Video #Industrie 4.0

Multiproduktlinie Homburg - Langversion

Auf einer Multiproduktlinie in Homburg kann Bosch bereits heute hochflexibel zweihundert verschiedene Hydraulikmodule bis zur Losgröße 1 herstellen. Die neun Stationen dieser Multiproduktlinie sind dafür intelligent miteinander vernetzt. Über einen RFID-Chip am Werkstück erkennen sie, wie das fertige Produkt zusammengestellt sein muss und welche Arbeitsschritte notwendig sind. Das ermöglicht die effiziente Produktion auch in geringen Stückzahlen. Dies ist nötig, weil einige Module häufiger, andere seltener nachgefragt werden. Auf der Multiproduktlinie können zur gleichen Zeit verschiedene Module entstehen. Die zugehörigen Arbeitspläne werden automatisch abgerufen und als Foto oder Film auf Monitoren angezeigt – und das sogar individuell, je nach Ausbildungsgrad und in der Muttersprache des jeweiligen Mitarbeiters. Die Mitarbeiter werden bei ihrer Arbeit bestmöglich unterstützt. Sie fügen aus etwa 2 000 verschiedenen Komponenten, die rechtzeitig und automatisch nachgeordert werden, rund 200 Varianten von Hydraulikmodulen zusammen. Diese Module steuern die Arbeits- und Fahrhydraulik in Lkw oder Traktoren, etwa um Ladeflächen zu kippen oder den Pflug zu heben. Diese Multiproduktlinie wurde Ende Dezember 2014 mit dem „Industrie 4.0 Award“ ausgezeichnet, vergeben von der Fachzeitung Produktion gemeinsam mit ROI Management Consulting AG. Die unabhängige Jury bewertet das Projekt als beste Umsetzung von Industrie 4.0 in der Produktion. Zu den hier erfolgreich realisierten Schlüsselelementen von Industrie 4.0 zählen: dezentrale Intelligenz, schnelle Vernetzung, offene Standards, Kontexteinbindung in Echtzeit und autonomes Verhalten.

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