Wirtschaft

Duale Ausbildung in Asien Wirtschaftsminister Gabriel besucht neues Bosch-Ausbildungszentrum in Vietnam

  • Bewährtes Bosch-Ausbildungsmodell als Wegweiser für berufliche Kompetenzentwicklung
  • Seit Einführung vor einem Jahr rund 50 Bosch-Auszubildende in Vietnam
  • Bedarf an qualifizierten Fachkräften in asiatischen Wachstumsmärkten steigt
Beitrag sammeln
PDF herunterladen
  • 20. November 2014
  • Wirtschaft
  • Presseinformation

Pressetext

Ho Chi Minh City/Stuttgart – Der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat heute das Ausbildungszentrum von Bosch in Vietnam besucht. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen hat im vergangenen Jahr als erster Anbieter die Ausbildung nach dem in Deutschland bewährten dualen System in dem Land eingeführt. Seitdem haben bereits rund 50 vietnamesische Mädchen und Jungen ihre berufliche Zukunft mit einer Ausbildung zum Industriemechaniker bei Bosch begonnen. Das Ausbildungsmodell sieht Theorievermittlung an einer Berufsschule im Wechsel mit praktischem Training im Betrieb vor.

„Mit den nachhaltigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Vietnam und Deutschland steigt der Bedarf an immer besser ausgebildeten vietnamesischen Fachkräften“, sagte Wirtschaftsminister Gabriel während seines Besuchs bei Bosch anlässlich seiner Reise zur diesjährigen Asia Pacific Conference of German Business in Vietnam. „Initiativen wie die Kooperation von Bosch mit einer lokalen Berufsschule sind wegweisend für die berufliche Ausbildung in Vietnam.“ Auch der vietnamesische Premierminister Nguyen Tan Dung hat Bosch ausdrücklich ermutigt, das System in seinem Land weiterzuentwickeln.

Hoher Bedarf für Bosch-Ausbildungsmodell in Asien
Das duale Ausbildungssystem hat bei Bosch eine lange Tradition. Bereits 1913 gründete Robert Bosch in seinem Betrieb die erste Lehrwerkstatt. Derzeit bildet das Unternehmen insgesamt in 20 Ländern rund 6 900 Lehrlinge aus – davon nahezu 2 000 außerhalb Deutschlands.

Insbesondere in Asien nimmt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften immer stärker zu. „Asien-Pazifik ist eine wichtige Wachstumsregion für Bosch. Die berufliche Kompetenzentwicklung ist Teil unserer Lokalisierungsstrategie und gleichzeitig Voraussetzung für das wachsende Geschäft in dieser dynamischen Region“, sagte Peter Tyroller, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, zuständig für die Region Asien-Pazifik. In den vergangenen zehn Jahren hat Bosch den Umsatz in Asien-Pazifik auf 11,1 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Bis 2020 strebt das Unternehmen eine weitere Verdopplung an. Dazu sollen nicht nur große Länder wie China und Indien beitragen, sondern in zunehmendem Maße auch die Wachstumsmärkte Südostasiens.

Neben dem Zentrum in Vietnam bildet Bosch auch an sechs weiteren Standorten in Asien nach dem bewährten Lernkonzept aus: 2013 wurde das duale System in Thailand eingeführt, in China hat das Unternehmen 2007 das erste von vier Ausbildungszentren eröffnet. Das Kompetenzzentrum für berufliche Bildung in Indien besteht bereits seit 1961 und wird immer wieder als das beste des Landes ausgezeichnet.

Bosch in Vietnam
Bosch ist seit 1994 in Vietnam präsent und eröffnete 2008 seine erste Niederlassung in Ho Chi Minh City. Seit Juli 2014 ist die Zentrale des Unternehmens in Vietnam in der Provinz Dong Nai angesiedelt. Das Bosch-Werk in Dong Nai produziert Schubgliederbänder für stufenlose Automatikgetriebe. Zudem betreibt das Unternehmen seit 2010 in Ho Chi Minh City sein erstes Software-Entwicklungszentrum in Südostasien mit rund 650 Mitarbeitern. Im Juli 2014 hat Bosch dort ein weiteres Entwicklungszentrum für Automobiltechnik eröffnet. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erwirtschaftete 2013 in Vietnam mit rund 2 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 35 Millionen Euro. Der Netto-Gesamt-umsatz einschließlich der Lieferungen an andere Bosch-Gesellschaften betrug 217 Millionen Euro.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8760 - 20. November 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Agnes Grill

+49 711 811-381 40 E-Mail senden

Diesen Beitrag teilen