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Neues Motorrad-ABS 10 von Bosch geht bei Kawasaki und Suzuki in Serie

Joern Ebberg

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Internationale Motorradmesse EICMA 2016

  • Neues Motorrad-ABS 10 ist fast 30 Prozent leichter und 45 Prozent kleiner als das aktuelle ABS 9
  • Kostengünstige Lösung für Kleinmotorräder in Schwellenländern
  • Motorrad-ABS wird in vielen Ländern zur Standard-Ausrüstung

Mailand, Italien – Nach der Vorstellung des Motorrad-ABS 10 von Bosch auf der EICMA 2015 wird die Kawasaki Versys-X 300 ABS jetzt als weltweit erstes Serienmodell mit dem neuen Antiblockiersystem ausgestattet. Zudem kommt das System in der Suzuki GSX-S125 ABS des Modelljahrs 2018 zum Einsatz. ABS 10 ist fast 30 Prozent leichter und 45 Prozent kleiner als das aktuelle ABS 9. Damit lässt es sich vor allem auch einfacher in Kleinmotorräder integrieren, die in Schwellenländern besonders beliebt sind.

Bosch hat das Motorrad-ABS 10 mit dem Ziel entwickelt, diese wichtige Sicherheitstechnik für alle Fahrzeugklassen und Märkte einzuführen

Geoff Liersch, Leiter des Produktbereichs Two-Wheeler and Powersports von Bosch.

Fast 90 Prozent aller Zweiräder rollen in Asien vom Band

Bis 2021 werden etwa 160 Millionen Zweiräder pro Jahr produziert – ungefähr ein Drittel mehr als heute. Annähernd 90 Prozent davon rollen in China, Indien und Südostasien vom Band. „Bosch hat das Motorrad-ABS 10 mit dem Ziel entwickelt, diese wichtige Sicherheitstechnik für alle Fahrzeugklassen und Märkte einzuführen“, sagt Geoff Liersch, Leiter des Produktbereichs Two-Wheeler and Powersports von Bosch.

Jedes Jahr ereignen sich allein in Indonesien und Thailand 21 000 tödlich verlaufende Motorradunfälle. Laut Bosch-Unfallforschung könnte ungefähr jeder vierte Motorradunfall mit Toten und Verletzten verhindert werden, wenn alle Zweiräder mit einem ABS ausgestattet wären. Das Antiblockiersystem gibt Motorradfahrern mehr Sicherheit, so dass sie schneller reagieren können. Das ABS verhindert bei einer Notbremsung das Blockieren der Räder und stabilisiert so das Motorrad. Auf diese Weise können Stürze eher vermieden werden.

Motorrad-ABS wird in vielen Ländern Standard

Weltweit schreiben immer mehr Länder den Einsatz von Motorrad-ABS vor. In der Europäischen Union müssen von Anfang 2017 an alle neu zugelassenen motorisierten Zweiräder mit mehr als 125 Kubikzentimetern Hubraum ein Antiblockiersystem an Bord haben. Ähnliche Gesetze werden ab 2018 in Japan und Indien sowie ab 2019 in Taiwan gelten. Brasilien plant, zwischen 2016 und 2019 ein Gesetz zu verabschieden, demzufolge alle bestehenden Fahrzeugtypen mit mehr als 300 Kubikzentimetern Hubraum mit einem ABS ausgerüstet werden müssen. Gesetzliche Regelungen zu Motorrad-ABS stehen außerdem in den USA, in Australien und in Ecuador auf der politischen Agenda.

Technische Innovationen über ABS hinaus

Bosch hat seit 1995 mehr als zwei Millionen Motorrad-ABS gefertigt. 2013 hat Bosch zudem die Motorrad-Stabilitätskontrolle (MSC) entwickelt – das weltweit erste umfassende Sicherheitssystem für Zweiräder. MSC überwacht zweiradspezifische Parameter wie die Schräglage und passt die elektronischen Regeleingriffe beim Bremsen und Gasgeben blitzschnell der Fahrsituation an. Ein Wegrutschen oder Aufstellen des Motorrads beim Bremsen in einer Kurve wird so verhindert. Aber die Entwicklung von Sicherheitssystemen für Zweiräder ist damit nicht abgeschlossen. Mit dem Totwinkel-Assistenten hat Bosch das weltweit erste Fahrerassistenzsystem für motorisierte Zweiräder auf den Markt gebracht. Mithilfe von Ultraschallsensoren überwacht der Assistent den toten Winkel und hilft den Fahrern, Unfälle beim Spurwechsel zu vermeiden.

Tags: two-wheeler, Abs

Journalistenkontakt:

Inga Ehret, Telefon: +49 711 811-16476

Mauro Guerrini, Telefon: +39 2 39692364

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2018 mit 47,6 Milliarden Euro 61 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions verfolgt die Vision einer unfallfreien, emissionsfreien und begeisternden Mobilität der Zukunft und bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Seinen Kunden bietet der Bereich ganzheitliche Mobilitäts-lösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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