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Sicherer Halt – auf vier, drei und bald auch zwei Rädern

Agnes Grill

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„Der indische Autokäufer ist sehr, sehr preissensibel“, sagt Hebbale Ramkumar: „Und im Zweifel lässt er dann manchmal das ABS weg.“ Was dem Mann mit dem buschigen Schnurrbart natürlich überhaupt nicht gefällt. Denn Ramkumar ist Leiter des Werkes Chakan im indischen Bundesstaat Maharashtra. Und eines der wichtigsten Produkte des Standortes ist – wenig überraschend – das ABS.

Mittlerweile aber muss sich der Werkleiter immer weniger Sorgen um Autos ohne Antiblockiersystem machen. Die Ausstattungsquote in Indien steigt seit Jahren und liegt mittlerweile bei 48 Prozent, auch weil immer mehr Hersteller ABS serienmäßig anbieten. Und wenn man wie Bosch Marktführer ist, wirkt sich das natürlich erfreulich auf die Zahlen aus.

Wir sind seit 2013 um jährlich elf Prozent gewachsen. Und das wird auch die kommenden Jahre so weiter gehen.

Sampara Sivaramakrishna, Landesfinanzchef Geschäftsbereich Chassis Systems Control (CC)

Zwar sei der Wettbewerb auch in Indien hart. „Aber wir haben intensiv an Kosten und Qualität gearbeitet“, sagt Qualitätschef Hemant Jadhav: „Bei den Aktuatoren zum Beispiel haben wir eine Fehlerquote im einstelligen ppm-Bereich erreicht. Die Kunden honorieren das.“ Dazu gehören neben Maruti-Suzuki, Tata und Mahindra auch Toyota, Volkswagen oder Renault.

Dabei geht es an dem schönen Standort voller Palmen und mit gepflegtem, üppigem Grün nicht nur um den geschäftlichen Erfolg allein. „Wir haben uns hier ein klares Ziel gesetzt“, sagt Werkleiter Ramkumar: „Wir wollen Indiens Straßen sicherer machen.“

Und dazu passt hervorragend, dass die Produkte aus Chakan bald nicht mehr nur auf vier (oder drei) Rädern unterwegs sein werden, sondern auch auf zwei: Denn Indien führt die ABS-Pflicht für Motorräder ein. „Von April 2018 an muss jedes neue Zweiradmodell mit einem Hubraum von mehr als 125cc mit ABS ausgestattet sein“, erklärt Kartikeya Joshi, Senior General Manager und Marketingexperte. Ein Jahr später dann auch die bereits laufenden Modellreihen.

Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach Motorrad-ABS in Indien bis 2020 rund versiebzehnfachen wird.

Kartikeya Joshi, Senior General Manager und Marketingexperte

Deshalb kommen nun in wenigen Monaten Maschinen für die Fertigung des Motorrad-ABS aus Deutschland, der Platz dafür glänzt schon geräumt und gewienert.

So sorgt die Technik aus Chakan in Zukunft für noch mehr Sicherheit auf Indiens Straßen – und für eine gute Bilanz: „Für 2023 rechnen wir mit einem Gesamtbedarf in Höhe von mehr als vier Millionen ABS-Einheiten“, sagt Joshi, „und damit, dass Bosch auch dann noch unangefochten Marktführer ist.“

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2018 mit 47,6 Milliarden Euro 61 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions verfolgt die Vision einer unfallfreien, emissionsfreien und begeisternden Mobilität der Zukunft und bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Seinen Kunden bietet der Bereich ganzheitliche Mobilitäts-lösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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