Wirtschaft

Vortrag zur „Arbeitswelt der Zukunft“ Bosch-Personalchef Kübel: Flexible Arbeitsmodelle stärken Wettbewerbsfähigkeit von Arbeitgebern

  • Arbeitgeber sollten Bedürfnissen von Älteren und Jüngeren entsprechen
  • Bosch sucht 800 Hochschulabsolventen in Deutschland
  • Weltweiter Aufbau von rund 9 000 Mitarbeitern erwartet
  • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist Wettbewerbsvorteil
Beitrag sammeln
PDF herunterladen
  • 25. März 2014
  • Wirtschaft
  • Presseinformation
  • Bilder: 2

Pressetext

Stuttgart – „Die Arbeitswelt der Zukunft muss den Bedürfnissen von jüngeren und älteren Arbeitnehmern gerecht werden, wenn Unternehmen am Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig bleiben wollen“, forderte Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, vor kommunalen Wirtschafts- und Politikvertretern in Stuttgart. In einem Impulsvortrag über die Arbeitswelt im Jahr 2020 betonte er die Bedeutung von Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. „Flexible und vielfältige Arbeitsformen können helfen, dem künftigen Fachkräftemangel vorzubeugen und Beschäftigungschancen für Frauen oder ältere Arbeitnehmer zu verbessern“, erklärte Kübel. Damit ließen sich wichtige Leistungsträger länger im Unternehmen halten und auch Frauen für Führungspositionen besser gewinnen. Nach Worten des Geschäftsführers liefere eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit zudem wichtige Impulse für die Ideen der Mitarbeiter. Insbesondere in technischen Berufsfeldern würden Frauen noch zu wenig als Fach- und Führungskräfte Fuß fassen können.

Kein Fachkräftemangel bei Bosch – 800 Hochschulabsolventen gesucht
Laut einer von Kübel zitierten Studie der Robert Bosch Stiftung werde bis 2050 die Gesamtbevölkerung in Deutschland voraussichtlich von heute 82 auf etwa 71 Millionen Menschen zurückgehen. Der Bosch-Geschäftsführer sieht daher lebenslanges Lernen sowie ein betriebliches Gesundheitsmanagement künftig als zentrale Bausteine einer erfolgreichen Personalpolitik. Beides erleichtere es, die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit heutiger Beschäftigter langfristig aufrechtzuerhalten. Der Bedarf an gering Qualifizierten werde in einer vernetzten Industriewelt rückläufig sein. Daher setze Bosch auf Förderprogramme, die solche Mitarbeiter zum Facharbeiter qualifizieren oder Facharbeiter zu Ingenieur-Tätigkeiten befähigen. „Noch spüren wir bei Bosch den Fachkräftemangel nicht. Wir rechnen für dieses Jahr mit einem weltweiten Aufbau von rund 9 000 Mitarbeitern. Schwerpunkt ist die Wachstumsregion Asien-Pazifik.“ Mit Blick auf Deutschland führte Kübel weiter aus: „Wir planen dieses Jahr an deutschen Bosch-Standorten etwa 800 Einstellungen von Hochschulabsolventen. Zusätzlich gehen wir in Deutschland wieder von etwa 1 400 neuen Ausbildungsplätzen aus.“

Auch die Politik, so Kübel weiter, könne für die Arbeitswelt der Zukunft heute schon wichtige Weichen stellen. Insbesondere eine Rentenpolitik, die einem gesünderen und längeren Leben vieler Arbeitnehmer Rechnung trage, helfe, den künftigen Fachkräftebedarf zu sichern. Auch die Abkehr einer Präsenzkultur in Unternehmen trage dazu bei, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erleichtern – und damit die Gesundheit zu erhalten. Dazu könnten der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und Ganztagsschulen für berufstätige Eltern weitere Entlastungen sowie Chancen im Job bringen.

Internet:
Bosch als Arbeitgeber: www.bosch-career.de
Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei Bosch: http://bit.ly/1j6mZ4g

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8527 - 25. März 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Sven Kahn

+49 711 811-6415 E-Mail senden

Diesen Beitrag teilen