearbeitungsvorgangs. Die Abluft von mehreren Anlagen strömt jetzt über Rohrleitungen zu wenigen größeren Filtern. Die Lüfter saugen über einen geregelten Antrieb immer nur so viel Luft wie nötig ab.

Mellansel, Schweden: energieeffiziente Lackiertechnik
Eine der flexibelsten und umweltschonendsten Lackierereien im europäischen Maschinenbau befindet sich in Mellansel in Schweden. Das Bosch Rexroth-Werk dort lackiert unter anderem Schwerlast-Hydraulikmotoren für Recyclinganlagen und Anlagen zur Rohstoffförderung. Motoren, die später mit Salzwasser in Kontakt kommen, erhalten dort mehrere Schichten Korrosionsschutz. Die Temperatur und das Mischungsverhältnis von Wasser und Farbpigmenten werden dabei genau überwacht, so dass die überschüssige Wärme zurückgewonnen werden kann. Der Energieverbrauch liegt dadurch um 75 Prozent niedriger als vorher. Die Umstellung auf wasserbasierte Lacke reduziert zudem den Einsatz von Lösemitteln um rund 80 Prozent.

Nürnberg: Öltank zu modernem Kältespeicher umgebaut
Das Werk in Nürnberg hat einen ehemaligen Öltank zum Kältespeicher umgebaut. Zusammen mit sogenannten Kältemaschinen trägt er nun zur energieeffizienten Kühlung von Schmierstoffen bei. Diese Schmierstoffe werden dazu verwendet, der beim Drehen oder Fräsen von Teilen entstehenden Hitze entgegenzuwirken. Die Kältemaschinen kühlen nun Wasser auf Vorrat, das dann im Tank des Kältespeichers wie in einem Kühlschrank die Temperatur hält. Zudem kühlt auch der Tank selbst, indem er die Umgebungstemperatur nutzt. So spart der umfunktionierte Tank rund 300 Tonnen CO2 pro Jahr. Um diese Menge CO2 aus der Luft zu binden, müsste ein Wald ungefähr in der Größe von 30 Fußballfeldern gepflanzt werden.

Rodez, Frankreich: Biomasse-Heizkraftwerk
Das im südlichen Frankreich liegende Werk für Diesel-Injektoren in Rodez hat seine Heizanlagen erneuert. Dabei wurden zwei von drei Gasheizkraftwerken durch ein Biomasse-Heizkraftwerk ersetzt. Es beheizt die Gebäude und versorgt sie mit Warmwasser. Die neue Anlage reduziert die CO2-Emissionen um ungefähr 25 Prozent. Insgesamt können so pro Jahr rund 600 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Anlage erfüllt strenge Umweltanforderungen und verwertet ausschließlich Biomasse aus lokaler Forstwirtschaft.

Feuerbach: nachgerüstete Reinigungsmaschinen in der Dieseleinspritzpumpenfertigung
Am Standort Feuerbach werden Dieseleinspritzpumpen gefertigt, die in Fahrzeugen für die Kraftstoffeinspritzung in den Motor sorgen. Bevor die Gehäuse dieser Dieseleinspritzpumpen in die Montage gehen, müssen sie mehrmals von Schmutzpartikeln beziehungsweise Fett befreit werden, beispielsweise zwischen den Bearbeitungsschritten „Schleifen“ und „Härten“. Die Reinigungsmaschinen waschen dazu die Teile in heißen Bädern. Deren Wassertemperatur konnte ohne Auswirkungen auf die Qualität der Fertigung von 60 auf 50 Grad Celsius reduziert werden. Für die Erwärmung der Bäder wird heute außerdem das warme Wasser genutzt, das bei der Klimatisierung der Gebäude entsteht. Allein dadurch können rund 100 Tonnen CO2 im Jahr gespart werden. Wenn gerade keine Teile gereinigt werden, fährt die Anlage automatisch in den Stand-by Betrieb. Insgesamt können so rund 2 100 Megawattstunden Energie pro Jahr gespart werden – das ist ungefähr so viel, wie eine Windkraftanlage mittlerer Größe im selben Zeitraum erzeugt.

Nachhaltigkeit bei Bosch:
http://www.bosch.com/de/com/sustainability/sustainability_homepage.html

Nachhaltigkeitsbericht von Bosch (2014):
http://media.bosch.com/media/ro_master_remote/publications_documents/Nachhaltigkeitsbericht_2014_DE.pdf

Nachhaltigkeits-Blog von Bosch:
http://sustainabilityblog.bosch.com/de/startpage

Weiterführende Links:
Link zu Global Compact:
http://www.globalcompact.de/

Forum Nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft:
http://www.econsense.de/

Journalistenkontakt:
Manuel Thomä,
Telefon: +49 711 811-6268
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  • 03. Dezember 2015
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  • 03. Dezember 2015
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CES 2016 (6. bis 9. Januar), Las Vegas
Mehr Sicherheit und Komfort aus einer Hand
Bosch gründet neue Gesellschaft für das intelligent vernetzte Zuhause Vorstellung erster Smart-Home-Geräte zur CES 2016

  • Neues Bosch-Smart-Home-System ermöglicht Steuerung unterschiedlicher Geräte wie Heizung und Beleuchtung über nur eine App
  • Datenschutz und -sicherheit stehen im Vordergrund
  • Bosch-Geschäftsführer Hartung: „Wichtiger strategischer Schritt, um unser Angebot an Lösungen für das Smart Home zu bündeln und auszubauen.“
Stuttgart – Bosch stärkt sein Geschäft mit Lösungen für das intelligent vernetzte Zuhause. Unter dem Dach der neuen Tochtergesellschaft Robert Bosch Smart Home GmbH bündelt das Unternehmen ab 1. Januar 2016 seine Smart-Home-Aktivitäten inklusive zugehöriger Software- und Sensorik-Kompetenzen und bietet künftig viele Produkte und Dienstleistungen rund um das vernetzte Haus aus einer Hand: zum Beispiel eine neue Lösung, die Einbrüche melden kann und hilft, die Heizung energiesparend zu regeln. Erste Produkte von Bosch lassen sich ab Januar 2016 im Internet bestellen. Dazu zählen der Bosch Smart Home Controller, ein smarter Thermostat sowie ein Tür-Fensterkontakt. Die Premiere findet auf der CES 2016 in Las Vegas, USA, statt. Das Unternehmen bedient mit seinen Smart-Home-Lösungen einen großen Markt: Marktexperten zufolge werden allein bis zum Jahr 2020 etwa 230 Millionen Haushalte weltweit mit Smart-Home-Technologien ausgestattet sein – das entspricht knapp 15 Prozent aller Haushalte.

Großes Geschäftspotenzial
„Die Gründung der Robert Bosch Smart Home GmbH ist ein wichtiger strategischer Schritt, um unser Angebot an Lösungen für das Smart Home zu bündeln und weiter auszubauen. Das Smart Home ermöglicht neue Services, die den Alltag seiner Bewohner erleichtern und großes Geschäftspotenzial bieten“, sagt Dr. Stefan Hartung, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und zuständig für den Unternehmensbereich Energy and Building Technology. „Das Bosch-Smart-Home-System ist einfach zu installieren und zu bedienen: ein System, eine App, eine User Experience. Unsere Lösungen entlasten den Nutzer von lästigen Routineaufgaben und bieten ihm mehr Komfort und Sicherheit“, ergänzt Dr. Peter Schnäbele, künftiger Geschäftsführer der Robert Bosch Smart Home GmbH mit Sitz in Stuttgart.

Höchste Priorität für Datenschutz und Datensicherheit
Die Smart-Home-Lösungen von Bosch erfüllen höchste Standards für Datenschutz und Datensicherheit. Diese werden von Beginn an in der Produktentwicklung berücksichtigt. Unter anderem hierfür hat Bosch ein Center of Competence für Produktsicherheit eingerichtet. Kunden und Nutzer haben volle Transparenz und entscheiden selbst darüber, wie ihre Daten genutzt werden.

Neue Services und eine App erleichtern den Alltag
Die Smart-Home-Systemlösungen von Bosch ermöglichen es Nutzern, unter anderem Heizung, Beleuchtung, Rauchmelder und Hausgeräte im Haus über eine Plattform miteinander zu vernetzen und einfach per Smartphone oder Tablet zu bedienen. Herzstück ist der Bosch Smart Home Controller, eine zentrale Steuereinheit, die die Komponenten mit dem Internet und miteinander vernetzt. Über die Bosch Smart Home App können Nutzer künftig die Grundfunktionen von Geräten aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen miteinander kombinieren. Zum Beispiel meldet die Lösung mit Tür-Fenster-Kontakt, dass das Fenster offen steht. Daraufhin kann das System die Heizung in dem Zimmer automatisch herunterregeln, entsprechend den Voreinstellungen des Nutzers. Zudem kann der Nutzer per Smartphone jederzeit und von überall kontrollieren, ob Türen und Fenster geöffnet oder geschlossen sind. In künftigen Produktversionen kann das System über den Tür-Fensterkontakt auch einen Alarm auslösen, wenn im Abwesenheitsmodus ein Fenster oder eine Tür aufgebrochen wird – eine separate Alarmanlage ist damit nicht mehr erforderlich.

Kompatibel mit Geräten anderer Hersteller
Bei der Vernetzung setzt Bosch auf offene Standards und offene Plattformen, um Technik so nutzerfreundlich wie möglich zu machen. Das Bosch-Smart-Home- System ist deshalb modular und erweiterbar. Auch kompatible Geräte anderer Hersteller können einfach eingebunden werden.

Neuer Webshop
Die ersten Smart-Home-Produkte von Bosch können in Deutschland ab dem 1. Januar 2016 unter www.bosch-smarthome.com bestellt werden.

Simply.Connected.
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Dienstag, 5. Januar 2016, 08:00 bis 08:45 Uhr Lokalzeit: Pressekonferenz mit
Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert
Bosch GmbH im Mandalay Bay Hotel, South Convention Center, Level 3,
Banyan Rooms A-D.

Mittwoch bis Samstag, 6. – 9. Januar 2016: Bosch-Messestände mit Fokus
Smart Home, Smart City und Industry 4.0
im Smart Home Marketplace, Sands
Expo Center, Stand #71517 sowie mit Fokus Connected Mobility in der North
Hall, Stand #2302.

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  • 26. November 2015
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Nationaler IT-Gipfel, 18. bis 19. November in Berlin Bosch-Geschäftsführer Struth zum IT-Gipfel: Industrie 4.0 braucht Bildungsoffensive 15 Bosch-Beispiele auf neuer Industrie-4.0-Landkarte

  • Lehrreich: Schulen technisch besser ausstatten
  • Aussichtsreich: Analyse von Sensordaten aus der Fertigung
  • Hilfreich: jährliche Einsparungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich
Stuttgart/Berlin – Viele deutsche Unternehmen können das große Potenzial der Industrie 4.0 nicht ausschöpfen. Die Ursache: Es fehlen tausende Experten für die vernetzte Fertigung. „Wir brauchen dringend Spezialisten, die einerseits Produkte und Fertigungslinien kennen und andererseits große Datenmengen analysieren können“, sagte Bosch-Geschäftsführer Dr. Werner Struth am Mittwoch. „Industrie 4.0 erfordert Experten, die über ihr Fachgebiet hinausblicken“, ergänzte er mit Blick auf den Nationalen IT-Gipfel in Berlin. Struth verantwortet bei Bosch unter anderem die Fertigungskoordination in den weltweit mehr als 250 Werken. Beim IT-Gipfel wird unter anderem eine Online-Landkarte mit 100 deutschen Industrie-4.0-Beispielen präsentiert, 15 davon stammen von Bosch. „Sie zeigen, wie Industrie 4.0 Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit steigert“, sagte Struth. Zugleich begrüßte er, dass es mit dem aktuellen Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 eine gemeinsame Grundlage gibt, um die Potenziale der Industrie 4.0 für den Standort Deutschland zu nutzen: „Auf dieser guten Basis kann aus vernetzten Unternehmen die vernetzte Industrie werden.“

Studie: Nachfrage nach Experten nimmt noch zu
Dem steht aktuell in einigen Bereichen allerdings ein Mangel an Fachleuten gegenüber. Einer Studie des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau zufolge ist dies eine große Hürde in der Entwicklung neuer Informations- und Automatisierungstechnik. Hochgerechnet auf die Branche sind demnach mehr als 4 000 Stellen unbesetzt. Und der Bedarf an solchen Fachkräften wird den Angaben zufolge bis 2018 noch deutlich steigen.

Bildungsoffensive für die vernetzte Welt
Beim Bewältigen dieser Herausforderung könne eine breit angelegte und frühzeitig ansetzende Bildungsoffensive helfen, sagte Struth. „Die Grundlagen für den souveränen Umgang mit der digitalen Welt müssen in jungen Jahren gelegt werden. Es reicht nicht, dass junge Leute die Apps auf ihrem Smartphone lediglich bedienen. Sie sollten auch eine Programmiersprache beherrschen. Nur mit diesem Werkzeug können sie eigene Ideen umsetzen.“

„Vernetzung ist ein universeller Trend“
Um diese grundlegenden Fertigkeiten vermitteln zu können, müssten Schulen und Lehrer mit dem nötigen Wissen und der passenden technischen Infrastruktur ausgestattet werden. Dies trage auch dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung des Datenschutzes zu stärken, sagte der Bosch-Geschäftsführer. „Klare Regeln für den Datenschutz und den Umgang mit Informationen aus der Fertigung sind Voraussetzung dafür, dass Unternehmen vertrauensvoll miteinander kooperieren.“

Änderungen seien auch in der universitären Ausbildung nötig, sagte Struth: „Studenten sollten in der Lage sein, sich und ihr Wissen miteinander zu vernetzen. Dazu muss nicht jeder ein Experte in dem jeweiligen Fach sein. Es reicht in den meisten Fällen aus, wenn Anforderungen an den jeweiligen Fachexperten klar formuliert werden können. Dafür müssen Ingenieure zunehmend IT-Kenntnisse mitbringen – etwa um die Datenströme von Sensoren an den Fertigungslinien nutzbringend auszuwerten“, ergänzte Struth.

15 Bosch-Beispiele auf deutscher Online-Landkarte Industrie 4.0
Bosch ist in der Industrie 4.0 sowohl ein führender Leitanbieter als auch Leitanwender. Die vernetzte Produktion ist bei Bosch bereits heute vielfach Realität. Auf einer zum Gipfel vorgestellten Online-Landkarte mit 100 Industrie-4.0-Beispielen aus Deutschland sind 15 Umsetzungen von Bosch verzeichnet. Darunter finden sich zum Beispiel automatische Transportroboter im Werk Nürnberg, die den Materialfluss in der Fertigung durch ihre intelligente Vernetzung im Schwarm effizienter gestalten. In Homburg steht eine vernetzte Fertigungslinie, in der 200 verschiedene Hydraulikventile aus rund 2000 Komponenten gefertigt werden – ein Beispiel für die effiziente Produktion in Losgröße Eins.

Einsparungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich
Mit Blick auf die weltweit mehr als 250 Bosch-Werke erwartet Struth durch Industrie 4.0 bis 2020 jährliche Einsparungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. „Jede Ersparnis stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Attraktivität der produzierten Erzeugnisse.“

Gemeinsames Verständnis für Standards
Zu den in Berlin behandelten Themen zählen unter anderem branchenübergreifende Industrie 4.0-Lösungen. Um diese zu ermöglichen, hat die Plattform Industrie 4.0 ein umfassendes Konzept vorgestellt. Dieses Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0) zeigt den schrittweisen Übergang aus der heutigen Fertigung in die Industrie 4.0. Dazu schafft es ein gemeinsames Verständnis für Standards und Normen. Bosch hat maßgeblich an der Referenzarchitektur mitgearbeitet. „RAMI 4.0 gibt viele Orientierungshilfen, um Industrie 4.0 genau zu definieren und weiterzuentwickeln. Damit werden unter anderem Überschneidungen und Lücken in den dafür nötigen Standards sichtbar und können geschlossen werden“, sagte Struth. Der Bosch-Geschäftsführer betonte, dass Deutschland auf einem guten Weg sei, die Potenziale der vernetzten Produktion zu nutzen.

Journalistenkontakt: Thilo Resenhoeft, Telefon: +49 711 811-7088

Internet
Startseite Nationaler IT-Gipfel:
http://bit.ly/1Ozk1J8
Virtuelle Industrie 4.0-Landkarte mit Bosch-Beispielen:
http://bit.ly/1Lbypji (Link gültig ab dem 18.11.)
Data Mining bei Bosch:
http://bit.ly/1Gs46E0
Details zu RAMI 4.0:
http://bit.ly/1QftBkL

Über die Plattform Industrie 4.0
Die Plattform Industrie 4.0 ist nach Angeben ihrer Initiatoren die zentrale Allianz für die koordinierte Gestaltung des digitalen Strukturwandels der Industrie in Deutschland. Sie vereint alle, die Industrie 4.0 gestalten und bündelt Kräfte und das Wissen unterschiedlichster Akteure – aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik. Die Plattform wird von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka gesteuert und geleitet, gemeinsam mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften.

Über den Nationalen IT-Gipfel
Der Nationale IT-Gipfel bringt Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um den digitalen Wandel in Deutschland zu gestalten. Grundlage dafür ist die Digitale Agenda der Bundesregierung. Ziel ist es, die Chancen der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft voll auszuschöpfen.
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  • 18. November 2015
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  • 17. November 2015
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„Stop the Crash”: Bosch ist Teil der Global-NCAP-Initiative Fahrzeug-Sicherheitssysteme werden noch zu wenig eingesetzt UN-Ziel: 50 Prozent weniger Verkehrstote bis 2020

  • Sicherheitssysteme von Bosch verhindern Unfälle oder lindern die Folgen
  • Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel: „Bosch-Technologien können weltweit Menschenleben schützen.“
  • WHO und Global NCAP fordern Ausweitung der gesetzlichen Vorschriften
Stuttgart/Brasilia – Jeden Tag verlieren nach Angaben von Global NCAP weltweit mehr als 3 000 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Grund dafür sind vor allem in Schwellenländern technisch oft nur unzureichend ausgerüstete Fahrzeuge, die Passagiere und Passanten entsprechend schlecht schützen. „Für Bosch ist jeder Verkehrstote einer zu viel. Mit unseren Technologien können wir weltweit Menschenleben schützen“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel. Bosch unterstützt deshalb die Initiative „Stop the Crash“ der Verbrauchervereinigung Global New Car Assessment Programm (Global NCAP). Mit der Kampagne soll die Bekanntheit von Sicherheitssystemen wie ESP, Notbremssystemen und Motorrad-ABS insbesondere in Wachstumsmärkten gesteigert werden. Die Wirksamkeit der verschiedenen Technologien wird bei der Auftaktveranstaltung der Initiative vom 17. bis 19. November in Brasilia mit Fahrdemonstrationen gezeigt. „Stop the Crash“ unterstützt die Vereinten Nationen zudem in ihrem Ziel, die Zahl von jährlich aktuell 1,25 Millionen Verkehrstoten weltweit bis 2020 zu halbieren.

Bosch-Erfindung ESP hat seit 1995 in Europa 260 000 Unfälle verhindert
Bosch arbeitet seit vielen Jahren an der Vision des unfall- und verletzungsfreien Fahrens. Dabei hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen: Seit der Markteinführung im Jahr 1995 durch Bosch hat das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) laut einer Studie der Bosch-Unfallforschung allein in Europa bereits 260 000 Unfälle verhindert und rund 8 500 Leben gerettet. „ESP ist nach dem Sicherheitsgurt und vor dem Airbag das wichtigste Sicherheitssystem im Fahrzeug“, sagt Hoheisel. Bis zu 80 Prozent aller Schleuderunfälle könnten mit ESP verhindert werden, wenn alle Fahrzeuge das Antischleudersystem an Bord hätten. Bosch hat seit 1995 mehr als 150 Millionen ESP-Systeme gefertigt.

Europaweit haben bereits neun von zehn Neufahrzeugen ESP an Bord
Seit dem 1. November 2014 ist ESP innerhalb der Europäischen Union für alle neuzugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen Pflicht. Europaweit sind auch deshalb bereits 90 Prozent aller neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge mit ESP ausgerüstet. Zum Vergleich: Weltweit sind es nur 64 Prozent. Global NCAP ruft daher alle UN-Mitgliedsstaaten auf, ESP bis 2020 für alle Neuwagen vorzuschreiben. Dies gelte vor allem für Länder mit einer bedeutenden Automobilproduktion. Dass alle Fahrzeuge verpflichtend mit ESP ausgestattet werden sollten, ist auch eine Forderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dadurch könnten rund um den Globus viele Menschenleben gerettet werden. Weltweit gesehen schreiben neben der Europäischen Union auch Australien, Kanada, Israel, Neuseeland, Russland, Südkorea, Japan sowie die Türkei und die Vereinigten Staaten das Schleuderschutzsystem gesetzlich vor.

Bosch-Notbremssysteme schützen verletzliche Verkehrsteilnehmer
ESP ist zugleich die Basistechnologie für viele Fahrerassistenzsysteme. Diese unterstützen Autofahrer gezielt, wenn es brenzlig wird – etwa beim Wechseln und Halten der Spur sowie beim Ausweichen oder Bremsen vor einem Hindernis. Auffahrunfälle zählen zu den schlimmsten Kollisionen – insbesondere wenn Passanten oder Radfahrer beteiligt sind. Automatische Notbremssysteme können derartige Kollisionen ganz verhindern oder zumindest die Folgen deutlich abmildern. Erkennt ein Radar- oder Videosensor ein potenzielles Hindernis vor dem Auto, wird die Bremsanlage zunächst auf eine Vollbremsung vorbereitet und der Fahrer gewarnt. Bleibt dessen Reaktion aus, leitet das System eine Teilbremsung ein. Sobald der Fahrer dann auf das Bremspedal tritt, unterstützt ihn das System dabei, den Unfall zu vermeiden. Reagiert der Mensch am Steuer auch auf die Teilbremsung nicht und das System erkennt, dass ein Unfall unvermeidbar ist, leitet es eine Vollbremsung ein. Im Stadtverkehr kann das Notbremssystem von Bosch bis zu einer Geschwindigkeit von rund 40 Stundenkilometer Kollisionen mit einem stehenden Fahrzeug ganz verhindern.

Allein in Deutschland bis zu 72 Prozent weniger Auffahrunfälle möglich
Laut Bosch-Unfallforschung können mit einem automatischen Notbremssystem allein in Deutschland bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschäden vermieden werden, hätten alle Fahrzeuge ein solches System an Bord. Bosch bietet automatische Notbremssysteme für alle Fahrzeugklassen an. Besonders auf Basis seines Mittelbereichsradarsensors MRR hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen auch eine kostengünstige Lösung für Kompakt- und Kleinwagen im Programm. Insgesamt war 2014 bereits knapp ein Viertel aller neu zugelassenen Personenwagen in Deutschland mit einem Notbremssystem ausgestattet. In den USA verpflichten sich derzeit führende Automobilhersteller, automatische Notbremssysteme serienmäßig in Fahrzeugen anzubieten.

Motorrad-ABS: ein Viertel weniger Unfälle mit Toten und Verletzten
Für die Sicherheit von Motorradfahrern hat Bosch bereits Mitte der 1990er Jahre ein Antiblockiersystem entwickelt. „ABS kann ein Viertel aller Motorradunfälle mit Toten und Verletzten verhindern“, sagt Hoheisel. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile in vielen Ländern eine Gesetzgebung, die dieses Sicherheitssystem vorschreibt. Wie im Auto verhindert ABS auch im Motorrad bei Vollbremsungen ein Blockieren der Räder. Motorradfahrer können daher ohne Angst und mit mehr Kraft bremsen. Die Maschine bleibt stabil und ein Sturz wird vermieden. Bosch bietet für alle Arten von motorisierten Zweirädern passende Lösungen. Neben der Optimierung von Größe und Gewicht liegt der Fokus auf der Reduzierung der Kosten. Dadurch bringt Bosch ABS-Technik in alle Fahrzeugklassen und Märkte. Dazu gehören auch die in Schwellenländern ebenso beliebten wie preissensiblen Kleinmotorrädern mit bis zu 250 Kubikzentimeter Hubraum.

Weiterführende Links:
http://bit.ly/1PDSwwO
https://youtu.be/ZsS73_d-qUM
www.stopthecrash.org
www.globalncap.org

Journalistenkontakt: Jörn Ebberg, Telefon: +49 711 811-26223
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  • 17. November 2015
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CES 2016 (6. bis 9. Januar), Las Vegas
Bildschirm lässt Darstellungen fühlbar werden
Bosch erhält CES 2016 Innovation Award Auszeichnung in der Kategorie „In-Vehicle Audio/Video“

  • Bosch stellt neuen Touchscreen mit haptischen Elementen auf der CES 2016 vor
  • „Touch & Feel“: durch unterschiedliche Oberflächenstrukturen lassen sich Tasten auf dem Touchscreen erfühlen
  • Stärke des Fingerdrucks löst unterschiedliche Funktionen aus
  • Ausgezeichnet mit dem CES 2016 Innovation Award
New York / Hildesheim – Ein von Bosch entwickelter Touchscreen mit haptischem Feedback ist am 10. November 2015 mit dem „CES 2016 Innovation Award“ in der Kategorie „In-Vehicle Audio/Video“ ausgezeichnet worden. Das Besondere des Touchscreen ist, dass der Nutzer dank einer haptischen Rückmeldung Infotainment-Anwendungen wie Navigation, Radio oder Smartphone-Funktionen interaktiv bedienen kann. Die dargestellten Tasten auf dem Touchscreen fühlen sich wie realistische Knöpfe an, so dass die Orientierung beim Bedienen oft auch ohne hinzusehen möglich ist. Der Blick kann dadurch wesentlich häufiger auf der Straße verbleiben. Die Sicherheit beim Autofahren steigt. „Der neue Touchscreen vereint die einfache Bedienung mechanischer Knöpfe mit den Vorteilen eines Touchscreens und erhöht so deutlich den Bedienkomfort“, sagt Manfred Baden, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Car Multimedia. „Die innovative Technik bietet alles, um sich schnell am Markt durchzusetzen.“ Die CES Innovation Awards werden von der Consumer Technology Association (CTA)TM gefördert und zeichnen jährlich im Vorfeld der CES die besten Produkte der Messe aus. Bereits 2013 erhielt Bosch den Best-of-CES-Award für das Chevrolet MyLink-System in der Kategorie „Car Tech“.

Mit Fingerspitzengefühl zu einem sichereren Straßenverkehr
Der neue Touchscreen bietet eine einzigartige Art der Interaktion. Das Display gibt bei Berührung nicht nur durch visuelle und akustische Signale Rückmeldung, sondern auch mittels haptischer Elemente. Der Fahrer kann die Tasten auf dem Touchscreen durch unterschiedliche Oberflächenstrukturen ohne hinzusehen erfühlen – und ohne dabei gleich eine Reaktion auszulösen. Raue, glatte oder sogar gemusterte Oberflächen stehen für unterschiedliche Knöpfe und Funktionen. Erst bei festerem Druck wird der virtuelle Knopf betätigt. Für den Nutzer fühlt es sich an, als ob er einen normalen, mechanischen Knopf drückt. Äußerlich unterscheidet sich der Touchscreen mit haptischen Elementen jedoch nicht von einer herkömmlichen Lösung.

Der Touchscreen erkennt zudem die Stärke des Fingerdrucks und aktiviert verschiedene Funktionen. Ein leichter Druck ruft beispielsweise die Hilfe-Funktion auf, während man je nach Stärke des Drucks schneller oder langsamer durch eine Liste scrollen kann. Da der Fahrer die Tasten erfühlt, ist ein Kontrollblick zum Beispiel beim Wechsel von einer Radio-Stationstaste zur nächsten oft überflüssig – der Blick bleibt häufiger auf der Straße. Der Touchscreen ist mit zwei Sensoren ausgestattet: einem herkömmlichen Touch-Sensor und einem zweiten Sensor, der die Stärke des Fingerdrucks misst. Eine spezielle Software und Mechanik sorgen für die verschiedenen Oberflächenstrukturen.

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im Smart Home Marketplace, Sands
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  • 11. November 2015
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Doppelt ausgezeichnet Geschäftsbericht der Robert Bosch GmbH gewinnt den Red Dot Award 2015 Silber beim „Best of Corporate Publishing Award“

  • Der Geschäftsbericht 2014 überzeugt die Jury durch außergewöhnliche Verarbeitung, ein innovatives Konzept und grafische Besonderheiten
  • Preisgericht würdigt Digitalausgabe mit Videos und interaktiven Grafiken
Stuttgart/Berlin – Der Geschäftsbericht der Robert Bosch GmbH für das Jahr 2014 hat den „Red Dot Award 2015“ in der Kategorie „Geschäftsbericht online“ gewonnen. Der Red Dot Award ist eine international bekannte Auszeichnung für herausragendes Kommunikationsdesign. „Bosch hat bewiesen, dass seine Leistungen den Branchenstandard übertreffen. Damit hat sich das Unternehmen eines der anerkanntesten Qualitätssiegel gesichert“, so Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot. Die Preisverleihung fand am 06.11.2015 in Berlin statt. Technisch und gestalterisch umgesetzt wurde der Geschäftsbericht von der Kommunikationsagentur heureka e-Business GmbH. Bereits im Juni 2015 wurde der Geschäftsbericht von Bosch mit dem Best of Corporate Publishing Award in Silber prämiert. Dieser Preis ist mit konstant mehr als 600 eingereichten Publikationen der größte Corporate Publishing Wettbewerb in Europa. Er wird seit 2003 vom Forum Corporate Publishing verliehen.

Lebensqualität als inhaltliche Leitlinie
Der Geschäftsbericht von Bosch stellt verschiedene Facetten des strategischen Leitmotivs „Technik fürs Leben“ dar. Der Anspruch des Unternehmens ist, mit seinen Produkten Menschen zu begeistern, ihre Lebensqualität zu verbessern und zur Schonung natürlicher Ressourcen beizutragen. Beispiele dazu vermittelt der Geschäftsbericht 2014 mit dem übergeordneten Thema „Quality of Life“. Persönliche Geschichten erzählen davon, wie Bosch-Mitarbeiter die Unternehmenskultur leben und über innovative Ideen und Engagement gemeinsam „Technik fürs Leben“ gestalten.

Digitalausgabe mit Videos und interaktiven Grafiken
Zum ersten Mal präsentiert Bosch den Geschäftsbericht für das Jahr 2014 auch digital mit vielen zusätzlichen Besonderheiten. Emotional aufgeladene Geschichten, die Hintergründe aufzeigen, verbinden klassisches Corporate Publishing mit multimedialem Storytelling. Animierte und interaktive Grafiken erklären spielerisch die Technologie hinter den Produkten. Videos und weiterführende Links verleihen den Geschichten noch mehr Emotionalität. Print- und Digitalausgabe verschmelzen inhaltlich, sprachlich und gestalterisch zu einer Einheit.

Über den Red Dot Award
Der Red Dot Award ist im Bereich Gestaltung einer der größten Wettbewerbe der Welt. Bereits seit 60 Jahren zeichnet das Design Zentrum Nordrhein Westfalen herausragende Gestaltungen aus. Der begehrte Red Dot hat sich als international bekanntes Qualitätssiegel etabliert und wird in den Disziplinen Product Design, Design Concept und Communication Design vergeben. Mit 7 451 Einreichungen aus 53 Ländern alleine im Jahr 2015 steht der „Red Dot Award: Communication Design“ für die weltweit besten Kampagnen, Marketingstrategien und Kreativlösungen.

Über den „Best of Corporate Publishing Award“
Seit mehr als zehn Jahren kürt das „Forum Corporate Publishing (FCP)“ gemeinsam mit den Branchenmagazinen „acquisa“, „Horizont", „W&W“ und der Schweizer „werbewoche“ die besten Unternehmenspublikationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit dem Best of Corporate Publishing Award. Die Jury setzt sich aus 130 Experten aus den Bereichen Journalismus, Art Direktion, Marketing, Unternehmenskommunikation und interne Kommunikation, Print sowie Direkt-Marketing zusammen. Die Auszeichnungen werden in 28 verschiedenen Kategorien und viermal als Sonderpreis verliehen.

Der Bosch-Geschäftsbericht kann unter folgendem Link angesehen werden:
http://geschaeftsbericht.bosch.com

Journalistenkontakt:
Nadine Loleit, Telefon: +49 711 811-38195
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  • 09. November 2015
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Landtechnik-Messe Agritechnica, 10.-14. November Sensoren, App und Roboter: Start-up von Bosch unterstützt Landwirte mit intelligenter Technik Automatische Bilderkennung für bessere Erträge

  • Agrarroboter beseitigt Unkraut automatisch und ohne Gift
  • Sensoren und eine App optimieren den Spargelanbau
  • Markteintritt des Start-ups Deepfield Robotics von Bosch
Stuttgart – Doppelte Premiere auf der weltgrößten Landtechnikmesse Agritechnica in Hannover: Das Start-up Deepfield Robotics von Bosch zeigt vernetzte Sensoren für den besseren Spargelanbau sowie den Agrarroboter Bonirob (Halle 9, Stand F02). Beide Innovationen haben mehr Qualität und Ertrag in der Landwirtschaft zum Ziel. Bosch kombiniert dafür seine Kompetenzen in den Bereichen Sensorik, automatischer Navigation sowie Algorithmik und Software zur Bilderkennung. Die mit den Bosch-Lösungen möglichen Fortschritte bei der Pflanzenzucht sind ein wichtiger Beitrag, um die stetig wachsende Weltbevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Um rund drei Prozent jährlich müssen die Erträge in der Landwirtschaft dafür zunehmen.

Agrarroboter Bonirob
Hierbei hilft der flexible Agrarroboter Bonirob mit der automatischen Analyse von Pflanzen. Der Roboter ist so groß wie ein Kleinwagen. Er manövriert dank video- und laserbasierter Positionsbestimmung sowie Satellitennavigation auf den Zentimeter genau über das Feld. Mit seinen Kameras und Computern zur Bildanalyse erkennt und klassifiziert der Bonirob die Pflanzen. Dies hilft besonders Züchtern, die in akribischer Arbeit tausende Gewächse auf Blattgröße und -farbe, Fruchtgröße und -form oder Insektenbefall analysieren müssen. Auf Basis dieser Ergebnisse entscheiden die Züchter, mit welchen Pflanzen sie weiterarbeiten möchten. Diese sogenannte Bonitur ist auch Namensgeber für den Bonirob. „Die automatisierte Analyse spart viel Zeit und Mühe“, erklärt Professor Dr. Amos Albert, Leiter von Deepfield Robotics.

Schonende Unkrautbeseitigung
Der Bonirob beschleunigt aber nicht allein die Pflanzenzucht. Anhand der Blattformen unterscheidet er Nutzpflanzen von Unkraut. Mithilfe eines millimetergenau gesteuerten Rammstabs beseitigt er das Unkraut dann mechanisch statt mit Gift: Die unerwünschten Pflanzen werden mit hoher Geschwindigkeit in den Boden gepresst. Beim „2015 euRobotics Technology Transfer Award“ auf dem Europäischen Robotik-Forum in Wien wurde der Bonirob im Frühjahr ausgezeichnet. Gewürdigt wurde das Konzept, den Roboter je nach Aufgabe mit einem passenden Modul auszustatten. Diese sogenannten Apps gibt es zum Beispiel für die Messung der Bodendichte, die mechanische Unkrautregulierung oder die Pflanzenzucht. Im September 2015 hat der Agrarroboter von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt den Deutschen Innovationspreis Gartenbau in der Kategorie Technik erhalten.

Vernetzter Spargelsensor
Zudem präsentiert das Bosch-Start-up in Hannover unter dem Namen „Deepfield Connect – Asparagus Monitoring“ einen Funksensor für bessere Erträge im Spargelanbau. Der Sensor misst die Temperatur in den Erdwällen mit dem Gemüse und überträgt sie auf das Smartphone der Landwirte. Diese können den Temperaturverlauf ihrer Kultur damit im Detail verfolgen und die Wachstumsbedingungen des Spargels optimieren. Das Agritechnica-Innovationskomitee hat dieser Lösung im September eine Silbermedaille verliehen. Zur Begründung hieß es, dass der Funksensor den Anteil der marktfähigen Ware erhöht und so zu Mehreinnahmen führt. Zudem spart das System Zeit und Geld, weil der Landwirt seltener aufs Feld fahren muss.

Sensoren helfen beim Einstellen der optimalen Temperatur
Spargel wächst besonders gut bei 18 bis 22 Grad Celsius. Dies erreichen Landwirte unter anderem durch das Abdecken der Wälle mit Folien, die auf der einen Seite weiß und auf der anderen Seite schwarz gefärbt sind. Um den Damm durch das Sonnenlicht zu heizen, wird die schwarze Seite nach außen gekehrt, um ihn bei zu großer Wärme zu kühlen, die weiße. Die Bosch-Lösung besteht aus mehreren Temperatursensoren. Sie werden in unterschiedlicher Tiefe in die Erde gebracht und erfassen die Temperatur. Kabel übertragen die Messwerte an eine kleine Box, die die Daten via Funk in eine auf der Bosch IoT Suite basierende Cloud überträgt. Von dort aus werden die Informationen zu einer App auf dem Smartphone der Landwirte geschickt. Die Bosch IoT Suite ist eine umfassende Softwarelösung, mit der sich Anwendungen im Internet der Dinge entwickeln, bereitstellen und betreiben lassen.

Weitere Bosch-Innovationen
Bosch Rexroth präsentiert auf der Agritechnica zahlreiche Neuheiten aus den Bereichen Hydraulik, Elektronik sowie Elektrik und Software. Dazu zählt unter anderem eine flexible Mobilhydraulik-Ventilplattform für Traktoren. Der Bereich Automotive Aftermarket stellt unter anderem das Bosch Surround View System vor, das dem Fahrer von Traktoren ein komplettes Abbild des Fahrzeugumfelds aus der Vogelperspektive zeigt und ihn beim Rangieren unterstützt. Auch ein Hybridsystem für das Off-Highway-Segment ist zu sehen (Halle 17, Stand G08).

Messe Agritechnica
Vom 10. bis zum 14. November zeigt die Messe Agritechnica in Hannover die Zukunft der Landtechnik. Aussteller aus etwa 50 Ländern präsentieren auf der weltgrößten Schau zu diesem Thema Innovationen für die professionelle Pflanzenproduktion.

Internet
Startseite Deepfield Robotics:
http://bit.ly/1LNADZZ
Startseite Agritechnica 2015:
http://bit.ly/1VKNXCH
Details zum Bonirob:
http://bit.ly/1Q2XTqF
http://bit.ly/1H6j34o
http://bit.ly/1MylRmR
Details zum Spargelsensor:
http://bit.ly/1UGSLq4
http://bit.ly/1MGSRzI
Details zur Bosch IoT Suite:
http://bit.ly/1yjZn8i
Details zum Internet der Dinge:
http://bit.ly/1XJsCvc
Pressemappe Bosch Rexroth:
http://bit.ly/1Mukjuk

Leserkontakt:
Birgit Schulz, Deepfield Robotics
Telefon: +49 173 7511489

Journalistenkontakt:
Thilo Resenhoeft
Telefon: +49 711 811-7088
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  • 06. November 2015
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Infotainment von Bosch: Perfekt vernetzt im Suzuki Einfache und sichere Bedienung per Touchscreen

  • Smartphone-Integration via Mirror LinkTM und Apple CarPlay®
  • Radio, Navigation, Telefon und Smartphone-Integration
  • Komfortable Routenführung mit SD-Kartennavigation
  • Schnelle Serienentwicklung auf Basis der Genivi-Plattform 5.0
Mit einer hoch integrierten und komfortabel bedienbaren Multimedia-Einheit von Bosch bringt Suzuki weltweit ein vernetztes Infotainmentsystem in verschiedenen Fahrzeugmodellen in Serie. Neben einem 7-Zoll-Touchscreen-Farbbildschirm bietet es eine Vielzahl überzeugender Connectivity-Optionen in einem Gerät. So bietet das neue System den Insassen der Suzuki-Fahrzeuge einen ständigen Kontakt zur Außenwelt. Zur Verbindungsfähigkeit gehören zum Beispiel die Smartphone-Integration via Mirror LinkTM und Apple CarPlay®, eine leistungsfähige Kartennavigation sowie Sprachbedienung und eine Bluetooth®-Freisprechanlage. Einen besonderen Musikgenuss ermöglicht Audio-Streaming sowie ein störungsarmer Hörfunkempfang – in Europa nicht zuletzt auch über Digital Radio. „Dank Smartphone-Verbindung kann man mit dem neuen Suzuki-System immer und überall mit der Außenwelt vernetzt sein", sagt Manfred Baden, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Car Multimedia.

Einfaches Plug and Play: Ziehen, Wischen oder per Sprache bedienen
Das reflexionsarme 7-Zoll-Display, die Lenkradfernbedienung zum Regeln der Lautstärke, zum Anwählen der Telefonfunktion und der verfügbaren Tonträger oder Speichermedien sowie die Sprachsteuerung eignen sich sehr gut für ein intuitives Bedienen des Systems. Es verzichtet komplett auf mechanische Funktionstasten oder Regler. Die zahlreichen Optionen der Bedienmenüs – seien es Radiosender, die Titelauswahl von Sounddateien, Navigationskarten oder Telefonlisten – lassen sich auf dem Touchscreen wie bei einem Smartphone ganz einfach und sicher per Ziehen, Schieben oder Wischen bedienen.

Perfekte Einbindung ins Fahrzeug
Die Car-Multimedia-Fachleute von Bosch haben für die Suzuki-Fahrzeuge eine Smartphone-Integrationslösung entwickelt, die die perfekte Einbindung von Smartphones via Mirror LinkTM und auch über Apple CarPlay® bei gleichzeitig einfacher Bedienung und schneller Anpassung der Anwendungen gewährleistet. Über die USB-Schnittstelle wird das Smartphone während der Fahrt zudem geladen. Das System eignet sich auch für den Anschluss eines Mobiltelefons über Bluetooth®. Es lässt sich komfortabel über das Bedienmenü steuern und erlaubt den direkten Zugang zum Telefonbuch oder zu Gesprächslisten und Textbotschaften. Zusätzlich bietet das Gerät die Möglichkeit, nahezu alle gängigen digitalen Audio- und Videoformate zu lesen, auszuwerten und wiederzugeben. So lassen sich dank Bluetooth®-Audio-Streaming kabellos Audiodaten übertragen und als Musik wiedergeben. Neben dem Abspielen weiterer Audiodateien über einen iPod, USB Sticks oder SD-Karten erlaubt das Gerät auch die Wiedergabe bewegter Bilder via USB oder über einen externen DVD-Spieler.

Optimierte Route führt verbrauchsoptimiert zum Ziel
Die SD-Kartennavigation des neuen Suzuki-Systems führt mit präzisen akustischen Fahrhinweisen ans Ziel. Nach der Zieleingabe und schneller Routenberechnung werden die Fahrempfehlungen in den verschiedenen Fahrzeugmodellen übersichtlich in 2D oder 3D dargestellt. Der Fahrer hat auch die Möglichkeit, eine "Optimized-Route" zu wählen, die mit geringstem Kraftstoffverbrauch und somit reduzierten CO2-Emissionen zum Ziel führt. Darüber hinaus lässt sich jederzeit eine Vielzahl – auch persönlich gesetzter (myPOI) – "Points of Interest" ebenso ansteuern wie das Händlernetz der Suzuki-Vertragspartner.

Schnelle Serienentwicklung dank Genivi
Mit dem neuen Modell setzt Bosch seine Partnerschaft mit Suzuki erfolgreich fort und bietet eine kompakte Multimedia-Einheit mit innovativer Smartphone-Integration und vielfältigen Features. Dank des Einsatzes von Open-Source-Software auf Basis der Genivi-Plattform 5.0 konnte zudem die Entwicklungszeit auf unter zwei Jahre verkürzt werden. „Das Projekt hat klar gezeigt, welche Vorteile die Nutzung zertifizierter Open-Source-Software bietet“, so Bosch-Bereichsvorstand Baden. „Suzuki kann seinen Kunden weltweit nun eine leistungsfähige Infotainment-Lösung für vernetzte Inhalte und Services zur Verfügung stellen."

Journalistenkontakt: Stephan Kraus, Telefon: +49 711 811-6286
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  • 05. November 2015
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  • Mobility Solutions
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44. Tokyo Motor Show Bosch sieht Potenzial für 48-Volt-Systeme und bringt automatisiertes Fahren auf den japanischen Markt Lösungen für elektrifizierte, automatisierte und vernetzte Mobilität

  • Erste Tests für automatisiertes Fahren in Japan starten noch dieses Jahr
  • 48-Volt-Boost-Recuperation-Systeme für die Kompaktklasse
  • Bahnbrechende Entwicklung bei Batterietechnologie
  • Vernetzte Autos sind sicherer, effizienter und machen das Fahren entspannter
  • Bosch bietet zweiradspezifische Lösungen in allen Produktfeldern
Tokyo – Bosch präsentiert auf der 44. Tokyo Motor Show seine neuesten Innovationen für mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort. „Bosch macht gute Fortschritte in allen drei Zukunftsfeldern der Mobilität: Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung“ sagte Bosch-Geschäftsführer Dr. Markus Heyn auf der Pressekonferenz des Unternehmens bei der Automesse in der japanischen Hauptstadt. „Wir sehen besondere Chancen für unsere Brennstoffzellentechnik und unser 48-Volt-Boost-Recuperation-System bei den japanischen Fahrzeugherstellern.“ Dabei betonte Heyn die zunehmende Bedeutung japanischer Fahrzeughersteller für den Bosch-Unternehmensbereich Mobility Solutions: „Was unsere Arbeit zur Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens betrifft, werden wir Japan zu einem wichtigen Standort für Bosch ausbauen.“

Mobility Solutions bleibt auf Wachstumspfad
Der Bosch-Unternehmensbereich Mobility Solutions wächst weltweit deutlich stärker als der Automobilmarkt. Für das Jahr 2015 wird ein Umsatzwachstum von rund zehn Prozent erwartet, wechselkursbereinigt fünf Prozent. In regionaler Hinsicht ist Asien-Pazifik weiterhin ein wesentlicher Treiber des Bosch-Geschäfts. Dazu tragen in erheblichem Umfang die guten Beziehungen des Unternehmens zu japanischen Fahrzeugherstellern bei. „Dank unserer starken weltweiten Präsenz konnten wir unseren Umsatz mit japanischen Fahrzeugherstellern 2014 um rund 13 Prozent steigern“, so Heyn. „Japanische Autobauer setzen verstärkt auf kleine und effiziente Fahrzeuge. Bosch hat die hierfür benötigten Technologien.“

Mehr Effizienz durch Elektrifizierung: für Autos, Motorroller und Fahrräder
Bosch bietet ein breites Portfolio an Komponenten und Systemen für die Elektromobilität – von Mild- und Plug-in-Hybriden über rein elektrische Antriebe bis hin zu eBikes und eScootern. Das Kompaktwagen-Segment erfreut sich in Japan großer Beliebtheit. Mit kostengünstigen Lösungen wie dem 48-Volt-Boost-Recuperation-System können diese kleineren Fahrzeuge noch sparsamer und attraktiver werden. Im Vergleich mit gängigen Hybriden mit Spannungen von 400 Volt und mehr setzt das 48-Volt-System auf weniger teure kraftstoffsparende Komponenten. Es ermöglicht zusätzliche Komfortfunktionen und mit der Boost-Funktion eine dynamische Beschleunigung. Der Einstiegshybrid mit 48 Volt wird für Autofahrer in Europa, Nordamerika und Asien zur attraktiven Option werden. Bosch rechnet damit, dass im Jahr 2020 weltweit rund vier Millionen Neuwagen dieses System an Bord haben werden.

Darüber hinaus werden immer mehr Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb für den japanischen Markt entwickelt und hergestellt. Im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie sieht Bosch auch für diese innovative Technologie Einsatzmöglichkeiten und bietet bereits erste Lösungen an.

Durchbruch in der Batterietechnologie: Festkörperzellen für Elektroautos
In der Batterietechnologie sieht Bosch Chancen für einen großen Sprung nach vorne. Bosch hat hierfür das US-amerikanische Technologieunternehmen Seeo Inc. übernommen, das eine Festkörperzelle mit einer Lithium-Anode entwickelt hat. Bis jetzt war das Branchenziel, bis Ende dieses Jahrzehnts die Energiedichte der Batterien zu verdoppeln und ihre Kosten zu halbieren. Mithilfe dieser Festkörper-Technologie, die die Aktivitäten des Joint Ventures Lithium Energy and Power GmbH & Co. KG von Bosch und seinen japanischen Partnern GS Yuasa International Ltd. und Mitsubishi Corporation ergänzt, ist es nun Ziel, die Energiedichte noch weiter zu steigern. Bosch setzt sein Wissen und hohe Finanzmittel ein, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen.

Automatisiertes Fahren: Bosch beginnt Testfahrten in Japan
Verkehrssicherheit und Mobilitätslösungen für eine älter werdende Gesellschaft werden in Japan immer wichtiger. Angesichts dieses Trends ist Japan ein wichtiger Markt für automatisiertes Fahren. Die japanische Regierung hat Pläne angekündigt, während der Olympiade im Jahr 2020 selbstfahrende Autos auf Tokyos Straßen zu bringen. Bosch arbeitet an den notwendigen Technologien, um automatisiertes Fahren bis 2020 Wirklichkeit werden zu lassen. Das Unternehmen hat nun erste Testfahrten auf öffentlichen Straßen in Japan begonnen. Damit ist
Japan der dritte wichtige Bosch-Standort für die Entwicklung des automatisierten Fahrens. Seit Anfang 2013 testet Bosch Fahrzeuge mit Technologien für automatisiertes Fahren im Straßenverkehr in Deutschland und den USA. „Angesichts der anderen Straßenverhältnisse und Verkehrslage in Japan müssen wir unser System den lokalen Begebenheiten anpassen“, so Heyn. Laut Prognose der Bosch-Unfallforschung kann die zunehmende Automatisierung die Unfallzahlen deutlich senken, allein in Deutschland um bis zu ein Drittel.

Vernetzung ist der Schlüssel für automatisierte und elektrifizierte Mobilität
Der Weg zu automatisiertem und elektrifiziertem Fahren führt über die Vernetzung. Vernetzte Autos sind komfortabler und sicherer und ermöglichen ein entspannteres Fahren. Die Online-Anbindung beispielsweise macht es möglich, Fahrer vor Staus oder schlechtem Wetter zu warnen und Informationen zu freien Parkplätzen oder Ladestellen zu liefern. Gleichzeitig wird das Auto zum Multimediazentrum: Bosch ermöglicht durchgängigen Zugriff auf Online-Musikdienste, soziale Netzwerke und eine Vielzahl von Smartphone-Apps. Vernetzungstechnik kommt auch im Aftermarket-Bereich zum Einsatz. In der Werkstatt der Zukunft werden beispielsweise Augmented-Reality-Anwendungen die Fehlersuche und Reparatur optimieren und so helfen, die Kosten zu senken. Bosch ist bereits mit mehreren Kunden in Japan im Gespräch über die Entwicklung von Lösungen, die auf dieser Augmented-Reality-Technologie aufbauen.

Zweiräder: hohe Kompetenz der Ingenieure vor Ort
Bosch will sich außerdem im schnell wachsenden globalen Motorradmarkt neu aufstellen. Unter dem Dach des neuen Produktbereichs, „Two-Wheeler and
Powersports“ hat das Unternehmen 2015 seine bisherigen Motorradaktivitäten aus den Feldern Fahrsicherheitssysteme, Antriebstechnik sowie Anzeigeinstrumente gebündelt. Mit dem Hauptsitz in Yokohama, dem Zentrum der internationalen Motorradbranche, und Niederlassungen in den USA, Europa, Indien und China ist Bosch auf diesem Gebiet global aufgestellt. Der neue Bereich soll effizienter auf die individuellen Anforderungen von Motorradherstellern eingehen können und sich ausschließlich auf innovative Zweiradlösungen konzentrieren. Das Portfolio deckt alle Produktfelder ab. Ziel des Produktbereichs ist es, Zweiräder sicherer und effizienter zu machen und gleichzeitig mehr Komfort und Fahrspaß zu bieten.

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Bosch ist seit 1911 in Japan aktiv und ist dort heute mit lokaler Fertigung, Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb präsent. Das Technologie-und Dienstleistungsunternehmen wird in Japan durch die Bosch Corporation, Bosch Rexroth Corporation, Bosch Packaging Technologie K.K., Bosch Security Systems Ltd. sowie andere Gesellschaften vertreten, und ist in allen vier Unternehmensbereichen im Land tätig: Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods und Energy and Building Technology. Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete Bosch in Japan mit rund 6 700 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro. Der Netto-Gesamtumsatz einschließlich der Lieferungen an andere Bosch-Gesellschaften betrug 2,5 Milliarden Euro.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2014 mit 33,3 Milliarden Euro 68 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität - Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung - und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 360 000 Mitarbeitern (Stand: 01.04.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 49 Milliarden Euro*. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2014 meldete Bosch weltweit rund 4 600 Patente an. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

*Im Umsatzausweis 2014 sind die zwischenzeitlich komplett übernommenen bisherigen Gemeinschaftsunternehmen BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (heute: BSH Hausgeräte GmbH) und ZF Lenksysteme GmbH (heute: Robert Bosch Automotive Steering GmbH) nicht enthalten.

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  • 29. Oktober 2015
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32. Deutscher Logistik-Kongress in Berlin Bosch-Geschäftsführer Asenkerschbaumer: Vernetzung bietet große Chancen für Logistik Bosch treibt Entwicklung der Industrie 4.0 voran

  • Bosch vernetzt bereits Fahrzeuge, Güterzüge und Maschinen
  • Asenkerschbaumer: „Wir leiten aus der Vernetzung neue serviceorientierte Geschäftsmodelle ab.“
  • Erfolgsfaktoren: Schlüsselkompetenzen, einheitliche Standards, offene Plattformen, Kooperationen, schnelles Internet, Datenschutz
Berlin – Bosch erwartet von der Vernetzung große Potenziale. „Innerhalb der Logistik, aber auch innerhalb der Unternehmen gibt es noch viel Ineffizienz. Das Internet der Dinge bietet hier enorme Chancen“, sagt Dr. Stefan Asenkerschbaumer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch, auf dem 32. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin. „Produktion, Logistik sowie Waren- und Güterverkehr werden durch die Vernetzung effektiver, sicherer und flexibler.“ Warenströme sowohl in Unternehmen als auch zwischen Kunden und Lieferanten werden sich künftig selbst steuern. Basis dafür sind von Sensoren erfasste Echtzeitdaten und intelligente Software. Daraus ergeben sich für Bosch zusätzliche Geschäftspotenziale.

Vernetzung ist zentraler Treiber in der Wertschöpfungskette
„Die Vernetzung bietet die Chance, dass weitgehend starre Wertschöpfungsketten zu dynamischen Wertschöpfungsnetzwerken werden“, betont Asenkerschbaumer. Mit neuen technischen Lösungen lassen sich beispielsweise Defizite in der Transportlogistik wie verzögerte Information oder Intransparenz beheben. Neben der gängigen GPS-Technologie ist es heute mit internetfähigen Sensoren möglich, Logistikobjekte auf ihrem Weg zwischen den Lieferketten-Partnern in Echtzeit genau zu lokalisieren. So werden Qualitätsprobleme bereits frühzeitig während des Transports erkannt. Wareneingangsprüfungen können gezielt durchgeführt oder Nachbestellungen noch während des Transports angestoßen werden. Die Vernetzung in der Transportlogistik des Straßenverkehrs kann dabei natürlich auch auf den Schienenverkehr übertragen werden. Gemeinsam mit der Schweizer Güterbahn SBB Cargo will Bosch die Logistik auf der Schiene zu einem vernetzten Transportsystem aufbauen.

Lagerhaltung in der Produktion um fast ein Drittel verringert
Zu einem dynamischen Wertschöpfungsnetzwerk gehört eine effiziente, vernetzte Fertigung. Bei Bosch gibt es bereits rund 100 solcher Projekte. Auf einer Multiproduktlinie am Standort Homburg fertigt das Unternehmen beispielsweise aus mehr als 2 000 verschiedenen Komponenten rund 200 Varianten mobilhydraulischer Steuerblöcke. Das Ergebnis: wirtschaftliche Fertigung bis zur Losgröße eins, nahezu 30 Prozent weniger Bestände und bis zu zehn Prozent höhere Produktivität. Asenkerschbaumer betont in diesem Zusammenhang: „Vernetzte Logistik- und Produktionssysteme können deutlich flexibler auf kurzfristige Nachfrage-Änderungen oder Ausfälle innerhalb der Wertschöpfungskette reagieren.“ Bosch will künftig alle Fertigungsstandorte in ein globales Fertigungsnetzwerk integrieren.

Neue Geschäftsmodelle für die vernetzte Welt
“Vernetzung bedeutet mehr als das Zusammenspiel unterschiedlicher Objekte und Systeme. Wir leiten daraus neue serviceorientierte Geschäftsmodelle ab“, erklärt Asenkerschbaumer. So bietet Bosch beispielsweise ein System an, mit dessen Hilfe Speditionen auf Basis von Steuergerätedaten via Internet den Verschleiß ihres Fuhrparks verfolgen können. Wartung und Reparatur lassen sich damit frühzeitig planen. Zudem hilft das Unternehmen mit „Eco.Logic Motion“, die Fahrstrategie zu verbessern. Dahinter verbirgt sich ein elektronischer Horizont. Dieser nutzt im Fahrzeug vorhandene Navigationsdaten, um die Fahrstrategie der Geländetopologie anzupassen. Damit lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu fünf Prozent reduzieren. Bosch entwickelt „Eco.Logic Motion“ derzeit zu einem dynamischen vernetzten Horizont weiter. Damit kann das Fahrzeug Gefahrenstellen hinter Bergkuppen und Kurven rechtzeitig erkennen und früher vom Gas gehen. „Das ist ein weiterer Schritt zur Wirtschaftlichkeit und Sicherheit von vernetzten Transportlösungen“, betont Asenkerschbaumer.

Wachsende Bedeutung unternehmensübergreifender Kooperationen
„Grundvoraussetzung für den künftigen Erfolg in der vernetzten Welt ist der Aufbau von Schlüsselkompetenzen“, konstatiert Asenkerschbaumer. Zudem bräuchte man verstärkt die Fähigkeit, zügig neue Geschäftsideen und Geschäftsmodelle zu entwickeln und am Markt umzusetzen. Wichtig sei daher eine stärkere übergreifende Zusammenarbeit. Für die Vernetzung müssten breite Cluster gebildet werden, um Wissen und Ressourcen zu bündeln. „Ein unternehmensübergreifendes logistisches Wertschöpfungsnetzwerk wird nur dann effizient sein, wenn alle Partner die Voraussetzungen hierfür schaffen“, betont Asenkerschbaumer. Gemeinsame Projekte und sogenannte Ecosysteme müssten daher auf einheitlichen Standards und offenen Plattformen basieren.

Schnelle Umsetzung des einheitlichen digitalen Marktes in Europa
Erheblichen Nachholbedarf sieht Asenkerschbaumer im flächendeckenden Ausbau von schnellen Breitbandnetzen. Nur so funktioniere die lückenlose Transportüberwachung von Ladungen. Eine weitere Voraussetzung für die Akzeptanz und den Erfolg vernetzter Lösungen sei der Datenschutz und die Schaffung eines einheitlichen digitalen Marktes in Europa. „Nur wenn unsere Kunden auf einen vertrauensvollen Umgang mit Daten setzen können, wird die Vernetzung funktionieren.“ Bosch fragt seine Kunden immer explizit nach deren Einverständnis, Daten nutzen zu dürfen.

Internet:
Informationen zur Veranstaltung und zur BVL
Bosch zu Industrie 4.0
Interaktive Infografik zu Industrie 4.0
Presseinformation: Bosch bringt Güterzüge ins Internet

Video:
Industrie 4.0 – ein Überblick

Journalistenkontakt:
Nicole Neuer, Telefon: +49 711 811-11390
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  • 28. Oktober 2015
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  • Wirtschaft
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Technologie- und Innovationsstandort Bosch eröffnet neuen Forschungscampus in Renningen Kanzlerin Merkel: „Forschung und Innovation sind die Quellen unseres Wohlstandes“

  • Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Forschungscampus ist eindrucksvolles Bekenntnis zum Innovationsstandort Baden-Württemberg.“
  • Bosch-Chef Denner: „Renningen ist das Stanford von Bosch.“
  • Angewandte Industrieforschung für mehr Lebensqualität
  • Ausbau der Schlüsselkompetenzen Mikroelektronik und Software
  • Neue Arbeits- und Bürowelt für innovative Vordenker
Renningen – Eine völlig neue Arbeitswelt für kreative Köpfe: Mit dem Forschungscampus in Renningen will Bosch die Disziplinen übergreifende Zusammenarbeit fördern und so seine Innovationskraft weiter stärken. Im neuen Zentrum für Forschung und Vorausentwicklung vor den Toren Stuttgarts sind rund 1700 kreative Kräfte in der angewandten Industrieforschung tätig. In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie zahlreichen weiteren Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurde der Forschungscampus jetzt eröffnet.

„Mit diesem Forschungscampus setzt Bosch neue Maßstäbe“, sagte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Sie betonte die Bedeutung der angewandten Industrieforschung: „Forschung und Innovation sind die Quellen unseres Wohlstandes.“ Dabei habe Bosch den Anspruch, Ideen umzusetzen, die andere noch nicht einmal hätten. „Bosch will Entwicklungen voraus sein“, so die Bundeskanzlerin.

„Der neue Forschungscampus von Bosch ist ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Innovationsstandort Baden-Württemberg“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

„Unser Campus vereint wie eine Universität viele Fakultäten. Kreative Forscher sollen hier nicht nur die Zukunft denken. Sie sollen auch erfolgreiche Unternehmer sein. Renningen ist das Stanford von Bosch. Das Zentrum ist zugleich ein Bekenntnis zum Technologiestandort Deutschland“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Rund 310 Millionen Euro hat das Unternehmen in den neuen Standort investiert. Der Forschungscampus steht unter dem Motto „Vernetzt für Millionen Ideen“ und ist der Knotenpunkt des weltweiten Forschungs- und Entwicklungsnetzwerkes von Bosch. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen will dort auch den Gründergeist stärken. Denner sieht gerade darin einen Wettbewerbsnachteil am Standort Deutschland. „In Deutschland fehlt es sowohl an Chancen als auch an Bereitschaft, ein Unternehmen zu gründen. Wir brauchen mehr Start-up-Mentalität, gerade beim wissenschaftlichen Nachwuchs. Dazu müssen die Universitäten mehr vermitteln als eine hochspezialisierte Examensvorbereitung.“

Innovationen für mehr Lebensqualität
Künftig sollen in Renningen noch mehr Innovationen entstehen, die die Lebensqualität der Menschen verbessern. Der Campus vereint viele technische und
naturwissenschaftliche Disziplinen. Ob Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Analytik, Chemie, Physik, Biologie oder Mikrosystemtechnik – insgesamt 1200 Mitarbeiter der zentralen Forschung und Vorausentwicklung sowie 500 Doktoranden und Praktikanten arbeiten nun in Renningen an den technischen Herausforderungen der Zukunft. Bislang waren die Forscher über drei Standorte im Großraum Stuttgart verteilt. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zeigte sich beeindruckt von der innovativen Forschungseinrichtung: „Sie haben hier nicht nur die Vernetzung der Standorte, sondern sie bekommen hier auch eine Vernetzung der Wissenschaftsdisziplinen.“ Der Blick aufs Ganze könne in solch einem Campus viel besser gelingen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann wünscht dem Forschungscampus eine erfolgreiche Zukunft: „Von hier aus sollen entscheidende Impulse für die Entwicklung des autonomen Fahrens ausgehen, der Durchbruch bei der Elektromobilität gelingen und die Idee einer vernetzten Produktion vorangetrieben werden. Das Forschungszentrum will hierfür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen – Rahmenbedingungen für Kreativität und Produktivität. Ich wünsche mir, dass von diesem Forschungscampus in Zukunft viele Innovationen ausgehen werden, die nicht nur technisch exzellent und wirtschaftlich erfolgreich sind, sondern auch weiterhin der sozialen und ökologischen Verantwortung des Unternehmens gerecht werden.“

Technologische Breite in der Forschung und Vorausentwicklung
In der besonderen Atmosphäre des Campus forschen die Vordenker an neuen Produkten, aber auch an innovativen Herstellverfahren. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit zählen beispielsweise die Bereiche Softwareentwicklung, Sensorik, Automation, Fahrerassistenzsysteme und Batterietechnologie sowie verbesserte Antriebssysteme für Fahrzeuge. Zunehmend an Bedeutung gewinnt die Softwarekompetenz – gerade auch für die Vernetzung im Internet der Dinge. „Um bei der Vernetzung technologisch führend zu bleiben, muss Deutschland die Schlüsselkompetenzen Mikroelektronik und Software erhalten und weiter ausbauen. Sonst verliert die deutsche Industrie den Anschluss. Wir müssen den Wettbewerb mit den IT-Unternehmen nicht fürchten. Ein Selbstläufer für die hiesige Industrie wird er allerdings nicht“, betonte Denner.

Bosch selbst sieht Denner für den Trend der Vernetzung gut aufgestellt. So ist das Unternehmen nicht nur Weltmarktführer für mikromechanische Sensoren, sondern baut darüber hinaus seit Jahren seine Softwarekompetenz aus. Inzwischen beschäftigt die Bosch-Gruppe mehr als 15 000 Softwareentwickler. Allein 3 000 Experten entwickeln Lösungen für das Internet der Dinge. Gerade in den aus der Vernetzung abgeleiteten Dienstleistungen und Services sieht Bosch großes Geschäftspotenzial. „Wenn wir dieses Geschäft nicht anderen überlassen wollen, dann müssen wir noch schneller und risikobereiter sein als bisher“, forderte Denner. „Unsere Entwickler müssen früher denn je unternehmerisch denken. Das technisch Machbare muss nicht nur den Forscher begeistern, sondern auch die künftigen Kunden.“

Deutschland muss das Wagen lernen
Große Unternehmen wie Bosch müssten Freiräume für mehr Wagemut und Gründergeist schaffen, so Denner weiter. Bosch geht mit gutem Beispiel voran. Das Unternehmen hat für neue Geschäftsfelder eine eigene Start-up-Plattform gegründet. Denner betonte: „Wenn das Silicon Valley für Europa wirklich Vorbild sein soll, dann müssen wir das Wagen lernen.“ Die Bosch Start-up GmbH unterstützt Bosch-Forscher dabei, erfolgreiche Unternehmer zu werden. Sie kümmert sich beispielsweise um Räume, Finanzierung und andere administrative Aufgaben. Die Jungunternehmer können sich so von Anfang an auf ihr Produkt und dessen Markteinführung konzentrieren. Der Agrarroboter Bonirob ist eines der ersten Ergebnisse. Das Bosch Start-up Deepfield Robotics hat den kleinwagengroßen Roboter zur Unterstützung der Pflanzenzucht und Kultivierung von Ackerflächen entwickelt.

Optimale Arbeitsbedingungen für kreative Ideen
Auf dem weitläufigen Forschungscampus ist ausreichend Platz, um den Agrarroboter zu testen. Neben dem Zentralgebäude, elf Labor- und Werkstattgebäuden sowie zwei Gebäuden für die Standortinfrastruktur gibt es außerdem noch eine moderne Versuchstrecke für den Test von Fahrerassistenzsystemen. Die Belegung der einzelnen Komplexe wurde mit Hilfe einer Vernetzungsmatrix geplant. Sie basiert auf Analysen, wie intensiv einzelne Disziplinen im Austausch stehen: Je enger Bereiche zusammenarbeiten, desto näher liegen sie in Renningen geografisch beieinander.

Raum für Ruhe und Zonen für Zusammenarbeit
Besonderes Augenmerk hat Bosch auch auf die Arbeitsbedingungen gelegt. Ob Außen oder Innen, die Forscher finden überall ein modernes Umfeld. Grundsätzlich ist der ganze Campus ein Arbeitsplatz. „Geniestreiche im Grünen, Technik am Teich – all das ist hier in Renningen möglich“, sagte Denner. In allen Gebäuden und im gesamten Außenbereich gibt es WLAN-Verbindungen. Laptops, Tablets und Internettelefonie machen das Arbeiten in jeder Ecke des Campus möglich. „In Renningen finden unsere Innovationsarbeiter beides: Raum für Ruhe und Zonen für Zusammenarbeit“, erklärt Denner den Ansatz. Die Gestaltung der Büros basiert auf der umfangreichen Analyse des Innovationsprozesses. Während der Ideenfindung braucht der Forscher Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe. Im weiteren Verlauf kommt dem Austausch mit Anderen und der Zusammenarbeit eine größere Bedeutung zu. Diese Phasen sowie die Wünsche der Mitarbeiter wurden bei den Planungen berücksichtigt. „Die Mitarbeiter wollen mehr Freiräume für kreatives Forschen und Entwickeln – und weniger administrative Verpflichtungen. Dafür haben sich auch die Arbeitnehmervertreter aktiv eingesetzt“, sagt Alfred Löckle, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats. „Die Zeit der Vorgaben bei der Arbeitsplatzgestaltung sind vorbei. Unsere Mitarbeiter verbringen viel Zeit an ihren Arbeitsplätzen. Da müssen sie diese auch selbst mit gestalten können“.

Aus den gemeinsamen Diskussionen mit allen Beteiligten entstand ein völlig neues Bürokonzept. Neben den individuellen Arbeitsplätzen bestimmen 270 größere und kleinere Besprechungsräume das Bild – genügend Platz für fokussiertes Arbeiten und Teamwork. Im Durchschnitt ist jeder Mitarbeiter nur zehn Meter vom nächsten Besprechungsraum und damit von der vielleicht nächsten Durchbruchsinnovation entfernt.

Link zu Factsheet zum neuen Forschungscampus
Links zu Fachmeldungen zu Forschungsthemen
Link zu Forschung und Entwicklung bei Bosch
Link zu Internetseite Bosch Renningen
Link zu Renningen im Geschäftsbericht

Journalistenkontakt:
René Ziegler, Telefon: +49 711 811-7639

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  • 14. Oktober 2015
  • Presseinformation
  • Forschung
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Industrie 4.0, Data Mining, 3D-Druck in Metall Arbeit an der Zukunft: Forscher bei Bosch Innovative Produkte und neue Herstellungsverfahren

Stuttgart/Renningen – Bosch hat mehr als 300 Millionen Euro in seinen neuen Forschungscampus in Renningen nahe Stuttgart investiert und 1 700 Arbeitsplätze in einer modernen und inspirierenden Umgebung geschaffen. Bosch arbeitet aber nicht nur an innovativen Produkten, sondern auch an der kontinuierlichen Verbesserung von Herstellungsverfahren. Einige Wissenschaftler im Porträt:

Dr. Lothar Baum: Data Mining
Der Informatiker Dr. Lothar Baum ist Experte für die Auswertung von Daten in der Zentralen Forschung und Vorausentwicklung bei Bosch. Zusammen mit Kollegen in Renningen, Palo Alto (Kalifornien) und Bangalore (Indien) schreibt er Software, um neue und nützliche Informationen aus Milliarden Daten zu ziehen. Diese fallen unter anderem in den Produktionslinien der weltweit mehr als 250 Bosch-Werke an. Wer diese Informationen mit schnellen Computern geschickt auswertet, kann damit zum Beispiel die Qualität sichern, die Prüfung von Werkteilen beschleunigen und somit Zeit und Geld sparen. „Die Fähigkeit, aus großen Datenmengen neues Wissen zu generieren, ist eine Schlüsselkompetenz der Zukunft“, sagt Baum, der seit 2006 bei Bosch ist. In der vernetzten Fertigung – der sogenannten Industrie 4.0 – helfen Daten zudem dabei, die Wartung von Maschinen vorherzusagen, um ungeplante Stillstände zu vermeiden.

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Torsten Reinhardt: Physikalische Analytik
Torsten Reinhardt arbeitet seit dem Jahr 2000 bei Bosch. Er untersucht in der Zentralen Forschung und Vorausentwicklung zum Beispiel den inneren Aufbau von Materialien. Damit trägt Reinhardt von Beginn an zur hohen Qualität neuer Bosch-Entwicklungen bei. Unter anderem erzeugt er in der Analytikabteilung extrem feine Schnitte in Materialien, um diese unter dem Elektronenmikroskop auf mögliche Schwachstellen hin zu untersuchen. Dafür wird ein fokussierter Ionenstrahl auf den Werkstoff gelenkt, um Material an den gewünschten Stellen gezielt abzutragen. So können Strukturen in Werkstoffen mit sehr hoher Auflösung freigelegt und geprüft werden. Die Genauigkeit solcher Analysen liegt dabei im Nanometer-Bereich (millionstel Millimeter).

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Dr. Witold Pieper: Metallische Funktions- und Verbundwerkstoffe
Dr. Witold Pieper arbeitet daran, neue Werkstoffe für die gesamte Bosch-Gruppe zu erschließen. Dabei kooperiert er eng mit zahlreichen Partnern aus der Wissenschaft und von Zulieferern. Pieper bewertet unter anderem verschiedene magnetische Materialien. „Darunter sind Metalle und Keramiken, beispielsweise Magnete auf Basis der sogenannten Seltenen Erden“, erklärt der Physiker mit Schwerpunkt in der Materialwissenschaft. Sein Team testet auch, ob solche Materialien mit neuen Verfahren wie zum Beispiel dem 3D-Druck zu Produkten mit ganz neuen Eigenschaften werden können. Zur Arbeit der Abteilung gehört es zudem, Bosch-Kollegen in aller Welt zu beraten. Die in den Laboren von Pieper gewonnenen Daten sind zugleich die Grundlage von Material-Simulationen am Computer. Pieper arbeitet seit 2011 bei Bosch.

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Joachim Frangen: Fertigungsautomatisierung und Industrie 4.0
Joachim Frangen leitet in Renningen die Arbeit an der vernetzten und wandlungsfähigen Fabrik der Zukunft. Diese ist auch unter ihrem Namen „Industrie 4.0“ bekannt. Die Vernetzung von Menschen, Maschinen und Material lässt ein virtuelles Abbild der Fertigung im Rechner entstehen – und das in Echtzeit. Dies hat gleich mehrere Vorteile. Beispielsweise erfassen Sensoren ständig Informationen über den Zustand von Maschinen und geben diese weiter. Eine Software findet darin Hinweise auf Verschleiß und ermöglicht so die rechtzeitige Wartung. So verhindert Bosch den ungeplanten Stillstand von Maschinen. Die Vernetzung ermöglicht auch den optimalen Einsatz von Ressourcen wie Energie und Rohstoffen. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Anpassung der Produktion an neue Produkte. So erhöht Bosch die Kundenorientierung und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. Frangen arbeitet seit 1990 bei Bosch.

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Dr. Martin Schöpf: 3D-Druck für Metalle
Zu den in der Bosch-Forschung bearbeiteten Zukunftsthemen gehört auch der 3D-Druck in Metall. Dafür ist Dr. Martin Schöpf verantwortlich. Solche Verfahren eröffnen viele neue Möglichkeiten: Ersatzteile aus Metall lassen sich an vielen Orten bei Bedarf drucken, statt sie mit hohem Kostenaufwand in großer Zahl vorrätig zu halten. Auch in der zukünftigen Serienfertigung soll der 3D-Druck eine Rolle spielen. So kann Bosch neue Produkte schneller in den Markt bringen – ein großer Vorteil. „Zudem werden neue Metallformen möglich, die sich mit bisherigen Verfahren überhaupt nicht herstellen ließen“, sagt Schöpf, der seit 2003 bei Bosch arbeitet. Eine weitere Anwendung: Bisher getrennte Bauteile lassen sich in einem neuartigen Stück vereinen – das spart zum Beispiel Fügezeiten oder die mitunter nötigen Dichtfugen.

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Dr. Andreas Michalowski: Laser-Materialbearbeitung
Mit der konzentrierten Energie von Laserstrahlen kann selbst das härteste Material bearbeitet werden. Dies ist das Aufgabengebiet von Dr. Andreas Michalowski. Dazu gehört es, physikalische Effekte so zu gut zu kontrollieren, dass der Laser industriell einsetzbar wird. Erst dann lassen sich Werkstoffe präzise und in hoher Stückzahl wirtschaftlich fertigen. Eine der Anwendungen bei Bosch ist die Benzindirekteinspritzung: Hierfür werden mit dem Laser feinste Löcher exakt ins Metall gebohrt, damit sich der eingespritzte Kraftstoff optimal im Zylinder verteilt. Seit 2011 arbeitet Michalowski bei Bosch und kooperiert in einem internationalen Netzwerk mit Experten aus Industrie und Wissenschaft. Die stark zunehmende Zahl möglicher neuer Anwendungen der Laser-Technologie wird den begeisterten Forscher noch eine ganze Zeit beschäftigen. Bosch hat gemeinsam mit Trumpf und der Universität Jena 2013 den Deutschen Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation – für diese Technik erhalten.

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Dr. Thorsten Ochs: Batterietechnik
Bosch forscht an Batterien, die deutlich längere Fahrten mit Elektroautos ermöglichen, dabei viel weniger wiegen und gleichzeitig weniger kosten. Damit schafft Dr. Thorsten Ochs in Renningen eine wesentliche Voraussetzung für den Durchbruch der Elektromobilität. „Für die breite Akzeptanz der Elektromobilität benötigen wir eine nutzbare Energie von 50 Kilowattstunden bei einem Mittelklassefahrzeug“, sagt Ochs, der seit dem Jahr 2000 bei Bosch arbeitet. Würde man das mit klassischen Bleibatterien schaffen wollen, so kämen die Energiespeicher selbst ohne Verkabelung und Halterung auf ein Gewicht von 1,9 Tonnen. So viel wiegen heutige Mittelklasse-Limousinen – mitsamt Insassen und Gepäck. Eine herkömmliche Bleibatterie, wie sie heute in fast jedem Auto steckt, speichert bei einem Gewicht von 19 Kilogramm nur eine Energie von 0,5 Kilowattstunden – also vergleichsweise wenig. Ochs hingegen möchte die angestrebten 50 Kilowattstunden in einer ganz neuen Batterie mit 190 Kilogramm Gewicht speichern.

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Dr. Franz Lärmer: Mikrosystemtechnik, MEMS-Sensoren
Winzige Sensoren von Bosch verändern den Umgang des Menschen mit der Technik. In Fitness-Armbändern erfassen sie Körperbewegungen und verhelfen zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Im Auto erkennen diese MEMS-Sensoren (mikro-elektromechanische Systeme) gefährliche Situationen und alarmieren blitzschnell die Steuerelektronik, um den Wagen auf der Straße zu halten. Und weil Sensoren die Erdanziehungskraft erfassen, können Smartphones ihr Bild passend für den Betrachter ausrichten. Dr. Franz Lärmer ist seit 1990 bei Bosch. Er gehört zu den Erfindern jener Methode, mit denen sich die mikroskopisch kleinen Strukturen der MEMS-Sensoren herstellen lassen. „Eine der Herausforderungen bei der Weiterentwicklung unserer MEMS-Sensoren ist ihr Energieverbrauch. Beispielsweise können wir mit mehr Intelligenz im Sensor den Energiebedarf reduzieren“, beschreibt Lärmer seine Ziele. Bosch hat 2008 den Deutschen Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation – für die smarten Sensoren erhalten.

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Jayalakshmi Kedarisetti: Leistungselektronik
Die Elektromobilität ist eines der großen Themen bei Bosch und damit auch auf dem neuen Forschungscampus in Renningen. Auch Jayalakshmi Kedarisetti arbeitet seit 2012 an dieser Aufgabe und entwickelt dafür neue Leistungselektroniken. Diese sind zentrale Bausteine von Elektroautos. Die Leistungselektronik sorgt dafür, dass der von der Batterie gelieferte Gleichstrom in jenen Wechselstrom gewandelt wird, der den Motor des Elektroautos treibt. Umgekehrt muss der Wechselstrom aus der Steckdose zu Gleichstrom werden, wenn die Batterie geladen wird. Das alles soll mit möglichst geringen Energieverlusten geschehen. Zugleich müssen die Bauteile im Betrieb mit hohen Spannungen und starken Strömen umgehen und dabei stets hohe Anforderungen an die Sicherheit erfüllen. Das Team, in dem Kedarisetti arbeitet, setzt diese Anforderungen mit vielen neuen Ideen um.

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Dr. Lutz Bürkle: Fahrassistenzsysteme
Dr. Lutz Bürkle und seine Kollegen sorgen mit ihrer Forschungsarbeit in Renningen für mehr Sicherheit von Fußgängern. Lässt sich ein Zusammenstoß mit einem plötzlich auftauchenden Passanten allein durch Bremsen nicht mehr verhindern, berechnet der von Bürkles Team entwickelte Fahrassistent blitzschnell eine Ausweichroute. Sobald der Autofahrer einlenkt, unterstützt ihn das System beim lebensrettenden Fahrmanöver. Die Entwicklung der dafür benötigten Algorithmen ist ein Kernstück der Arbeit. „Reagiert der Fahrer mindestens eine halbe Sekunde vor der Kollision, kann das Assistenzsystem unseren Untersuchungen zufolge 60 Prozent der Zusammenstöße verhindern“, erklärt der Experte, der seit 2002 für Bosch arbeitet. Bosch plant, das System 2018 in Serie zu bringen.

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Prof. Dr. Amos Albert: Agrarrobotik
Prof. Dr. Amos Albert bringt Robotern einen umweltschonenden Ackerbau bei. „Wir nutzen die Kompetenz von Bosch in den Bereichen Mechatronik und Algorithmik, um zu einem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen beizutragen“, erklärt Albert, Geschäftsführer des Bosch Start-ups Deepfield Robotics, das aus der Forschung bei Bosch entstanden ist. „Mit unseren Technologien kann der Agrarroboter Bonirob etwa Nutzpflanzen von Unkräutern unterscheiden“, sagt Albert. Mit einem Stab rammt der Roboter dann unerwünschte Beikräuter einige Zentimeter tief in die Erde, um sie ohne Herbizide zu beseitigen. Dank einer Positionsbestimmung mit GPS navigiert das der Bonirob dabei auf den Zentimeter genau. Albert arbeitet seit 2002 bei Bosch. Sein Team schafft zudem Lösungen, die Landwirten mithilfe vernetzter Sensoren Informationen für das Wachstum von Pflanzen zugänglich machen, um den Ertrag und die Qualität zu steigern.

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Dr. Jürgen Kirschner: Geschäftsleitung, Angewandte Forschung
Dr. Jürgen Kirschner ist einer der beiden Geschäftsleiter der Forschung und Vorausentwicklung bei Bosch. Seine Zuständigkeit reicht von Batterietechnik und Sensoren bis zur Produktionstechnik. Häufig benötigt Bosch in seinen weltweit mehr als 250 Fabriken Werkzeuge und Verfahren, die es so noch gar nicht am Markt zu kaufen gibt. „In diesem Fällen entwickeln wir sie selbst und schaffen damit Wettbewerbsvorteile“, sagt Kirschner. Er ist in wechselnden Positionen schon seit 1989 bei Bosch tätig. Ein Beispiel für neuartige Werkzeuge sind ultrakurze Laserpulse, mit denen sich auch extrem hartes Metall in höchster Präzision und in hoher Geschwindigkeit bearbeiten lässt. Kirschner sorgt also unter anderem dafür, dass die Forschung jene Verfahren bereitstellt, mit denen Bosch seine künftigen Innovationen zuverlässig in hohen Stückzahlen und in hoher Qualität herstellen kann.

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Dr. Michael Bolle: Geschäftsleitung, Forschung und Vorausentwicklung
Dr. Michael Bolle ist einer der beiden Geschäftsleiter der Forschung und Vorausentwicklung bei Bosch. Zu seinem Aufgabengebiet gehört es, neue Ideen für zukünftige Produkte von Bosch zu entwickeln. Dabei richtet er seinen Blick auch auf solche Bereiche, in denen das Unternehmen derzeit noch nicht in großem Umfang oder gar nicht aktiv ist, zum Beispiel auf den Einsatz von Robotern und Sensoren in der Landwirtschaft. „Dafür sollen auch unsere Forscher verstärkt unternehmerisch denken“, sagt Bolle. Er arbeitet seit 1992 für Bosch, unterbrochen durch eine vierjährige Phase als einer der Wegbereiter eines Start up-Unternehmens. „Diese Erfahrungen kommen mir auch hier in Renningen sehr zugute“, erklärt Bolle. Über den neuen Forschungscampus sagt er: „Wir wollen unseren Kollegen hier die besten Arbeitsbedingungen schaffen, um die Zukunft von Bosch zu prägen und unsere Innovationsführerschaft zu sichern.“

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Journalistenkontakt:
Thilo Resenhoeft, +49 711 811-7088

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Eröffnung Forschungscampus Renningen Neuer Fußgängerschutz von Bosch hilft Autofahrern beim Bremsen und Ausweichen Technik berechnet Verhalten in der Zukunft

  • Herausforderung: Mehr Sicherheit für Fußgänger im Straßenverkehr
  • Ziel der Bosch-Forschung: Verletzungs- und unfallfreies Fahren
  • Bosch-Ansatz: Entwicklung neuer Assistenzsysteme zum Ausweichen vor Fußgängern
Stuttgart/Renningen – Fußgänger sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer. 2014 sind allein auf deutschen Straßen 523 Passanten ums Leben gekommen. Das ist ein Anteil von 15,5 Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland. Bosch entwickelt immer umfassendere Fahrerassistenzsysteme, die den Fußgänger besser schützen und das Ziel vom verletzungs- und unfallfreien Fahren verwirklichen. An einem anwendungsnahen Beispiel dafür arbeiten Wissenschaftler auf dem neuen Forschungscampus des Unternehmens in Renningen bei Stuttgart. Das neue System hilft Autofahrern vor einer drohenden Kollision mit Fußgängern sowohl beim Bremsen als auch beim Ausweichen. Lässt sich ein Zusammenstoß mit einem plötzlich auftauchenden Passanten allein durch Bremsen nicht mehr verhindern, berechnet der Assistent blitzschnell eine Ausweichroute. Sobald der Autofahrer das lebensrettende Fahrmanöver startet, unterstützt ihn das System beim Lenken. „Reagiert der Fahrer mindestens eine halbe Sekunde vor der Kollision, kann das Assistenzsystem unseren Untersuchungen zufolge 60 Prozent der Zusammenstöße verhindern“, erklärt Projektleiter Dr. Lutz Bürkle von der zentralen Forschung und Vorausentwicklung. Bosch plant, das System 2018 in Serie zu bringen.

Technik blickt eine Sekunde in die Zukunft
Zur Erprobung der Technik haben Bürkle und sein interdisziplinäres Team ein Forschungsfahrzeug aufgebaut. Zentraler Bestandteil ist die Stereo-Videokamera von Bosch, die auch bereits in Serienmodellen zum Einsatz kommt. Hinter der Frontscheibe im Bereich des Innenspiegels installiert, liefert die Kamera ein dreidimensionales Bild der Umgebung vor dem Auto und erkennt Fußgänger sowie den Gegenverkehr und Hindernisse auf der Fahrbahn. Ein Computer im Kofferraum des Forschungsfahrzeugs wertet die Informationen aus. Taucht im Sichtfeld der Stereo-Videokamera ein Fußgänger auf, berechnet das System die Wahrscheinlichkeit einer Kollision sowie eine mögliche Ausweichroute. Das alles passiert blitzschnell – mehr als zehn Mal in der Sekunde. Die richtige Interpretation der Kamerabilder und der jeweiligen Fahrsituation ist dabei besonders anspruchsvoll. „Um die Ausweichroute möglichst exakt planen zu können, müssen wir zum Beispiel vorhersehen, wo der Fußgänger in einer Sekunde voraussichtlich sein wird“, erklärt Bürkle. Die Entwicklung der dafür benötigten Algorithmen ist ein Kernstück der Arbeit. Dabei hilft die vielfältige Softwarekompetenz von Bosch, die das Unternehmen immer weiter ausbaut.

Schlüsselkompetenz für das automatisierte Fahren
Mit ihrer Arbeit zur Analyse von Kamerabildern leisten die Bosch-Forscher auch einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung des automatisierten Fahrens. Ab 2020 sollen Autos mit dem Autobahnpiloten von Bosch beispielsweise hochautomatisiert über die Autobahn fahren können, ohne dass die Fahrer sie ständig überwachen müssen. Basis dafür ist unter anderem ein genaues, von verschiedenen Sensoren erzeugtes Bild des Fahrzeugumfelds. Bosch setzt hierbei neben seinen Mittel- und Fernbereichs-Radarsensoren auch auf die Stereo-Videoka-mera und das Know-how aus der Bildverarbeitung. Das Ziel von Bosch bei der Entwicklung des automatisierten Fahrens ist in erster Linie die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr. Weltweit sterben jedes Jahr schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen durch Verkehrsunfälle. In 90 Prozent der Fälle ist menschliches Fehlverhalten schuld. Technische Unterstützung in schwierigen und unübersichtlichen Verkehrssituationen kann Leben retten.

Bis das automatisierte Fahren serienreif ist, wird Bosch noch eine ganze Reihe nützlicher Fahrerassistenzsysteme auf den Markt bringen. Die Bildanalyse und das Ermitteln von Ausweichrouten lassen sich zum Beispiel auch für einen Engstellen-Assistenten nutzen. Besonders in Städten sind Straßen häufig auf beiden Seiten dicht zugeparkt. Hält dann noch ein Lieferwagen in zweiter Reihe, wird es ganz schnell sehr eng. Erneut liefern die Bilder der Stereo-Videokamera die entscheidenden Informationen. Der Rechner wertet sie aus und der Assistent steuert die elektrische Servolenkung so, dass ein kollisionsfreies Durchfahren auch bei nur wenig Platz möglich ist. „Die Beispiele zeigen, wie Bosch die Mobilität mithilfe von Sensoren, Software und Know-how in der Bildverarbeitung sicherer machen kann“, sagt Dr. Michael Bolle, Leiter der zentralen Forschung und Vorausentwicklung bei Bosch.

Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft
Sowohl der Notbrems- und Ausweichassistent für den Fußgängerschutz als auch der Engstellenassistent entstehen im Zuge des öffentlich geförderten Verbundprojekts „UR:BAN“. Darin haben sich 31 Partner aus der Automobil- und Zulieferindustrie, von Elektronik-, Kommunikations- und Softwarefirmen, Universitäten sowie Forschungsinstituten und Städte zusammengeschlossen. Ziel der Zusammenarbeit sind Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagementsysteme für das städtische Umfeld. Finanziell unterstützt wird das Projekt vom Bundeswirtschaftsministerium. Weil eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft dazu beiträgt, die Innovationskraft zu stärken, arbeitet Bosch weltweit mit fast 250 Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen.

Internet
Details zu „UR:BAN“:
http://urban-online.org/de/urban.html
Details zu Fahrerassistenzsystemen bei Bosch:
http://bit.ly/1VlzMSl
http://bit.ly/1SYHw0T

Journalistenkontakt:
Thilo Resenhoeft, Telefon: +49 711 811-7088

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