Kfz-Ersatzteile / Diagnostics / Werkstattausrüstung / Werkstattkonzepte

Breites Portfolio an Produkten und Marken bietet optimale Lösungen für den professionellen Anwender - heute und in der Zukunft Referat von Dr. Ing. Hans-Peter Meyen,
Vorstand mit Zuständigkeit für Engineering, Produktmanagement und Diagnose des Geschäftsbereichs Automotive Aftermarket
der Robert Bosch GmbH
anlässlich der Automechanika-Pressekonferenz
am 16. September 2014

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  • 16. September 2014
  • Kfz-Ersatzteile / Diagnostics / Werkstattausrüstung / Werkstattkonzepte
  • Referat

Pressetext

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch ich begrüße Sie ganz herzlich zu unserer Pressekonferenz. Wie Herr Thomas bereits angekündigt hat, will ich einige Themen vertiefen. Dabei geht es vor allem um diese Fragen:
  • Wo stehen wir nach der Übernahme von SPX Service Solutions?
  • Und wie geht es bei unseren Produkten und Serviceangeboten weiter? Welche Highlights, welche Innovationen gibt es? Was zeigen wir neu bei dieser Automechanika?
Kommen wir zunächst zum ersten Thema: Automotive Service Solutions. Diesen Produktbereich haben wir nach der Übernahme von SPX Service Solutions vor zwei Jahren gegründet. Das hat die Eingliederung erleichtert, denn der neue Bereich bündelt unser komplettes Diagnose- und Servicegeschäft. So können wir heute feststellen: Die Integration von SPX Service Solutions war rundum erfolgreich.

Automotive Service Solutions beschäftigt heute rund
3 500 Mitarbeiter. Ein Großteil der Mitarbeiter war vorher bei SPX Service Solutions angestellt. Es ist daher nur konsequent, dass der neue Produktbereich von Tanvir Arfi geführt wird, dem langjährigen Leiter von SPX Service Solutions. Automotive Service Solutions wird weiterhin aus Livonia, Michigan, in den USA gesteuert. Durch die Übernahme haben wir unseren Diagnose- und Servicebereich noch breiter und besser aufgestellt. Zudem haben wir unser herstellerunabhängiges Geschäft in Nordamerika gestärkt. Gleichzeitig konnten wir unser OES-Geschäft ausbauen. Ein weiteres wichtiges Ziel der Integration war, einen agilen, markt- und kundenorientierten Bereich zu gestalten. Dies ist uns gelungen: Heute haben wir bei Automotive Service Solutions ein international vernetztes und hochmotiviertes Team, das rund um die Welt Hand in Hand zusammenarbeitet. Die Rückmeldung der neuen Kollegen aus den USA gibt einen Einblick, wie gut die globale Kooperation klappt. So hat uns eine ganze Reihe der Mitarbeiter nach der Integration gesagt: „Wir fühlen uns nicht übernommen – wir fühlen uns willkommen.“

Eine schnelle wie nachhaltige Integration war uns auch deshalb wichtig, weil Automotive Service Solutions eine essenzielle Rolle für die Wachstumsstrategie von Bosch Automotive Aftermarket spielt. Denn je mehr elektronische Teile im Auto verbaut werden, desto größer ist der Bedarf an Diagnosetechnik. Wir decken diesen Bedarf mit einem gut strukturierten Portfolio von Marken und Produkten ab. Wie fundiert das Angebot ist, erleben Sie beim Besuch auf unserem Stand.

Zum ersten Mal ist hier unser Klimaservicespezialist Robinair vertreten, der ein innovatives und komplettes Programm an Klimaservicegeräten und Zubehör bietet. OTC ist mit seinen Diagnose-Geräten und Spezialwerkzeugen vertreten. Unser Spezialist für Werkstattausrüstungen, Beissbarth, stellt seine präzise Mess- und Prüftechnik rund ums Rad aus. Und auch der Hersteller von Reifenservicegeräten, Sicam, präsentiert sich auf unserem Stand. Die Vielzahl der Marken und Produkte spiegelt dabei unsere Position am Markt wider: Wir sind breit aufgestellt und bieten im Diagnose- und Servicebereich Lösungen für nahezu jede Herausforderung, vor der eine Kfz-Werkstatt stehen kann.

Wie diese Lösungen aussehen, will ich Ihnen anhand einiger Beispiele erläutern. Wie Sie wissen, spielt die Vernetzung im Auto eine immer größere Rolle. Die Vorteile für den Autofahrer liegen auf der Hand: Vernetzte Mobilität bietet mehr Sicherheit, bessere Verkehrsführung und größeren Komfort. Wir wollen, dass der Kunde auch in der Werkstatt vom Internet der Dinge und Dienste profitiert. Herr Thomas hat vorhin bereits angedeutet, wie so etwas aussehen kann: Beispielsweise, indem die Werkstatt bereits vor dem Eintreffen des Autos über den Zustand einzelner Fahrzeugkomponenten informiert ist. Sie kann die Teile vorab bestellen, was die Reparaturzeit verkürzt. Dies senkt die Kosten und steigert die Kundenzufriedenheit. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist aber, dass nicht nur das Auto, sondern auch die Werkstatt vernetzt wird. Wir sprechen dabei vom sogenannten „connected workshop“.

Bereits heute bieten wir Werkstätten zahlreiche Lösungen, damit sie von der Vernetzung profitieren und den Autofahrern moderne und komfortable Dienstleistungen anbieten können. Ein besonderes Beispiel sind unsere Augmented Reality-Anwendungen. Ins Deutsche übersetzt heißt der Begriff so viel wie „erweiterte Wirklichkeit“ – und genau darum geht es: die Wirklichkeit mit zusätzlichen Informationen zu bereichern. Doch was bedeutet das konkret? Mit Augmented-Reality-Lösungen bekommen Smartphone und Tablet eine Art virtuellen Röntgenblick: Richtet der Werkstattmitarbeiter die Kamera seines mobilen Endgeräts auf Verkleidungen im Fahrzeug, so zeigt die entsprechende App die dahinterliegenden Bauteile an. Gleichzeitig werden Zusatzinformationen wie Arbeitsanleitungen, benötigte Werkzeuge oder sogar Schulungsvideos angezeigt. Die zusätzlichen Informationen erleichtern den Reparaturprozess, weil die nächsten Arbeitsschritte klar geplant und unnötige Montagearbeiten vermieden werden können. Gleichzeitig sind selbst weniger erfahrene Mitarbeiter mit dieser Unterstützung in der Lage, komplexe Reparaturen durchzuführen. Für uns ist dies jedoch nur der erste Schritt in die „erweiterte Wirklichkeit“. Wir sehen großes Potenzial für Augmented Reality-Lösungen, beispielsweise auch im technischen Training oder im Service-Bereich.

Während sich mit Augmented Reality Kosten durch unnötige Arbeitsschritte vermeiden lassen, senkt unser Remanufacturing-Angebot die Kosten für den Austausch elektronischer Bauteile. Doch das ist nicht der einzige Vorteil: Denn auch die Umwelt profitiert von unseren Reman-Lösungen. Das Programm wurde daher auch mit dem Sonderpreis zum „Green Directory“ der diesjährigen Automechanika ausgezeichnet – und zwar mit der höchsten Punktzahl unter allen Bewerbern. Über unser Remanufacturing-Angebot können Werkstätten auf aufbereitete Geräte zurückgreifen. Das ist für den Autofahrer um bis zu zwei Drittel günstiger als ein Neuprodukt, wobei die Qualität auf dem gleichen Niveau liegt. Gleichzeitig schont das Verfahren die Umwelt, weil bei der Aufarbeitung der Teile bis zu 90 Prozent weniger Energie verbraucht wird, als für die Herstellung neuer Geräte nötig wäre. Auch der Materialverbrauch ist geringer, hier werden zwischen 50 und 90 Prozent eingespart.

Doch nicht nur Kfz-Werkstätten profitieren von unseren Produkten und Dienstleistungen. Wir bieten auch Lösungen für Trucks und Bikes und haben Geräte für den Do-It-Yourself-Bereich im Portfolio. Ein Beispiel sind unsere neuen Diagnosetester, mit denen technikbegeisterte Autofahrer Fehlercodes aus dem Motormanagement auslesen können. Auch Informationen zum Kraftstoffsystem und zum Katalysator lassen sich so abrufen. Auto-Fans können sich ihre Diagnosedaten sogar per App auf dem Smartphone anzeigen lassen.

Trotz all der Möglichkeiten, die sich uns durch die Vernetzung bieten, vergessen wir jedoch nicht, dass die Mehrzahl der Teile im Auto nach wie vor mechanisch ist. Daher verlieren wir auch diese „klassischen“ Teile nicht aus dem Blick – im Gegenteil: Wir optimieren sie kontinuierlich. Zwei Beispiele für solche Weiterentwicklungen sind unsere neuen Wischblätter und Bremsbeläge. So haben wir für unsere neuen Aerotwin Plus Scheibenwischer eine neue Beschichtung der Gummilippe entwickelt, so dass diese nun weitaus widerstandsfähiger ist. Und über ein innovatives Adapterkonzept können die Wischerblätter flexibler denn je eingesetzt werden – über 100 fahrzeugspezifische Scheibenwischer-Sets können dadurch ersetzt werden. Auch bei den Bremsbelägen setzen wir auf neue Materialien und ermöglichen so kupferfreie Beläge. Dabei gehen wir auch bei der Qualität keinerlei Kompromisse ein, denn die neuen, kupferfreien Bremsbeläge erfüllen die gleichen hohen Standards, wie sie für die Erstausrüstung gelten.

Das alles, meine Damen und Herren, war natürlich nur ein kurzer Einblick in unser breites Portfolio. Mit unserem Angebot an Parts, Bytes und Services und einer großen Vielfalt an Zukunftslösungen sind wir gut aufgestellt. Wie gut, das verrät eine beeindruckende Zahl: Durchschnittlich werden rund um den Globus Tag für Tag rund 200 000 Fahrzeuge in Bosch Car Service Werkstätten repariert. Das heißt: 200 000 Autofahrer vertrauen jeden Tag auf die Erfahrung und das Know-how, das hinter dem Namen Bosch steckt. Das belegt auch eine jüngst durchgeführte Umfrage am deutschen Markt, bei der der Bosch Car Service als stärkste Marke ausgezeichnet wurde. Unsere Marke transportiere – ich zitiere – „so viel Dynamik, Ehrlichkeit, Modernität, Sympathie und Unkompliziertheit wie kein anderer Wettbewerber“ und sei „eine Klasse für sich“, schrieb ein Fachblatt zu der Umfrage.1 Wie Sie an unserem Stand sehen können, sorgen wir dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

RF00238 - 16. September 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Heiderose Dreiner

+49 721 942-3145 E-Mail senden

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