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Mehr Sicherheit für eBiker

Tamara Winograd

Tamara Winograd >

Die Weichen für die Mobilität von morgen stellen

  • Zunehmender Verkehr erhöht Sicherheitsrisiko für Radfahrer
  • Technische Lösungen von Bosch machen eBiken sicherer
  • Verbesserte Fahrrad-Infrastruktur notwendig

Stuttgart/Reutlingen – Deutschland ist auf das eBike gekommen: Aktuell sind auf den Straßen hierzulande rund 4,5 Millionen Pedelecs unterwegs, allein im Jahr 2018 wurden 980.000 Elektrofahrräder verkauft. Eine positive Entwicklung für die Umwelt – und ein schöner Trend zu einem aktiven Lebensstil. Denn laut Studien sind Pendler, die mit dem Fahrrad fahren, gesünder als jene, die täglich das Auto nehmen. Aber: Es wird eng auf deutschen Straßen. Obwohl es inzwischen eine große Auswahl an alternativen Mobilitätsangeboten gibt, hat sich bei der städtischen Infrastruktur in den letzten zehn Jahren wenig getan. Hier gibt es Nachholbedarf, um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Dafür sind ebenfalls wichtig: verantwortungsbewusstes Handeln und technische Lösungen. Das Zusammenspiel dieser drei Faktoren ist eine Grundvoraussetzung für Fahrspaß und sorgt dafür, dass eBiker nachhaltig, entspannt und vor allem sicher unterwegs sein können.

Sicherheit durch technische Innovationen

Mit der steigenden Anzahl an eBikern und der deutlich höheren Anzahl gefahrener Kilometer, die mit einem Pedelec zurückgelegt werden, haben sich auch die Unfallzahlen erhöht. Vor allem falsches Bremsverhalten spielt bei den Unfallursachen eine wichtige Rolle. „Sicheres Fahren hat für Bosch höchste Priorität. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Sicherheit für eBiker und ihre Umwelt weiter zu erhöhen. Hierzu leisten wir mit innovativen Produkten und Lösungen einen wichtigen Beitrag“, sagt Claus Fleischer, Geschäftsleiter von Bosch eBike Systems. Ein Beispiel ist das erste serienreife Antiblockiersystem für Pedelecs. Das Bosch eBike ABS erhöht die Verkehrssicherheit für den eBiker nachweislich. Eine Studie der Bosch Unfallforschung belegt: Wenn alle Pedelecs mit ABS ausgestattet wären und die Fahrer entsprechend reagieren, könnten jährlich bis zu 29 Prozent aller Unfälle mit Pedelecs vermieden werden.

Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen

Die Entscheidung für ein eBike mit ABS ist ein wichtiger Schritt, um sicherer im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Ein angemessener Kopfschutz ist ebenfalls wichtig. Ein Fahrradhelm sollte bei keiner Fahrt mit dem Pedelec fehlen. Einer Studie zufolge, die vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und dem Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr beauftragt wurde, lassen sich bei Leichtverletzten 20 Prozent der Kopfverletzungen und bei Schwerverletzten bis über 80 Prozent der Kopfverletzungen durch das Tragen eines Fahrradhelms vermeiden. eBiker sollten sich zudem intensiv mit dem Fahr- und Bremsverhalten ihres Elektrofahrrads vertraut machen. Für Pedelec-Neulinge ist es sinnvoll, an einem Fahrsicherheitstraining teilzunehmen. Viele Händler und Verbände, wie etwa der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), bieten speziell auf Pedelecs ausgerichtete Fahrsicherheitstrainings an. „Nur wer sicher und souverän am Straßenverkehr teilnimmt, mit dem eigenen Pedelec vertraut ist und Gefahrensituationen rechtzeitig erkennt und einschätzt, kann die Faszination eBiken auch in vollen Zügen genießen“, sagt Fleischer.

Das Tuning von Pedelecs als Sicherheitsrisiko

Verantwortungsbewusstes Fahren – dazu gehört auch, sein Pedelec nicht zu tunen. Denn mit getunten eBikes im öffentlichen Verkehr unterwegs zu sein, kann neben rechtlichen und technischen auch sicherheitsrelevante Konsequenzen nach sich ziehen. Technische Manipulationen am eBike, beispielsweise die Erhöhung der Abschaltgeschwindigkeit auf über 25 km/h, verursachen konstruktiv nicht eingeplante Dauerbelastungen, auf die Rad und Komponenten nicht ausgelegt sind. Zudem schätzen die anderen Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit des herannahenden eBikes völlig falsch ein. Mit Tuning beeinträchtigt man daher die Sicherheit des gesamten Pedelecs und gefährdet sowohl sich selbst als auch andere Verkehrsteilnehmer. Bosch eBike Systems setzt sich für ein gesetzes- und regelkonformes eBiken ein und bringt zum Modelljahr 2020 eine neue Software auf den Markt, die Tuning am eBike erkennt und daraufhin in den Notlaufbetrieb schaltet. Das mindert den Fahrspaß und macht Manipulation unattraktiv.

Fahrräder sicher abstellen

Um Städte fahrradfreundlicher zu gestalten und mehr Menschen zum Umstieg auf das eBike zu bewegen, benötigt es auch diebstahlsichere, barrierefreie und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten, wie etwa Fahrradparkhäuser oder abschließbare Fahrradgaragen. Dass es in Deutschland noch daran mangelt, zeigt eine Studie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI): 55 Prozent der Befragten verlangten nach sicheren Fahrradabstellanlagen und stellten dies als Forderung an die Politik. Aus gutem Grund: Allein im letzten Jahr wurden in Deutschland rund 290.000 Fahrräder gestohlen oder unbefugt in Gebrauch genommen. Um das Risiko eines Diebstahls zu reduzieren, ist neben einem sicheren Stellplatz auch entsprechende Sicherheitstechnik notwendig. Ein mechanisches Schloss ist dabei unverzichtbar. Einen digitalen Zusatzschutz bietet Bosch eBike Systems jetzt mit der Premium-Funktion Lock, die mit Abziehen des Bordcomputers die Motorunterstützung des Pedelecs deaktiviert. Für Diebe wird das Pedelec damit unattraktiver, denn die Chance auf Weiterverkauf wird deutlich erschwert.

Sicherheit als Voraussetzung für Radkultur

Wer das Fahrrad nutzt, möchte sich im Straßenverkehr möglichst wohl fühlen. Das subjektive Sicherheitsempfinden ist einer der zentralen Faktoren bei der Wahl des Verkehrsmittels. Allerdings hat sich dieses in Deutschland weiter verschlechtert. Laut einer Umfrage des ADFC fühlen sich die Menschen beim Radfahren immer unsicherer. 74 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass sie Kinder nur mit einem schlechten Gefühl allein mit dem Rad fahren lassen können, in Großstädten sind es 85 Prozent. Ein besorgniserregender Trend. Hier lohnt sich ein Blick auf Kopenhagen. Dort fahren 62 Prozent der Bevölkerung mit dem Fahrrad zur Schule oder Arbeit. Dabei legen die Kopenhagener 1,4 Millionen Kilometer am Tag zurück. Eine Umfrage („Bicycle Account“) unter den Kopenhagener Einwohnern zeigt, das kommt nicht von ungefähr: 76 Prozent aller Radfahrer in Kopenhagen fühlen sich sicher. Damit sich eine Kultur des Fahrradfahrens etablieren kann, ist Sicherheit demnach eine wichtige Voraussetzung.

Bessere Infrastruktur für den Radverkehr erforderlich

Die Hauptursache für die vermehrte Unsicherheit unter deutschen Radfahrern ist, dass die städtische Infrastruktur mit der gestiegenen Anzahl an Radfahrern nur schwer mithalten kann. „Ob mit oder ohne elektrische Unterstützung – für sichere Mobilität ist eine entsprechende Fahrrad-Infrastruktur erforderlich, die dem wachsenden Bedarf angepasst werden muss. Wir brauchen dringend mehr Platz für den Radverkehr“, erklärt Fleischer. Wichtig für Radfahrer sind beispielsweise „Protected Bike Lanes“, also breite Fahrradwege entlang der Hauptverkehrsachsen, die physisch vom Autoverkehr getrennt sind. Auch die Einrichtung von sicheren Fahrradstraßen oder Radschnellwegen gehört dazu. Fleischer ergänzt: „Hier muss die Politik handeln und mehr investieren. Und das jetzt. Denn die Umgestaltung unserer Städte geht viel zu langsam voran. Doch nur, wenn sich Radfahrer sicher fühlen, wird sich dieses moderne Mobilitätskonzept weiter durchsetzen. Die Weichen für die Mobilität von morgen müssen heute bereits gestellt werden.“

Quellenangabe:

Über Bosch eBike Systems

Eine neue Generation Fahrräder erobert Stadt und Land und gehört bereits heute zum Alltagsbild: eBikes sind ein modernes Fortbewegungsmittel für moderne Menschen. Für Schnelle und Gemütliche, für Fitte und Bequeme, für Pendler und Genussradler, und natürlich für Alt und Jung. Hinter dem Rückenwind technisch führender eBikes von rund 70 führenden Fahrradmarken in Europa stecken Komponenten, die von Bosch zur Perfektion gebracht werden. Von der hocheffizienten Antriebseinheit (Motor und Getriebe), über hochqualitative Akkus bis hin zu einem intuitiv bedienbaren, smarten Bord- und Fahrradcomputer reicht das Bosch-Portfolio. Die perfekte Abstimmung der Komponenten ist der Schlüssel zur typischen Bosch-Performance in Komfort wie Leistungsfähigkeit. Die eBike-Systeme profitieren wie andere Bosch-Produkte vom Technik- und Fertigungs-Know-how der Bosch-Gruppe: Von der Konzeption über das Engineering bis hin zu Produktion, Marketing und After-Sales-Service setzt Bosch eBike Systems immer wieder aufs Neue Maßstäbe für die eBike-Branche. Die Erfahrung der Bosch-Gruppe auf den Gebieten Elektromotor, Sensorik, Displays und Lithium-Ionen-Batterie verschafft Bosch-eBike-Systemen Technik fürs Leben und eBike-Fahrern ihren Spaß.

Mehr Informationen unter www.bosch-ebike.de

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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