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Mobilitätssparte von Bosch wächst doppelt so stark wie der Markt

Joern Ebberg

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Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) 2016

  • Jeden vierten Euro setzt Bosch im Mobilitätsgeschäft mit Lkw-Lösungen um
  • Neue Services von Bosch bringen mehr Effizienz in die gesamte Logistikkette
  • Bosch will Umsatz mit Abgasnachbehandlungssystemen bis 2020 verdoppeln
  • Im Bereich von Lenkungen für Nutzfahrzeuge ist Bosch Weltmarktführer
  • Bosch verdoppelt 2017 Absatz von Connectivity-Boxen für Nutzfahrzeuge
Bosch Mobilitätssparte auf Wachstumskurs

Hannover – Bosch bleibt mit dem Unternehmensbereich Mobility Solutions auf Wachstumskurs. „Wir wollen unser Wachstumstempo weiter erhöhen. Dazu entwickeln wir neben Lösungen für die Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung von Fahrzeugen auch innovative Services für die Mobilität von morgen“, sagte Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Bosch-Unternehmensbereichs Mobility Solutions, auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 in Hannover. Das Mobilitätsgeschäft von Bosch wird dieses Jahr wechselkursbereinigt um annähernd fünf Prozent wachsen. Damit entwickelt es sich besser als die weltweite Automobilproduktion, die 2016 voraussichtlich um weniger als zwei Prozent zulegt. Großen Anteil am Bosch-Wachstum hat die Nutzfahrzeugtechnik: Jeden vierten Euro setzt der Unternehmensbereich schon heute mit Systemen für leichte und schwere Nutzfahrzeuge um. Mit der neu gegründeten Einheit „Commercial Vehicle and Off-Road“ will sich Bosch in Zukunft noch intensiver um Lösungen für Trucks und Off-Highway-Anwendungen kümmern. Der Umsatz in diesem Segment soll sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Im Fokus stehen dabei auch vermehrt Services und Dienstleistungen, mit denen Bosch Effizienz und Sicherheit im Ecosystem der Logistik steigern will.

Wir wollen unser Wachstumstempo weiter erhöhen. Dazu entwickeln wir neben Lösungen für die Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung von Fahrzeugen auch innovative Services für die Mobilität von morgen

Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Bosch-Unternehmensbereichs Mobility Solutions

Neue Emissionsnormen als Schub für Bosch-Geschäft

Ausgangsbasis dafür ist der Nutzfahrzeug-Antrieb. Neue Abgasvorschriften lassen die Nachfrage nach modernen Dieselsystemen von Bosch steigen. Damit können Lkw schon heute umweltschonend wie kaum ein anderes Fahrzeug unterwegs sein und beispielsweise die Emissionsnorm Euro 6 auch im realen Straßenverkehr einhalten. Vergleichbare Abgasvorschriften sind in den beiden Wachstumsregionen China und Indien ebenfalls geplant. Bis 2020 steigt der Anteil des Common-Rail-Systems in neu produzierten Nutzfahrzeugen weltweit von 70 auf 90 Prozent. Daneben ist die Abgasnachbehandlung ein Wachstumsfeld für Bosch. Mit Systemen wie der Denoxtronic wird das Unternehmen seinen Umsatz bis Ende des Jahrzehnts voraussichtlich nahezu verdoppeln. Parallel dazu bringt Bosch mehr Effizienz in den Antriebsstrang. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen – beispielsweise der Elektrifizierung von Nebenaggregaten wie der Hydraulikpumpe – sind Kraftstoffeinsparungen von bis zu zehn Prozent möglich. Neben Systemen zur Wärmerückgewinnung entwickelt Bosch auch bereits am Hybrid- und Gasantrieb und damit an künftigen alternativen Antriebskonzepten.

Software- und Systemwissen als Voraussetzung für automatisiertes Fahren

Die Nutzfahrzeuge der Zukunft sind auch automatisiert unterwegs. Diese Automatisierung kommt schrittweise, ausgehend von Assistenzfunktionen, die den Fahrer immer stärker unterstützen. Pflicht sind bereits heute Systeme wie die automatische Notbremsung oder die Spurverlassenswarnung. Künftig werden Lkw-Fahrer auch beim Abbiegen, Spurwechseln und Rangieren assistiert. Mit allen diesen Systemen lassen sich nach Einschätzung der Bosch-Unfallforscher 90 Prozent der von Lkw verursachten Unfälle mit Personenschaden vermeiden. Eine Schlüsseltechnik für das automatisierte Fahren ist die Lenkung. Bosch ist Weltmarktführer für Nutzfahrzeug-Lenkungen und erwartet, dass 2025 jeder zweite Lkw in Europa, USA und Japan über eine elektrisch unterstützte Lenkung verfügt. Zusätzlich bringt das Unternehmen sein breites und tiefes Software- und Systemwissen ein, um dem automatisierten Fahren den Weg zu ebnen. Bis 2025 erwartet Bosch, dass Platooning serienreif ist, also das automatisierte Windschattenfahren von Lkw auf Autobahnen. Wie das aussehen kann, zeigt Bosch auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 mit der Konzeptstudie „Vision X“.

Sensoren, Software und Services als Schlüssel zu mehr Transporteffizienz

Automatisiertes Fahren ist zugleich vernetztes Fahren. In Europa und Nordamerika wird 2017 bereits jeder neue Lkw telematikfähig sein. Die Voraussetzung für die Vernetzung des Nutzfahrzeugs kommt ebenfalls von Bosch – mit der Connectivity Control Unit. Den Absatz dieser Hardware wird das Unternehmen 2017 mehr als verdoppeln. So liefert Bosch zukünftig für neue Lkw von Daimler das Truck Data Center. Neben der Hardware verfügt Bosch über eine eigene IoT Cloud. Darüber realisiert das Unternehmen intelligente Services wie das Secure Truck Parking. Auf dieser Buchungsplattform können sich Spediteure und Fahrer von Anfang 2017 an sichere Lkw-Parkplätze entlang von Autobahnen buchen. Im kommenden Jahr startet Bosch mit TraQ zudem eine Lösung, die Frachtgut mit Hilfe integrierter mikromechanischer Sensoren überwacht und mehr Transparenz in die Logistikkette bringt. Die Beispiele zeigen, dass Bosch die Transporteffizienz nicht nur mit Nutzfahrzeugtechnik steigern kann, sondern auch mit Logistik-services.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2018 mit 47,6 Milliarden Euro 61 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions verfolgt die Vision einer unfallfreien, emissionsfreien und begeisternden Mobilität der Zukunft und bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Seinen Kunden bietet der Bereich ganzheitliche Mobilitäts-lösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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