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Bosch setzt auf duale Ausbildung im Ausland

Trix Boehne

Trix Boehne >

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Neue Ausbildungszentren in Vietnam und Thailand

  • 1. April 1913: Robert Bosch gründet Lehrwerkstatt in Stuttgart
  • Weltweit rund 100 000 Mädchen und Jungen ausgebildet
  • Arbeitsdirektor Kübel: „Ausbildung ist gesellschaftliche Verpflichtung.“
  • Internationaler Lehrlingsaustausch vermittelt Auslandserfahrung

Stuttgart – 100 Jahre Lehrwerkstatt bei Bosch: Am 1. April 1913 gründete Robert Bosch in seinem Betrieb die erste Ausbildungsabteilung. Seitdem starteten weltweit rund 100 000 Mädchen und Jungen ihre berufliche Zukunft mit einer Ausbildung beim Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch. Das entspricht mehr Menschen als das Berliner Olympiastadion fassen kann. Damals wurden die Lehrlinge erstmals in einer zentralen Lehrwerkstatt ausgebildet, um einheitlichen Qualitätsstandards zu genügen. Derzeit bildet das Unternehmen weltweit mehr als 6 500 Jugendliche aus, davon rund 4 500 in Deutschland. Was damals in Stuttgart begann, ist heute ein Exportschlager: Die systematische Ausbildung nach dem Bosch-Modell hat sich in über 20 Ländern bewährt und das Interesse steigt weiter. Derzeit entstehen neue Ausbildungsabteilungen zum Beispiel in Vietnam und Thailand.

Mechatroniker stehen hoch im Kurs
Bosch bietet in Deutschland allein 30 Ausbildungen an, darunter viele moderne Berufe wie Fachinformatiker, Mikrotechnologe oder Organisationsassistentin. Ein besonders hoher Bedarf besteht an Mechatronikern, weil das gleichzeitige Wissen um Elektronik und Mechanik in der Fertigung immer wichtiger wird. Der Frauenanteil pro Ausbildungsjahrgang erreicht bei Bosch rund 23 Prozent. Jährlich erhält das Unternehmen über 20 000 Bewerbungen für seine rund 1 500 deutschen Ausbildungsplätze – im April 1913 beschäftigte Firmengründer Robert Bosch in seiner Lehrwerkstatt 40 Lehrlinge (1).

„Wir sehen uns in der gesellschaftlichen Pflicht, vielen jungen Menschen mit einer Ausbildung den Start ins Berufsleben zu ermöglichen“, sagt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH. „Deshalb wollen wir auch im Ausland unser langjähriges Know-how in der Ausbildung einbringen, um Fachkräfte nach unseren hohen Standards zu qualifizieren.“

Hohes Interesse an Bosch-Ausbildung in Asien
Die Ausbildung nach dem dualen Modell, also Berufsschulunterricht im Wechsel mit dem Lernen im Betrieb, ist auch im Ausland gefragt. Die Bosch-Standorte außerhalb Deutschlands bilden mittlerweile in vielen Ländern nach dem bewährten Lernkonzept aus, wie etwa in China, Indien und Brasilien. Insbesondere in Asien ist der Bedarf an qualifizierten Fachkräften groß. Derzeit baut Bosch eine Ausbildungsabteilung in Vietnam auf. 2013 sollen dort Kapazitäten für zunächst 30 Azubis entstehen. Ebenso startet eine Ausbildungskooperation in Thailand: Bosch wird in Kürze die ersten sechs jungen Mitarbeiter zum Mechatroniker im dualen System ausbilden – eine bislang unbekannte Ausbildungsform in Thailand.

Lehrlingsaustausch fördert interkulturelle Kompetenz
Heutige Azubis lernen früh, Problemlösungs- und Sozialkompetenz aufzubauen. Dabei hilft ihnen, dass sie praxisnah bei Bosch etwa Werkstücke für die Fertigung und Entwicklung erstellen. Ein weiterer wichtiger Baustein in der Ausbildung ist die interkulturelle Kompetenz. Bosch bietet seit über 50 Jahren einen internationalen Lehrlingsaustausch an. 20 Prozent eines jeden Ausbildungsjahrganges erhalten die Gelegenheit, andere Arbeitsweisen im Ausland kennen zu lernen und Erfahrungen in anderen Kulturen zu sammeln. Ziel ist es, die Lehrlinge im selbstständigen, eigenverantwortlichen und teamfähigen Handeln zu fördern.

„Es war eine tolle Chance, andere Lebens- und Arbeitsweisen kennen zu lernen“, erklärt Eike Kennel aus Homburg, der im zweiten Lehrjahr zwei Monate am chinesischen Standort Peking erlebte. „Während der Wochen in China haben sich auch die Sprachkenntnisse verbessert. Englisch zu sprechen, fällt mir jetzt wesentlich leichter.“

Mehr Informationen zur Ausbildung bei Bosch im Internet:
www.bosch.de/ausbildung

(1) Siehe Presseinformation „ Bosch bietet 1 553 jungen Menschen Berufseinstieg mit Zukunft “ vom 13.09.2012

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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