Sicherheitssysteme

Bosch Sicherheitssysteme - Maximize connected security Vernetzung als Wachstumstreiber
Gert van Iperen
Vorsitzender des Bereichsvorstands
im Geschäftsbereich Security Systems
der Robert Bosch GmbH
anlässlich der Pressekonferenz zur „security 2014“
am 23. September 2014 in Essen

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  • 23. September 2014
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Pressetext

Meine Damen und Herren,

Sicherheitssysteme werden in unserer globalisierten Welt immer wichtiger – das nicht nur für Unternehmen und die öffentliche Hand –, sondern auch für private Anwender. Der Weltmarkt für Sicherheitsprodukte und -systeme hat ein Volumen von rund 18 Mrd. Euro und ist in 2013 real um zwei Prozent gewachsen. Die Wachstumsdynamik fiel in den einzelnen Regionen jedoch unterschiedlich aus. Starke Wachstumstreiber waren vor allem die Länder im Mittleren Osten, China, die Asean-Staaten und Lateinamerika. Eine positive Marktentwicklung sehen wir zudem auch in einigen afrikanischen Ländern, wie zum Beispiel in Südafrika. 2014 entwickelt sich der Weltmarkt bisher etwas besser als im Vorjahr. Wir erwarten ein reales Marktwachstum von rund drei Prozent. Dabei darf man natürlich nicht außer Acht lassen, dass eine solche Prognose bei der derzeitigen Lage auf dem Weltmarkt vorsichtig eingestuft werden muss. Die wesentlichen Wachstumsimpulse kommen weiterhin aus den Emerging Markets in China, Lateinamerika und der Region Asien-Pazifik. Auch im Nahen Osten sowie in Teilen Afrikas erwarten wir weiteres Wachstum. Wir bieten auf diesen Märkten unsere innovativen Sicherheits- und Kommunikationssysteme sowie Dienstleistungen an. Im Jahr 2013 erzielten wir einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Das sind ohne Wechselkurseffekte drei Prozent mehr als im Vorjahr. Weltweit sind wir in mehr als 50 Ländern mit eigenen Niederlassungen vertreten und in weiteren 150 Ländern arbeiten wir eng mit Partnerfirmen zusammen. Wir fertigen an fünf Standorten in Deutschland, Portugal, China und Amerika und beschäftigen insgesamt rund 12.000 Mitarbeiter. In Lateinamerika, in Russland, in der Türkei, in den GCC-Staaten und den Asean-Staaten konnten wir 2013 unsere Umsätze deutlich steigern. Positiv verlief auch unser Errichtergeschäft in Deutschland und in den Niederlanden. Dazu werde ich Ihnen später noch detailliertere Informationen geben.

Gute Geschäftsentwicklung in 2014
Nun Informationen zum aktuellen Geschäftsjahr: In 2014 erwarten wir ein deutlich höheres Wachstum als im vergangenen Jahr. Bis auf Nordamerika sind wir in allen Regionen gewachsen, in Lateinamerika, im Mittleren Osten und in Südafrika sogar zweistellig.

Großprojekte liefern wichtige Umsatzbeiträge
Wichtige Beiträge für unsere positive Umsatzentwicklung lieferten Großprojekte wie „The Star“ – ein architektonisches Highlight in Singapur. „The Star“ ist eine Shopping Mall mit über 100 Läden und Restaurants. Die Sicherheitslösung für dieses multifunktionale Gebäude umfasst Systeme für die Videoüberwachung, die Beschallung und die Zutrittskontrolle. Das komplette Sicherheitssystem wird über unser Building Integration System gemanagt.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war die Absicherung von vielen WM-Stadien in Brasilien. Unter anderem haben wir das Stadion von Salvador da Bahia mit Sicherheits- und Soundsystemen ausgestattet. Hier fand das erste Spiel des späteren Weltmeisters Deutschland gegen Portugal statt. Installiert wurden 280 Kameras, 500 Lautsprecher und 4.000 Brandmelder. Das Stadion mit seinen 50.000 Plätzen kann dank dieser Sicherheitstechnik im Notfall innerhalb von nur acht Minuten evakuiert werden.

Auch auf dem für uns so wichtigen Markt in China waren wir mit vielen Projekten erfolgreich. Eins davon ist die Absicherung der Minsheng Bank in Beijing. Die Minsheng Bank ist als erste Kreditbank in China überwiegend im Besitz privater Unternehmen und hat mehr als 200 Bankfilialen. In der Zentrale in Beijing installierten wir ein umfassendes, integriertes Sicherheitssystem: Die Sicherheitslösung umfasst die Videoüberwachung, ein Einbruchmeldesystem, die Zutrittskontrolle, die Beschallungs- und Evakuierungsanlage sowie die Konferenztechnik. Alle Komponenten in den Gebäuden können zentral gesteuert werden.

Fortschreitende Vernetzung als Wachstumschance
Unser geschäftlicher Erfolg hängt neben der Entwicklung von innovativen Produkten und der erfolgreichen Abwicklung von Kundenprojekten auch davon ab, dass wir wichtige Trends frühzeitig erkennen und dann entsprechend agieren. Daher beobachten wir sehr genau, wie sich die Wünsche und das Verhalten der Anwender verändern. Gerne erläutere ich Ihnen nun den wichtigsten Trend in unserem Markt: die Vernetzung! Im Jahr 2015 werden 75 Prozent der mehr als 7 Milliarden Menschen weltweit über einen Internetanschluss verfügen und rund 6,6 Milliarden Geräte vernetzt sein. Und das wird noch lange nicht das Ende dieser Entwicklung sein. Die Vernetzung hat auch große Auswirkungen auf den Markt der Sicherheitstechnik.

Der Wechsel von „Analog“ zu IP ist in vollem Gange. Im Jahr 2011 betrug der Anteil der IP-Videosysteme im Weltmarkt beispielsweise erst knapp 40 Prozent. Im Jahr 2016 werden zwei Drittel aller Kamerasysteme IP-basiert sein.
Der Hauptgrund dafür: IP bringt große Vorteile. So ermöglicht dieses Protokoll, Safety- und Security-Systeme sehr eng zu integrieren. Damit kann man zum Beispiel im Falle eines Feueralarms automatisch Videobilder des betroffenen Bereichs und Grundrisspläne abrufen. Die Daten der Zutrittskontrolle zeigen gleichzeitig genau, wie viele Personen sich in diesem Bereich aufhalten. So kann man sehr viel schneller und gezielter auf Vorfälle reagieren. Zudem sind vernetzte und integrierte Systeme wesentlich effizienter zu betreiben.
Da IP ein universelles Protokoll ist, ermöglicht es künftig auch eine einfachere Vernetzung der Systeme, die weit über unseren Arbeitsbereich hinausgehen. Wir sprechen hier vom Zusammenwachsen der Domänen. Erst die offene IP-Architektur ermöglicht die Verschmelzung von Sicherheitssystemen mit anderen Domänen, wie beispielsweise Beleuchtung und Klimatisierung bis hin zu ganz neuen Anwendungen wie der vernetzten Stadt unter dem Stichwort „Smart City“.
Als Anbieter von umfassenden Lösungen reagieren wir bei Bosch auf diese Entwicklung und haben uns die Vernetzung zum Fokusthema für die kommenden Jahre gemacht. Was wir heute schon tun, zeigen wir unter dem Motto „Maximize connected security“ auf unserem Messestand.

Nun zu einem besonders wichtigen Aspekt beim Thema Vernetzung: Datenschutz. Betrachten wir zunächst den Datenschutz von der technischen Seite. Unsere Kameras besitzen einen Smartcard Chip, der auch bei Kreditkarten verwendet wird. Zum einen erhält die Kamera durch diesen Chip eine eindeutige Nummer, welche die Kamera identifiziert und somit eine sichere Kommunikation mit der Kamera ermöglicht. Zum anderen generiert der Chip die Schlüssel und speichert diese sicher ab. Unsere Kameras verschlüsseln Video-, Audio-, Meta- und Kontroll-Daten. So lassen sie sich auch in offenen IP-Netzen sicher betreiben.

Doch die Technik ist nur eine Seite; Datenschutz ist auch eine organisatorische Aufgabe. Wir bei Bosch unterstützen durch interne Regelwerke die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen zu Datenschutz und Informationssicherheit – vor allem im Interesse unserer Kunden. Zudem wird der Zugriff auf sicherheitsrelevante beziehungsweise personenbezogene Daten restriktiv gehandhabt und regelmäßig kontrolliert. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiter im Umgang mit diesen Daten sensibilisiert und erhalten fortlaufende Trainings.

Integration Partner Program
Ein wichtiger Schritt zum Thema Vernetzung ist auch das erstmals auf der Security 2012 vorgestellte Integration Partner Program (IPP). Mit IPP unterstützen wir unsere Partner dabei, Produkte und Systeme von Bosch noch einfacher und umfassender integrieren zu können und zwar sowohl bei neuen Lösungskonzepten als auch bei vorhandenen Installationen. Zudem richten wir uns mit IPP auch an Berater, Systemintegratoren und Endkunden. Das Programm ermöglicht beispielsweise Beratern und Integratoren, alle innovativen Funktionen von Bosch-Produkten in Kombination mit Produkten anderer Hersteller in einer umfassenden Lösung zu nutzen. IPP verdeutlicht damit die konsequente Ausrichtung von Bosch auf offene IP-Schnittstellen anstatt auf geschlossene, proprietäre Systeme. Bisher sind bereits einige tausend User der IPP-Community beigetreten und auch die Partnerzahl wächst kontinuierlich. Zu den Partnern gehören beispielsweise Genetec, Milestone Systems, Onssi, Exacq Technologies oder Lenel. Was mit IP-Videoprodukten begann, wird gerade auch auf Einbruchmeldesysteme, Zutrittskontrolle und Managementsysteme ausgeweitet und soll künftig auch Brandmelde- sowie Sprachalarmierungssysteme beinhalten.

Breites Programm an IP-Produkten
Wir bieten unseren Kunden bereits jetzt ein breites Portfolio an IP-Produkten an. Unsere vernetzten Geräte werden immer intelligenter. Als führender Hersteller von Videoprodukten sind wir in diesem Produktfeld schon besonders weit fortgeschritten.

Wichtig für unsere Kunden ist beim Thema Vernetzung neben dem Datenschutz, dass die benötigten Daten jederzeit und überall verfügbar sind. Dabei handelt es sich um eine riesige Datenflut und es gilt Netzwerküberlastungen zu vermeiden. Im Videobereich liegt die Herausforderung darin, Systeme zu entwickeln, die Inhalte mit einer noch höheren Bildauflösung effizient managen können. Wir von Bosch bieten hier deutlich bessere Lösungen als der Branchenstandard.
Nehmen wir das Beispiel 4K ultra HD. Diese Technologie erlaubt die vierfache Auflösung des bisherigen 1080p HD-Standards bei 30 Bildern pro Sekunde. Das bedeutet in der Regel eine etwa vierfach höhere Datenrate. Die Datennutzungsrate der 4K ultra HD Kamera von Bosch ist bis zu 50 Prozent niedriger als der Branchendurchschnitt. Das heißt, der Nutzer kann in einem IP-Netzwerk mehr Kameras einsetzen bei gleicher Speicherkapazität bzw. benötigt bei gleicher Kameraanzahl weniger Speicherkapazität – das bedeutet wiederum weniger Platzbedarf und geringere Kosten für den Videospeicher. Wie funktioniert das? Dafür verwendet Bosch die „intelligent Dynamic Noise Reduction Technologie (iDNR)“. iDNR sorgt dafür, dass die Netzbandbreite nur dann genutzt wird, wenn sie benötigt wird. Wenn es keine oder nur geringe Bewegungen im Bild gibt, ist die Datenrate geringer. Hier ein kurzes Video, das Ihnen das Prinzip iDNR verdeutlicht.

Kurz zusammengefasst: unsere IP-Kameras kommen im Markt gut an. Im Jahr 2013 erzielten wir mit IP-Kameras bereits 51 Prozent unseres gesamten Videokamera-Umsatzes. Das bedeutet einen Umsatzzuwachs in diesem Produktsegment von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wir erwarten den IP-Videoumsatz bis 2020 jedes Jahr um 20 Prozent steigern zu können.

Aber nicht nur im Bereich Video ist die Übertragung über IP immer wichtiger. Bei unserer neuen Einbruchmelderzentrale MAP 5000 COM ist die IP-Übertragungseinrichtung ohne zusätzliche Hardware in der Zentrale integriert. Sie ist damit die erste Anlage auf dem Markt, die das ermöglicht. Wettbewerberlösungen benötigen neben der eigentlichen Einbruchmeldeanlage nach wie vor ein separates physisches Übertragungsgerät. Die MAP 5000 COM ermöglicht die Aufschaltung über Standard IP-Netze oder unser Bosch Sicherheitsnetzwerk BoSiNet. Diese Integration reduziert die Hardwarekosten und die Installations- und Betriebskosten. Zudem bietet sie eine zuverlässigere Systemarchitektur und eine einheitliche Parametrierung. Fehlerquellen werden damit bei der Konfiguration weiter eingeschränkt. Die MAP ist nach VdS Klasse C zertifiziert. Die Verschlüsselung nach AES (Advanced Encryption Standard) entspricht den höchsten Standards und erfüllt alle Anforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik für kritische Infrastrukturen.

Produkt-Neuheiten zur Security 2014
Nun zu unseren neuen Produkten, die wir Ihnen auf unserem Messestand gerne persönlich präsentieren:

Beginnen möchte ich mit unserer neuesten IP-Kamera, der DINION IP ultra 8000 MP. Mit dieser Kamera setzen wir neue Maßstäbe im Bereich detailgenauer Überwachung von großen Bereichen. Die DINION IP ultra 8000 MP sorgt in bisher nie erreichtem Maße dafür, dass auch bei stark heran gezoomten Objekten jedes Detail erkennbar bleibt. Damit können zum Beispiel bei einem Fußballspiel, neben der Überwachung einer großen Menschenmenge, auch einzelnen Personen identifiziert werden.

Nach der Einführung von sehr hoch auflösenden Kameras, wie der DINION IP ultra 8000 MP, werden wir Anfang nächsten Jahres den Markt für 360 Grad-Videoüberwachung maßgeblich verändern. Mit der Einführung der FLEXIDOME IP panoramic 7000 MP gelingt es uns, hervorragende Videobilder mit 12 Megapixeln mit einer 360-Grad-Bildübersicht ohne tote Winkel zu kombinieren. Somit wird die Lageübersicht deutlich verbessert ohne dabei Kompromisse in der Detailebene einzugehen. Dies ist besonders wichtig bei der Absicherung von Orten mit hohem Risiko wie beispielsweise Flughäfen. Eine Vorschau auf die FLEXIDOME IP panoramic 7000 MP können Sie im Demoraum im Obergeschoss unseres Messestands begutachten.

Für extreme Einsatzsituationen haben wir die MIC IP 7000 HD-Familie entwickelt. Diese PTZ-Kameras kombinieren hochqualitative HD-Bilderfassung mit einem IP68/NEMA 6P zertifizierten Gehäuse – das heißt, die Kameras können bei -60 bis +60 Grad Celsius und bei bis zu 100 Prozent Luftfeuchtigkeit eingesetzt werden. Darüber hinaus sind sie unempfindlich gegen Regen, Schnee, Staub, Windstöße und starke Erschütterungen. Damit ist die MIC IP 7000 HD-Familie vor allem für den Einsatz im Außenbereich geeignet. Sie liefert IP-Videobilder in höchster Qualität und wird bei der Absicherung von Innenstädten, Autobahnen und kritischen Infrastruktureinrichtungen eingesetzt.

Auch im Bereich Brandmeldetechnik gibt es neue Entwicklungen: Mit dem Einsatz von Videokameras für die Branderkennung werden wir in Zukunft unser Know-how in beiden Technologien kombinieren. Diese Systeme werden neue Möglichkeiten bei speziellen Einsatzfällen bieten, bei denen die klassischen Detektionstechnologien an ihre Grenzen stoßen. Beispiele dafür sind schwierige Umgebungsbedingungen, wie sie in Tunnels, speziellen Produktionsstätten oder Lagergebäuden vorkommen.

Nun zum Thema „Fire EVAC“. Hier vernetzt der Bosch Smart Safety Link unsere Brandmelderzentralen der Serie 1200 und 5000 mit dem Beschallungs- und Evakuierungssystem PRAESIDEO. Das System ist komplett digital und basiert auf dem IP-Protokoll. Das vereinfacht die Implementierung und den Betrieb deutlich. Diese Art der Vernetzung vermindert dank des IP-Steckers die Installationszeit bei zehn Evakuierungszonen von zwei Stunden auf zwei Sekunden. Das spart natürlich viel Zeit und somit Kosten. Unsere Kunden profitieren von einer deutlich höheren Betriebssicherheit, da Verkabelungsfehler ausgeschlossen werden können. Alle Systeme einschließlich der Brandmeldeperipherie sowie der Lautsprecher sind nach EN 54 zertifiziert.

Im Bereich Sprachalarmierung und Professional Sound zeigen wir Ihnen unsere EN 54-zertifizierten ProSound- und Sprachalarmierungs-/Brandmelde-Systeme. Eine typische EN 54-zertifizierte „EVAC meets ProSound-Lösung“ wird in einem großen Radsportkomplex südwestlich von Paris eingesetzt. Wir haben den Zuschlag zu diesem Projekt vor allem deshalb erhalten, da wir als erstes Unternehmen die Kombination aus Sprachalarmierungssysteme und Pro-Sound-Komponenten mit EN 54-Zertifizierung anbieten konnten.

Eine kosteneffiziente Lösung zur Audiowiedergabe in Beschallungs- und Sprachalarmierungsanlagen ist das Lautsprecher Linien-Isolator-System (LIS). Das einfach zu installierende System kommt ohne teure E30-Verkabelung aus und schafft redundante Lautsprecher-Ringleitungen für Beschallungs- und Sprachalarmierungssysteme. LIS kommt hauptsächlich in Bürogebäuden und Hotels zum Einsatz, in denen viele Lautsprecher verbaut sind. LIS wird aktuell gemäß EN 54 zur Nutzung in PRAESIDEO-Systemen zertifiziert.

Das war natürlich nur eine kleine Auswahl der Produktneuheiten, die wir Ihnen gerne live auf unserem Stand zeigen möchten.

Auszeichnungen für ansprechendes Design
Neben der exzellenten Technik spielt das Aussehen der Produkte – sprich das Produktdesign – eine immer größere Rolle. Unsere Produkte sind in diesem Jahr schon mehrfach für ihr ansprechendes Design ausgezeichnet worden. Dazu zählen
  • der German Design Awards 2014 für die DCN-D Konferenzeinheit;
  • der Red Dot Award für die Videokamera DINION IP 5000;
  • der Internationale Forum Design (if)-Award für das DCN multimedia Konferenzsystem und zwei Komponenten von PLENA Matrix;
Das DCN multimedia Konferenzsystem wurde in diesem Jahr bereits auf dem Nuclear Security Summit 2014 in Den Haag eingesetzt.

Errichtergeschäft für Gesamtlösungen aus einer Hand
Nun zu unserem Errichtergeschäft. Bei diesem Geschäftsfeld bieten wir Planung, Errichtung, Instandhaltung und Finanzierung von Sicherheitssystemen und –lösungen aus einer Hand an. Hauptkunden sind das Verarbeitende Gewerbe, die öffentliche Hand, Banken und Dienstleister. Bisher konzentrierte sich dieses Geschäftsfeld auf Deutschland, die Niederlande und die Schweiz. Ab Ende dieses Jahres werden wir auch auf dem Sicherheitsmarkt in Österreich starten.

Das Errichtergeschäft hat sich 2013 und 2014 gut entwickelt. Hier ein paar Beispiele für unsere erfolgreichen Marktbearbeitung: Für die Deutsche Flugsicherung in München haben wir ein komplettes Sicherheitssystem mit Brand- und Einbruchmeldeanlage sowie einer Videoüberwachung installiert. Zudem haben wir das Porsche Zentrum in Mannheim abgesichert. In deutschen Avia Tankstellen überwachen seit 2014 Bosch Videosysteme die Tanksäulen und die Shops.

Immer mehr Kunden setzen auf unsere Kompetenz als Errichter von integrierten und vernetzten Sicherheitslösungen, die sich über die bestehende IP-Infrastruktur betreiben und zentral bedienen und verwalten lassen. Zudem bieten wir über unser VdS-zertifiziertes Sicherheitsnetz BoSiNet die Möglichkeit, Sicherheitssysteme über mehrere Standorte hinweg zu integrieren und an externe Leitstellen anzubinden.

Ein weiteres Messehighlight ist unsere Remote Services Plattform „EffiLink“. Mit „EffiLink“ können Ferndiagnosen sowie Fernparametrierungen durchgeführt werden. Damit ist der Einsatz des Technikers vor Ort häufig nicht mehr nötig. So können wir dank „EffiLink“ beispielsweise bei Systemstörungen bereits aus der Ferne die Ursachen ermitteln und die Fehler direkt beheben. Und falls ein Fernservice einmal nicht möglich ist, liefern die ermittelten Informationen unseren Service-Technikern wertvolle Unterstützung für ihren vor Ort Einsatz. Dies schont Ressourcen und erhöht gleichzeitig die Reaktionszeit. „EffiLink“ wird vom Bosch Rechenzentrum gehostet, ist hersteller- und systemneutral und damit zukunftsorientiert. Durch das Bosch IT-Sicherheitskonzept und durch das Authentifizierungs- und Berechtigungsmanagement für die Systemnutzer ist der Datenschutz bei „EffiLink“ jederzeit gewährleistet.

Dienstleistungsbereich expandiert
Auf Expansionskurs bleibt auch Bosch Communication Center, das seit dem 1. September 2014 unter dem neuen Namen „Bosch Service Solutions“ firmiert. Aber nicht nur der Name hat sich geändert. Ich werde Ihnen dazu gleich mehr berichten.
Zunächst erst einmal zum Geschäftsverlauf im vergangenen und aktuellen Jahr. Die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen zusätzlich zu unserem BPO-Service (Business Process Outsourcing) sowie die Internationalisierung sind die Hauptfaktoren für den wirtschaftlichen Erfolg in diesem Geschäftsfeld.
Wir bieten unsere Dienstleistungen in mehr als 30 Sprachen und 15 Ländern weltweit an. Derzeit bauen wir das Geschäft vor allem in Nord- und Lateinamerika aus. Auch in den kommenden Jahren werden wir international weiter wachsen. Geplant sind sowohl Standorterweiterungen als auch Neueröffnungen.

Warum treten wir jetzt in diesem Bereich unter dem Namen „Bosch Service Solutions“ auf? Der Name steht für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Wir sind mittlerweile mehr als ein Communication Center. Wir sind ein führender Lösungsanbieter im Business Process Outsourcing für komplexe, technologiegetriebene Dienstleistungen. Darüber hinaus entwickeln, implementieren und betreiben wir gemeinsam mit unseren Kunden neue innovative Geschäftsmodelle. Wir sehen für solche Leistungen ein großes Potential, sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern.

Gerne nenne ich Ihnen hierzu ein Beispiel: unseren Mobility Service „Flottenmanagement“. Hierdurch erhält der Kunde einerseits mehr Sicherheit und andererseits eine höhere Effizienz in der Planung und Steuerung seiner LKW-Flotten. Dabei überträgt ein im Fahrzeug eingebautes Gerät relevante Daten, wie z.B. Abweichungen von festgelegten Routen, Kraftstoffverbrauch oder Geschwindigkeitsmessungen an unsere Sicherheitsleitstelle. Unsere Mitarbeiter analysieren diese Informationen und leiten Empfehlungen zur Optimierung der Flottenperformance an unsere Kunden weiter.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
mit unserem bisherigen Erfolg können wir zufrieden sein und wir blicken optimistisch in die Zukunft. Wir sind technologisch und vertrieblich gut aufgestellt. Aber wir wollen unsere Stärken wie hohe Innovationskraft, exzellente Qualität und breite internationale Aufstellung noch besser nutzen. Und wir werden alle Chancen ergreifen, die uns der spannende Markt der Sicherheitstechnik bietet.
Wir werden die Vernetzung innerhalb der Sicherheitstechnik weiter mitgestalten und die Integration mit anderen Anwendungen wie Gebäude- und Energiemanagement vorantreiben. Daher setzen wir ganz auf IP und offene Schnittstellen.
Dieser Anspruch verdeutlichen wir auch auf unserem Stand in Halle 3, Stand 409. Unser diesjähriges Motto ist „Maximize connected security“. Wir zeigen Ihnen gerne, was wir darunter verstehen. Besuchen Sie uns. Wir freuen uns auf Sie!

RF00239 - 23. September 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Erika Görge

+49 89 6290-1647 E-Mail senden

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