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Pressemeldung #Bosch als Arbeitgeber

Interview: Seniorexperten bei Bosch

Johannes Elling, Geschäftsführer der Bosch Management Support GmbH

Fünf Fragen an Johannes Elling, Geschäftsführer der Bosch Management Support GmbH

Trix Boehne

Trix Boehne >

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Was sind die so genannten Bosch-Seniorexperten?

Elling: „Unsere Seniorexperten sind ehemalige Bosch-Mitarbeiter, die bereits im Ruhestand sind und zeitlich befristet Beratungs- oder Projektaufgaben übernehmen. Sie bringen zum Beispiel spezielles Expertenwissen ein oder decken vorübergehende Kapazitätsengpässe ab. Unsere Seniorexperten bündeln wir in unserer Beratungsgesellschaft Bosch Management Support GmbH als Expertenpool. Aus diesem vermitteln wir unsere Seniorexperten innerhalb des Konzerns. Dabei handelt es sich um Fach- und Führungskräfte, die teilweise bis zu 40 Jahre Bosch-Erfahrung mitbringen. Insgesamt gehören mehr als 1 700 Pensionäre weltweit zum Expertenpool. Zusammen vereinen sie rund 45 000 Jahre Berufserfahrung.“

Welches Ziel verfolgt das Seniorexperten-Modell?

Elling: „Für Bosch – als ein von Innovationskraft geprägtes Unternehmen – haben das Know-how sowie die Lebens- und Berufserfahrung seiner hochqualifizierten Mitarbeiter einen besonderen Wert. Wir haben früh erkannt, über welches Potenzial unsere pensionierten Mitarbeiter verfügen. 1999 wurde unsere Beratungsgesellschaft mit dem Ziel gegründet, das über Jahrzehnte bei Bosch erworbene Wissen fürs Unternehmen zu erhalten. Gleichzeitig sollten jüngere Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen, von älteren und erfahrenen Experten zu lernen. Insbesondere im technischen Bereich gibt es viel Spezialwissen, etwa beim Aufbau einer Fertigungslinie, das sie auf dem externen Beratermarkt selten finden.“

Welches Ziel verfolgt das Seniorexperten-Modell?

Elling: „Unsere Seniorexperten, vom Meister bis zum Manager, besitzen spezifisches Fachwissen, eine breite Kenntnis der Unternehmensstruktur und sind mit der Bosch-Kultur vertraut. Dadurch sind sie im Vergleich zu einem externen Berater schneller in der Materie, brauchen weniger Einarbeitungszeit und können auf ein bestehendes Netzwerk bei Bosch aufbauen. In der Zusammenarbeit mit jüngeren Kollegen ergibt sich oft eine besondere Dynamik, weil der Rat eines erfahrenen Kollegen in der Regel leichter angenommen wird als der eines externen Beraters. Die Seniorexperten können sich auf das eigentliche Problem und dessen Lösung konzentrieren, weil sie keine Karriere- oder Vertriebsziele verfolgen. Die ehemaligen Mitarbeiter erfahren so auch eine besondere Wertschätzung ihres Know-hows, halten sich fachlich auf aktuellem Stand und verdienen noch etwas hinzu. Viele unserer Experten sehen es zudem als Möglichkeit, den Übergang in den Ruhestand schrittweise anzugehen und nicht von einem Tag auf den anderen komplett aus dem Berufsalltag aussteigen zu müssen.“

Wie sehen die Erfahrungen mit dem Seniorexperten-Modell aus?

Elling: „Seit der Gründung vor 20 Jahren steigt die Nachfrage nach unseren Seniorexperten in der Bosch-Gruppe. Das Modell hat sich erfolgreich etabliert, auch international. Das Wissen der Seniorexperten ist weltweit gefragt – viele unserer Experten sind im Ausland im Einsatz, gerade auch in Wachstumsmärkten. Mehr als die Hälfte der Beratungsaufträge verteilen sich auf unsere Regionalorganisationen in Japan, Indien oder den USA. Unser Seniorexperten-Modell erhält überall viel Anerkennung. Unternehmen aus Branchen wie der Automobilindustrie, dem Versandhandel, der Telekommunikation oder auch der Luftfahrt haben den Austausch gesucht und sich Anregungen geholt. Unser Know-how geben wir gern weiter, weil wir wissen, dass gerade in Europa der demografische Wandel neuartige Beschäftigungskonzepte erfordert.“

Was macht das Modell so erfolgreich?

Elling: „Entscheidend ist unsere werteorientierte Unternehmenskultur, die Lebens- und Berufserfahrung im besonderen Maße anerkennt. Darüber hinaus verstehen wir altersgemischte Teams als Teil unserer weltweiten Diversity-Strategie, die unsere Innovationkraft stärkt. Diese Einstellung ist für einen nachhaltigen Erfolg des Modells unabdingbar. Ebenso wichtig ist es, dass die Seniorexperten einen echten Leistungsbeitrag erbringen. Sie sollen wegen ihrer Fähigkeiten beauftragt werden und nicht, um ihnen ein Freizeitprogramm zu bieten. Unsere Seniorexperten wollen ihr Geld wert sein und stehen im Wettbewerb zu anderen Dienstleistern. Das spornt viele Seniorexperten besonders an – sie wollen von ihrem Kunden eine bessere Bewertung erzielen als externe Berater.“

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 395 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2020). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 71,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Industrie 4.0 und Connected Mobility. Bosch verfolgt die Vision einer nachhaltigen, sicheren und begeisternden Mobilität. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT-Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen und Produkte für das vernetzte Leben, die entweder über künstliche Intelligenz (KI) verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Mit ihren weltweit mehr als 400 Standorten ist die Bosch-Gruppe seit Frühjahr 2020 CO₂-neutral. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 73 000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 129 Standorten, davon etwa 34 000 Software-Entwickler.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 94 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die übrigen Anteile halten eine Gesellschaft der Familie Bosch und die Robert Bosch GmbH. Die Stimmrechte liegen mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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