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Bosch erhält Innovationspreis

Sven Kahn

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Umfassende Neuausrichtung des Indirekten Einkaufs verbessert Budgetrentabilität um mehr als 30 Prozent

  • Effizientere Prozesse durch automatisierte Bestellvorgänge
  • Globale Matrix-Organisation mit regionalen Einkaufseinheiten
  • Durchgängige IT-Lösung maßgeblich für Erfolg des Einkaufs 4.0
Bosch Innovationspreis BME Einkauf

Stuttgart – Bosch wurde am 09. November 2016 mit dem Innovationspreis des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) ausgezeichnet. Der Verband würdigt damit die herausragenden Leistungen des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens bei der Neuausrichtung seines Indirekten Einkaufs. Der Bereich ist zuständig für den Einkauf aller Dienstleistungen, Investitionsgüter und nicht unmittelbar in Erzeugnissen verbauten Materialien. In einem weltweit umgesetzten Konzept sei es Bosch gelungen, den Indirekten Einkauf erfolgreich für die Zukunft aufzustellen, heißt es in der Jurybegründung. Seit 2011 hat Bosch zahlreiche Beschaffungsprozesse standardisiert und Materialbedarfe stärker gebündelt. „Unsere Entwicklung zu einer agilen, global nach Materialfeldern orientierten Einkaufsorganisation ist ein wichtiger Faktor unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Sie trägt wesentlich zur Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von Bosch bei“, sagt Jörg Mimmel, Mitglied der Geschäftsleitung des Zentralbereichs Einkauf und Logistik der Robert Bosch GmbH, und verantwortlich für den Indirekten Einkauf.

Durch einen deutlich höheren Automatisierungsgrad unserer Bestellvorgänge können wir schneller und effizienter agieren. Wir haben unsere Budgetrentabilität, also das eingesetzte Budget im Verhältnis zu den erzielten Einsparungen, um mehr als 30 Prozent verbessert.

Jörg Mimmel, Mitglied der Geschäftsleitung des Zentralbereichs Einkauf und Logistik der Robert Bosch GmbH.

Agile Einkaufsorganisation operiert mit weltweiten Teams vor Ort

Durch die Neuorganisation hat es Bosch geschafft, seine globale Materialfeld- und Lieferantenstrategie so aufzubauen, dass die Bündelungsrate verdoppelt werden konnte. Bestell- und Beschaffungsprozesse wurden zusammengefasst, standardisiert und beschleunigt. Mimmel erklärt: „Wir haben unsere Katalogquote, die den Anteil der standardisierten Bestellungen spiegelt, von kleiner als 20 Prozent auf fast 50 Prozent gesteigert.“ Um weltweit einheitliche Standards zu etablieren und gleichzeitig agil und in den Regionen präsent zu sein, hat Bosch die weltweit 230 Einkaufsabteilungen organisatorisch zusammengeführt. Die rund 1 100 Mitarbeiter des Indirekten Einkaufs werden fortan zentral gesteuert. „Eine globale Matrix-Organisation mit regionalen Einkaufseinheiten und einer zentralen Steuerung von Materialfeldern sichert langfristig eine optimale Versorgung unserer weltweiten Bosch-Standorte.“

Durchgängige IT-Lösung maßgeblich für Erfolg des Einkaufs 4.0

Einer der Schwerpunkte des künftigen Umsatzwachstums von Bosch sind internetfähige Produkte und internetbasierte Dienstleistungen. Vernetzung umfasst dabei die gesamte Wertschöpfungskette. Maßgeblich für den Erfolg eines Einkaufs 4.0 sind nach Mimmels Überzeugung durchgängige IT-Lösungen. Anwender finden beispielsweise in einem intelligenten Bestellanforderungssystem schnelleren Zugang zu Sortimenten aller Warengruppen. Um einen komplett automatisierten Beschaffungsprozess zu etablieren, hat Bosch zudem die zentrale Finanzbuchhaltung eingebunden. So kann der gesamte Prozess – von der Bestellanforderung bis zur Bezahlung der Rechnung – elektronisch abgebildet werden. Damit kann das Unternehmen Bedarfsprognosen besser durchführen und effizienter mit Lieferanten zusammenarbeiten.

Indirekter Einkauf ist weltweit präsent

Im Jahr 2015 bearbeitete der Indirekte Einkauf von Bosch ein Einkaufsvolumen von 7,5 Milliarden Euro und rund drei Millionen Aufträge für 13 Geschäftsbereiche. Dazu gehören weltweit rund 280 Fertigungsstandorte sowie eine vierstellige Anzahl an Entwicklungs- und Vertriebsstandorten.

BME-Innovationspreis

Der BME-Innovationspreis wird seit 1986 jährlich vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) verliehen. Prämiert werden innovative und zukunftsfähige Leistungen und Konzepte, die die Effizienz von Einkauf und Logistik dauerhaft steigern und dadurch das Unternehmensergebnis deutlich verbessern.

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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