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Pressemeldung #Automotive Aftermarket
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CDR-Tool von Bosch ermöglicht den Abruf von Unfalldaten aus Event Data Recordern in den Fahrzeugen für verschiedene Fahrzeughersteller

Bosch CDR-Tool (Crash Data Retrieval) unterstützt die Unfallforschung und Unfallanalyse

  • Ab Juli 2022 müssen alle Kfz mit neuer Typzulassung in der EU mit Event Data Recordern (EDR) ausgestattet sein
  • Bosch bietet als einziger Hersteller ein Mehrmarken CDR-Tool für den europäischen Markt an
  • Die mit dem CDR-Tool von Bosch abgerufenen Unfalldaten helfen das Unfallgeschehen zu rekonstruieren und Versicherungsbetrug aufzudecken
Carolin Lüdecke

Carolin Lüdecke >

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Karlsruhe – Seit dem 06. Juli 2022 müssen Fahrzeuge mit einer neuen Typzulassung (Pkw- und leichte Lkw-Typen) mit einem Event Data Recorder (EDR) ausgestattet sein, der bei einem Unfall eine Reihe von Fahrzeugdaten aufzeichnet. Ab 7. Juli 2024 gilt das auch für alle neu zugelassenen Pkw und leichte Lkw. Bei Nutzfahrzeugen tritt die Regelung ab 7. Januar 2026 für alle neuen EU-Typgenehmigungen und ab 7. Januar 2029 für alle neuen Nutzfahrzeuge in Kraft. Mit dem Crash Data Retrieval – kurz CDR – hat Bosch ein spezielles Gerät für das zuverlässige Auslesen der EDR-Daten entwickelt. Die Programmierung des CDR-Tools stellt sicher, dass die Unfalldaten nur ausgelesen werden können. Eine Veränderung oder Löschung der Daten des Event Recorders ist nicht möglich. Die vom CDR abgerufenen Daten dürfen zudem nur von Sachverständigen oder Versicherungen für die Unfallanalyse sowie für die Unfallforschung und für die Fahrzeugsicherheits-Forschung verwendet werden. Auch die Fahrzeughersteller haben Zugriff auf die Daten für ihre eigene Unfallforschung oder auch, um bei Rechtsstreitigkeiten technische Mängel als Unfallursachen ausschließen zu können und um Fahrzeugsicherheitssysteme zu verbessern.

Bosch derzeit der einziger Anbieter eines Mehrmarken-CDR

Bosch begleitet die Entwicklung des Crash Data Recorder und den Datenabruf daraus seit zehn Jahren und ist derzeit der einzige Anbieter, der ein CDR-Tool für viele Modelle und Fahrzeughersteller, wie beispielsweise BMW, Audi oder Toyota auf dem europäischen Markt anbietet. Das CDR-Tool von Bosch besteht aus einem Hardware-Modul, das über Kabel mit der OBD-Steckdose des Fahrzeugs verbunden wird. Sollte der OBD-Anschluss nach einem schweren Unfall nicht mehr nutzbar sein, kann das CDR über spezielle Adapterkabel auch direkt mit dem Event Data Recorder des Unfallfahrzeugs verbunden werden. Die Windows-basierte Software des CDR verarbeitet die ausgelesenen Daten zu einem Report im PDF-Format. Regelmäßige Updates stellen sicher, dass neue sicherheitsrelevante Fahrzeugsysteme, deren Daten vom EDR gespeichert werden, ausgelesen werden können. In Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern wird die Fahrzeugpalette, deren EDR-Daten das Bosch CDR-Tool auslesen kann, ständig erweitert.

Daten aus dem Event Data Recorder dokumentieren das Unfallgeschehen

Vor allem für die Unfallanalyse leisten die Daten, die vom Bosch CDR-Tool ausgelesen und verarbeitet werden, wichtige Dienste. Über 40 unterschiedliche Daten muss der Event Data Recorder, der meist im Airbag Control Modul des Fahrzeugs verbaut ist, während des Unfallgeschehens aufzeichnen. Dazu zählen etwa die Fahrzeuggeschwindigkeit, Stellung von Gaspedal und Lenkung, Motordrehzahl, Informationen zu ABS und ESP, aber auch Sensordaten über die Front-, Seiten- und Vertikalbeschleunigung. Hinzu kommen weitere Daten, deren Aufzeichnung von Hersteller zu Hersteller und von Modell zu Modell unterschiedlich sind und zudem durch neue Sensoren und Systeme, wie etwa Fahrerassistenzsysteme, ständig erweitert werden. Bei der Rekonstruktion eines Unfalls ergänzen diese Daten Zeugenaussagen und die Beobachtungen, die der Unfallsachverständige vor Ort macht. Versicherungen sind mit den Daten darüber hinaus oft in der Lage, Versicherungsbetrug nachzuweisen, denn der vom Bosch CDR-Tool aus den EDR-Daten generierte Report wird auch vor Gericht anerkannt.

Leserkontakt:
Robert Bosch GmbH
Automotive Aftermarket
Telefon 09001 942010
E-Mail: Kundenberatung.Kfz-Technik@de.bosch.com

Journalistenkontakt:
Carolin Lüdecke,
Telefon 0721 942-3417

Der Geschäftsbereich Automotive Aftermarket (AA) bietet Handel und Werkstätten weltweit moderne Diagnose- und Werkstatttechnik sowie ein umfassendes Kfz- und Nfz-Ersatzteilsortiment - vom Neuteil über Austauschteile bis hin zur Reparaturlösung. Das Produktportfolio von AA besteht aus Erzeugnissen der Bosch Erstausrüstung, aus eigenentwickelten und Aftermarket-spezifisch gefertigten Produkten sowie Dienstleistungen. Rund 13 000 Mitarbeiter in über 150 Ländern und ein weltweiter Logistikverbund stellen sicher, dass die Ersatzteile schnell und termingerecht zum Kunden kommen. AA bietet zudem Prüf- und Werkstatttechnik, Software für Diagnose, Service-Trainings sowie technische Informationen und Serviceleistungen. Der Geschäftsbereich ist auch verantwortlich für die Werkstattkonzepte Bosch Service, eine der größten unabhängigen Werkstattketten weltweit mit rund 15 000 Betrieben, sowie AutoCrew mit über 1000 Betrieben.

Mehr Informationen unter www.boschaftermarket.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen mit weltweit rund 402.600 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2021). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 78,7 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Industrie 4.0 und Connected Mobility. Bosch verfolgt die Vision einer nachhaltigen, sicheren und begeisternden Mobilität. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT-Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen und Produkte für das vernetzte Leben, die entweder über künstliche Intelligenz (KI) verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Mit ihren weltweit mehr als 400 Standorten ist die Bosch-Gruppe seit Frühjahr 2020 CO2-neutral. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 76.100 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 128 Standorten, davon mehr als 38.000 Software-Entwickler.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse

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