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Urbane Mobilität der Zukunft

Tamara Winograd

Tamara Winograd >

Das eBike als Schlüssel zur urbanen Verkehrswende

  • Die Mobilitätsherausforderungen in der Stadt nehmen weiter zu
  • Elektro-Fahrradmobilität bietet Entlastungspotenzial im Stadtverkehr
  • Technologischer Fortschritt ist der Infrastruktur weit voraus

Stuttgart/Reutlingen – Die Mobilität der Zukunft gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Einer der wenigen Lösungsansätze, der sich bereits etabliert hat, ist das eBike. Das Pedelec ermöglicht eine individuelle Fortbewegung, die gesund und ökologisch ist und dabei auch noch Spaß macht. Es ist Vorreiter der Elektromobilität – und eine Antwort auf Ressourcenknappheit, Klimawandel, Verstädterung und steigende Emissionen. Und es ist ein entscheidender Faktor im Mobilitätsmix der Zukunft.

Herausforderungen der Urbanisierung

Städte platzen heute schon aus allen Nähten – und wachsen in Zukunft weiter. Bis 2050, so prognostizieren die Vereinten Nationen, leben ungefähr zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten. In Deutschland sind es heute schon drei von vier Bewohnern (77 Prozent), im Jahr 2050 werden es voraussichtlich 84,3 Prozent sein. Deshalb wird sich auch der urbane Verkehr bis dahin verdreifachen. Das strapaziert die Infrastruktur, die heute schon oft am Belastungslimit ist. Ein Grund: Rund 57 Prozent aller Wege werden immer noch mit dem Auto zurückgelegt, nur gut 22 Prozent zu Fuß sowie rund 11 Prozent mit dem Fahrrad. Dabei bietet der Umstieg aufs Fahrrad oder Pedelec durchaus Potenzial: Die Parkplatzsuche entfällt und innerstädtische Staus lassen sich umgehen oder verhindern.

Belastung für die Stadtbewohner

Mehr Menschen und mehr Verkehr bedeuten auch mehr CO2-Ausstoß, Umweltverschmutzung und Lärm. Alles Faktoren, die auch Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität der städtischen Bewohner haben. Stau bedeutet in erster Linie Stress. Das belastet die Gesundheit. Studien haben nachgewiesen, dass bei Pendlern in großen Städten ein erhöhtes Risiko für Burnout besteht. Besonders Autofahrer sind gefährdet. Zudem ist der Straßenverkehr Lärmquelle Nummer eins in der Stadt: Bei einer Umfrage des Umweltbundesamtes gaben 76 Prozent der Befragten an, dass sie sich in ihrem Wohnumfeld durch den Straßenverkehr gestört oder belästigt fühlen. Das Pendeln mit dem Fahrrad hingegen wirkt sich positiv auf die psychische und physische Gesundheit aus.

Das Pedelec als Problemlöser im urbanen Raum

Mit dem Umstieg auf das eBike ließe sich der Geräuschpegel des Straßenverkehrs verringern und zusätzlich noch die Umwelt entlasten. Wer täglich 10 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit pendelt, anstatt das Auto zu nehmen, kann pro Jahr bis zu 350 Kilogramm CO2-Emissionen einsparen. Zwar fallen bei der Herstellung und Entsorgung eines eBike-Akkus ebenfalls CO2-Emissionen an, diese sind aber bereits nach durchschnittlich 165 Kilometern mit dem Pedelec ausgeglichen, wenn die Fahrt mit dem PKW dadurch ersetzt wird. Es lohnt sich also umzudenken, vor allem für Berufspendler: 75,3 Prozent der Pendler haben hierzulande einen Arbeitsweg von weniger als 25 Kilometern, knapp jeder zweite deutsche Pendler fährt sogar weniger als zehn Kilometer zur Arbeit. Ein Entfernungsbereich, der sich ideal für das eBike eignet. Auf Strecken bis zu 10 Kilometern ist das Pedelec sogar das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt.

Infrastruktur hinkt Entwicklung hinterher

Eine gute Nachricht für die Umwelt: Die Zahl der Radfahrer in deutschen Städten hat sich in den vergangenen Jahren fast verdoppelt. Vor allem Pedelecs werden immer beliebter. Trotzdem ist der Umstieg aufs Fahrrad für viele Menschen immer noch zu unattraktiv. Denn die städtische Infrastruktur kann mit der gestiegenen Anzahl an Radfahrern nur schwer mithalten. „Um die Mobilitätswende im urbanen Raum weiter voranzutreiben, muss der Verkehrsraum neu aufgeteilt werden. Fahrradfahrer und eBiker müssen stärker in den Fokus rücken. Wir brauchen gut ausgebaute Radwege und Kreuzungen, die einen leichten und flüssigen Radverkehr ermöglichen, sowie sichere Abstellmöglichkeiten gegen Diebstahl und Vandalismus. Nur dann wird das Mobilitätskonzept Fahrrad auch die Durchdringung erreichen, die wir für eine Verkehrswende brauchen. Die deutsche Politik braucht hier einfach mehr Mut, den urbanen Verkehrsraum neu zu denken und auch den Willen zur Umsetzung. Es gilt, Maßnahmen direkt anzupacken und nicht immer nur zu planen“, sagt Claus Fleischer, Geschäftsleiter Bosch eBike Systems.

Technologie für die Mobilität von morgen

Besser als um die Rahmenbedingungen steht es um die Verkehrsmittel selbst. Hier ist Deutschland schon deutlich besser auf die Mobilitätswende vorbereitet, gerade was Pedelecs betrifft. Die Auswahl an eBikes ist inzwischen vielfältig. Bosch eBike Systems bietet Antriebe und Komponenten für jeden eBike-Typ und damit für ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Die Active Line ist der ideale Antrieb für kurze Wege innerhalb der Stadt, die Active Line Plus eignet sich für spontane Ausflüge in hügeligen Regionen und mit der Performance Line sind eBiker immer sportlich unterwegs – ob im Stadtverkehr oder in den Bergen. Die Performance Line Speed unterstützt bis 45 km/h und ist daher eine optimale Lösung für Pendler, die täglich viele Kilometer zurücklegen wollen. Mit der Cargo Line, die auch als Speed-Variante verfügbar ist, gibt es für Logistik- und Handelsunternehmen in den Städten eine Option, um mit Lastenrädern umweltschonend und effizient ihre Kunden zu beliefern. Laut Studien haben Cargo-Bikes das Potenzial, bis zu 25 Prozent der innerstädtischen Lieferungen und bis zu 50 Prozent der Service- und Wartungsfahrten abzudecken. Vernetzte Displays helfen dabei, das Fahrerlebnis in der Stadt zu optimieren. Dazu gehört zum Beispiel der SmartphoneHub von Bosch, der den eBiker über das Smartphone mit der digitalen Welt verbindet. Er unterstützt ihn beim Navigieren durch die Stadt, ermöglicht Fitnesstracking oder die Anbindung an Dienste und Apps von Drittanbietern.

Die Zukunft gestalten

Digitale und vernetzte Lösungen tragen in der urbanen Mobilität der Zukunft dazu bei, den Stadtverkehr intelligenter zu machen. Sie ermöglichen es, sich multimodal im Stadtverkehr zu bewegen – und je nach Bedarf von der Straße auf die Schiene oder auch auf zwei Räder zu wechseln. „Neben den entsprechenden Rahmenbedingungen und einer angemessenen Infrastruktur müssen mehr Menschen umsatteln und flexibel sein, was die Wahl des Verkehrsmittels oder -weges betrifft“, erklärt Fleischer. Klar ist: Das eBike ist im modernen Mobilitätsmix in der Stadt ein wichtiger Baustein. „Das Pedelec ist eine Art Game Changer in der zukünftigen Mobilität – auch, weil es der Radkultur neuen Auftrieb gibt. Dank der elektrischen Unterstützung entdecken noch mehr Menschen das Zweirad für sich. Das ist eine tolle Entwicklung und zugleich Voraussetzung, um die urbane Mobilität nachhaltig voranzutreiben.“

Quellenangabe:

Über Bosch eBike Systems

Eine neue Generation Fahrräder erobert Stadt und Land und gehört bereits heute zum Alltagsbild: eBikes sind ein modernes Fortbewegungsmittel für moderne Menschen. Für Schnelle und Gemütliche, für Fitte und Bequeme, für Pendler und Genussradler, und natürlich für Alt und Jung. Hinter dem Rückenwind technisch führender eBikes von rund 70 führenden Fahrradmarken in Europa stecken Komponenten, die von Bosch zur Perfektion gebracht werden. Von der hocheffizienten Antriebseinheit (Motor und Getriebe), über hochqualitative Akkus bis hin zu einem intuitiv bedienbaren, smarten Bord- und Fahrradcomputer reicht das Bosch-Portfolio. Die perfekte Abstimmung der Komponenten ist der Schlüssel zur typischen Bosch-Performance in Komfort wie Leistungsfähigkeit. Die eBike-Systeme profitieren wie andere Bosch-Produkte vom Technik- und Fertigungs-Know-how der Bosch-Gruppe: Von der Konzeption über das Engineering bis hin zu Produktion, Marketing und After-Sales-Service setzt Bosch eBike Systems immer wieder aufs Neue Maßstäbe für die eBike-Branche. Die Erfahrung der Bosch-Gruppe auf den Gebieten Elektromotor, Sensorik, Displays und Lithium-Ionen-Batterie verschafft Bosch-eBike-Systemen Technik fürs Leben und eBike-Fahrern ihren Spaß.

Mehr Informationen unter www.bosch-ebike.de

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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