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Bosch erhält endgültige Genehmigung zur Vergleichsvereinbarung zu Dieselfahrzeugen in den USA

  • US-Gericht erteilt endgültige Zustimmung zur Vergleichsvereinbarung betreffend Fahrzeuge mit 2,0l- und 3,0l-Motoren der Marken Volkswagen, Audi und Porsche
  • Beilegung der Forderungen von Verbrauchern und Händlern von Gebrauchtwagen
  • Zahlung von 327,5 Millionen US-Dollar

Stuttgart / San Francisco – Bosch hat heute bekanntgegeben, die endgültige Genehmigung zu einer Vergleichsvereinbarung mit Zivilklägern in den USA erhalten zu haben. Mit der Vereinbarung wird der überwiegende Anteil der gegen Bosch anhängigen Zivilgerichtsverfahren im Zusammenhang mit in den USA verkauften Dieselfahrzeugen der Marken Volkswagen, Audi und Porsche beigelegt.

Der bereits am 1. Februar 2017 von Bosch angekündigte Vergleich wurde mit dem Steuerungskomitee der Kläger („Plaintiffs‘ Steering Comittee, PSC“) im Namen von derzeitigen und ehemaligen Eigentümern, Leasingnehmern und Gebrauchtwagenhändlern der betroffenen Fahrzeuge geschlossen. Er wurde nun formell von Richter Charles R. Breyer vom US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk Kaliforniens bestätigt. Richter Breyer hat entschieden, dass der Vergleich gerecht, angemessen und sinnvoll für die Sammelkläger ist.

Die Einigung regelt endgültig die Forderungen von Verbrauchern und Gebrauchtwagenhändlern gegen die Robert Bosch GmbH, ihre Tochtergesellschaften, die Mitarbeiter und das Management, die die Dieselfahrzeuge der Marken Volkswagen und Audi mit 2,0l-Motoren der Modelljahre 2009 bis 2015 sowie Dieselfahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi und Porsche mit 3,0l-Motoren der Modelljahre 2009 bis 2016 betreffen. Bosch wird dazu einen Gesamtbetrag von 327,5 Millionen US-Dollar (rund 300 Millionen Euro) zahlen. Mit der Vergleichsvereinbarung erkennt Bosch weder den von den Klägern vorgetragenen Sachverhalt an, noch räumt Bosch Schuld ein.

Der Vergleich hat überragende Zustimmung von den Klägern erhalten. Von den rund 589 000 Sammelklägern haben sich nur 640 dazu entschieden, aus dem Vergleich auszutreten und nur vier haben diesem widersprochen.

Die vorliegende Vergleichsvereinbarung bezieht sich nur auf zivilrechtliche Forderungen. Bosch wird weiterhin, wie schon seit Bekanntwerden der Anschuldigungen, in anderen zivil- und strafrechtlichen Verfahren seine Interessen vertreten beziehungsweise umfassend mit den Ermittlungsbehörden in Deutschland und anderen Ländern kooperieren.

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 390 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2016). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 73,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 59 000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 120 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.