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ZF Lenksysteme präsentiert Elektrolenkung für Leichte Nutzfahrzeuge

Joern Ebberg

Joern Ebberg >

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  • 0,6 Liter weniger Verbrauch im Vergleich zu einer hydraulischen Lenkung
  • Reduzierung der CO₂-Emissionen
  • Systemfähigkeit der Lenkung erlaubt Vernetzung mit Fahrerassistenzsystemen

Die verbrauchsoptimierte Servolectric von ZF Lenksysteme erobert nach dem Pkw-Markt jetzt auch das volumenstarke Geschäftsfeld der Leichten Nutzfahrzeuge (LCV). Rund 40 Millionen Exemplare wurden von der Elektrolenkung Servolectric bereits gefertigt. Davon über sieben Millionen Exemplare in der achsparallelen Ausführung mit der größten Zahnstangenkraft. Mit geringen Modifikationen ist diese Elektrolenkung für Leichte Nutzfahrzeuge adaptierbar. Im Vergleich zu Hydrauliklenkungen spart die Servolectric von ZF Lenksysteme rund 0,6 Liter Kraftstoff im NEFZ-Fahrzyklus (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Ein weiterer Vorteil ist die Systemfähigkeit, das heißt die Vernetzung mit elektronischen Assistenzsystemen. Für den Kunden bedeutet dies mehr Sicherheit und Komfort.

Weniger Verbrauch – weniger Kohlendioxid
Die Elektrolenkung Servolectric von ZF Lenksysteme benötigt nur dann Leistung, wenn gelenkt wird. Nach aktuellsten Messungen spart die Elektrolenkung gegenüber einer hydraulisch unterstützten Servolenkung 0,6 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer ein. Bei einer Laufleistung von 25 000 Kilometern pro Jahr bedeutet das eine Einsparung von 150 Liter Kraftstoff, allein durch die Lenkung. Daraus ergeben sich rund 210 Euro bei einem Literpreis von 1,40 Euro für Diesel.
Auch hinsichtlich der CO2-Emissionen ergibt sich ein erhebliches Einsparpotenzial. Im Vergleich zu einer hydraulischen Servolenkung produziert die Servolectric 16,1 g/km weniger CO2. Bei einer jährlichen Laufleistung von 25 000 Kilometern ergibt das eine Ersparnis von rund 0,4 Tonnen CO₂. Bereits im kommenden Jahr plant die EU Kommission eine Gesetzesvorlage, die CO2-Emissionen von Nutzfahrzeugen regeln soll. Dies würde für die ohnehin kostenbewusste Branche erhebliche Zusatzausgaben bedeuten. Die Servolectric kann im LCV zu signifikanten Einspareffekten beitragen.

Power-on-demand
Die Servolectric basiert auf dem Prinzip der Zahnstangenlenkung, die bei der Elektrolenkung mit einem Servomotor und einer hoch entwickelten Elektronik verknüpft wird. Sobald der Fahrer eine Lenkbewegung durchführt, registrieren Sensoren das entsprechende Lenkmoment und die Lenkgeschwindigkeit. Aus diesen Daten errechnet ein Steuergerät innerhalb von Millisekunden die erforderliche Lenkunterstützung und der Servomotor überträgt das optimale Moment über ein Kugelumlaufgetriebe auf die Zahnstange der mechanischen Zahnstangenlenkung. Die Leistungsgrenzen dieser Lenkung liegen bei einer Lenkachslast von über 2 000

Kilogramm. Die 2006 eingeführte Elektrolenkung in der achsparallelen Ausführung bietet aber noch weitere Vorteile: Der platzsparende Einbau durch Wegfall von Lenkungspumpe und Verschlauchung vereinfacht die Montage und entlastet die Umwelt. Neben den Pkw-Lenkungen deckt die ZF-Servolectric nun auch die Leichten Nutzfahrzeuge wie zum Beispiel Mercedes Sprinter oder Volkswagen Crafter ab. Damit ist diese vielseitige Lenkung von der Kleinstwagenklasse über die Mittel- und Oberklasse bis hin zum Transporter vertreten.

Systemfähigkeit schafft Fahrsicherheit
Die Servolectric kann mit einer Vielzahl von externen Systemen vernetzt werden. So stehen die gesammelten Informationen über den Lenkradwinkel anderen Systemen, wie dem ESP oder einer adaptiven Fahrwerkregelung, zur Verfügung. Außerdem ermöglicht sie Fahrsicherheitsfunktionen wie einen Spurhalte- oder Ausweichassistenten. Je nach Fahrsituation greift das entsprechende System ein und empfiehlt dem Fahrer durch optische, akustische oder haptische Signale eine Lenkungskorrektur. Ein Handgriff am Lenkrad ist beim Parkassistenten nicht mehr nötig. Hier übernimmt die Servolectric vollständig autonom den Lenkeingriff.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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