Personal- und Sozialthemen

Bilanz-Pressekonferenz 2015 Guter Start ins neue Jahr - Bosch steigert Umsatz in allen Bereichen Wirtschaftliche und technologische Stärke für das Geschäft von morgen

  • 2014 Wachstumsziele in schwierigem Umfeld übertroffen
  • Umsatzzuwächse in allen Bereichen und Regionen
  • 2015 drei bis fünf Prozent Umsatzplus erwartet
  • Wachsende Bedeutung der Software-Kompetenz
  • 15 000 Software-Entwickler, 3 000 Entwickler für das Internet der Dinge
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  • 29. April 2015
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Pressetext

Stuttgart – Die Bosch-Gruppe ist gut ins Geschäftsjahr 2015 gestartet. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um rund 13 Prozent1. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Plus bei 5,4 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit einem wechselkursbereinigten Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent. Aufgrund erheblicher Wechselkurseffekte geht Bosch davon aus, dass das nominale Umsatzwachstum über diesem Korridor liegen kann. „Unsere wirtschaftliche und technologische Stärke in den etablierten Geschäftsfeldern ermöglicht uns die Erschließung neuer Marktsegmente“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, bei der Vorlage der Bilanz in Gerlingen. Einer der Schwerpunkte des künftigen Umsatzwachstums sind internetfähige Produkte und internetbasierte Dienstleistungen. „Wir forcieren die Vernetzung in allen Bereichen und gestalten sie aktiv mit“, so Denner weiter. Bosch hat 2014 zahlreiche neue Produkte und Vernetzungslösungen auf den Markt gebracht. Dazu gehören internetfähige Backöfen und Softwarelösungen für vernetzte Heizsysteme und Gebäude sowie für die vernetzte Industrie und die vernetzte Mobilität.

Geschäftsentwicklung 2014: Deutlich vorangekommen
Auch mit Hilfe der Produktneuheiten hat Bosch 2014 seine Marktposition in vielen Bereichen weiter verbessert. Das Unternehmen konnte im zurückliegenden Geschäftsjahr den Umsatz um nominal 6,3 Prozent auf 49 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt: 7,4 Prozent) steigern. Mit negativen Wechselkurseffekten in Höhe von rund 500 Millionen Euro belastete der zeitweise starke Euro den Umsatzausweis erheblich. Die kräftige Umsatzentwicklung hat 2014 auch zu einem verbesserten Ergebnis beigetragen. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) betrug im vergangenen Jahr drei Milliarden Euro – eine Steigerung von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bosch wies 2014 damit eine EBIT-Rendite von 6,2 Prozent aus. Das entspricht einer Steigerung von rund einem Prozentpunkt gegenüber dem um Einmal- und Sondereffekte bereinigten Wert von 2013. „Zur deutlichen Ergebnisverbesserung hat auch die konsequente Kostenarbeit beigetragen. Trotz einer nur moderat wachsenden Weltwirtschaft waren wir 2014 sehr erfolgreich“, sagte Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Bosch-Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung. Mit der Komplettübernahme der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (jetzt BSH Hausgeräte GmbH) hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen seine Position im Feld des vernetzten Gebäudes, dem Smart Home, gestärkt. Das Produktportfolio für den Wachstumsbereich automatisiertes Fahren hat Bosch mit der Übernahme der ZF Lenksysteme GmbH (jetzt Robert Bosch Automotive Steering GmbH) ergänzt.

Mobilitätslösungen für den Verkehr von morgen
Automatisiertes Fahren ist ein wesentliches Wachstumsfeld für Bosch. Sukzessive bringt das Unternehmen neue Fahrerassistenzsysteme auf den Markt. Beispielsweise gehen 2015 das ferngesteuerte Parken, der Stauassistent sowie der Ausweich- und Linksabbiegeassistent in Serie. Mehr als 2 000 Ingenieure arbeiten im Unternehmensbereich Mobility Solutions an der Realisierung des Autopiloten. Bei der Mobilität der Zukunft setzt Bosch nicht nur auf Automatisierung, sondern auch auf Vernetzung und Elektrifizierung. 30 Serienprojekte für elektrifizierte Antriebe realisiert das Unternehmen aktuell. Nahezu 400 Millionen Euro investiert Bosch jährlich in die Elektromobilität, unter anderem in die Weiterentwicklung der Batterietechnik. „Wir haben dem Diesel den Siegeszug ermöglicht. Wir werden das gleiche für den Elektroantrieb schaffen“, sagte Denner. Ein Schlüssel für den Markterfolg elektrifizierter Antriebe ist ihre Alltagstauglichkeit. Eine von Bosch entwickelte App vernetzt beispielsweise 80 Prozent aller internetfähigen Ladesäulen in Deutschland. Sie ermöglicht dem Nutzer das einfache Laden seines Elektrofahrzeugs.

Bosch versteht sich heute als Anbieter von Mobilitätslösungen, auch über das Auto hinaus. 2014 waren Systeme wie zum Beispiel die Benzindirekt- und Dieselhochdruckeinspritzung wieder äußerst erfolgreich. Hinzu kommen mehr und mehr Softwarelösungen und Mobilitätsdienstleistungen. „Die Vernetzung ermöglicht vollkommen neue Kundenlösungen für den intermodalen Verkehr der Zukunft. Auch in etablierten Bereichen trägt sie wesentlich zu Kundennutzen und Schonung von Ressourcen bei“, betonte Denner. So hat Bosch im vergangenen Jahr beispielsweise vernetzte elektronische Motorsteuerungs-Systeme für Zweiräder präsentiert. Auf dem Smartphone kann der Fahrer Fahrzeuginformationen ablesen und auswerten.

Zunehmende Bedeutung von Software-Kompetenz
Bosch setzt im Vernetzungsgeschäft auf „3S“ – Sensorik, Software und Services. Das Unternehmen ist der weltweit führende Produzent von mikromechanischen Sensoren, so genannten MEMS-Sensoren. In diesem Jahr wird Bosch 1,6 Milliarden solcher „Sinnesorgane“ herstellen, fast 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Bereits seit einigen Jahren baut das Technologieunternehmen zudem seine Softwarekompetenz aus. Jeder dritte der insgesamt 45 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung ist heute Software-Entwickler. Allein 3 000 Entwickler arbeiten an Lösungen für das Internet der Dinge (IoT). „Softwareexpertise ist für Bosch eine Schlüsselkompetenz der Zukunft“, betonte Denner. „Unsere bereits vorhandene Stärke im Bereich der Embedded Software ergänzen wir sukzessive um Know-how in IT-Software.“ Erst vor kurzem hat Bosch den Vernetzungsspezialisten „ProSyst“, einen Anbieter von Gateway-Software und Middleware, übernommen. Die Software von ProSyst übernimmt beispielsweise im Smart Home die Rolle des Übersetzers zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller.

Bosch IoT Suite: Plattform für das Internet der Dinge
Eine zentrale Softwareplattform für das Internet der Dinge ist die Bosch IoT Suite. Sie orchestriert die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen internetfähigen Dingen wie beispielsweise Fabrikmaschinen, Heizungen oder Sicherheitskameras. Auch große Datenmengen, wie sie beispielsweise in der vernetzten Produktion entstehen, kann die Bosch IoT Suite analysieren und aufbereiten (Big Data Management). Bosch macht Teile seiner IoT Suite auch Open-Source-Entwicklern zugänglich. „Unsere IoT Suite versteht sich als Einladung zur Partnerschaft. Wir setzen bei der Gestaltung der vernetzten Welt auf offene Lösungen, um die herstellerübergreifende Vernetzung von Geräten und Maschinen voranzutreiben“, erklärte Denner, der in der Bosch-Geschäftsführung auch den Bereich Forschung und Vorausentwicklung verantwortet.

Vielzahl von Diensten im Internet der Dinge
Nach den Worten Denners liegt das geschäftliche Potenzial des Internets der Dinge vor allem in den Services, die aus der Vernetzung abgeleitet werden. „Bosch ist gleichermaßen ein Technologie- und Dienstleistungsunternehmen, und beides kommt uns im Vernetzungsgeschäft zugute.“ Schon heute bietet Bosch eine große Bandbreite an Servicelösungen für eine Vielzahl von Branchen und Kunden an. So bietet der Geschäftsbereich Security Systems beispielsweise Telematikdienste wie den Notrufservice eCall für 500 000 Fahrzeuge in 16 Sprachen an. Bis Ende 2015 wird Bosch bereits rund 100 000 Fahrzeuge für das Flottenmanagement von Leasinggesellschaften und Versicherungen vernetzt haben. Auf der Hannover Messe hat Bosch den Remote Service Manager vorgestellt. In der vernetzten Produktion ermöglicht er die Fernwartung von Maschinen.

Datensicherheit und Datenschutz in der vernetzten Welt
Mit zunehmender Vernetzung steigen der Bedarf an Datensicherheit und das Bedürfnis nach Datenschutz. „Entscheidend für die breite Akzeptanz vernetzter Lösungen wird der Datenschutz und damit das Vertrauen der Menschen sein“, sagte Denner. Der Bosch-Chef forderte in diesem Zusammenhang die rasche Umsetzung einheitlicher Datenschutzregeln für die Europäische Union. „Juristisch wie technisch gibt es noch einiges zu tun, damit Europa wirklich reif für das Internet der Dinge wird.“ Im Bereich der Datensicherheit ist das Unternehmen bereits gut aufgestellt. Bosch beschäftigt mehr als 100 Spezialisten für sichere Datenübertragung. In einem „Center of Competence“ bündelt das Unternehmen relevantes Know-how wie kryptografische Algorithmen und Zertifikatsmanagement.

Das Geschäftsjahr 2014 nach Regionen und Unternehmensbereichen:

Asien-Pazifik: Wachstumsregion Nummer eins
In der Region Asien-Pazifik erzielte Bosch 2014 einen Zuwachs beim Umsatz von 17 Prozent auf 13 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 19 Prozent). Der Umsatzanteil der Region am Gesamtumsatz erreichte erstmals knapp 27 Prozent. Besonders kräftig legte dabei der Umsatz in China mit nominal 27 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zu.

Amerika: Deutliches Plus in Nord-, schwierige Bedingungen in Südamerika
Sehr gut entwickelte sich auch das Geschäft in Nordamerika mit einem Umsatzanstieg von nominal 8,6 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 9,3 Prozent). In Südamerika wirkten sich die schwache Automobilproduktion und die Schwäche des brasilianischen Reals negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Wechselkursbereinigt lag der Umsatz dort mit 1,5 Milliarden Euro 4,4 Prozent unter dem Vorjahr. Der nominale Umsatzrückgang lag bei 13 Prozent.

Europa: Weiterhin schwierige Wirtschaftslage
In Europa steigerte Bosch trotz der nach wie vor schwierigen Wirtschaftslage seinen Umsatz um 2,1 Prozent auf 26 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 2,5 Prozent). Der Umsatzanteil der Region am Gesamtumsatz beträgt damit 53 Prozent. Auch in Deutschland lag der Umsatz mit 10,8 Milliarden Euro über dem des Vorjahres.

Mobility Solutions: Doppelt so schnell wie der Markt gewachsen
Erneut sein Wachstumstempo beschleunigen konnte der Unternehmensbereich Mobility Solutions. Der Umsatz stieg um 8,9 Prozent auf 33,3 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt: 9,9 Prozent). Bosch ist damit mehr als doppelt so schnell gewachsen wie der Kfz-Markt. Das EBIT des Unternehmensbereichs lag bei 2,4 Milliarden Euro, die EBIT-Rendite bei 7,2 Prozent vom Umsatz. Ohne Einmal- und Konsolidierungseffekte beträgt die operative Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr rund 0,9 Prozentpunkte.

Industrial Technology: Wieder auf dem Wachstumspfad
Der Umsatz des Unternehmensbereichs Industrial Technology lag 2014 bei 6,7 Milliarden Euro und damit nominal zwei Prozent unter dem Vorjahr (wechselkursbereinigt ein Prozent). Der leichte Rückgang ist auf den schwachen Markt sowie auf den Verkauf der Pneumatik-Aktivitäten Anfang 2014 zurückzuführen. Ohne diesen Konsolidierungseffekt erzielte Bosch eine Steigerung des Umsatzes von 2,5 Prozent (wechselkursbereinigt 3,6 Prozent). Insgesamt verbesserte der Unternehmensbereich Industrial Technology sein Ergebnis auf 67 Millionen Euro.

Consumer Goods: Marktführer bei Elektrowerkzeugen
Der Unternehmensbereich Consumer Goods verzeichnete 2014 einen erfreulichen Umsatzanstieg von fünf Prozent auf 4,2 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt sieben Prozent). Der Bereich erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein EBIT von rund 550 Millionen Euro und eine EBIT-Rendite von 13,1 Prozent. Im EBIT war das anteilige Nachsteuerergebnis des ehemaligen Gemeinschaftsunternehmens BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH enthalten.

Energy and Building Technology: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology steigerte 2014 den Umsatz um 1,7 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 2,6 Prozent). Das EBIT betrug 2014 rund 170 Millionen Euro. Die EBIT-Rendite lag bei 3,7 Prozent.

Belegschaft: 12 000 Neueinstellungen im laufenden Jahr
2015 will Bosch weltweit rund 12 000 Akademiker einstellen, davon alleine 1 200 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Beschäftigten der Bosch-Gruppe stieg 2014 um rund 9 000 auf 290 000. Nach Integration der ehemaligen paritätischen Gemeinschaftsunternehmen BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH und ZF Lenksysteme GmbH beschäftigt die Bosch-Gruppe heute rund 360 000 Mitarbeiter (Stand: 01. April 2015).

1 Vergleichbar gerechnete Umsatzveränderung auf Basis des neuen Konsolidierungskreises inkl. BSH Hausgeräte GmbH und Robert Bosch Automotive Steering GmbH.

Videomaterial:
Wie Bosch bereits heute Industrie 4.0 Anwendungen einsetzt
Footage Industrie 4.0 – Anwendungsbeispiele
Lösungen für die Mobilität von morgen –
   vom vollautomatischen Parken bis zur vernetzten Stadt

Das Auto als Teil des Internets – welche Vorteile bietet das dem Fahrer?
Fährt sich ein Elektroauto anders? 18 Passanten haben es getestet

Bosch-Gruppe: Kennzahlen 2014 auf einen Blick
Bildauswahl zur Bilanz-Pressekonferenz 2015
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Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8811 - 29. April 2015

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

René Ziegler

+49 711 811-7639 E-Mail senden

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