Mobility Solutions

Bosch bringt das Internet ins Fahrzeug Bosch vernetzt das Auto und revolutioniert die Mobilität

  • „Ein vernetztes Auto wird immer auch ein besseres Auto sein“, Wolf-Henning Scheider
  • „Die Vernetzung des Automobils leitet eine neue Ära ein - bisher war ein Auto isoliert von der Umgebung, in Zukunft wird es mit ihr interagieren“, Wolf-Henning Scheider
  • „Wir verbinden die mechatronische Welt mit der digitalen Welt“, Wolf-Henning Scheider
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  • 17. März 2014
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Vor 20 Jahren revolutionierte das Internet den Computer. In den nächsten Jahren wird es das Auto revolutionieren. Denn Bosch macht das Auto zum aktiven Teil des Internets. Für Fahrer hat dies viele Vorteile. „Ein vernetztes Auto wird immer auch ein besseres Auto sein“, sagt Wolf-Henning Scheider, Sprecher des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik und Geschäftsführer bei der Robert Bosch GmbH. Mit der Vernetzung steigert Bosch Komfort, Sicherheit und Effizienz der Mobilität von morgen. Gleichzeitig bringt der Konzern die Faszination der digitalen Welt auf die Straße. Der Konzern verfolgt drei Leitlinien: Bosch bringt das Internet intuitiv erlebbar ins Fahrzeug. Bosch bringt Fahrzeuge ins Internet und schafft Assistenzfunktionen mit Mehrwert. Und darüber hinaus vernetzt Bosch Autos mit der Verkehrsinfrastruktur. „Vernetzung ist mehr als nur das Surfen während der Fahrt“, glaubt Scheider. Schon heute ist Bosch auf allen erforderlichen Technologiefeldern aktiv und mit ersten Lösungen bereits in Serie. In Zukunft ergeben sich völlig neue Funktionen. Beispielsweise wird Augmented Reality im Auto die virtuelle mit der realen Welt verbinden. Die Windschutzscheibe wird zur zentralen Anzeige und bringt alle Fahrzeug- und Umgebungsinformationen in das Blickfeld des Fahrers.

Leitlinie 1: Das Internet kommt ins Auto
Die Vernetzung ist auf dem Weg zum Megatrend in der Automobilindustrie, weil die Digitalisierung immer mehr Menschen in ihren Bann zieht. Auch das Automobil wird Teil dieser Digitalisierung werden. Deshalb arbeiten Bosch-Entwickler an gleichermaßen intuitiven wie ausgeklügelten Lösungen. Eine davon ist das System mySPIN. Damit lassen sich iPhone- und Android-Smartphones perfekt ins Fahrzeug einbinden. Die Anzeige des Mobilgeräts wird damit auf dem zentralen Monitor im Fahrzeug sichtbar. Apps sind so im Fahrzeug deutlich leichter, sicherer und komfortabler nutzbar.

Auch ohne Mobiltelefon bringt Bosch das Internet ins Fahrzeug. Aktuelle Navigationssysteme finden italienische oder französische Restaurants. Mit Bosch Serviceangeboten kann sich der Fahrer in Zukunft aus dem Auto heraus ohne lange Suche direkt zur freien Ladesäule lotsen lassen, oder den nächsten Parkplatz reservieren und ansteuern.

Doch Bosch vernetzt selbst den Antrieb mit dem Internet. Den Weg dorthin bereitet eHorizon von Bosch. Hier ergänzen sich jahrzehntelange Systemkompetenz bei Antrieben und innovative Softwareprogrammierung. „Wir verbinden die mechatronische Welt mit der digitalen Welt“, sagt Scheider. Für Nutzfahrzeuge bietet Bosch den elektronischen Horizont schon seit 2012 an, um die Fahrten homogen zu gestalten und unnötige Beschleunigungen und Verzögerungen zu reduzieren. Die Navigationssoftware erkennt beispielsweise, dass nach zwei Kilometern Bergabfahrt ein Ortsschild kommt und fährt diese Strecke dann vorausschauend im sparsamsten Modus oder lädt dabei die Batterie auf. Dadurch können Fahrer bis zu 15 Prozent Kraftstoff sparen. In Zukunft werden die Navigationsdaten zudem mit aktuellen Verkehrsdaten aus dem Internet ergänzt werden – so können Fahrzeuge beispielsweise rechtzeitig vor einem Stauende ausrollen. Diese vernetzte Navigation, bei der das Fahrzeug Daten aus dem Internet berücksichtigt, ist nicht nur im Lkw sondern auch im Pkw die Zukunft.

Leitlinie 2: Das Auto kommt ins Internet
Doch der Datenhighway im Automobil ist keine Einbahnstraße. Fahrzeuge werden nicht nur Informationen aus dem Internet nutzen, sondern auch Informationen an die Umwelt weitergeben. Dafür macht Bosch die Fahrzeuge zum Teil des Internets. „Bei der Verbindung von Fahrzeug und Cloud sehen wir Datenschutz als eine Grundvoraussetzung. Der Nutzen muss die potenziellen Risiken bei Weitem übersteigen“, sagt Scheider. Hierzu entwickelt die Bosch-Tochtergesellschaft escrypt ans Automobil speziell angepasste Sicherheitslösungen, wie eine gesonderte Verschlüsselung.

Denn Fahrzeuge werden künftig selbst zu Sensoren, die Umfeldinformationen sammeln und untereinander oder mit einem Server austauschen. Diese so genannten Floating Car Data sind nötig, um hochdynamische Karten zu bekommen und gleichzeitig die Fahrzeugsicherheit zu verbessern. Während der Fahrer nur eine Kurve sieht, weiß die Navigation schon, dass dahinter eine eisglatte Stelle oder ein Stauende ist. So kann vermieden werden, dass ein Pkw oder auch Lkw in eine Unfallstelle oder in eine stehende Kolonne rast. Denn das System kann den Fahrer warnen oder automatisch einen Bremsvorgang einleiten. „Vernetzung ist ein Baustein der Automatisierung und umgekehrt“, sagt Wolf-Henning Scheider.

Schon heute gibt es erste Anwendungen bei denen Fahrzeuge mit der Außenwelt kommunizieren. Ein Beispiel dafür ist der eCall, der in der europäischen Union im Jahr 2015 Pflicht wird. Dabei setzt ein Fahrzeug bei einem Unfall automatisch einen Notruf ab. Dieser wird beispielsweise über die gleichen Sensoren aktiviert, die auch den Einsatz des Airbags auslösen. Dadurch verringern sich die Anfahrtszeiten von Rettungskräften in ländlichen Gebieten um 50 Prozent, in städtischen Regionen um 40 Prozent. Die Rolle von Bosch geht dabei deutlich über die Technologie hinaus. Das Unternehmen bildet die Schnittstelle zwischen Unfall und Rettung. In einer Sicherheitsleitstelle bearbeiten Bosch-Mitarbeiter die Notrufe und sorgen für eine zügige und präzise Information der Rettungskräfte.

Außer einem Plus an Sicherheit wird die Kombination von Daten aus dem Fahrzeug auch Geld sparen – gerade bei Firmen und Flotten. Bei LeasePlan vernetzt Bosch Fahrzeuge und ermöglicht somit eine völlig neue Flottenauswertung. Zudem treibt Bosch Lösungen für die präventive Wartung voran. So werden beispielsweise die Motordaten eines Baggers oder Radladers an Datenbanken übermittelt, dort analysiert und mit einem stetig wachsenden Bestand von Daten vergleichbarer Fahrzeuge und Beanspruchung abgeglichen. Bosch kann damit voraussagen, ob und vor allem wann eine wichtige Komponente die Verschleißgrenze erreicht. Diese kann dann rechtzeitig ausgetauscht werden. Am Beispiel des Baggers verhindert dies eine Ausfallzeit und spart viel Geld: Schließlich kostet jede einzelne Stunde, die eine solche Maschine nicht läuft, den Betreiber bis zu 2 000 Euro. Zukünftig sind solche Funktionen auch im Pkw denkbar. Ein Anwendungsbeispiel wäre eine Verschleißanzeige für Motorteile. Damit würden Autofahrer nicht mehr urplötzlich mit ihrem Fahrzeug auf der Autobahn liegen bleiben, sondern könnten ein beschädigtes Teil rechtzeitig austauschen lassen.

Leitlinie 3: Das Auto wird Teil des Internet der Dinge und Dienste
Die Vernetzung des Autos mit dem Internet geht jedoch auch noch weit über diese Anwendungen hinaus. „Die Vernetzung des Automobils ist eine große Aufgabe – bisher war ein Auto isoliert von der Umgebung, in Zukunft wird es mit ihr interagieren“, sagt Scheider. So könnte selbst eine komplette Großstadt samt Infrastruktur vernetzt werden, so dass eine optimale Mobilität gewährleistet ist. Wer beispielsweise von der Innenstadt einer Großstadt in die Randbereiche fahren will, kann für die Innenstadt den Zug nutzen und später auf ein Carsharing Fahrzeug umsteigen. Über Bosch-Plattformen mit Service Brokering können dann der öffentliche Personennahverkehr, Elektro-Mietwagen- und eBike-Verleihe gemeinsam ein integriertes Mobilitätsangebot anbieten.

Schon jetzt wird die Infrastruktur von Großversuchen zum elektrischen Fahren durch Software-Plattformen von Bosch gesteuert. Ein Beispiel hierfür ist Hubject, das Roaming-System für Ladesäulen. Kunden können dadurch an Ladesäulen verschiedener Firmen ihr E-Auto aufladen und bequem über die Stromrechnung bezahlen. Aber auch abseits der Elektromobilität hat Bosch viele Projekte. Beim Truck Secure Parking können dann online videoüberwachte Lkw-Parkplätze entlang der Autobahn gebucht werden, die mit einem Call Center von Bosch vernetzt sind. Ladung und Fahrer können so in einer sicheren Umgebung bleiben.

Bosch arbeitet sogar schon daran, eine ganze Stadt ins Internet der Dinge und Dienste zu befördern. Seit Mitte November 2013 werden in Monaco neue Bosch Technologien zur digitalen Vernetzung eingesetzt. Damit hat der erste Schritt zur Umsetzung der Kooperationsvereinbarung begonnen, die im Juli 2012 zwischen dem Fürstentum Monaco und Bosch unterzeichnet wurde. Das Projekt eröffnet einen Blick in die Zukunft: Dann wird der Schwerpunkt einer vernetzten Stadt zunächst im Bereich der Mobilität liegen. Anwendungen dafür gibt es genug: Das Lotsen zur nächsten freien Ladesäule, ein Buchen und Abrechnen von Parkplätzen, je nach Verkehrslage das Umsteigen aufs eBike – diese Entwicklung zeichnet sich in Megacities rund um den Globus ab.

Bosch sieht für diese Fahrzeugvernetzung deshalb einen globalen Markt. Denn weltweit beschäftigen sich Endkunden und Automobilkonzerne mit der Vernetzung des Automobils. Automatisierte und vernetzte Fahrzeuge können beispielsweise dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss sich um 80 Prozent verbessert oder dass auch älteren Menschen eine komfortable und sichere Mobilität ermöglicht wird. Studien gehen zudem davon aus, dass die Zahl der Verkehrstoten um bis zu 90 Prozent reduziert werden könnte, wenn Fahrzeuge zunehmend automatisiert fahren. Um das Automobil mit dem Internet zu verbinden, ist Bosch im engen Dialog mit globalen Autobauern aber auch innovativen Unternehmen anderer Branchen – in Europa, Nordamerika und Asien.

Internet
Die Vernetzung des Automobils:
http://bit.ly/1hOJiPH
mySPIN – Smartphone-Integration ins Fahrzeug:
http://bit.ly/1jx0x5A
Elektronischer Horizont – vorrausschauende Navigation:
http://bit.ly/1gzs5Vj
Intelligentes Flottenmanagement von Bosch:
http://bit.ly/1fBZsZG
Hubject – Gemeinschaftsunternehmen mit Bosch-Beteiligung als Wegbereiter der Elektromobilität:
http://bit.ly/MYqbFc
Die vernetzte Stadt von morgen:
http://bit.ly/LBAdLd
eCall:
http://bit.ly/1esZH4r

Video
Vernetzte Mobilität:
http://bit.ly/1mvLeLF
Bosch Head up Display:
http://bit.ly/1fC0hBF
mySPIN – Smartphone-Integration ins Fahrzeug:
http://bit.ly/1fQtYvf
Elektronischer Horizont – vorrausschauende Navigation:
http://bit.ly/1htV6CE
Automatisiertes Fahren bei Bosch:
http://bit.ly/1hlzyJx

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8474 - 17. März 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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