Verpackungstechnik

Internationale Fachmesse Automatica 2016 Bosch präsentiert Connected Shopfloor Solutions: Hardware und Software für die Industrie 4.0

  • APAS workstation: Mensch und Roboter arbeiten Hand in Hand
  • Vernetzte Automatisierung entlastet: der Anwender steht im Mittelpunkt
  • IT Shopfloor Solutions: Skalierbares Automatisierungssystem macht Fertigung und Logistik effizienter und transparenter
Stuttgart/München – Zur internationalen Fachmesse Automatica 2016 präsentiert Bosch Connected Shopfloor-Solutions, eine Kombination aus Hard- und Software-Lösungen für die flexible, vernetzte Fertigung (Halle A5, Stand 306). Bosch und andere Unternehmen setzen diese Lösungen bereits in der Praxis ein: Ohne Schutzzaun arbeiten Assistenzsysteme und Menschen Hand in Hand, IT-Systeme analysieren, veranschaulichen und steuern Fertigungsprozesse unterschiedlichster Art.
Dabei steht der Mensch stets im Mittelpunkt: „Die Vielfalt der Arbeitsprozesse in der modernen Fertigung braucht den Menschen stärker denn je als Entscheider und Lenker“, erklärt Volker Hartmann, stellvertretender Produktbereichsleiter für den Bereich Montageanlagen und Sondermaschinen. „Unsere Roboter arbeiten mit den Menschen zusammen und unterstützen bei einfachen und monotonen Abläufen oder Arbeiten mit ergonomisch ungünstigen Bewegungsabfolgen. Mensch und Maschine ergänzen sich.“

APAS workstation passt sich dem Nutzer an
Die in München gezeigte APAS workstation ist konsequent auf den Anwender ausgerichtet. Der Handarbeitsplatz verfügt über die Roboterkinematik APAS safekin, die eine direkte und sichere Mensch-Roboter-Kollaboration ermöglicht. Die integrierte, sensorhautgeschützte Automatisierungskomponente ergänzt die einmaligen Fähigkeiten der menschlichen Hand um die Stärke, Ausdauer und Präzision der Maschine und ermöglicht effizientere Arbeitsprozesse. Dem Menschen stellt die APAS workstation ein auf ihn individuell ausgerichtetes, ergonomisches Arbeitsumfeld bereit. Tischhöhe und Beleuchtung passen sich automatisch an den Benutzer an. Die APAS workstation lässt sich sowohl mit dem integrierten Roboterarm als auch ohne ihn nutzen. Weitere Assistenzsysteme können mit einbezogen werden.
Als APAS safekin kann der kollaborierende Roboterarm auch einzeln genutzt werden. Soll er unabhängig von der mobilen APAS-Basis oder der APAS workstation Verwendung finden, wird er vorzugsweise in einem Fertigungsabschnitt fest verankert. Die neue Automatisierungskomponente lässt sich leicht integrieren, Projekte können auf diese Weise schnell realisiert und Anlagen rasch umgerüstet werden.

Kollaborative Robotik auf dem Vormarsch
Neben der APAS workstation umfasst das APAS-Angebot auch drei mobile Produktionsassistenten. Sie alle sind in der Lage, ohne Schutzzaun mit Menschen zusammenzuarbeiten. Der APAS inspector ist ein optisches Prüfsystem. Ausgerüstet mit einer hochauflösenden Highspeed-Kamera und innovativem 3D-Verfahren, kann er hochsensible Oberflächeninspektionen sowie Vollständigkeitsprüfungen durchführen.
Der APAS flexpress unterstützt bei hochgenauem und flexiblem Fügen, einem der häufigsten Prozessschritte im Fertigungsablauf. Auch hier sorgt integrierte Sicherheitstechnik dafür, dass Mensch und Maschine reibungslos zusammenarbeiten. Gleiches gilt für den APAS assistant, der als erstes Assistenzsystem durch die deutsche Berufsgenossenschaft für die Roboter-Mensch-Kollaboration zertifiziert wurde. Zudem benötigen die Nutzer keine aufwändigen Programmierkenntnisse: Alle Arbeitsaufträge werden auf einer intuitiven grafischen Benutzeroberfläche zusammengestellt, konfiguriert und verwaltet.
Mit der zusätzlichen Lösung APAS speedswitch können der Nah- und der Fernbereich des APAS assistant überwacht werden. Er passt damit seine Arbeitsgeschwindigkeit je nach An- oder Abwesenheit von Menschen an. Solange kein Mitarbeiter in der Nähe ist, arbeitet der Roboter mit maximalem Tempo. Sobald der Nahbereich betreten wird, wechselt er automatisch in eine sichere Geschwindigkeit. Daraus resultiert eine höhere Produktivität ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Bosch-Software steuert Produktionsprozesse
Im Hintergrund sorgt die Bosch-Lösung IT Shopfloor Solutions für Sicherheit, Flexibilität und Transparenz entlang der gesamten Fertigungskette. Das Unternehmen entwickelt diese modulare und skalierbare Software seit mehr als 15 Jahren weiter. Weltweit steuert sie Hunderte von Fertigungsanlagen, indem sie mithilfe verschiedener Softwaremodule produkt- und herstellerunabhängige Maschinen vernetzt. Darüber hinaus erkennt sie frühzeitig Fehler und Verschleiß und analysiert in Echtzeit Daten aus der Fertigung. Wartungsrelevante Werte können über unterschiedlichste Endgeräte jederzeit abgerufen werden.

Mehr Informationen zur APAS family unter www.bosch-apas.com.

Journalistenkontakt:
Dr. Manuel Thomä,
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Wolfgang Pomrehn
Telefon: +49 711 811-21150
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  • 21. Juni 2016
  • Presseinformation
  • Verpackungstechnik
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Packaging Technology ALF 5000: neue Füll- und Verschließmaschine für Ampullen und Injektionsflaschen von Bosch Mehr Leistung und höhere Sicherheit

  • Ausbringung von bis zu 600 Behältnissen pro Minute
  • Flexibler Einsatz: mit allen gängigen Füllsystemen kompatibel
  • Optionale 100% In-Prozess-Kontrolle
Bosch Packaging Technology, ein führender Anbieter von Prozess- und Verpackungstechnik, hat anlässlich des Pharmatags 2016 am 10. und 11. Mai in Crailsheim die neueste Generation der ALF-Baureihe vorgestellt. Neben vielen Detailverbesserungen bietet die neue Füll- und Verschließmaschine eine gesteigerte Ausbringung von bis zu 600 Ampullen pro Minute. „Damit bewegt sich die neue ALF 5000 nicht nur in der Ausbringung im Hochleistungsbereich“, betont Tobias Göttler, Produktmanager bei Bosch Packaging Technology.

Optimiertes Design, hohe Prozesssicherheit
Die neue ALF 5000 zeichnet sich sichtbar durch ein verbessertes pharmazeutisches Design aus. Die Maschinentischplatte ist ohne Absätze und Störkanten konzipiert, wodurch sich eine bessere Abdichtung zum sterilen Bereich ergibt. Darüber hinaus lässt sich die Reinigung dank verbesserter Zugänglichkeit einfach und zuverlässig durchführen. Neben der gängigen Rechtsausführung ist die ALF 5000 ab sofort auch als Linksmaschine erhältlich. Somit lässt sich die Maschine variabel an bestehende Produktionsstätten und vorhandene Kundenabläufe wie beispielsweise Laufwege anpassen.

„Besonders wichtig bei der Entwicklung war es uns, eine noch höhere Prozesssicherheit zu gewährleisten“, so Göttler. „Beispielsweise werden die Ampullenspieße an der neuen ALF 5000 beim Verschließen seitlich abgezogen anstatt wie bislang von oben.“ So lassen sich Maschinenbewegungen über den noch offenen Ampullen vermeiden, um den Prozess noch sicherer und zuverlässiger zu gestalten. Für eine besonders schonende Verarbeitung kann neuerdings auch ein tragender Rechentransport zum Einsatz kommen, der die Glasbehältnisse leicht anhebt, um ein Schleifen an den Maschinenführungen zu verhindern.

Größtmögliche Flexibilität
Ob vier, sechs, acht, zehn oder zwölf Füllstellen: Die neue Maschine kann mit allen gängigen Füllsystemen wie Peristaltikpumpe oder Zeit-Druck-Füllsystem ausgerüstet werden. In der Kombi-Ausführung verarbeitet die ALF 5000 zusätzlich zu Ampullen auch wahlweise Injektionsflaschen, was für Medikamentenhersteller und Lohnabfüller eine noch größere Produktionsflexibilität bei einfacher Umrüstung bedeutet. Kunden können außerdem optional zwischen einer statistischen oder eine 100% In-Prozent-Kontrolle sowie verschiedenen Ein- und Auslaufvarianten wählen.

„Wir haben unsere Erfahrung aus über 2.000 ausgelieferten Füll- und Verschließmaschinen für Ampullen genutzt und sie mit unserer bewährten Technologie aus anderen Maschinenbaureihen kombiniert“, so Göttler. „Das Ergebnis ist eine besonders flexible Lösung, die sich dem spezifischen Kundenbedarf anpassen lässt.“ Durch ihre kompakte Bauweise eignet sich die ALF 5000 für den Wandeinbau und lässt sich problemlos in ein Barrieresystem integrieren. Entsprechend der pharmazeutischen Linienkompetenz von Bosch ist die neue Füll- und Verschließmaschine mit vor- und nachgeschalteten Maschinen zu einer Gesamtlinie kombinierbar.

Leserkontakt:
Tobias Göttler
Telefon: +49 7951 402-619

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Christin Pönisch
Telefon: +49 711 811-58502
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  • 07. Juni 2016
  • Presseinformation
  • Verpackungstechnik
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Premiere von Bosch Packaging Technology Nachhaltige Neuentwicklung: Bosch präsentiert weltweit erste gesiegelte Papierverpackung Für trockene Nahrungsmittel wie Zucker und Mehl

  • Papierbeutel zum ersten Mal mit vertikaler Schlauchbeutelmaschine produziert und gesiegelt
  • Verpackung schützt Nahrungsmittel und Verkaufsregale
  • Nachhaltige Verpackung schont Ressourcen und ermöglicht Recycling
Waiblingen – Bosch Packaging Technology und BillerudKorsnäs haben die weltweit erste gesiegelte Papierverpackung entwickelt. Durch ein neues Verfahren können trockene Produkte wie Zucker, Getreide, Mehl oder Pulver statt in Kunststofffolie staubdicht in nachhaltigem Monomaterial-Papier verpackt werden, das ohne zusätzliche Kunststoffanteile auskommt. Händler und Verbraucher profitieren von sauberen Regalen, hohem Produktschutz und damit verbesserter Produktqualität. Der schwedische Papierspezialist BillerudKorsnäs hat seine Expertise in die Optimierung der mechanischen Eigenschaften des Papiers eingebracht, Bosch Packaging Technology seine Kompetenz als ein führender Verpackungstechnikanbieter. Die Papierverpackungen entstehen auf der weltweit ersten vertikalen Schlauchbeutelmaschine (VFFS) mit einem sogenannten ZAP-Modul. Dieses ermöglicht, dass nur ein sehr kleiner Bereich der Oberfläche mit Siegelmedium beschichtet wird und der Monomaterial-Charakter des Papiers erhalten bleibt. Als Basis dient eine bewährte, sogenannte PME-Maschine von Bosch. Die neue Lösung kombiniert diese Technologie mit dem Axello®ZAP-Papier von BillerudKorsnäs. „Die Umsetzung dieses revolutionären Konzepts wäre ohne die enge Zusammenarbeit beider Unternehmen nicht möglich gewesen. Gemeinsam haben wir eine Lösung entwickelt, die den Verpackungsmarkt verändern wird“, sagte Joachim Dittrich, Leiter des Produktbereichs Liquid Food bei Bosch Packaging Technology und verantwortlich für das VFFS ZAP-Portfolio.

Angebot für umweltbewusste Endkunden
Das Axello®ZAP-Papier ist im Vergleich zu herkömmlichen Papier wesentlich strapazierfähiger und behält dennoch die natürlichen Eigenschaften und Vorteile von Papier bei – vom nachwachsenden Rohstoff bis zum Recycling. Die Nachhaltigkeit des Materials erhöht unter anderem die Verkaufschancen bei umweltbewussten Endkunden. BillderudKorsnäs hat mit dem Axello®ZAP-Papier einen neuen, besseren Packstoff entwickelt, der den stärkeren mechanischen Anforderungen bei der Verarbeitung zuverlässig Stand hält. „Die Stärke, Flexibilität und Steifigkeit des Axello®ZAP-Papiers ist auf die Technologie von Bosch abgestimmt“, sagte Ole Paulussen, Vertriebsdirektor bei BillerudKorsnäs.

Mehr Flexibilität für Formate und Packstile
Bislang war die Produktion von Verpackungen aus Monomaterial-Papier nur mit geklebten, vorgefertigten Beuteln oder geformten Papierbeuteln mittels Dornrad-Technologie möglich. Das VFFS-Konzept, das mehr Flexibilität im Hinblick auf Formate und Packstile bietet und deshalb am Markt gefragt ist, eignet sich bisher ausschließlich für die Beutelherstellung mit Kunststofffolie oder vollflächig beschichtetem Papier. Mit dem ZAP-Modul von Bosch ist jetzt die Verarbeitung und staubdichte Siegelung von Monomaterial-Papier auf der VFFS-Technologie möglich. Das Geheimnis liegt sowohl in den Eigenschaften des Axello®ZAP-Papiers, welches speziell für diese Anwendung entwickelt wurde, als auch im ZAP-Modul, das während des Verpackungsprozesses eine minimale Menge Siegelmedium aufträgt, um die Heißsiegelung des Papiers auf der VFFS-Maschine zu ermöglichen.

Revolution auf dem Markt für trockene Nahrungsmittel
Die Lösung bedient die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen für trockene Nahrungsmittel wie Zucker, Getreide, Mehl und Pulver. Darüber hinaus ist die Maschine bedienerfreundlich und ermöglicht vielseitige Verpackungsstile. Zu den möglichen Verpackungsformaten zählen Kissen-, Seitenfalt- und Blockbodenbeutel mit hochstehendem oder umgelegtem Kopfverschluss. „Unsere in mehreren Jahren Entwicklungsarbeit entstandene Lösung wird nicht nur den heutigen Anforderungen unserer Kunden gerecht, sondern eröffnet ihnen die Möglichkeit, durch nachhaltige Verpackungen ganz neue Märkte und Anwendungsfelder zu erschließen“, sagte Marcus Velezmoro, Vertriebsverantwortlicher für das VFFS ZAP-Portfolio bei Bosch Packaging Technology.

Für weitere Informationen über die revolutionäre Lösung oder um mit unseren Experten in Kontakt zu treten, besuchen Sie
www.gesiegeltepapierverpackung.de

Leserkontakt:
Marcus Velezmoro
Telefon: +49 711 811-57850
Ole Paulussen
Telefon: +49 40 320 16111

Journalistenkontakt:
Christin Poenisch
Telefon: +49 711 811-58502

Informationen zu Bosch Packaging Technology
Der Bosch-Geschäftsbereich Packaging Technology mit Hauptsitz in Waiblingen bei Stuttgart ist mit 6 200 Mitarbeitern einer der führenden Anbieter von Prozess- und Verpackungstechnik. An mehr als 30 Standorten in über 15 Ländern entwickeln und fertigen hochqualifizierte Fachkräfte Gesamtlösungen für die Pharma-, Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie. Ein umfassendes Service-Portfolio rundet das Angebot ab. Das weltweite Service- und Vertriebsnetzwerk bietet Kunden Ansprechpartner auch vor Ort.

Mehr Informationen unter www.boschpackaging.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

Informationen zu BillerudKorsnäs
BillerudKorsnäs entwickelt und vertreibt Verpackungsmaterialien und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft. Das Unternehmen ist ein weltweit führender Anbieter von Verpackungsmaterialien auf Primärfaserbasis mit Kunden in über 100 Ländern. Das Unternehmen verfügt über acht Produktionsstätten in Schweden, Finnland und dem Vereinigten Königreich und über 4 200 Mitarbeitern in mehr als 13 Ländern. BillerudKorsnäs hat einen Jahresumsatz von rund 22 Milliarden SEK und ist an der NASDAQ in Stockholm gelistet.

Mehr Informationen unter www.billerudkorsnas.com

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  • 01. Juni 2016
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Erfreuliche Geschäftsentwicklung Bosch Packaging Technology wächst zweistellig Drei Akquisitionen im Nahrungsmittelbereich

  • Umsatz steigt 2015 um 10,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro
  • Auftragseingang liegt 14,5 Prozent über Vorjahresniveau
  • Vorstand erwartet moderates Wachstum für das Geschäftsjahr 2016
  • Komplett- und Industrie 4.0-Lösungen bilden strategische Wachstumsfelder
Waiblingen – Bosch Packaging Technology hat seinen Umsatz 2015 im Vergleich zum Vorjahr von 1,18 auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert. Nominal entspricht das einem Wachstum von 10,2 Prozent, wechselkursbereinigt von 3,1 Prozent. Damit liegt der Maschinenbauer als einer der führenden Anbieter von Prozess- und Verpackungstechniklösungen vor dem Wettbewerb. Laut Branchenverband VDMA konnten die übrigen deutschen Hersteller beim Umsatz im Durchschnitt nominal lediglich um 2,8 Prozent zulegen. Parallel dazu stieg der Auftragseingang des Bosch-Geschäftsbereichs nominal um 14,5 Prozent von 1,23 auf 1,4 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 7,2 Prozent. An weltweit über 30 Standorten arbeiteten zum Jahreswechsel rund 6 200 Mitarbeiter. „Wir sind zufrieden mit dem zweistelligen Umsatzsprung, besonders im Vergleich zur moderaten Entwicklung der Branche insgesamt. Es ist uns 2015 wieder gelungen Marktanteile zu gewinnen“, bilanziert Friedbert Klefenz, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Packaging Technology. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Klefenz ein moderates Wachstum.

Stärkster Zuwachs in der Region Asien-Pazifik
Der Umsatz in Europa war 2015 leicht rückläufig und betrug 37 Prozent des Gesamtumsatzes. In Nordamerika wuchs der Umsatz um fast 18 Prozent, was angesichts eines insgesamt stagnierenden Maschinenbau-Marktes bemerkenswert ist. Insgesamt trägt Nordamerika nun 27 Prozent zum Gesamtumsatz bei. In Lateinamerika betrug das Umsatzwachstum knapp 25 Prozent. Das größte Wachstum auf Kontinentalebene erzielte Bosch mit etwas über 27 Prozent in den Regionen Asien-Pazifik und Afrika. Insgesamt erwirtschaftete Bosch Packaging Technology 2015 rund 90 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands. Die Bedeutung der aufstrebenden Märkte nimmt dabei weiter zu.

Akquisition von drei Unternehmen im Nahrungsmittelbereich
Teil der Wachstumsstrategie von Bosch Packaging Technology ist es, sich durch gezielte Zukäufe zu verstärken. Neben der Gründung eines Joint Ventures mit dem indischen Unternehmen Klenzaids (Fokus auf Pharmasektor) akquirierte der Sondermaschinenbauer im vergangenen Jahr drei weitere Unternehmen im Nahrungsmittelbereich: Ende Mai die Osgood Industries Inc. in Oldsmar, Florida, und im Dezember die beiden Schwesterunternehmen Kliklok-Woodman Corporation mit Sitz in Decatur im US-Bundesstaat Georgia und Kliklok International Ltd. mit Sitz im englischen Bristol. Bosch baut so seine Position in der Pharma-, Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie weiter aus und stärkt vor allem die Kompetenz als Komplettlösungsanbieter. Die unterjährig übernommenen Unternehmen wurden in der Bilanz 2015 nicht konsolidiert.

Moderates Wachstum für 2016 erwartet
Aufgrund eines in Summe eher verhaltenen Jahresstarts 2016 einerseits und eines hohen Auftragsvolumens aus dem Jahr 2015 andererseits rechnet der Vorsitzende des Bereichsvorstands für das laufende Geschäftsjahr insgesamt mit einem moderaten Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Als Wachstumstreiber sieht Bosch Packaging Technology den weiteren Ausbau seiner Linien- und Systemkompetenz und die Entwicklung von Lösungen für die vernetzte Produktion der Zukunft.

Komplettlösungen aus einer Hand
Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt für Bosch Packaging Technology die Linien- und Systemkompetenz. Bosch versteht sich dabei nicht nur als Anbieter der gesamten Produktionslinie von der Prozesstechnik bis zum fertig verpackten Produkt inklusive Dienstleistungen, sondern denkt diesen Ansatz noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen sieht vor allem außerhalb Europas großes Potenzial bei sogenannten Turn-key-Projekten. Das sind Komplettlösungen aus einer Hand, das heißt von der Planung der Abläufe für Material und Personen, der Gebäudetechnik und den Reinräumen bis hin zu den eigentlichen Produktionsanlagen. Erfolgreiche Projekte wurden bereits mit Kunden aus der Pharma-Industrie in Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Russland umgesetzt.

Industrie 4.0: Know-how der Bosch-Gruppe auf Zielindustrien anwenden
Ein weiterer Wachstumstreiber ist Industrie 4.0: Die moderne Fabrik ist intelligent und vernetzt und verknüpft klassischen Maschinenbau mit Sensoren, Software und Services. Bosch Packaging Technology arbeitet gemeinsam mit Kunden in Pilotprojekten, um bedarfsorientierte Lösungen zu entwickeln. Dabei kann das Unternehmen auf langjährige Erfahrungen der Bosch-Gruppe zurückgreifen. „Wann immer es um Vernetzung geht, profitieren wir von der Kompetenz der Bosch-Gruppe als Leitanwender und Leitanbieter in diesem Bereich. Wir starten 2016 eine ganze Reihe von Pilotprojekten, um bei Bosch vorhandene Softwarelösungen auf die Bedürfnisse unserer Zielindustrien Pharma und Nahrungsmittel anzuwenden“, sagt Klefenz. Ein Beispiel, das bereits bei Kunden aus aller Welt eingesetzt wird, ist die Track & Trace-Software von Bosch.

2015 hat Bosch Packaging Technology unter anderem mit Hikma Pharmaceuticals in Jordanien und Saudi-Arabien Track & Trace-Projekte zur Nachverfolgung von Pharmazeutika umgesetzt. Das Unternehmen bedruckt und prüft mit Bosch-Technik bis zu 400 Faltschachteln in der Minute. Möglich sind Seriennummern, 1D- und 2D-Codes, Chargen-Daten und das Verfallsdatum. Die neue Software von Bosch stellt sicher, dass Software und Maschinen innerhalb des Prozesses zuverlässig miteinander verbunden sind. Die verschiedenen Verpackungslinien lassen sich nun von einem zentralen Büro aus überwachen. Dank der Lösung ist Hikma auch in der Lage, die Daten in eine externe Datenbank – beispielsweise einer Regulierungsbehörde – zu exportieren. Weitere Kunden in den USA, Großbritannien und Österreich rüsten im Jahr 2016 ihre Produktion mit Track & Trace-Systemen von Bosch aus.

Journalistenkontakt: Christin Pönisch, Telefon: +49 711 811-58502
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  • 24. Mai 2016
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