Personal- und Sozialthemen

Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit Bosch: Spanische Jugendliche starten Ausbildung in Deutschland

  • Ausbildungsengagement als Starthilfe ins Berufsleben
  • Personalgeschäftsführer Kübel: „Jede Lehrstelle hilft jungen Menschen“
  • Bosch-Mitarbeiter übernehmen Patenschaft für Auszubildende
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  • 28. Mai 2014
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Pressetext

Stuttgart – 50 Jugendliche aus Spanien beginnen bei Bosch in Deutschland eine Berufsausbildung. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen engagiert sich damit gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa. Im Rahmen einer Ausbildungsinitiative stellt Bosch insgesamt rund 100 zusätzliche Ausbildungsplätze bereit, davon die Hälfte in Deutschland, weitere 50 in Italien, Portugal und Spanien. Während einer Auftaktveranstaltung in der Unternehmenszentrale in Gerlingen bei Stuttgart lernten die spanischen Jugendlichen bereits ihre künftigen Ausbildungsbetreuer kennen. Im Anschluss informierten sie sich über ihre technisch-gewerbliche Ausbildung an Standorten im Großraum Stuttgart. Ab Juni bereiten sich die Jugendlichen bei Bosch mit einem Praktikum auf den Ausbildungsstart im September vor. Ende letzten Jahres hatte sich Bosch entschieden, dieses zusätzliche Ausbildungsvorhaben mit etwa 7,5 Millionen Euro zu finanzieren.

Ausbildung gegen Jugendarbeitslosigkeit
„Wir wollen unsere langjährige Erfahrung in der Ausbildung junger Menschen einbringen, um einen Beitrag gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa zu leisten“, bekräftigt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, beim Empfang der Jugendlichen in der Unternehmenszentrale. „Eine anerkannte Berufsausbildung verbessert die Beschäftigungschancen vieler Jungen und Mädchen. Ohne fundierte Qualifizierung ist der Start ins Berufsleben sehr schwer.“ Er wünsche sich, so Kübel weiter, dass möglichst viele Betriebe in Deutschland Jugendlichen aus den betroffenen Regionen Ausbildungsplätze bereitstellen könnten. Jede Lehrstelle helfe, jungen Menschen eine Perspektive zu geben.

Ausbildung in Bayern und Baden-Württemberg
An 16 Ausbildungsstandorten in Baden-Württemberg und Bayern erlernen die Jugendlichen ihren künftigen Beruf. Innerhalb von dreieinhalb Jahren erlangen sie den IHK-Abschluss als Industrie-, Zerspanungs-, Anlagenmechaniker oder Mechatroniker. „Die Ausbildung in Deutschland erleichtert uns die kurzfristige Umsetzung der Initiative, weil wir auf vorhandene Einrichtungen, Maschinen und Ausbilder zurückgreifen können“, sagt Siegfried Czock, verantwortlich für Aus- und Weiterbildung bei Bosch in Deutschland. Von den ersten Bewerbungsgesprächen in Spanien bis zum Praktikumsbeginn in Deutschland seien nur sechs Monaten vergangen. „Ich sehe meinen Ausbildungsplatz als echte Chance“, so Didac Fernández Ramos, der Industriemechaniker werden will. Der 20-jährige wird bei Bosch in Blaichach ausgebildet und stammt aus Barcelona, einer Großstadt in Spanien mit hoher Jugendarbeitslosigkeit.

Interkulturelle Begleitung erleichtert Integration
Die künftigen Auszubildenden bereiten sich im Juni und Juli dieses Jahres bei Bosch mit einem Praktikum auf die Ausbildung vor. Zuvor lernten sie bereits Deutsch, um sich schnell in die Landessprache und -kultur eingewöhnen zu können. „Das fördert die Integration der Jugendlichen, für die mit der Ausbildung im Ausland ein neuer Lebensabschnitt beginnt“, ergänzt Astrid Lommek, beim Bildungsträger BBQ Berufliche Bildung zuständig für die Projektbegleitung. BBQ unterstützt die Jugendlichen auch bei der Wohnungssuche, bei Bank- oder Behördengängen und gibt weitere Hilfestellungen in Alltagssituationen. „Die Ausbildung hilft mir, selbständiger zu werden“, sagt die 20-jährige Laura Revuelta López aus San Fernando de Henares nahe Madrid. Sie lernt den Beruf der Industriemechanikerin im fernen Nürnberg. „Es ist aber auch eine Erleichterung zu wissen, dass ich im fremden Land nicht auf mich alleine gestellt bin.“ Bei der weiteren Integration sowohl inner- und außerhalb des Betriebs werden auch die Bosch-Mitarbeiter helfen. Sie übernehmen an den Ausbildungsstandorten persönliche Patenschaften für die neuen Kollegen.

Internationale Ausbildungskompetenz
Für die Berufsausbildung der spanischen Jugendlichen in Deutschland kann Bosch auf mehr als 100 Jahre Erfahrung setzen: Schon über 100 000 junge Menschen hat Bosch weltweit ausgebildet. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seit über 50 Jahren einen internationalen Lehrlingsaustausch an, damit Auszubildende im Ausland andere Arbeitsweisen kennen lernen. „Die spanischen Azubis sammeln von Beginn an Erfahrungen in einer fremden Kultur. Davon profitieren sie ein Berufsleben lang“, ist Czock überzeugt.

Internet:
Bosch als Arbeitgeber
Ausbildungsberufe bei Bosch
Technisch-gewerbliche Ausbildung bei Bosch
Ausbildungsplätze bei Bosch
Bosch-Ausbildung bei Facebook

Hintergrundinformation:
Bosch schafft 100 Ausbildungsplätze für Jugendliche aus Südeuropa
100 Jahre Lehrwerkstatt: Bosch setzt auf duale Ausbildung im Ausland
Anzahl der arbeitslosen Jugendlichen in der EU im Dezember 2013
Hintergrundinformation: Ausbildungsinitiative Südeuropa -
  5 Fragen an Siegfried Czock


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Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8585 - 28. Mai 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Michael Kattau

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