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Stark in den USA: Bosch erhöht Investitionen – 400 Millionen Euro für das laufende Jahr

USA vielversprechender Markt und Innovationstreiber

  • Auch Belegschaft wächst: 18 800 Bosch-Mitarbeiter in den USA bis 2017
  • Ausbau der Fertigung für Fahrzeugkomponenten in Charleston, South Carolina geplant
  • Hohes Potential für Geschäft mit Vernetzung ob Smart City oder Industrie 4.0

Palo Alto / Stuttgart – Die Bosch-Gruppe expandiert in den USA: Auf nahezu 400 Millionen Euro (rund 450 Millionen US-Dollar) werden sich die Investitionen des Technologie- und Dienst¬leistungsunternehmens in den USA für das laufende Jahr belaufen. Das ist rund ein Fünftel mehr als 2015. Bis Anfang 2017 soll auch die Belegschaft von Bosch in den USA wachsen: Von derzeit 17 800 Mitarbeiter auf mehr als 18 800. „Damit unterstreichen wir unser Vertrauen in die USA als etablierten Markt, aber auch als starken Innovationstreiber“, sagte Dr. Werner Struth, Bosch-Geschäftsführer unter anderem zuständig für die Region Nord- und Südamerika anlässlich eines Presse¬gesprächs in Palo Alto.

Damit unterstreichen wir unser Vertrauen in die USA als etablierten Markt, aber auch als starken Innovationstreiber

Dr. Werner Struth, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH

Das Unternehmen gab zudem bekannt, sein ältestes Werk in den USA weiter ausbauen zu wollen: Die Fertigung in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina soll erweitert und die dort ansässigen Aus- und Weiterbildungsaktivitäten gestärkt werden. Das Werk Charleston fertigt derzeit mit mehr als 1 700 Mitarbeitern Technik für die Erstausrüstung von Fahrzeugen, unter anderem Komponenten für die automobilen Sicherheitssysteme ABS und ESP.

Erst kürzlich hat Bosch auch seine Entwicklungsaktivitäten in den USA gestärkt: Zum einen hat Bosch sein Entwicklungszentrum in Pittsburgh, Pennsylvania erweitert und die Aktivitäten vor Ort an einem neuen, zentralen Standort zusammengeführt. Dort werden Internet- und Sicherheitstechnologien für das Internet of Things (IoT) entwickelt. Zum anderen wurde das technische Zentrum in Plymouth erweitert. Die Entwickler arbeiten an Schlüsseltechnologien für die Mobilität der Zukunft wie Automobilelektronik sowie Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme. Insgesamt hat das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren (2011 bis 2015) 1,5 Milliarden US-Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro) in den USA investiert.

Bosch setzt seinen Expansionskurs in den USA auch mit Akquisitionen fort: „Der amerikanische Markt ist vielversprechend. Zudem zählen US-Unternehmen zu den innovativsten weltweit. Daher werden wir weiter verstärkt in den USA zukaufen“, sagte Struth. Bosch hatte erst kürzlich den in Clifton, New Jersey, angesiedelten führenden Spezialisten für Gebäudeautomation Skyline Automation erworben und damit die Marktpräsenz ausgeweitet. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Gebäudeautomation und Systemintegration. Dies umfasst den Einbau und die Vernetzung von unterschiedlichen technischen Anlagen in Gebäuden. Bereits 2015 hat Bosch den Gebäudedienstleister Climatec übernommen, einen führenden US-Anbieter von Energie-, Gebäude- und Sicherheitslösungen.

Hohes Potential für das Geschäft mit Vernetzung

Die größte Volkswirtschaft der Welt nach Bruttoinlandsprodukt mit mehr als 320 Millionen Einwohnern bietet enormes Potential für Bosch, vor allem im Bereich IoT. Hier liegt die globale Markterwartung des Unternehmens bei rund 250 Milliarden US-Dollar (rund 280 Milliarden Euro) im Jahr 2020, davon entfallen 35 Prozent auf die Region Amerika. Laut einer Studie der OECD gehören die USA zu den Top 5-Ländern mit Blick auf die Anzahl vernetzter Geräte – und sind damit auch ein wichtiger Markt für das Geschäft mit dem IoT. „Für Bosch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, wenn es darum geht, mit vernetzten Lösungen einen echten Mehrwert zu schaffen und so den Alltag zu erleichtern und die Lebensqualität zu steigern“, sagte Struth. Ziel sei es, sicherere, komfortablere und effizientere Lösungen für viele Bereiche anzubieten – etwa für intelligente Städte, Häuser, Energie, Industrie und Mobilität.

Auf dem Weg zur Smart City

Ein Beispiel, wie vernetzte Lösungen durch das IoT neue Möglichkeiten erschließen, ist der Trend zur intelligenten Stadt oder Smart City. Das Energieeffizienz-Potenzial in Städten ist groß: Städte verbrauchen 75 Prozent der weltweit erzeugten Energie, allein die Gebäude 40 Prozent. Marktexperten schätzen, dass Städte durch Vernetzung bis 2019 rund 11 Milliarden US-Dollar (rund 12 Milliarden Euro) Energiekosten einsparen können.

In San Francisco beispielsweise entstehen aus den Industriebrachen einer alten Navy-Werft und eines ausgedienten Football-Stadions die neuen, attraktiven Stadtteile The San Francisco Shipyard und Candlestick Point. Mit geplanten 12 100 Häusern, einem großen Einkaufszentrum, zahlreichen Bürogebäuden sowie 300 Künstlerateliers, ist es das größte Stadtentwicklungsprojekt in der Geschichte San Franciscos seit dem Erdbeben 1906. Bosch arbeitet als Technologiepartner des Projektentwicklers FivePoint an smarten Lösungen für die modernen Stadtteile: unter anderem an einer Smart Community App, mit der die Einwohner in Echtzeit lokalisierte Informationen erhalten über die öffentlichen Verkehrsmittel sowie Zugriff auf intelligente Sicherheitslösungen. In Planung sind auch zukunftsweisende Lösungen für eine effiziente Verkehrsführung, sparsame Energieversorgung und schlaue Gebäude, die für eine hohe Lebensqualität sorgen.

Erhöhte Effizienz mit vernetzter Fertigung

Auch im Bereich der Fertigung treibt Bosch die Vernetzung voran und setzt auch in den eigenen Werken in den USA Industrie 4.0-Lösungen ein. Das Unternehmen fertigt in dem Land in 23 Werken Produkte für seine vier Unternehmensbereiche, in sieben davon entstehen Komponenten für die industrielle Fertigung. Die Mitarbeiter im Werk Anderson (US-Staat South Carolina) waren die ersten bei Bosch, die Smartwatches zur Kommunikation von Daten und Zustandsbeschreibungen der Produktion einsetzten. Auch im Werk Charleston werden vernetzte Lösungen in der Fertigung eingesetzt. Das Unternehmen setzt in der Industrie 4.0 auf offene Standards, damit Maschinen und Software unterschiedlicher Hersteller über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg leicht miteinander vernetzt werden können. Bosch begrüßt deshalb die jüngst beschlossene Kooperation der deutschen Plattform Industrie 4.0 und des internationalen Industrial Internet Consortium mit Sitz in den USA. Das Unternehmen ist in beiden Verbänden vertreten und treibt die grenzübergreifende Implementierung von Standards mit voran.

USA als Innovationstreiber für Bosch

Bosch beschäftigt in den USA mehr als 2 300 Forscher und Entwickler. Im Jahr 1999 eröffnete die zentrale Forschung und Vorausentwicklung von Bosch mit dem Research and Technology Center im kalifornischen Palo Alto ihre erste Niederlassung außerhalb Deutschlands. Heute erforschen dort rund 100 hochqualifizierte Mitarbeiter Zukunftstrends. Dazu gehören Internet-Technologien, automatisierte Fahrsysteme und Robotik. Bosch setzt bei seinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vor allem auf die Expertise seiner Mitarbeiter und die langfristige Partnerschaft mit renommierten Universitäten vor Ort, wie etwa der Carnegie Mellon University oder der Stanford University.

Start-up-Kultur in Kalifornien

Das Bosch Research and Technology Center in Palo Alto profitiert auch von der Nähe zu zahlreichen Hightech-Unternehmen. Über seine firmeninterne Startup-Plattform sowie seine Tochtergesellschaft Robert Bosch Venture Capital (RBVC) hat der Weltkonzern die starke Startup-Kultur im Silicon Valley im Blick. Etwa 55 Prozent des weltweiten investierten Wagniskapitals geht in die USA. „Das Silicon Valley ist das Mekka der Start-up Szene in den USA. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Start-ups dort wie Pilze aus dem Boden sprießen“, so Struth. „Für Bosch ist es wichtig, durch regelmäßigen Austausch und gezielte Investitionen frühzeitig auf neue Trends reagieren zu können und sich auch auf diese Weise Zugang zu disruptiven Branchenentwicklungen zu erarbeiten“. Ein Beispiel ist das von RBVC geförderte Startup Aimotive, das wie Bosch an der Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens arbeitet. Insgesamt ist RBVC an dreißig Start-ups weltweit beteiligt, acht davon sitzen in den USA (davon wiederum vier im Silicon Valley).

Das Unternehmen ist auch mit eigenen Start-ups erfolgreich, wie etwa Bosch eBike Systems, das unter anderem Antriebssysteme und Bordcomputer für eBikes anbietet: Was 2009 als Start-up innerhalb der Bosch-Gruppe begann, hat sich mittlerweile zum Weltmarktführer entwickelt. Im März 2014 folgte mit der Etablierung von Bosch eBike Systems Americas in Irvine, Kalifornien, der Eintritt in den US-amerikanischen Markt und Kanada. Schlüsseltechnologien für eBikes sind die Lithium-Ionen-Akkus, deren Weiterentwicklung Bosch auch in Palo Alto vorantreibt, sowie die Motoren und deren Steuerung.

Erfolgsgeschichte Bosch in den USA

Bosch blickt in den USA auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück. Bereits in den 1880er Jahren kam der junge Robert Bosch in die Neue Welt und fand eine Anstellung bei Edison Machine Works in New York City. Ein entscheidender Schritt bei der späteren Entwicklung vom Startup zum Weltkonzern war der Eintritt in den US-Markt im Jahr 1906. Schließlich war der amerikanische Automarkt zu Beginn des 20. Jahrhunderts 40 Mal größer als der deutsche. Heute ist Bosch in den USA gut aufgestellt, um die Potenziale dieses vielversprechenden Marktes zu heben. Im vergangenen Jahr (2015) hat sich das Geschäft von Bosch in den USA erfreulich entwickelt – der Umsatz stieg auf 12,2 Milliarden US-Dollar (11 Milliarden Euro). Für das laufende Jahr geht die Bosch-Gruppe trotz wirtschaftlicher Herausforderungen von einer stabilen Geschäftsentwicklung in der Region aus.

Erleben Sie Bosch auf der CES 2017 in Las Vegas, Nevada, USA

Auf der CES 2017 zeigt Bosch wie das Internet der Dinge persönlich wird – wie Dinge zu Partnern werden können. Vernetzte Technologien ermöglichen persönliche Assistenz in allen Lebensbereichen – sie verbessern Mobilität, formen die Städte der Zukunft, machen das Zuhause intelligent, Gesundheitstechnik effizienter und erleichtern die Arbeit. Zum fünften Mal auf der CES, präsentiert Bosch ein erweitertes Portfolio von vernetzten Lösungen unter dem Motto „simply.connected.“ (clever vernetzt).

BOSCH-PRESSEKONFERENZ: Mittwoch, 4. Januar 2017, 09:00 bis 09:45 Uhr (Lokalzeit): mit Dr. Werner Struth, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH im Mandalay Bay Hotel, South Convention Center, Ball Rooms B, C & D

FOLGEN SIE den Bosch CES 2017 Highlights auf Twitter: #BoschCES

BOSCH-MESSESTAND: Donnerstag bis Sonntag, 5. – 8. Januar 2017 in der Central Hall, Stand #14128

PANELS MIT BOSCH-EXPERTEN:

• Donnerstag, 5. January, 2017; 11:30 – 12:30 Uhr (Lokalzeit): Conference track “MEMS & Sensors: Personalizing Consumer Technology”, Session “Where are Consumer Electronics Taking the Sensors Industry?” mit Dr. Stefan Finkbeiner, CEO and General Manager, Bosch Sensortec; Venetian, Level 4, Marcello 4501

• Freitag, 6. Januar, 15:30 – 16:30 Uhr (Lokalzeit): Conference track “Vehicle Technology”; Session “Redefining the Automotive Infotainment Experience” mit Mr. Torsten Mlasko, Las Vegas Convention Center N258

Journalistenkontakte:

Trix Böhne, Telefon: +49 711 811-6831

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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