Power Tools

Bosch-Innovationen schaffen Märkte Henning von Boxberg
Vorsitzender des Bereichsvorstands
im Geschäftsbereich Power Tools
der Robert Bosch GmbH
anlässlich der Pressekonferenz
in Leinfelden am 19. März 2014

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  • 19. März 2014
  • Power Tools
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Pressetext

Meine Damen und Herren,
der Bosch-Geschäftsbereich Power Tools erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von 4,0 Milliarden Euro, er liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Negative Auswirkungen auf unsere Umsatzentwicklung hatten vor allem Wechselkurseffekte, insbesondere durch die schwachen Währungen in Brasilien, in der Türkei, in Südafrika und in Indien. Wechselkursbereinigt entspricht der Umsatz einem Wachstum von drei Prozent.

Unsere Innovationskraft ist weiterhin hoch: 35 Prozent des Umsatzes erzielten wir 2013 mit Produkten, deren Markteinführung weniger als zwei Jahre zurücklag. Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit insgesamt rund 19 000 an 37 Standorten weltweit konstant.

Die Umsatzentwicklung verlief in den einzelnen Regionen unterschiedlich. Während wir in Europa um vier Prozent und in Asien/Pazifik um fünf Prozent wachsen konnten, gingen die Umsätze in Nordamerika durch ungünstige Witterungsbedingungen und die bewusste Entscheidung, dem herrschenden Preisdruck zugunsten der eigenen Ertragskraft nicht nachzugeben, um drei Prozent zurück. In dem aufstrebenden Markt Lateinamerika konnten wir hingegen um zwölf Prozent zulegen. Weltweit sind wir in den Geschäftsfeldern Elektrowerkzeuge, Zubehör und Messtechnik nach Wert die Nummer Eins im Markt, bei Gartengeräten die Nummer Zwei.

Weltweites Marktwachstum von drei Prozent
Der von uns bearbeitete Gesamtmarkt wuchs im Jahr 2013 wechselkursbereinigt weltweit um drei Prozent auf 25,4 Milliarden Euro. Die großen Märkte für Elektrowerkzeuge und für Zubehör zeigten mit jeweils drei Prozent dasselbe Wachstum. Mit acht Prozent Zuwachs hat die Messtechnik stark zugelegt. Der Markt für elektrische Gartengeräte hingegen schrumpfte um ein Prozent.

Der wichtige Teilmarkt „Handgehaltene Elektrowerkzeuge und Stationärgeräte“ wuchs weltweit um vier Prozent in der Menge auf 220 Millionen Stück und um drei Prozent im Wert auf 11,6 Milliarden Euro. Er wuchs in allen Regionen außer in Europa, hauptsächlich bedingt durch die rückläufige Entwicklung in Südeuropa. Dort machten sich in einzelnen Ländern, vor allem Spanien und Italien, die Folgen der Finanzkrise bemerkbar, sodass der Markt hier um ein Prozent schrumpfte. Jeweils um fünf Prozent zulegen konnten hingegen die Märkte Nordamerika, Asien/Pazifik und Mittlerer Osten/Afrika. Lateinamerika wuchs mit zehn Prozent sogar zweistellig.

Akku-Technologie als strategisches Wachstumsfeld
Wir bauen unsere führende Position aus, indem wir uns auf strategische Wachstumsfelder fokussieren. Ein Beispiel hierfür ist das Akku-Segment. Der Anteil von Akku-Elektrowerkzeugen im Markt steigt kontinuierlich. War im Jahr 2007 jedes dritte Gerät kabellos, so besitzen weltweit inzwischen 43 Prozent und damit fast die Hälfte aller Elektrowerkzeuge einen Akku. Weiterhin auf dem Vormarsch ist die Lithium-Ionen-Technologie. Bereits 83 Prozent aller Akku-Geräte in Europa sind damit ausgestattet. 2009 waren es noch 52 Prozent. Wir konnten unsere Marktführerschaft von 32 Prozent im Akku-Segment in Europa 2013 weiter ausbauen.

Die Verwender vertrauen den Bosch-Produkten. Bei Lithium-Ionen-Geräten sind wir seit Einführung des Ixo 2003 Technologieführer. Wir brachten mit diesem Akku-Schrauber als erster Hersteller ein Elektrowerkzeug mit Lithium-Ionen-Technik auf den Markt. Zahlreiche weitere Akku-Produkte von Bosch waren die ersten in ihrer Kategorie, die die innovative Lithium-Ionen-Technologie nutzen. Beispiele hierfür sind der Akku-Rasenmäher Rotak LI, das „All-in-one“-Akku-Elektrowerkzeug Uneo, die Gartenschere Ciso, die Heckenschere AHS 54-20 LI, der erste Akku-Schrauber mit integrierter Bit-Trommel PSR Select und der Indego, der erste Robotermäher mit Navigationssystem für systematisches Mähen in Bahnen.

Bei der intensiven Weiterentwicklung der Akku-Technologie setzen wir unsere Innovationskraft vor allem dafür ein, die Probleme der Handwerker und Heimwerker zu lösen: So kann der Handwerker beispielsweise mit unseren leistungsstarken und kompakten Akku-Geräten frei arbeiten, ohne störendes Kabel und ohne ständig den Akku nachladen zu müssen. Heimwerker müssen mit unserem „Power 4All“-Akku-System nicht mehr für jedes ihrer Geräte einen eigenen Akku und eine eigene Ladestation kaufen und lagern. Es genügen ein Akku und ein Ladegerät für alle Elektrowerkzeuge innerhalb einer Spannungsklasse.

Erfolg mit einfachen Messgeräten
Auch in der Messtechnik haben wir unsere Marktführerschaft weiter ausgebaut: Der Weltmarkt nahm 2013 um acht Prozent zu, Bosch wuchs um 13 Prozent und damit deutlich schneller als der Markt. Damit konnten wir unseren Marktanteil von 21 Prozent 2013 weiter ausbauen. Für den Handwerker bieten wir einfache Lösungen für komplexe Prozesse an. So kann er mit dem Laser-Entfernungsmesser GLM 100 C Professional ganz einfach und jederzeit auch alleine bequem Maß nehmen und die Ergebnisse mit Bild auf seinem Smartphone speichern. Die besonders einfache Handhabung macht das Gerät auch für Erstnutzer dieser Technik attraktiv.

Mit handlichen, einfach zu bedienenden Messgeräten konnten wir viele neue Verwender bei den Heimwerkern gewinnen. Unser Laser-Entfernungsmesser PLR 15 beispielsweise machte die Laser-Technik mit seiner selbsterklärenden Ein-Knopf-Bedienung erstmals auch Menschen mit wenig Erfahrung im Umgang mit Messgeräten zugänglich.

Starkes Wachstum bei Zubehör
Als ein strategisches Wachstumsfeld bearbeiten wir auch den Zubehörmarkt. Während dieser Markt 2013 weltweit um drei Prozent wuchs, konnte Bosch nahezu um das Doppelte wachsen und um fünf Prozent zulegen. Unser Marktanteil erhöhte sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich und wir konnten die wertmäßige Marktführerschaft von 12 Prozent im Jahr 2013 weiter ausbauen.

Dabei setzen wir auf Differenzierung, Innovation und ansprechende Präsentation. Unter starken Marken bieten wir passende Lösungen für Heimwerker, Handwerker und die Industrie an. Unsere Innovationskraft setzen wir im Zubehörbereich dafür ein, dass sich die Effizienz des Werkzeugs und damit auch die Effizienz der Arbeit des Verwenders erhöht. Mit übersichtlichen, selbsterklärenden und ansprechenden Produktpräsentationen erleichtern wir es dem Verwender, das richtige Zubehör zu finden, und verhelfen dem Handel zu mehr Umsatz.

Erfolg in aufstrebenden Märkten
Mit großem Engagement bearbeiten wir auch die aufstrebenden Märkte wie China, Indien, Brasilien oder Russland. In Summe sind diese Märkte im Jahr 2013 bei handgehaltenen Elektrowerkzeugen und Stationärgeräten um sieben Prozent gewachsen. Unser Umsatz legte um elf Prozent zu und wuchs damit schneller als der Markt. Damit konnten wir unseren Marktanteil von 27 Prozent weiter ausbauen. In Russland sind wir sogar doppelt so schnell wie der Markt gewachsen. Wir haben ein Umsatzplus von 14 Prozent erzielt und konnten den Marktanteil von 20 Prozent weiter steigern.

Diesen Erfolg erzielten wir mit marktgerechten Produkten unter Berücksichtigung der jeweils vorhandenen Kaufkraft. Beispielsweise bieten wir in Russland für professionelle Anwender einen Akku-Bohrschrauber an, dessen Leistungsumfang geringer ist als bei Geräten für etablierte Märkte, der aber robust und zuverlässig ist. Die Ladezeit ist beispielsweise länger, sein Drehmoment geringer, sein Bohrfutter kleiner und er verzichtet auf Komfort-Eigenschaften wie LED-Leuchte und Gürtelclip. Preislich liegt er unter der Hälfte eines vergleichbaren Akku-Bohrschraubers für etablierte Märkte. Insgesamt bieten wir in Russland derzeit zehn dieser auf die Bedürfnisse der Verwender in aufstrebenden Märkten zugeschnittenen Produkte an, darunter Bohrhämmer, Winkelschleifer, eine Schlagbohrmaschine, eine Handkreissäge, eine Stichsäge und ein Sauger.

Ausblick
Im Jahr 2014 werden wir in Deutschland wieder mehr als 100 Produktneuheiten in den Bereichen Elektrowerkzeuge, Zubehör, Messtechnik und Gartengeräte auf den Markt bringen, neue Märkte schaffen und die Verwender begeistern. Unser Ziel ist es, in diesem Jahr wieder schneller als der Markt zu wachsen, zusätzliche Marktanteile im harten Wettbewerbsumfeld zu gewinnen und unsere führende Position auszubauen. Wir setzen dabei auf die systematische Analyse von Verwenderbedürfnissen, die Innovationskraft unserer Mitarbeiter und das Vertrauen der Kunden in unsere starken Marken.

RF00219 - 19. März 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Martin Steinlehner

+49 711 758-3132 E-Mail senden

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