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Die Sinnesorgane des Internet der Dinge

Katharina Hogh-Binder

Katharina Hogh-Binder >

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E-Mail von der Transportkiste

  • Jedes zweite Smartphone weltweit mit Bosch-Sensoren
  • Bausteine der vernetzten Welt
  • Bosch-Chef Denner: „Es geht nur noch um das wann“

    Mit Strukturen weitaus feiner als das Haar eines Menschen erkennen
    empfindliche Sensoren ihre Umwelt.
    Damit legen sie einen der Grundsteine für das Internet der Dinge.

Stuttgart/Berlin – Künftig werden viele Gegenstände ihren Zustand über das Internet melden und neue Funktionen und Geschäftsmodelle ermöglichen. Grundlage dafür sind winzige Sensoren, die ihre Umwelt erkennen. Diese Bausteine der vernetzten Welt sind zwar nur wenige Millimeter groß, ihr Potenzial aber ist riesig. Mikroskopisch feine Strukturen im Inneren messen Beschleunigung, Luftdruck, Erdmagnetfeld, Geräusche, Drehraten oder Temperatur. Ausgestattet mit Miniaturbatterie und winziger Funkschnittstelle können sie diese Messdaten via Internet zum Beispiel an das Smartphone des Nutzers schicken. Damit lassen sich im Prinzip Informationen über alle Gegenstände des täglichen Lebens ins Internet holen – sie teilen ihren Zustand auf Kundenwunsch jederzeit mit.

Sensoren bringen Smartphones das Fühlen bei
Die sogenannten MEMS-Sensoren (Micro Electro Mechanical Systems) sind bereits heute die Sinnesorgane vieler mobiler Geräte, Bosch bringt zum Beispiel den Smartphones damit das „Fühlen“ und „Hören“ bei. Ein Smartphone „weiß“ deshalb, wie es im Raum gehalten wird und sein Bild drehen muss. Winzige MEMS-Mikrofone nehmen Geräusche und Sprache auf. Notebooks, Tablets, Smart-Watches, Spielkonsolen oder Sportuhren sind weitere Anwendungen.

Auch Speditionen können profitieren: Ersatzteile im Lager melden via Internet ihre Anzahl und ihren Ort. Und dank eines aufgeklebten Beschleunigungssensors lässt sich jederzeit abfragen, ob empfindliche Geräte stets erschütterungsfrei transportiert werden. Mehr noch: Stürzt eine so gesicherte Kiste auf den Boden, sendet der Sensor eine Warnung per E-Mail. Durch das Internet spielt es keine Rolle, ob ihr Adressat eine Firmenzentrale in Deutschland oder sonst wo auf der Welt ist.

„Es geht nur noch um das wann“
„Es ist nicht die Frage, ob die reale und die virtuelle Welt dank solcher Sensoren zusammenwachsen. Es geht nur noch um das Wann“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Sensoren, Batterien und Sender sind mittlerweile auch als eine Einheit so klein, energiesparsam und günstig, dass sie milliardenfach eingesetzt werden können. Gleichzeitig sind Funknetze fast überall verfügbar. Damit sind die Grundsteine für das Internet der Dinge und Dienste gelegt.“

Bosch bietet Sensoren für viele unterschiedliche Anwendungen in der Automobil- und Konsumelektronik. Das Unternehmen hat die MEMS-Technologie von Beginn an geprägt und ist heute umsatzstärkster Anbieter von MEMS-Sensoren. „Seit Produktionsstart 1995 hat Bosch mehr als drei Milliarden MEMS-Sensoren gefertigt. Mehr als eine Milliarde haben 2013 die moderne Chipfabrik in Reutlingen verlassen.“ Bereits jedes zweite Smartphone weltweit arbeitet mit Sensoren von Bosch Sensortec.

Neue Lösungen für mehr Komfort
„Die vernetzten Sensoren ermöglichen es, die Umgebung zu erkennen und mit ihr zu interagieren. Es wird viele neue Lösungen für mehr Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz geben, die den Nutzern Zeit und Kosten sparen“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel. „Es ist heute noch gar nicht absehbar, welche neuen Anwendungen, Funktionen und Geschäftsmodelle unsere Sensoren ermöglichen werden. Wir sehen hier ein riesiges Potenzial.“

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Die Bosch Software Innovations, das Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe, konzipiert, entwickelt und betreibt weltweit innovative Software- und Systemlösungen, die unsere Kunden sowohl im Internet of Things (IoT) als auch im klassischen Enterprise-Umfeld voranbringen. Unseren Fokus legen wir dabei auf die Themenfelder Mobilität, Energie, Fertigungsindustrie und Gebäude. Unsere IoT-Plattform - die Bosch IoT Suite - bildet die technologische Basis, die das Zusammenspiel von Geräten, Anwendern, Unternehmen und Partnern auf einer Plattform erlaubt. Dadurch wird die Entwicklung innovativer und zukunftsfähiger Lösungen für neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Bosch Software Innovations ist mit rund 600 Mitarbeitern weltweit mit Standorten in Deutschland (Berlin, Immenstaad am Bodensee, Stuttgart), in Singapur, China (Schanghai) und den USA (Chicago) vertreten.

Mehr Informationen unter www.bosch-si.de, www.twitter.com/BoschSI, www.blog.bosch-si.com.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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