Mobility Solutions

62. Motorpressekolloquium von Bosch Bereich Mobility Solutions wächst kräftig weiter Umsatz um 13 Prozent im ersten Quartal 2015 gestiegen

  • Umsatzplus liegt auch dieses Jahr deutlich über dem Marktwachstum
  • Absatz von ESP, Diesel- und Benzinsystemen stieg 2014 um je 20 Prozent
  • Geschäft mit Fahrerassistenz legt jährlich um ein Drittel zu
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  • 19. Mai 2015
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Pressetext

Die Bosch-Gruppe wächst mit ihrem größten Unternehmensbereich Mobility Solutions kräftig weiter. Wechselkursbereinigt ist der Umsatz dieses Bereichs im ersten Quartal 2015 um sieben Prozent gestiegen. Nominal belief sich das Plus sogar auf 13 Prozent1). „Wir sind technisch wie international so gut aufgestellt, dass wir auch in diesem Jahr deutlich zügiger zulegen als der Markt“, sagte Dr. Rolf Bulander, der Vorsitzende des Unternehmensbereichs, auf dem Motorpressekolloquium in Boxberg. Schon 2014 wuchs das Geschäftsvolumen der Mobility Solutions von Bosch mit 8,9 Prozent mehr als doppelt so stark wie die weltweite Automobilproduktion. Dabei stieg der Absatz wichtiger Systeme wie dem Elektronischen Schleuderschutz ESP, der Benzin- und Diesel-Direkteinspritzung jeweils um rund 20 Prozent. In Zukunft wird Bosch auch verstärkt Lösungen für das Zusammenspiel von Auto und Verkehr bieten. „Wir denken die individuelle Mobilität neu, vernetzt mit Bikes, Bahnen und Bussen“, erläuterte Bulander den erweiterten Anspruch. „Der Blick von Bosch richtet sich über die Motorhaube hinaus.“

Mit der Elektromobilität werden Diesel und Benziner noch effizienter
Auf dem Weg in die Mobilität der Zukunft erzielt Bosch schon jetzt geschäftliche und technische Erfolge. Dabei ist das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen auf drei Entwicklungspfaden unterwegs, zum elektrifizierten, automatisierten und vernetzten Fahren. „Auf allen drei Pfaden kommt Bosch gut voran“, betonte Bulander. Nach seiner Einschätzung bleibt der Verbrennungsmotor, auch wenn der Antrieb elektrifiziert wird, bis in die nächste Dekade hinein die Basis für eine effiziente Mobilität. So lässt sich in den kommenden fünf Jahren mit motorischen Maßnahmen von Bosch der Verbrauch des Diesels noch um bis zu zehn Prozent senken, der des Benziners um nahezu 20 Prozent.

Im Zusammenspiel mit der Elektromobilität wird der Verbrenner noch effizienter. 2025 werden weltweit bereits 15 Prozent aller Neufahrzeuge mindestens über einen Hybridantrieb verfügen. Gerade für diese Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor bringt Bosch breites Know-how mit. Unter den 30 Serienaufträgen, die das Unternehmen bereits für die Elektrifizierung des Fahrens realisiert hat, sind allein zehn Plug-in-Hybrid-Antriebe für Fahrzeuge der Oberklasse. Diese Fahrzeuge können auf langen Strecken als Benziner oder Diesel, im Stadtverkehr aber schon rein elektrisch unterwegs sein. „Wir haben die Erfahrung, um aus einem alternativen Antrieb eine Erfolgsgeschichte zu machen“, sagte Bulander. „Das ist uns mit dem Diesel gelungen, das wollen wir mit dem Elektroantrieb wiederholen.“

Automatisiertes Fahren kann Unfallzahlen um bis zu einem Drittel senken
Auf dem Weg zum automatisierten Fahren expandiert schon jetzt der Markt der Fahrerassistenz. Auf diesem Markt steigert Bosch seinen Umsatz derzeit jährlich um ein Drittel. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen erstmals mehr als 50 Millionen Umfeldsensoren für die Fahrerassistenz ausgeliefert. 2015 wird es seinen Absatz von Radar- und Videosensoren wie schon 2014 verdoppeln. Bei Radarsensoren, wie sie zum Beispiel bei adaptiven Geschwindigkeitsregelungen zum Einsatz kommen, ist Bosch Weltmarktführer. In diesem Jahr bringt das Unternehmen eine Reihe neuer Systeme in Serie, von Stau- und Ausweichassistenten bis hin zum ferngesteuerten Parken. Bis 2020 soll der Highway-Pilot Realität werden, das automatisierte Fahren auf der Autobahn. Dies ist nach Einschätzung von Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel ein entscheidender Entwicklungsschritt: „Wir schaffen damit den Übergang vom teil- zum hochautomatisierten Fahren. So wird der Fahrer zum Passagier. Das steigert den Komfort und vor allem die Sicherheit.“ Laut Prognose der Bosch-Unfallforschung kann die zunehmende Automatisierung die Unfallzahlen weiter signifikant senken, allein in Deutschland um bis zu einem Drittel.

An der Weiterentwicklung der Fahrerassistenz arbeiten bei Bosch rund 2 000 Entwickler, gut 700 mehr als noch vor zwei Jahren. Nach dem Erwerb von ZF Lenksysteme (jetzt Robert Bosch Automotive Steering) hat das Stuttgarter Unternehmen seine Ausgangsposition für das automatisierte Fahren nochmals deutlich verbessert. Dazu Bulander: „Mit Technik von Bosch kann das Auto in Zukunft nicht nur selbsttätig beschleunigen und bremsen, sondern auch automatisch lenken.“

Das vernetzte Fahren führt zu einem wachsenden Servicegeschäft
Für die Entwicklung der Mobilität von morgen ist das Internet eine wesentliche Voraussetzung. Schon jetzt liefert es Echtzeit-Informationen über die Verkehrslage, etwa über Unfälle und Wanderbaustellen oder das Ende eines Staus hinter der Kurve. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für hochautomatisierte Fahrfunktionen. Zudem lassen sich „online“ freie Ladesäulen finden, buchen und bezahlen. „Die Vernetzung ist der Schlüssel zum Erfolg des elektrifizierten und des automatisierten Fahrens“, betonte Bosch-Geschäftsführer Dr. Markus Heyn. Darüber hinaus führt das vernetzte Fahren zu neuen und nützlichen Dienstleistungen. So lassen sich aus der Übertragung von Steuergeräte-Daten präventive Wartungstermine und Tipps für weniger Verbrauch ableiten. Diese Dienstleistungen unterstützen das Flottenmanagement von Leasinggesellschaften und Versicherungen. Über das Bosch-Mobilitätsportal Drivelog können Autofahrer solche Services auch direkt nutzen, sie benötigen dafür eine Smartphone-App und einen Stecker zum Auslesen der Steuergeräte-Daten. In Summe werden für die Dienstleistungen von Bosch bis Jahresende voraussichtlich rund 200 000 Fahrzeuge vernetzt. Dazu Bulander: „Das vernetzte Fahren ist über die Pilotphase hinaus. Es wird für Bosch zum wachsenden Servicegeschäft.“

Zugleich vernetzt Bosch verschiedene Verkehrsträger. Laut Bulander zielen die Mobilitätslösungen auch auf den intermodalen Verkehr: „Wir bieten neue Produkte über das Auto hinaus, etwa Services für die innerstädtische Mobilität.“ Ein Beispiel ist die Software-Lösung, wie Bosch sie für das Projekt Stuttgart Services realisiert hat. Damit lassen sich Car- und Bikesharing, Bahnen und Busse mit einer Chipkarte nutzen, die zugleich Eintrittskarte für Schwimmbäder oder Bibliotheken sein kann. Das ist nach Bulanders Worten „eine Vorschau auf den Verkehr der Zukunft“.

Darüber hinaus hat Bosch in Prototypen bereits die Vernetzung des Autos mit dem Smart Home realisiert. Konkret bekommt dabei die Heizung von der Navigation die Anweisung, die Wohnung vor der Ankunft rechtzeitig vorzuwärmen. „Bosch bietet im Haus ebenso wie im Auto Technik fürs Leben“, sagte Bulander, „mit der Vielseitigkeit unseres Know-hows haben wir die besten Voraussetzungen für neue Lösungen rund um die Mobilität.“

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8902 - 19. Mai 2015

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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