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Umfrage: Smart-Home-Technologien werden noch völlig unterschätzt

Katharina Hogh-Binder

Katharina Hogh-Binder >

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Auf der IFA 2016 präsentiert Bosch, was ein schlaues Haus heute schon alles kann

  • Umfrage von Bosch und Twitter zu Vorlieben beim Smart Home in sechs Ländern
  • Auswertung nach Herkunft, Alter und Geschlecht
  • Mehrheit unterschätzt die heutigen Möglichkeiten eines Smart Home
  • Im Ländervergleich trauen die Deutschen dem Smart Home am wenigsten zu, aber fast jeder zehnte befragte Deutsche hat sein Zuhause schon vernetzt oder plant es
  • Energiesparen, automatische Abläufe und Sicherheit sind weltweit die überzeugendsten Nutzenargumente
  • Datenschutz hat für ein Drittel der Befragten einen hohen Stellenwert
Bosch Smart Home

Stuttgart – Bosch hat gemeinsam mit Twitter eine Befragung zum Thema Smart Home durchgeführt: in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Spanien und den USA. Die Ergebnisse zeigen, dass ein intelligent vernetztes Zuhause heute schon mehr kann, als die Mehrheit der Befragten für möglich hält.

Franzosen trauen dem vernetzten Haus am meisten zu

Ein Smart Home hilft, den Alltag bequemer zu gestalten, Energie und Geld zu sparen und das Zuhause besser abzusichern. Wozu ein vernetztes Zuhause heute schon in der Lage ist, ist vielen Twitter-Nutzern noch nicht bewusst. So wissen zwar zwei Drittel der Befragten, dass das Smart Home das Licht automatisch ausschalten kann, wenn sie aus dem Haus gehen. Dass aber der Ofen heute schon passende Rezepte vorschlagen kann, können sich lediglich 22 Prozent vorstellen. Im Ländervergleich ist bemerkenswert, dass Twitter-Nutzer aus Frankreich der Smart-Home-Technologie durchweg mehr zutrauen als beispielweise Briten, Amerikaner oder Österreicher. Deutsche hingegen halten – wie auch die Spanier –, vieles noch für Zukunftsmusik, was bereits zur Verfügung steht.

Besonders auffällig ist, dass insbesondere die 25- bis 34-jährigen mit ihrer Einschätzung der Realität am nächsten kommen. Dass mit höherem Alter das Bewusstsein für die Möglichkeiten abnimmt, überrascht nicht so sehr wie die Tatsache, dass auch Digital Natives viele der heute schon möglichen Funktionen nicht kennen: Gerade für die 16- bis 24-jährigen, die keine Welt ohne Internet kennen, ist das intelligent vernetzte Zuhause noch überraschend unbekannt. Grund hierfür könnte die fehlende Relevanz sein, die Wohnthemen für diese Altersgruppe haben. Ein Argument, das allerdings nicht für Frauen zutrifft, die mit ihren Einschätzungen, was ein Smart Home alles leisten kann, durchweg zurückhaltender waren als Männer.

Zudem wissen nur rund 50 Prozent der Befragten, dass heutige Smart-Home-Systeme es bereits ermöglichen, unterschiedliche Gerätetypen miteinander sprechen zu lassen, also interoperabel sind, auch unabhängig vom Hersteller.

Energiesparen weltweit wichtiges Argument

Das Smart Home erledigt lästige Routineaufgaben automatisch, ermöglicht Kontrolle auch weit weg von Zuhause und vermittelt so ein beruhigendes Gefühl. Noch stärker überzeugt die Befragten aber das Potenzial, Energie zu sparen, wenn sich zum Beispiel die Heizung bei geöffneten Fenstern selbstständig abschaltet. Insbesondere Spanier, Franzosen und Engländer zeigen sich sparfreudig, zwischen 71 und 75 Prozent nannten bei der Umfrage Energiesparen als überzeugendes Argument. Bei den befragten Deutschen ist dies zwar ebenfalls die häufigste Antwort, mit 59 Prozent der Nennungen landen sie hier aber auf dem letzten Platz im Ländervergleich. Das überrascht, sind die Deutschen ja eigentlich bekannt für ihr Umweltbewusstsein. Vermutlich sind es jedoch eher finanzielle als ökologische Gesichtspunkte, die in Ländern wie Spanien, Frankreich oder England Energiesparmöglichkeiten so interessant machen.

Beruhigt in Urlaub fahren

Beruhigung und Sicherheit liegen als Argumente insgesamt auf dem zweiten und dritten Platz und wurden von 59 beziehungsweise 58 Prozent der Befragten genannt. Ein Smart Home, das bei einem Einbruch automatisch einen Alarm auslöst und die Bewohner per Push-Nachricht auf dem Smartphone warnt, überzeugt genauso wie der Gedanke, jederzeit über eine vernetzte Kamera nach dem Rechten sehen zu können. Sicherheit spielt vor allem bei Frauen eine wichtige Rolle: Sind sie von allen anderen Argumenten generell weniger überzeugt als Männer, ist es hier genau umgekehrt. Nur ein Drittel der Befragten findet es besonders bequem, den Cappuccino schon aus dem Bett vorzubrühen. Hier geben die Franzosen den Ton an: 42 Prozent schätzen es sehr, ihren Café au Lait vorzufinden, wenn sie in die Küche kommen.

Immer auf Achse: Briten und Amerikaner möchten ihr Zuhause „on the road“ steuern

Für Briten und Amerikaner hat das vernetzte Zuhause einen Platz im Alltag. Das gilt zumindest, wenn man sie fragt, in welchen Situationen sie sich wünschen, ihr Smart Home von unterwegs steuern zu können. 60 Prozent der Briten und Amerikaner haben diesen Wunsch beispielsweise, wenn sie mit der Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Unter den Spaniern, den Deutschen und den Österreichern sind es nur etwa halb so viele, bei den Franzosen immerhin noch 45 Prozent. Ähnlich sieht der Ländervergleich aus, wenn die Befragten in Eile sind. Übrigens ist in Eile zu sein eine Situation, in der vor allem Frauen glauben, die Vorzüge eines Smart Home genießen zu können. Das haben sie mit den jüngsten Befragten (16 bis 24 Jahre) gemein, die sich zudem besonders auf dem Sofa ein schlaues Zuhause wünschen. Länder-, alters- und geschlechtsübergreifend übt die Vorstellung, aus dem Urlaub Zugriff auf sein Zuhause zu haben, eine gewisse Faszination aus, die mit dem Alter nochmal zunimmt – sei es, um nach dem Rechten zu sehen oder um die Heizung schon vor der Rückreise hochzudrehen.

Viele vermuten hohe Kosten, Datenschutz hat hohen Stellenwert

Befragt nach den Gründen, warum sie ihr Heim noch nicht vernetzt haben, nennen mehr als die Hälfte der Befragten hohe Anschaffungskosten, wobei dieser Faktor mit zunehmendem Alter an Bedeutung verliert. Besonders Spanier (70 Prozent) und Franzosen (68 Prozent) geben an, dass Ihnen die Technik zu teuer sei. Einem Drittel der Befragten ist der Datenschutz ein wichtiges Anliegen. Ein Thema, mit dem sich auch Bosch intensiv beschäftigt. So erfüllen sämtliche Smart-Home-Lösungen von Bosch höchste Sicherheitsstandards. Jeder Nutzer kann selbst entscheiden, ob seine Daten nur im Haus bleiben, oder für bestimmte Services in die Cloud geladen werden.

31 Prozent der Befragten haben sich bislang noch nicht mit einem vernetzten Zuhause beschäftigt. Das überrascht, insbesondere mit Blick auf die vielen verschiedenen Bereiche, in denen ein Smart Home seinen Bewohnern nützlich sein kann. Aber immerhin etwa jeder Zehnte in Deutschland und in Österreich hat sich bereits überzeugen lassen, lebt also schon in einem vernetzten Zuhause oder plant dies zumindest – mehr als in allen anderen Ländern der Umfrage.

Das Internet ist Informationsquelle Nummer eins

Zwei von drei der befragten Twitter-Nutzer geben an, dass sie vor dem Kauf von Smart-Home-Anwendungen Internetseiten von Herstellern und Händlern besuchen würden. 42 Prozent setzen auf Blogs und Foren. Damit ist das Internet eindeutig die wichtigste Informationsquelle, erst an dritter Stelle kommen mit 35 Prozent Geschäfte und der stationäre Handel. Insbesondere in Großbritannien und in den USA spielt der stationäre Handel eine untergeordnete Rolle, nur halb so viele Befragte würden sich hier informieren wie in den übrigen Ländern. Bemerkenswert ist zudem, dass gerade die Jüngsten unter den Befragten sich eher offline informieren und dazu ein Geschäft aufsuchen würden.

Bosch zeigt auf der IFA in Berlin Lösungen für das Smart Home

Bosch bietet Smart-Home-Lösungen für viele unterschiedliche Bereiche im Haushalt. Mit der Bosch Smart Home App können Licht, Heizung, Rauch- und Bewegungsmelder mit Tablet oder Smartphone gesteuert und überwacht werden. Das Bosch Smart Home System funktioniert interoperabel: die vernetzten Geräte werden über den Bosch Smart Home Controller verbunden und sprechen miteinander. So lässt sich beim Verlassen der Wohnung jederzeit und von überall sicherstellen, dass Fenster und Türen geschlossen, die Heizung und andere Geräte abgeschaltet und das Alarmsystem aktiviert sind. Das Bosch Smart Home System sorgt auch dafür, dass beispielsweise die Heizung herunterfährt, wenn ein Fenster offensteht. Auf der IFA 2016 präsentiert Bosch neue Produkte für mehr Komfort und Sicherheit und zeigt die Integration von großen Hausgeräten in das System: Funktionen von Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine können künftig auch direkt über die Bosch Smart Home App bedient werden.

Zur Studie:

Die Umfrage unter Twitter-Nutzern wurde zwischen dem 26. Juli und dem 3. August 2016 durchgeführt. Teilgenommen haben 6 265 Befragte aus Österreich, Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien und USA; pro Land mehr als 1 000 Twitter-Nutzer, aus Österreich knapp 500.

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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