Verpackungstechnik

Erfreuliche Geschäftsentwicklung Bosch Packaging Technology wächst zweistellig Drei Akquisitionen im Nahrungsmittelbereich

  • Umsatz steigt 2015 um 10,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro
  • Auftragseingang liegt 14,5 Prozent über Vorjahresniveau
  • Vorstand erwartet moderates Wachstum für das Geschäftsjahr 2016
  • Komplett- und Industrie 4.0-Lösungen bilden strategische Wachstumsfelder
Waiblingen – Bosch Packaging Technology hat seinen Umsatz 2015 im Vergleich zum Vorjahr von 1,18 auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert. Nominal entspricht das einem Wachstum von 10,2 Prozent, wechselkursbereinigt von 3,1 Prozent. Damit liegt der Maschinenbauer als einer der führenden Anbieter von Prozess- und Verpackungstechniklösungen vor dem Wettbewerb. Laut Branchenverband VDMA konnten die übrigen deutschen Hersteller beim Umsatz im Durchschnitt nominal lediglich um 2,8 Prozent zulegen. Parallel dazu stieg der Auftragseingang des Bosch-Geschäftsbereichs nominal um 14,5 Prozent von 1,23 auf 1,4 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 7,2 Prozent. An weltweit über 30 Standorten arbeiteten zum Jahreswechsel rund 6 200 Mitarbeiter. „Wir sind zufrieden mit dem zweistelligen Umsatzsprung, besonders im Vergleich zur moderaten Entwicklung der Branche insgesamt. Es ist uns 2015 wieder gelungen Marktanteile zu gewinnen“, bilanziert Friedbert Klefenz, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Packaging Technology. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Klefenz ein moderates Wachstum.

Stärkster Zuwachs in der Region Asien-Pazifik
Der Umsatz in Europa war 2015 leicht rückläufig und betrug 37 Prozent des Gesamtumsatzes. In Nordamerika wuchs der Umsatz um fast 18 Prozent, was angesichts eines insgesamt stagnierenden Maschinenbau-Marktes bemerkenswert ist. Insgesamt trägt Nordamerika nun 27 Prozent zum Gesamtumsatz bei. In Lateinamerika betrug das Umsatzwachstum knapp 25 Prozent. Das größte Wachstum auf Kontinentalebene erzielte Bosch mit etwas über 27 Prozent in den Regionen Asien-Pazifik und Afrika. Insgesamt erwirtschaftete Bosch Packaging Technology 2015 rund 90 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands. Die Bedeutung der aufstrebenden Märkte nimmt dabei weiter zu.

Akquisition von drei Unternehmen im Nahrungsmittelbereich
Teil der Wachstumsstrategie von Bosch Packaging Technology ist es, sich durch gezielte Zukäufe zu verstärken. Neben der Gründung eines Joint Ventures mit dem indischen Unternehmen Klenzaids (Fokus auf Pharmasektor) akquirierte der Sondermaschinenbauer im vergangenen Jahr drei weitere Unternehmen im Nahrungsmittelbereich: Ende Mai die Osgood Industries Inc. in Oldsmar, Florida, und im Dezember die beiden Schwesterunternehmen Kliklok-Woodman Corporation mit Sitz in Decatur im US-Bundesstaat Georgia und Kliklok International Ltd. mit Sitz im englischen Bristol. Bosch baut so seine Position in der Pharma-, Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie weiter aus und stärkt vor allem die Kompetenz als Komplettlösungsanbieter. Die unterjährig übernommenen Unternehmen wurden in der Bilanz 2015 nicht konsolidiert.

Moderates Wachstum für 2016 erwartet
Aufgrund eines in Summe eher verhaltenen Jahresstarts 2016 einerseits und eines hohen Auftragsvolumens aus dem Jahr 2015 andererseits rechnet der Vorsitzende des Bereichsvorstands für das laufende Geschäftsjahr insgesamt mit einem moderaten Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Als Wachstumstreiber sieht Bosch Packaging Technology den weiteren Ausbau seiner Linien- und Systemkompetenz und die Entwicklung von Lösungen für die vernetzte Produktion der Zukunft.

Komplettlösungen aus einer Hand
Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt für Bosch Packaging Technology die Linien- und Systemkompetenz. Bosch versteht sich dabei nicht nur als Anbieter der gesamten Produktionslinie von der Prozesstechnik bis zum fertig verpackten Produkt inklusive Dienstleistungen, sondern denkt diesen Ansatz noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen sieht vor allem außerhalb Europas großes Potenzial bei sogenannten Turn-key-Projekten. Das sind Komplettlösungen aus einer Hand, das heißt von der Planung der Abläufe für Material und Personen, der Gebäudetechnik und den Reinräumen bis hin zu den eigentlichen Produktionsanlagen. Erfolgreiche Projekte wurden bereits mit Kunden aus der Pharma-Industrie in Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Russland umgesetzt.

Industrie 4.0: Know-how der Bosch-Gruppe auf Zielindustrien anwenden
Ein weiterer Wachstumstreiber ist Industrie 4.0: Die moderne Fabrik ist intelligent und vernetzt und verknüpft klassischen Maschinenbau mit Sensoren, Software und Services. Bosch Packaging Technology arbeitet gemeinsam mit Kunden in Pilotprojekten, um bedarfsorientierte Lösungen zu entwickeln. Dabei kann das Unternehmen auf langjährige Erfahrungen der Bosch-Gruppe zurückgreifen. „Wann immer es um Vernetzung geht, profitieren wir von der Kompetenz der Bosch-Gruppe als Leitanwender und Leitanbieter in diesem Bereich. Wir starten 2016 eine ganze Reihe von Pilotprojekten, um bei Bosch vorhandene Softwarelösungen auf die Bedürfnisse unserer Zielindustrien Pharma und Nahrungsmittel anzuwenden“, sagt Klefenz. Ein Beispiel, das bereits bei Kunden aus aller Welt eingesetzt wird, ist die Track & Trace-Software von Bosch.

2015 hat Bosch Packaging Technology unter anderem mit Hikma Pharmaceuticals in Jordanien und Saudi-Arabien Track & Trace-Projekte zur Nachverfolgung von Pharmazeutika umgesetzt. Das Unternehmen bedruckt und prüft mit Bosch-Technik bis zu 400 Faltschachteln in der Minute. Möglich sind Seriennummern, 1D- und 2D-Codes, Chargen-Daten und das Verfallsdatum. Die neue Software von Bosch stellt sicher, dass Software und Maschinen innerhalb des Prozesses zuverlässig miteinander verbunden sind. Die verschiedenen Verpackungslinien lassen sich nun von einem zentralen Büro aus überwachen. Dank der Lösung ist Hikma auch in der Lage, die Daten in eine externe Datenbank – beispielsweise einer Regulierungsbehörde – zu exportieren. Weitere Kunden in den USA, Großbritannien und Österreich rüsten im Jahr 2016 ihre Produktion mit Track & Trace-Systemen von Bosch aus.

Journalistenkontakt: Christin Pönisch, Telefon: +49 711 811-58502
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  • 24. Mai 2016
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Pharmatag 2016 Internationale Pharmaspezialisten tagen bei Bosch

  • Symposium: Vorträge, Diskussionen und neue Technologien
  • Pharmazeutische Linienkompetenz: Bosch zeigt neue Lösungen
  • Rund 300 Teilnehmer aus aller Welt in Crailsheim
Crailsheim – Die vernetzte Industrie und ihre Chancen für die pharmazeutische Produktion – darüber diskutierten rund 300 internationale Pharmaexperten vom 10. bis 11. Mai bei Bosch in Crailsheim. Der Pharmatag des Geschäftsbereiches Packaging Technology fand bereits zum achten Mal statt. Mit 50 Prozent mehr Gästen aus der pharmazeutischen, biopharmazeutischen und prozesstechnischen Industrie verzeichnete das Symposium einen Besucherrekord. „Der Pharmatag 2016 bot den Teilnehmern aus aller Welt einen abwechslungsreichen Mix aus Vorträgen, Podiumsdiskussion und neuen Technologien“, so Joachim Brenner, Standortleiter bei Bosch Packaging Technology in Crailsheim. „Die steigende Teilnehmerzahl dieser alle drei Jahre stattfindenden Veranstaltung zeigt, dass Bosch Packaging Technology eine führende Rolle in der pharmazeutischen Industrie einnimmt und den großen Bedarf unserer Kunden nach Veranstaltungen dieser Art.“

Pharmazeutische Linienkompetenz im Fokus
Am ersten Tag hatten die Besucher des Pharmatags die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Produktionsstandorts Crailsheim zu werfen und sich über die pharmazeutische Linienkompetenz sowie die neuesten Portfolioerweiterungen von Bosch zu informieren. Ein besonderes Highlight war dabei die Erstvorstellung der neuen ALF 5000 Füll- und Verschließmaschine für Ampullen und Injektionsflaschen. Neben einer Ausbringung von 600 Behältnissen pro Minute zeichnet sich die Maschine durch hohe Flexibilität und Prozesssicherheit aus.

Den zweiten Tag mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion eröffnete Friedbert Klefenz, der Vorsitzende des Bereichsvorstands von Bosch Packaging Technology. Prof. Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung sowie des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb der Universität Stuttgart, gab anschließend in seiner Auftaktrede Einblicke in die Möglichkeiten von Industrie 4.0 und Ausblicke auf die pharmazeutische Produktion der Zukunft.

In ihren Vorträgen berichteten Vertreter der Unternehmen AbbVie, Eli Lilly, NNE Pharmaplan, Roche Diagnostics, und Vetter Pharma von ungewöhnlichen Projekten, aktuellen Herausforderungen und künftigen Trends wie der Abfüllung hochpotenter Pharmazeutika oder innovativen Ansätze für die Entwicklung parenteraler Darreichungsformen. Die anschließende Podiumsdiskussion stand im Zeichen von Qualität, Flexibilität und Industrie 4.0 in der pharmazeutischen Fertigung. Durch das Programm führte Claudia Petersen, Global Director Business Development bei Gerresheimer.

CPI-Software für vernetzte Serialisierung
Neben zahlreichen Maschinen und Linien zur Abfüllung flüssiger Pharmazeutika konnten sich die Teilnehmer über die Außenreinigung von Vials und Ampullen (RAN 3080), die Kombination visueller Inspektionstechnologie und Dichtigkeitsprüfung (AIM 3000), passendes Downstream-Equipment (RIL 3010) sowie spezielle Kundenprojekte informieren. Sekundärverpackungs- und Serialisierungslösungen rundeten den Einblick in die pharmazeutische Linienkompetenz von Bosch ab.

Darüber hinaus zeigte Bosch Industrie 4.0-Anwendungsmöglichkeiten für die pharmazeutische Industrie. Kombiniert mit der CPI-Software von Bosch lassen sich Track & Trace-Lösungen mehrstufig in die Unternehmens-IT integrieren. So lässt sich nicht nur das gesamte Ordermanagement abwickeln, sondern auch der Import und Export der Seriennummern steuern. Alle relevanten Daten stehen im gesamten Firmennetzwerk zur Verfügung und lassen sich gemäß den gesetzlichen Vorgaben an behördliche oder herstellereigene Datenbanken übertragen.

Ein weiterer wichtiger Baustein der pharmazeutischen Linienkompetenz von Bosch sind die After Sales Services, die Kunden dabei unterstützen, ihre bestehenden Anlagen flexibel an künftige Marktanforderungen anzupassen.

Standortleiter Joachim Brenner äußerte sich zufrieden mit dem Verlauf des Pharmatags 2016: „Gerade noch waren wir Gastgeber der Meet & Match Veranstaltung von BIOPRO Baden-Württemberg. In den vergangenen zwei Tagen kamen Vertreter der international führenden Pharmaunternehmen zu uns. Damit unterstreicht der Bosch Packaging Technology Standort Crailsheim seine Bedeutung für die Industrie – in der Region und international.“

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Christin Poenisch
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  • 11. Mai 2016
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Hannover Messe 2016 Connected Shopfloor Solutions: Hard- und Softwarelösungen für die Industrie 4.0 Robert Bosch GmbH, Halle 17, Stand D04


  • Nutzerzentrierte Automatisierung: der Mensch steht im Mittelpunkt
  • Roboter ohne Schutzzaun: Mensch und Maschine arbeiten Hand in Hand
  • APAS family wächst weiter: kollaborative Robotik auf dem Vormarsch
  • APAS workstation: intelligent vernetzter Arbeitsplatz mit integriertem Roboter
  • IT Shopfloor Solutions: skalierbares Automatisierungssystem für die Fertigungs- und Logistikkette
Stuttgart/Hannover – Zur Hannover Messe 2016 präsentiert Bosch kombinierte Lösungen aus Hard- und Software für die flexible, vernetzte Fabrik. Derartige Connected Shopfloor Solutions sind das entscheidende Bindeglied für die Fabrik der Industrie 4.0. Zum Einsatz kommen sie bereits heute bei Bosch und andernorts: Mobile Assistenzsysteme arbeiten ohne Schutzzäune Seite an Seite mit Menschen, modulare Automatisierungssysteme analysieren, veranschaulichen und steuern Fertigungsprozesse unterschiedlichster Art. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch: „Die Vielfalt der Arbeitsprozesse in der modernen Fertigung braucht den Menschen stärker denn je als Entscheider und Lenker“, erklärt Volker Hartmann, stellvertretender Produktbereichsleiter für den Bereich Montageanlagen und Sondermaschinen. „Unsere Roboter nehmen den Menschen Arbeiten mit besonderen Sicherheitsanforderungen, einfachen und monotonen Abläufen oder mit ergonomisch ungünstigen Bewegungsabfolgen ab.“

Neuheit: APAS workstation
Bei der Entwicklung neuer Lösungen denkt Bosch daher konsequent aus Sicht des Anwenders. Jüngstes Beispiel dieser nutzerzentrierten Automatisierung ist die APAS workstation, die erstmals in Hannover dem Fachpublikum vorgestellt wird. Es handelt sich hierbei um den ersten standardisierten Handarbeitsplatz mit direkter und sicherer Mensch-Roboter-Kollaboration. Der wandlungsfähige Arbeitsplatz integriert eine kollaborierende Roboterkinematik (APAS safekin) und weitere Automatisierungskomponenten. Die APAS workstation erschließt neue Modelle der Kooperation, bei denen der Mensch stets im Mittelpunkt steht. Derartige Modelle verbinden die einmalige Problemlösungskompetenz des Menschen mit den Stärken des Roboters, Ausdauer und Präzision. Dadurch lassen sich Prozesse effizient gestalten und die Produktivität steigern. Die integrierte Roboterkinematik unterstützt den Menschen sozusagen als dritte Hand. Er selbst steht aber durchweg im Zentrum und findet stets ein individuell ausgerichtetes, optimales Arbeitsumfeld vor: Tischhöhe und Lichtführung passen sich automatisch dem Benutzer an. Über einen ebenfalls höhenverstellbaren See-Through Bildschirm, also ein transparentes elektronisches Display, behält der Anwender alle nötigen Produktionsdaten im Blick. Nutzen lässt sich die flexible APAS workstation wahlweise mit einem oder ohne einen integrierten Roboter, weitere Assistenzsysteme können zusätzlich mit einbezogen werden.

APAS safekin leicht integrierbar
Unter dem Namen APAS safekin kann die Roboterkinematik auch unabhängig von der mobilen APAS-Basis oder der APAS workstation eingesetzt werden – dann aber vorzugsweise fest verankert in einem Fertigungsabschnitt. Die neue Automatisierungskomponente lässt sich einfach in IEC61131-Applikationen integrieren, die der international gültigen Norm für Programmiersprachen entsprechen. Das erlaubt schnelle Projektrealisierungen, eine sichere Kollaboration zwischen Mensch und Roboter sowie ein schnelles Nachrüsten bestehender Anlagen. Für die Erstellung von einzelnen Roboterbewegungen ist keine Roboterprogrammierung erforderlich. Die Jobs werden einfach auf der grafischen Benutzeroberfläche zusammengestellt, konfiguriert und verwaltet.

APAS family wächst kontinuierlich
Zur APAS family zählen neben der neu vorgestellten APAS workstation auch drei mobile, kollaborierende Assistenzsysteme. Der APAS inspector ist mit einer hochauflösenden Highspeed-Kamera und innovativem 3D-Verfahren ausgerüstet. Mithilfe austauschbarer Prüfmodule lässt sich der Inspektionsautomat in unterschiedlichsten Fertigungszusammenhängen einsetzen – beispielsweise zur hochsensiblen Oberflächeninspektion oder für Vollständigkeitsprüfungen. Der APAS flexpress übernimmt hochflexible und hochgenaue Fügearbeiten – sie zählen zu den häufigsten Prozessschritten im Fertigungsablauf. Integrierte Sicherheitstechnik stellt dabei sicher, dass Mensch und Maschine reibungslos zusammenarbeiten. Gleiches gilt für den APAS assistant mit Sechs-Achs-Industrieroboterarm, sensitivem Drei-Finger-Greifer und 3D-Kamerasystem. Als erstes Assistenzsystem wurde der APAS assistant durch die deutsche Berufsgenossenschaft zertifiziert. Er kann dank seiner speziellen Sensorhaut ohne Schutzvorrichtungen direkt und berührungslos mit Menschen zusammenarbeiten.

Als zusätzliche Option regelt der APAS speedswitch die Arbeitsgeschwindigkeit des APAS assistant je nach An- oder Abwesenheit von Menschen. Der erweiterte Fernbereich wird über die speedswitch-Schnittstelle überwacht. Solange kein Mitarbeiter in der Nähe ist, arbeitet die Roboterkinematik mit maximaler Geschwindigkeit. Sobald der Nahbereich betreten wird, wechselt sie automatisch auf ein für den Anwesenden sicheres Tempo. Daraus resultiert höhere Produktivität ohne Abstriche bei der Arbeitssicherheit.

IT Shopfloor Solutions
Im Hintergrund sorgen dabei die IT Shopfloor Solutions von Bosch für Sicherheit, Flexibilität und Transparenz entlang der gesamten Fertigungskette. Die modulare und skalierbare Software wird innerhalb der Bosch-Gruppe seit mehr als 15 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und weltweit zur Steuerung hunderter Fertigungsanlagen eingesetzt. Mittels einer breiten Palette von Softwaremodulen lassen sich im Shopfloor Management unter anderem produkt- und herstellerunabhängig Maschinen vernetzen, Fehler und Verschleiß frühzeitig erkennen und in Echtzeit Daten aus der Fertigung analysieren. Durch intuitiv zu bedienende, grafische Werkzeuge können Anwender kritische Zustände rascher erkennen, Fehler leichter lokalisieren und darauf umgehend reagieren. Nutzerfreundlichkeit steht im Vordergrund, auch hier reduziert die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine Komplexität. Zudem lassen sich wartungsrelevante Werte über unterschiedlichste Endgeräte jederzeit abrufen. Je nach Anwendung liefert ein zentrales Dashboard alle Informationen auf einen Blick. Sämtliche IT Shopfloor Solutions basieren auf einer gemeinsamen Steuerungsplattform und einem standardisierten Softwarekonzept. Diese helfen dabei, Arbeitsabläufe nicht nur schneller und effizienter, sondern auch weitaus flexibler und anwenderfreundlicher zu gestalten.

Mehr Informationen zur APAS family unter www.bosch-apas.com.

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Dr. Manuel Thomä,
Telefon: +49 711 811-6268
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  • 25. April 2016
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Packaging Technology Bosch bringt neue Generation von Reinstdampferzeugern und Destillationsanlagen auf den Markt Optimierte Leistung und Energieeffizienz

  • Nachhaltigkeit im Fokus
  • Vorwärmer senkt Heizenergieverbrauch um bis zu 30 Prozent
  • Modularisierung führt zu kürzeren Lieferzeiten
Bosch Packaging Technology hat eine neue Generation von Reinstmediensystemen mit optimierter Leistung und Energieeffizienz entwickelt. Dazu gehören sowohl Reinstdampferzeuger als auch Destillationsanlagen für die Herstellung von sterilem, pyrogenfreiem Reinstdampf beziehungsweise WFI (Wasser für Injektionszwecke). „Mit diesen Neuentwicklungen tragen wir zu einer erheblich effizienteren Herstellung der Reinstmedien und zu mehr Nachhaltigkeit in der Pharmaindustrie bei“, sagt Dr. John Medina, Vertriebsleiter bei der Bosch-Tochter Pharmatec. Beispielsweise senkt ein Vorwärmer den Heizdampfverbrauch um bis zu 30 Prozent.

Fokus auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Reinstdampf und WFI gehören zu den Schlüsselkomponenten der pharmazeutischen Produktion. Während WFI in erster Linie zur Herstellung von Infusions- und Injektionslösungen verwendet wird, kommt Reinstdampf vor allem zur Sterilisation sämtlicher Ausrüstungskomponenten wie Ansatzbehälter, Rohrleitungssysteme oder Abfüllmaschinen zum Einsatz. Darüber hinaus dient Reinstdampf dazu, die Raumluft in Reinräumen zu befeuchten.

Die neuen Destillationsanalagen werden mit einem Vorwärmer als Standardausstattung ausgeliefert. Ab der zweiten Kolonne kann der Vorwärmer den Reinstdampf aus der vorherigen Kolonne nutzen, um das Speisewasser vorzuwärmen. Damit lässt sich der Bedarf an Heizenergie enorm reduzieren. Für den Reinstdampferzeuger ist ein Vorwärmer optional erhältlich. Dieser wird mit dem Kondensat des Heizdampfs gespeist. Indem der Vorwärmer die gespeicherte Energie nutzt, wird der Heizdampfverbrauch reduziert.

Hohe thermische Effizienz und reduzierte Abschlämmung
Die Verdampfung ist eine Grundoperation in der Herstellung von Reinstdampf und WFI. Der Verdampfer der Anlagen arbeitet nach dem bewährten Naturumlaufverfahren. Dabei zirkuliert das zur Verdampfung eingespeiste Wasser auf natürliche Weise kontinuierlich zwischen Verdampfungsraum und Wärmetauscher. Das System lässt sich dank einer hohen Wärmeübertragung schonend aufheizen. Dafür ist lediglich elektrische Energie oder Heizdampf erforderlich. Weitere Verfahrensschritte oder Funktionsmodule wie beispielsweise ein Kompressor werden nicht benötigt.

„Das neue, kompakte Design des Verdampfers trägt zur bestmöglichen thermischen Nutzung der Heizenergie bei. Dies sorgt für eine hohe Ausbeute und damit geringere Betriebskosten“, erklärt Medina. „Da gerade die Herstellung von Reinstdampf und WFI mit energieintensiven Prozessen einhergeht, leisten Effizienzverbesserungen hier einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.“ Für die neue Modelllinie wurden der Verdampfer und die Kondensatoren geometrisch optimiert. So hat Bosch beim Verdampfer etwa den Durchmesser sowie die Anzahl und Anordnung der Heizröhren angepasst. Damit erzielen die Anlagen je nach Typ im Vergleich zu den Vorgängermodellen eine bis zu 20 Prozent höhere Leistung. Darüber hinaus konnte Bosch den Wasserverlust, der bei der Entsorgung der im Speisewasser enthaltenen Endotoxine (Abschlämmung) entsteht, von zwischen fünf und acht auf nun maximal vier Prozent verringern.

Von 100 bis 7.500 Kilogramm pro Stunde
Im Zuge der Neuentwicklung hat Bosch die Produktreihen gestrafft und in einer lückenlosen Staffelung zusammengestellt. Die Anzahl der Reinstdampferzeuger wurde von elf auf sechs und die der Destillationsanlagen von vierzehn auf zehn verschiedene Baugrößen reduziert. „Kunden profitieren durch die höhere Standardisierung und Modularisierung von kürzeren Lieferzeiten und geringeren Anschaffungskosten“, so Medina. Die Produktreihe deckt jetzt ein Leistungsspektrum von 100 bis 7.500 Kilogramm pro Stunde ab. Um eine schnelle Inbetriebnahme zu ermöglichen, kommen künftig bei allen Bautypen Speisewasserpumpen mit Frequenzregelung zum Einsatz. Die Anlagen lassen sich so noch besser an die jeweiligen Betriebsbedingungen vor Ort anpassen.

Leserkontakt:
Klaus Schreiber
Telefon: +49 351 28278-833

Journalistenkontakt:
Christin Poenisch
Telefon: +49 711 811-58502
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  • 14. April 2016
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