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Rückkehr in den Golfstaat: Bosch belebt Geschäft im Iran neu

Trix Boehne

Trix Boehne >

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Besondere Wachstumsdynamik für die Region erwartet

  • Verkauf von ersten Bosch-Produkten bereits 1924
  • Bosch setzt auf Kontakte zu ehemaligen lokalen Partnern und Kunden
  • Vielzahl von Lösungen zur Modernisierung von Infrastruktur und Fahrzeugflotte

Teheran/Istanbul – Die Bosch-Gruppe eröffnet in der iranischen Hauptstadt Teheran eine neue Repräsentanz. Damit will sich das internationale Technologie- und Dienstleistungsunternehmen einen der vielversprechendsten Märkte im Mittleren Osten erschließen. Bosch wird im Iran mit allen Unternehmensbereichen aktiv sein und dort bis Ende dieses Jahres rund 50 Mitarbeiter zählen. Mit der Repräsentanz belebt das Unternehmen eine langjährige Verbindung zum Iran neu. Bereits 1924 begann Bosch mit dem Verkauf erster Produkte in dem Land. „Wir freuen uns sehr, dass wir zurück im Iran sind. Um schnell Fahrt aufzunehmen, kommen uns jetzt vor allem unsere Kontakte zu ehemaligen lokalen Partnern und Kunden zugute“, sagte Uwe Raschke , Bosch-Geschäftsführer verantwortlich für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika. „Das Potenzial des Landes ist enorm: Wir erwarten 2016 ein Wachstum der iranischen Wirtschaft von knapp fünf Prozent. Auch mittelfristig ist die Entwicklung vielversprechend.“

Mehr als die Hälfte der knapp 80 Millionen Einwohner ist jünger als 25 Jahre, zudem ist der Bildungsgrad der Bevölkerung in dem Land sehr hoch. Gut 20 Prozent der Iraner leben in der Region Teheran, einem dynamischen Wirtschaftsraum mit einer sich schnell entwickelnden IT-Infrastruktur. Der iranische Staat will in den kommenden Jahren mehr als 40 Milliarden US-Dollar in die lokale Infrastruktur investieren, beispielsweise in den Ausbau von Flughäfen, Eisenbahnnetzen und in die Energieversorgung. „Wir können den Modernisierungsprozess des Landes mit einer Vielzahl von Produkten und Lösungen begleiten. Dazu zählen beispielsweise Anwendungen im Maschinenbau, für die Vernetzung von Infrastruktur sowie Energie- und Gebäudetechnik, aber auch innovative Haushaltsgeräte und Elektrowerkzeuge", sagte Raschke.

Mobilitätslösungen für wachsenden Kraftfahrzeugmarkt
Bosch wird im Iran auch mit seiner breiten Palette an Produkten und Lösungen rund um den Bereich Mobility Solutions präsent sein. Das Unternehmen sieht im wachsenden Kraftfahrzeugmarkt viel Potenzial: In diesem Jahr wird dort voraussichtlich mehr als eine Million Fahrzeuge lokal produziert, rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem besteht angesichts einer überalterten Flotte ein großer Nachholbedarf insbesondere im Nutzfahrzeugbereich. Viele Lastwagen sind bereits seit 40 Jahren und mehr auf Irans Straßen unterwegs.

Starkes Wachstum im Mittleren Osten
Neben der Repräsentanz im Iran hat Bosch kürzlich auch eine Vertretung in der zweitgrößten pakistanischen Stadt Lahore gegründet. Die Aktivitäten im Iran und Pakistan sowie in weiteren 14 Ländern im Mittleren Osten werden von der Regionalgesellschaft in der Türkei aus koordiniert. 2015 hat Bosch in der Region inklusive Türkei einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro erzielt (davon knapp 1,5 Milliarden Euro in der Türkei), was einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr entspricht. „Die Türkei spielt in unserer Wachstumsstrategie im Mittleren Osten eine herausragende Rolle“, betonte Raschke. Innerhalb von zwei Jahren (2015 und 2016) investiert das Unternehmen dort rund eine halbe Milliarde Euro vor allem in den Ausbau der lokalen Produktion und Entwicklung. Zudem hat Bosch 2015 eine neue Regionalzentrale in Istanbul eröffnet. Das Unternehmen ist seit 1910 in der Türkei vertreten und beschäftigt heute rund 16 600 Mitarbeiter in dem Land.

Journalistenkontakte:
Trix Böhne, Telefon: +49 711 811-6831
Melita Delic, Telefon: +49 711 811-48617

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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