Suche

Software-Plattform von Bosch ermöglicht vielfältige und individuelle Services

  • Bosch-Geschäftsführer Hoheisel: „Services werden mehr und mehr zum Differenzierungsmerkmal in der Automobilindustrie.”
  • Bis 2020 sind laut Studie weltweit 250 Millionen Connected Cars unterwegs.
  • Die Automotive Cloud Suite ermöglicht Entwicklung, Betrieb und Verbreitung von Services für vernetzte Autos.
  • Services von Bosch warnen vor Falschfahrern oder finden freie Parkplätze.

Berlin – Das Zeitalter der vernetzten Autos (Connected Cars) ist angebrochen. Mit der verpflichtenden Einführung des automatischen Notrufs eCall ist in der EU ab März 2018 faktisch jedes neu produzierte Auto ein vernetztes Auto. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner werden bis 2020 250 Millionen Connected Cars auf den Straßen dieser Welt unterwegs sein. Mit dem Wandel der Autos zu mobilen Endgeräten auf vier Rädern rücken auch digitale Dienste, die etwa den Zustand des Autos überwachen oder den Fahrer vor Falschfahrern warnen, immer stärker in den Fokus der Kaufinteressenten. Für mehr als ein Viertel der Deutschen ist laut einer Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA 2017) bereits heute ein integrierter Internetzugang im Auto ein wichtiges Kriterium beim Autokauf. „Services für Connected Cars werden mehr und mehr zum Differenzierungsmerkmal in der Automobilindustrie“, sagte Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel auf der internationalen Konferenz Bosch Connected World 2017 in Berlin. Dort kündigte Hoheisel den Start der Bosch Automotive Cloud Suite an, einer neuen Plattform für Mobilitätsdienste. Die Automotive Cloud Suite umfasst eine Software-Plattform sowie einen umfangreichen Baukasten, womit Fahrzeughersteller und andere Anbieter von Mobilitätsservices Dienste aller Art entwickeln und rasch in den breiten Markt bringen können. „Autofahrer profitieren von der Bosch Automotive Cloud Suite durch ein vielfältigeres und individuelleres Angebot an Services“, so Hoheisel weiter.

Bosch-Vorteil: Kompetenz in Auto, Cloud und Big Data

Die Bosch Automotive Cloud Suite baut auf der Bosch IoT Suite auf und ist die technologische Basis für Services und Dienste rund um vernetzte Autos. Sie bietet alle notwendigen Funktionen, um Fahrzeuge, Anwender, Unternehmen sowie Domänen auf einer Plattform zusammenzubringen. Bosch stellt in der Automotive Cloud Suite einzelne Software-Bausteine wie beispielsweise ein digitales Fahrtenbuch oder Lösungen zur Umsetzung von Software-Updates zur Verfügung. Damit können Anbieter von Mobilitätsdiensten vielfältige Connected-Car-Services für Autofahrer entwickeln. „Bosch kann umfassendes Automotive-Know-how und IT-Wissen zusammenbringen“, sagte Hoheisel. „Von der Idee über die Einführung bis zum Betrieb von Services liefern wir unseren Kunden alles aus einer Hand.“ Bosch kombiniert in der Automotive Cloud Suite Know-how aus verschiedenen Bereichen: Neben den Kompetenzen als Systemanbieter der Automobilindustrie und als führender Anbieter von Verschlüsselungstechnologien verfügt das Unternehmen über Erfahrungen als Cloud-Betreiber sowie im Umgang mit Big Data.

„Über die Automotive Cloud Suite können unsere Kunden Services realisieren, wir nutzen sie aber auch für eigene Dienste“, sagte Hoheisel. Auf der Bosch Connected World 2017 zeigt Bosch in einem Demofahrzeug auf Basis eines Jaguar F-Pace eine Reihe von neuen Services. Hier fünf Dienste, die schon bald in keinem Fahrzeug mehr fehlen werden:

1. Falschfahrerwarnung

Allein in Deutschland werden im Radio jedes Jahr rund 2 000 Warnungen vor Falschfahrern gesendet. Meist erfolgt diese Warnung aber zu spät, denn jede dritte Geisterfahrt endet bereits nach 500 Metern – im schlimmsten Fall tödlich. Die cloudbasierte Falschfahrerwarnung von Bosch soll Autofahrer künftig schon nach gut zehn Sekunden warnen und zwar nicht nur den Falschfahrer, sondern alle entgegenkommenden Autos. Das macht diesen Service zum Schutzengel aus der Datenwolke.

2. Vorausschauende Diagnose

Nichts ist ärgerlicher als eine Autopanne auf der Fahrt in den Urlaub. Die vorausschauende Diagnose verhindert einen plötzlichen Ausfall des Fahrzeugs. Der Zustand wichtiger Komponenten kann während regulärer Fahrten anhand von Daten analysiert und vorhergesagt werden. Rechtzeitig vor Auftreten eines Defekts erhält der Fahrer einen Hinweis und einen Vorschlag für den nächsten Werkstattbesuch.

3. Community-based Parking

Parken wird mit diesem Service zur Partnerschaft. Im Vorbeifahren erkennen und vermessen Autos mit ihren On-Board-Sensoren Lücken zwischen parkenden Fahrzeugen am Straßenrand. Die Informationen fließen in eine digitale Parkplatzkarte. Mit Hilfe intelligenter Datenverarbeitung plausibilisiert Bosch die Informationen und trifft eine Vorhersage zur Parkplatzsituation. Autos in der Nähe steht die Parkplatzkarte über die Cloud zur Verfügung. So können Autofahrer Parklücken zeitsparend und ohne Umwege gezielt ansteuern.

4. Personal Assistant

Der Traum vom eigenen Assistenten wird wahr. Mit diesem Bosch-Service können Autofahrer während der Fahrt komfortabel per Sprache Termine managen, verschiedenste Informationen abfragen, das Smart Home steuern und vieles mehr. Der Assistent lernt mit der Zeit Vorlieben und Verhalten des Nutzers, um ihn noch besser unterstützen zu können.

5. Software-Updates over the air

Was für Smartphones selbstverständlich ist, bringt Bosch ins Auto: Software-Updates aus der Cloud. Über Nacht lassen sich damit, verschlüsselt und vor Hacker-Angriffen geschützt, neue Features ins Fahrzeug bringen, wie zum Beispiel ein effizienterer Fahrmodus für Elektroautos.

Weiterführende Links:

Bosch-Studie zum vernetzten Fahren: Connected Car Effect 2025

Tags: BCW2017, Connected, Vernetzt, BCW

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 390 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2016). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 73,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 59 000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 120 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.