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IoT-Konferenz „Bosch ConnectedWorld“ in Berlin Durch Vernetzung: freie Parkplätze, schnellerer Service für die Heizung, besserer Spargel Bosch IoT Suite Grundlage für neue Anwendungen

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  • 09. März 2016
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Pressetext

Berlin/Stuttgart – Für seine Services im Internet der Dinge (IoT, Internet of Things) startet Bosch eine eigene Cloud in einem eigenen Rechenzentrum in Deutschland. Die IoT-Anwendungen entstehen mit der Bosch IoT Suite. Die Suite bietet alle Funktionen, um Geräte, Anwender und Unternehmen im Internet der Dinge zu vernetzen. Mehr als fünf Millionen Geräte und Maschinen sind über die IoT Suite schon angebunden. Einige Beispiele für neue Lösungen und Produkte von Bosch für die vernetzte Welt:

1. Lösungen für vernetzte Mobilität

Sensoren erfassen freie Park + Ride-Plätze
Wo ist der nächste freie Parkplatz? Diese meist drängende Frage beantwortet ein neues System von Bosch. Dafür erfassen Sensoren in 15 Park + Ride-Anlagen entlang der S-Bahn-Linien S2 und S3 in Stuttgart, ob ein Parkplatz frei oder besetzt ist. Die Daten gelangen via Internet in die Bosch IoT Cloud, wo minutengenau eine Karte freier Parkplätze entsteht. Informationen über freie Stellplätze werden über eine App und die Internetseite des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart GmbH (VVS) abrufbar sein. Der Nutzen: Zeitersparnis. Denn wenn Autofahrer wissen, ob ein Park + Ride-Parkplatz frei ist, sind sie eher bereit auf die S-Bahn umzusteigen. Staus werden vermieden. Bei dem Pilotprojekt verfügt die kleinste Anlage über 49, die größte über 520 Stellplätze. Das Projekt beginnt im März 2016 mit der Installation der Sensoren und läuft bis Juni 2018.
Details: http://bit.ly/1RcZWcP

Freie Parkplätze für müde Trucker
Lkw-Parkplätze entlang der Autobahnen sind oft hoffnungslos überbelegt – besonders nachts. Zu dieser Zeit steigt zudem das Risiko von Diebstählen. Bosch bietet Spediteuren, Flottenbetreibern oder selbstständigen Truckern den Service Secure Truck Parking an. Dieser vermittelt sichere und im Voraus buchbare Standplätze. Sucht ein Lkw-Fahrer einen Stellplatz in seiner Nähe, übermittelt das Fahrzeug seine Position und eine Parkplatzanfrage an das System. Daraufhin wird für den Fahrer ein Parkplatz in der Nähe gesucht, sein Navigationssystem leitet ihn sodann dorthin. Buchung und Abrechnung erfolgen automatisch und bargeldlos. Ab Sommer 2016 läuft dieses System auf der Bosch IoT Cloud.

Rabatt für umsichtige Autofahrer
Autofahrer, die vorausschauend und verantwortungsvoll auf den Straßen unterwegs sind, erhalten von einer großen deutschen Versicherung einen Rabatt auf ihre Versicherungsprämie. Der Bosch-Bereich Automotive Aftermarket bietet dazu die passende technische Lösung. Dafür wird eine sogenannte Connectivity Control Unit (CCU) im Fahrzeug installiert. Sie erfasst über die sogenannte OBD-Schnittstelle des Autos Daten zur Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit oder zum Tempo bei der Kurvenfahrt. Diese Informationen überträgt die CCU mit Hilfe einer eingebauten SIM-Karte verschlüsselt über das Mobilfunknetz an ein Computersystem. Die Versicherung kann aus den Informationen ein Profil erstellen und Rabatte für besonders vorausschauend agierende Fahrer anbieten.

2. Lösungen für vernetzte Industrie

Die Transportkiste lässt sich überwachen
Während bei der Herstellung die Qualität der Produkte bereits nahezu lückenlos überwacht wird, bleiben die Bedingungen in den übrigen Abschnitten der Lieferkette oft im Dunkeln. Hier setzt die Industrie 4.0-Lösung „TraQ“ (Tracking and Quality) an. Bosch hat eine Sensor-Lösung entwickelt, mit deren Hilfe die Produktqualität innerhalb der gesamten Lieferkette verfolgt werden kann – bis hin zum Kunden. Dabei erfassen Sensoren, die in die Transportverpackung oder auch in das Produkt integriert sind, qualitätsrelevante Informationen wie Temperatur, Erschütterung, Licht oder Luftfeuchtigkeit, und senden diese an die Cloud. Die Software-Anwendung in der Cloud gleicht die Messwerte mit den zulässigen Grenzwerten ab. Bei Überschreitung wird eine Warnung ausgelöst, die Kunden, Lieferanten und Dienstleister in Echtzeit informiert. Zudem liefert der Sensor Positionsdaten, die Auskunft über die voraussichtliche Ankunftszeit geben können und somit Basis für eine optimierte Transportsteuerung sind. Der Nutzen für die beteiligten Unternehmen ist groß: Durch zeitnahe Information können im Schadensfall schnell Maßnahmen eingeleitet und so Folgekosten, etwa Produktionsausfälle, minimiert werden. Sensoren im Produkt selbst helfen dabei, Schadensursachen besser aufzuklären – während des Transports und gegebenenfalls auch während des Gebrauchs durch den Endanwender. TraQ ist ein Baustein in einer Reihe von Lösungen, an denen Bosch derzeit arbeitet, um die digitale Lieferkette intelligent und kostengünstig zu steuern. Die Sensor-Lösung wird voraussichtlich 2017 auf dem Markt angeboten.

Funksensoren für qualitativ hochwertigeren Spargel
Mit vernetzten Funksensoren sorgt Bosch für bessere Erträge im Geschäft mit dem Spargelanbau. Spargel wächst besonders gut bei 18 bis 22 Grad Celsius. Diese Temperatur erreichen Landwirte unter anderem durch das Abdecken der Anbauflächen mit Folien, die auf der einen Seite weiß und auf der anderen Seite schwarz gefärbt sind. Um die Ackerfläche mithilfe des Sonnenlichts zu heizen, wird die schwarze Seite nach außen gekehrt. Um den Boden bei zu großer Wärme zu kühlen, wird die weiße Seite aufgelegt. Die Lösung des Bosch Start-ups Deepfield Robotics besteht aus mehreren Temperatursensoren. Sie werden in unterschiedlicher Tiefe in die Erde gesteckt und erfassen die Temperatur. Kabel übertragen die Messwerte an eine kleine Box, die die Daten via Funk in die Bosch IoT Cloud überträgt. Von dort aus werden die Informationen an eine App auf das Smartphone der Landwirte geschickt. Diese können den Temperaturverlauf ihrer Spargelkultur jederzeit im Detail verfolgen, daher schnell reagieren und die Wachstumsbedingungen des Spargels optimieren.
Details: http://bit.ly/1UGSLq4

3. Lösungen für das vernetzte Haus

Sicherheit und Komfort im Smart Home
Im Bosch-Smart-Home-System kann der Nutzer Beleuchtung, Rauchmelder und Hausgeräte im Haus über eine Plattform miteinander vernetzen und per Smartphone oder Tablet einfach bedienen. Herzstück des Bosch-Smart-Home-Systems ist der Controller. Diese im Haus installierte, zentrale Steuereinheit vernetzt die oben genannten Komponenten miteinander und mit dem Internet. Hinzu kommen ein smarter Heizkörper-Thermostat sowie ein sensorbasierter Tür-/Fensterkontakt. Die Daten des Smart Home sind im Smart Home Controller gespeichert. So behält der Kunde die Kontrolle über die Daten. Nur wenn er von unterwegs zum Beispiel die Temperatur zuhause abfragt, werden seine Daten über das Internet auf sein Smartphone übertragen. Dies geschieht verschlüsselt über die Bosch IoT Cloud. In künftigen Produktversionen kann das System über den Tür-/Fensterkontakt auch eine Nachricht auf das Smartphone senden, wenn ein Fenster oder eine Tür geöffnet wird. Der Nutzen: Eine separate Alarmanlage ist nicht mehr erforderlich, Komfort und Sicherheit steigen.
Details: http://bit.ly/1ORATbJ

Der Heizungsservice klingelt nur noch einmal: HomeCom Pro
Direkter Draht zum Kunden: Über das Online-Portal HomeCom Pro von Bosch können sich Installateure direkt mit den Heizungsanlagen ihrer Kunden vernetzen. Das Portal zeigt Installateuren auf einen Blick den Status der Heizung – zusammen mit den bereits erfolgten Servicearbeiten. Im Fall einer Störung gibt das System auch Aufschluss über die wahrscheinliche Fehlerursache und macht Vorschläge zur Reparatur. Dafür überträgt es alle wichtigen Informationen aus der Heizungsanlage auf den PC, den Laptop oder auf ein Tablet beim Fachbetrieb. Dessen Experten leiten dann die richtigen Schritte ein und können häufig gleich beim ersten Besuch das richtige Ersatzteil mitnehmen. Das System läuft in der Bosch IoT Cloud.
Details: http://bit.ly/1T2jkZc, http://bit.ly/1Kd06i3, http://bit.ly/1RP3h1K

„TrackMyTools“: Wo ist mein Werkzeug?
Die Suche nach dem Akkuschrauber hat auch für Handwerker ein Ende: Dank „TrackMyTools“ von Bosch wissen sie immer, wo sich ihr Werkzeug befindet. Das sorgt für einen reibungslosen Arbeitsablauf, spart Zeit und steigert die Produktivität. Bei dem Ansatz von TrackMyTools wird ein kleines Bluetooth-Modul an die Werkzeuge geklebt. Es sendet alle acht Sekunden ein Signal aus, das im Umkreis von 30 Metern von Smartphones oder Tablets mit der darauf installierten App „TrackMyTools“ erkannt wird. Smartphone oder Tablet senden diese Informationen dann zusammen mit Zeit-, Benutzer- und den letzten Lokalisierungsdaten des jeweiligen Arbeitsmittels an die Cloud. Weiterer Nutzen: Der Eigentümer des Bohrers oder Akkuschraubers kann über das Web auf die Daten zugreifen und hat jederzeit im Blick, welches Werkzeug wo im Einsatz ist. Außerdem kann er Mitarbeitern einzelne Geräte und Arbeitsmittel flexibel zuweisen. Das 2015 gestartete System wird im Laufe des Jahres 2016 auf der Bosch IoT Cloud laufen. Details: http://bit.ly/1UsPIDb

Journalistenkontakt:
Thilo Resenhoeft
Telefon: +49 711 811-7088

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI9164 - 09. März 2016

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Thilo Resenhoeft

+49 711 811-7088 E-Mail senden

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