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Emissionen Wie beeinflusst der Diesel die Luftqualität? Bosch erklärt, warum es bei CO2-Zielen ohne den Diesel nicht geht, wie sich Stickoxid-Emissionen mindern lassen und welchen Einfluss Raucher und Reifen auf Partikel-Emissionen haben

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  • 08. Juli 2015
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Diskussion: Paris, London oder Stuttgart – europaweit gibt es Diskussionen zur Luftqualität. Oftmals steht der Diesel im Fokus. „Aus Sicht von Bosch ist es wichtig, die Diskussion um Luftqualität auf der Basis von Fakten zu führen“, sagt Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions.

CO2 – Ohne den Diesel geht es nicht
„Nie war der Diesel so wichtig wie heute. Der Diesel ist eine Schlüsseltechnologie um die CO2-Flottenziele zu erreichen – insbesondere in Europa geht es ohne den Selbstzünder nicht“, sagt Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions der Robert Bosch GmbH.

Anteil: Gemessen an den CO2-Emissionen in Deutschland liegt der Anteil von Diesel-Pkw bei rund vier Prozent.

CO2-Ziele: Ab 2021 darf ein durchschnittlicher Neuwagen in der EU nicht mehr als 95 g CO2 pro Kilometer emittieren. Auch in anderen Regionen – beispielsweise USA und China – müssen Fahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich sparsamer werden.

Potenzial: Verbrennungsmotorisch haben Diesel noch ein CO2-Reduktionspotenzial von bis zu zehn Prozent. Weiterentwickelte Aerodynamik und reduzierte Rollreibung können nochmals zu weiteren Verbesserungen führen.

Elektrifizierung: Die Elektrifizierung wird Dieselmotoren einen weiteren Schub geben – insbesondere bei schweren und großen Fahrzeugen wie SUVs. Hierfür bietet Bosch zahlreiche Lösungen, beispielsweise auch einen 48-Volt-Einstiegshybrid, der CO2-Emissionen im realen Fahrbetrieb um bis zu 15 Prozent mindern kann.

Partikel – Der Diesel als Staubsauger
„Dank der aktuellen Filter hat der Diesel kein Problem mit Partikeln mehr“, sagt Dr. Michael Krüger, Chefentwickler für Dieseltechnologie bei der Robert Bosch GmbH.

Anteil: Von allen in Deutschland erzeugten Partikel-Emissionen entfallen nach offiziellen Schätzungen rund ein Prozent auf die Abgasemissionen von Diesel-Pkw.
Quelle: Umweltbundesamt (UBA), Nationale Trendtabelle für atmosphärische Emissionen 2012

Effizient: Seit der Einführung von Euro 1 im Jahr 1992 wurde die Partikel-Emission von Fahrzeugen um rund 97 Prozent reduziert. Moderne Filter arbeiten mit einem Effizienzgrad von über 95 Prozent. Sie filtern selbst kleinste Nanopartikel immer noch effizient.

Staubsauger: Messungen haben gezeigt, dass moderne Diesel in Großstädten sogar die Partikel aus der Umgebungsluft filtern. Die Emissionen eines Diesels enthielten beispielsweise in Paris La Garenne weniger Partikel als die Umgebungsluft, die der Motor einsaugt.
Quelle: Interne Messungen

Abrieb: Reifen und Bremsen nutzen sich beim Fahren ab. Auch dabei entstehen Partikel. Im Straßenverkehr in Deutschland sind das schon heute drei Mal so viele Partikel-Emissionen wie durch Auspuffgase.
Quelle: „Emissionen und Maßnahmenanalyse Feinstaub 2000-2020“, Umweltbundesamt (UBA), Germany (2007); ISSN 1862-4804

Zigarettenrauch: Durch Rauchen werden nach Schätzungen im Jahr 2015 genauso viele Partikel emittiert, wie aus dem Auspuff von Autos entweichen.
Quelle: „Emissionen und Maßnahmenanalyse Feinstaub 2000-2020“, Umweltbundesamt (UBA), Germany (2007); ISSN 1862-4804

Stickoxid – Realemissionen rücken in den Fokus
„Verbrenner und insbesondere Diesel müssen zukünftig auch bei starkem Beschleunigen und hohen Geschwindigkeiten sauber sein“, sagt Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions bei der Robert Bosch GmbH.

Anteil: Messungen zeigen, dass Diesel Pkw rund zehn Prozent der NOx-Emissionen in Deutschland erzeugen. Weitere Faktoren außerhalb des Straßenverkehrs sind Energiegewinnung (27 Prozent) und Haushalte (elf Prozent).
Quelle: Umweltbundesamt (UBA), Nationale Trendtabelle für atmosphärische Emissionen 2012

Große Fortschritte: Seit die EU die Euro3-Norm im Jahr 2000 eingeführt hat, wurde die Stickoxid-Emission von Diesel-Pkw im zugrunde liegenden Prüfzyklus bereits um 84 Prozent reduziert.

Euro 6: Die Emissionsnorm ist eine Verordnung der Europäischen Union. Die neue Vorschrift legt vornehmlich niedrigere Maximalwerte für Partikel- und Stickoxid-Emissionen von Fahrzeugen fest. Der frühere Grenzwert für Diesel lag bei 180 mg pro Kilometer. Zum 1. September 2015 dürfen Diesel lediglich 80 mg Stickoxide pro Kilometer emittieren (Benziner: 60 mg pro Kilometer).

Entwicklung mit System: Um moderne Diesel noch weiter zu verbessern, setzt Bosch auf den Systemansatz aus Verbrennung und Abgasnachbehandlung. Ein Schlüssel hierzu ist die Denoxtronic, die Stickoxide auch im realen Fahrbetrieb um bis zu 95 Prozent reduzieren kann. Somit kann die Grenze von 80 mg Stickoxide pro Kilometer auch in einigen realen Fahrsituationen erreicht oder bei manchen Fahrten sogar unterschritten werden.

AdBlue: Mit Systemen wie der Denoxtronic von Bosch wird die Flüssigkeit AdBlue, eine geruchsneutrale Harnstofflösung, eingespritzt. Diese reagiert mit den Abgasen und wandelt Stickstoffoxide in harmlosen Wasserdampf und Stickstoff um.

Real Driving Emission: Schon heute gibt es einige Serienfahrzeuge, die auch außerhalb des heute gültigen Zertifizierungszyklus – also auch bei starken Beschleunigungen oder hohen Geschwindigkeiten – niedrigste Emissionen aufweisen. Dies gilt es nun in die Breite zu bringen und kostengünstige Technologien zu entwickeln, die der Messung unter allen Fahrbedingungen standhalten.

Innovation: Das 48-Volt Boost-Recuperation-System von Bosch kann die Stickoxid-Rohemissionen insbesondere beim Beschleunigen und unter hohen Lasten um bis zu 20 Prozent senken. Bosch sieht gute Chancen mit dem System die Stickoxidminderung beim Speicherkat auf bis zu 80 Prozent zu erhöhen. Auch bei Harnstoffbasierten Systemen (SCR-Katalysator) wird die Elektrifizierung den Wirkungsgrad erhöhen.

Weiterführende Links:
Umweltbundesamt – Sammlung zur Luftqualität:
http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft

Bosch-Portal „Zukunft mit Diesel“
http://www.future-with-diesel.com/de/index.html

Journalistenkontakt: Florian Flaig, Telefon: +49 711 811-6282

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8972 - 08. Juli 2015

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Florian Flaig

+49 711 811-6282 E-Mail senden

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