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Bosch plant Übernahme der ITK Engineering AG

  • ITK Engineering ist branchenübergreifend ein führender Anbieter für System- und Softwareentwicklung
  • Zukauf stärkt Position von Bosch im Markt für Entwicklungsdienstleistungen
  • Gebündelte Kompetenzen in der Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung

Abstatt, Rülzheim – Die Bosch-Gruppe hat am 12. Oktober 2016 Verträge zur Übernahme der ITK Engineering AG unterzeichnet, einem Unternehmen für Entwicklungsdienstleistungen mit Hauptsitz in Rülzheim in der Südpfalz. Das Unternehmen wurde 1994 als „Ingenieurgesellschaft für technische Kybernetik“ (ITK) gegründet. Heute ist ITK Engineering mit ihren mehr als 800 Mitarbeitern ein führender Dienstleister im Bereich der modellgestützten System- und Softwareentwicklung mit einem Schwerpunkt in der Automobiltechnik. „Mit der Akquisition von ITK Engineering stärken wir unsere Position im weltweiten Wachstumsmarkt der Entwicklungsdienstleistungen“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

Mit der Akquisition von ITK Engineering stärken wir unsere Position im weltweiten Wachstumsmarkt der Entwicklungsdienstleistungen

Dr.-Ing. Markus Heyn, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung

Wachstumsbranche Entwicklungsdienstleistungen

ITK Engineering bietet mit ihren hochqualifizierten Mitarbeitern maßgeschneiderte Entwicklungs- sowie Beratungsleistungen für Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen. Das Unternehmen hat seit über 20 Jahren Kernkompetenzen in der Entwicklung technischer Individualsoftware. Damit bringt ITK Engineering Intelligenz in die Maschinen zahlreicher Branchen. Das Technologieunternehmen ist seit seiner Gründung kontinuierlich gewachsen: 2005 beschäftigte ITK Engineering 50 Mitarbeiter, heute sind es über 800. „Mit Bosch als strategischem Partner können wir unsere Kernkompetenzen stärker am internationalen Markt positionieren. Zudem können wir die Wachstumschancen insbesondere durch die Digitalisierung intensiver nutzen und den Markt branchenübergreifend noch aktiver mitgestalten“, sagt Michael Englert, Gründer und Vorstandsvorsitzender der ITK Engineering AG.

Entwicklungsdienstleister werden immer häufiger unverzichtbare Partner in der Fahrzeug-, System- und Softwareentwicklung

Dr.-Ing. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung

Die Bosch-Gruppe bietet mit ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft Bosch Engineering GmbH Entwicklungsdienstleistungen für Kleinserien an. Der Spezialist für individuelle System- und Softwareentwicklungen beschäftigt weltweit 2 200 Mitarbeiter. 1999 war das Unternehmen mit nur 13 Mitarbeitern gegründet worden und wächst seither kontinuierlich. Zu den Wachstumstreibern der Branche für Entwicklungsdienstleistungen zählen die zunehmende Variantenvielfalt der Fahrzeughersteller und die steigende Komplexität in der Softwareentwicklung. Zudem nehmen die Anforderungen an die Sicherheit von Daten und Prozessen mit der Digitalisierung und Vernetzung weiter zu. „Entwicklungsdienstleister werden daher immer häufiger unverzichtbare Partner in der Fahrzeug-, System- und Softwareentwicklung“, so Heyn. Mit der Übernahme von ITK Engineering kann die Bosch-Gruppe ihr Angebot an Entwicklungsdienstleistungen und individuellen Softwareentwicklungen nun erweitern und ausbauen. ITK Engineering wird nach der Übernahme eine 100-prozentige Tochtergesellschaft innerhalb der Bosch-Gruppe und von der Bosch Engineering GmbH geführt.

Synergien durch Kompetenzen in Wachstumsbereichen

ITK Engineering ist mit ihren Entwicklungsdienstleistungen hauptsächlich in der Automobilbranche sowie in der Medizin- und Bahntechnik, aber auch in weiteren Branchen vertreten. Bosch Engineering entwickelt in jährlich mehr als 800 Kundenprojekten maßgeschneiderte Elektroniksysteme und Software für leistungsstarke Sportwagen, Freizeitfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Bahn- und Off-Highway-Anwendungen und zahlreiche weitere Einsatzgebiete. Für ihre branchenübergreifenden Arbeitsweisen verfügen beide Unternehmen über Kompetenzen in der Fahrerassistenz und dem automatisierten Fahren, dem Antriebsstrang und der Elektrifizierung sowie der Vernetzung. Bosch Engineering und ITK Engineering können mit ihrer zukünftigen Zusammenarbeit Synergien in diesen Bereichen realisieren.

Neue Marktchancen durch weltweiten Kundenzugang

Bosch Engineering bietet heute Entwicklungsdienstleitungen an 15 Standorten in neun Ländern an, darunter Nordamerika, Japan, Frankreich, Österreich, China, Großbritannien, Brasilien und Italien. Mehr als 1 800 Mitarbeiter arbeiten in Deutschland im Entwicklungszentrum in Abstatt bei Stuttgart, dem Hauptsitz des Unternehmens, sowie an den Standorten Holzkirchen, Ingolstadt, Weissach und Braunschweig. ITK Engineering betreibt neben dem Hauptsitz in Rülzheim in der Südpfalz weitere deutsche Niederlassungen in Friedrichshafen, München, Ingolstadt, Stuttgart, Frankfurt, Marburg, Braunschweig sowie Berlin. International ist ITK Engineering in Österreich, Spanien, Japan und USA vertreten. Durch die Übernahme durch die Bosch-Gruppe profitiert das Unternehmen von der internationalen Aufstellung und den Kundenkontakten sowohl von Bosch Engineering als auch der gesamten Bosch-Gruppe.

Tags: Bosch Engineering, Übernahme, Engineering

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2017 mit 47,4 Milliarden Euro 61 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions verfolgt die Vision einer unfallfreien, emissionsfreien und stressfreien Mobilität der Zukunft und bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Seinen Kunden bietet der Bereich ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 402 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2017).

Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 78,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 64 500 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 125 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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