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Bundesaußenminister Steinmeier besucht Bosch-Werk in China

Agnes Mazzei

Agnes Mazzei >

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  • Steinmeier: „Engagement von Bosch maßgeblich für nachhaltige Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Deutschland“
  • Initiative „Made in China 2025“ bietet Chancen für Industrie 4.0
  • China bedeutender Markt für die Bosch-Gruppe

Changsha – Der deutsche Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier besuchte am 9. April 2016 ein Bosch-Werk in der zentralchinesischen Provinzhauptstadt Changsha. Fokus des Besuchs war das Thema Industrie 4.0. Der Minister erhielt vor Ort Einblick in die intelligente Fertigung des Unternehmens in dem Land. „Für einen nachhaltigen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Deutschland gilt es, lokale Wertschöpfung zu steigern. Bosch trägt durch sein Engagement im Bereich der Weiterentwicklung der Produktion durch Vernetzung maßgeblich dazu bei“, sagte Steinmeier anlässlich seines Besuchs in Changsha.

„Wir freuen uns sehr, dass der Bundesaußenminister unser Werk in Changsha für seinen Besuch ausgewählt hat“, sagte Henri Catenos, Vize-Präsident der Bosch-Gruppe in China.

Höhere Wettbewerbsfähigkeit durch Industrie 4.0 in China
In Changsha produziert Bosch für den Unternehmensbereich Mobility Solutions unter anderem Komponenten für Fahrzeugsicherheitssysteme wie ABS und ESP. In dem Werk läuft eines der weltweit mehr als 100 Pilotprojekte von Bosch im Bereich Industrie 4.0. Die Fertigung wird durch die Vernetzung von Produktionslinien schneller und effizienter. In der Logistik und Inventur beispielsweise, erfassen RFID (Radio-Frequency Identification)-Funketiketten den Transport der Werkstücke durch die Fabrik. Die Lesestationen erkennen dabei die jeweilige Position der Transportkisten. So wird deutlich, welche Arbeitsschritte die Rohlinge durchlaufen und wann die Produkte fertig sein werden. Daraus lässt sich ableiten, wann sie verpackt, versendet und eingebaut werden können. Im Bosch-Werk in Suzhou konnten so bereits 97 Prozent der Zeit für die Inventur gespart werden, das entspricht 440 Mannstunden.

Im Bereich der vernetzten Industrie ist Bosch sowohl Leitanwender als auch Leitanbieter – mit zahlreichen Lösungen aus den Bereichen Antriebstechnik und Automatisierung sowie Sensorik und Software. Auch in China sieht Bosch großes Potenzial für die vernetzte Fertigung. „Wir gehen davon aus, dass der Einsatz intelligenter und vernetzter Lösungen in der Fertigung in China eine zunehmende Rolle spielen wird“, sagte Henri Catenos. „Die kürzlich angekündigte Initiative der chinesischen Regierung ‚Made in China 2025‘ hat genau dies zum Ziel. Bosch ist sehr gut aufgestellt, den Wandel zu begleiten und voranzutreiben“.

China wichtiger Standort für die Bosch-Gruppe
Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch ist seit 1909 in China aktiv und heute mit allen vier Unternehmensbereichen an mehr als 60 Standorten vertreten. Mit einem Umsatz von 6,4 Milliarden Euro (2014) ist China ein bedeutender Markt für die Bosch-Gruppe – und ein wichtiger Standort für lokale Fertigung sowie Forschung und Entwicklung. 2015 hat sich das Geschäft von Bosch in China trotz der geringeren Marktdynamik im Land positiv entwickelt. Das Unternehmen hat in China mit mehr als 55 000 Mitarbeitern die meisten Beschäftigten außerhalb Deutschlands.

Journalistenkontakt:Agnes Grill, Telefon: +49 711 811-38140

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 400 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2019). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 77,7 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Industrie 4.0 und Connected Mobility. Bosch verfolgt die Vision einer nachhaltigen, sicheren und begeisternden Mobilität. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT-Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen und Produkte für das vernetzte Leben, die entweder über künstliche Intelligenz (KI) verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 72 600 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 126 Standorten. Im Unternehmen sind etwa 30 000 Software-Entwickler tätig.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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