Bosch Software Innovations

Gartner: 2020 mehr als 30 Milliarden Geräte vernetzt Riesiges Wirtschaftspotenzial im Internet der Dinge und Dienste Deloitte: Smart Home-Markt 2017 bei 4,1 Milliarden Euro

  • Gartner-Prognose: 2020 Mehrwert von 1,9 Billionen Dollar
  • IDC: 7,9 Prozent Wachstum jährlich
  • „Big Data“ entsteht parallel
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  • 06. Februar 2014
  • Bosch Software Innovations
  • Presseinformation

Pressetext

    Das Internet der Dinge und Dienste führt in die Welt der großen Zahlen.
    Bis 2020 werden mehr als 30 Milliarden Geräte miteinander vernetzt sein.
    Damit geht ein Mehrwert von 1,9 Billionen Dollar einher.
    Ein Analystenbericht fasst es so zusammen: „Milliarden Dinge, Billionen Dollar“


Stuttgart/Berlin – Das Internet der Dinge wird bereits im Jahr 2020 über viele Industriezweige hinweg einen Mehrwert von 1,9 Billionen Dollar erzeugen. Dessen sind sich die IT-Analysten von Gartner sicher. „Das Internet der Dinge und Dienste ist ein strategisch wichtiger Markt. Er wird schnell wachsen und sowohl die Einnahmen als auch die Kosteneffizienz stärken“, sagt Peter Sondergaard, globaler Forschungsschef des US-Unternehmens. Demnach werden in 2020 etwa 26 Milliarden Dinge im IoT vernetzt sein – und zwar ohne Laptops, PC und Smartphones. Deren Zahl wird 2020 bei etwa 7,3 Milliarden liegen.

„Maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen“
Zu den Sparten, die besonders profitieren, zählt Gartner Produktion, Gesundheitswesen und Versicherungen. Vor allem die Hersteller von Waren werden profitieren, weil sie ihren Bestand sowie den Zu- und Abgang von Rohmaterial und Komponenten jederzeit genau kennen. So könne rasch auf Änderungen des Marktes und der Kundenwünsche eingegangen werden. Diese Entwicklung ist ausbaufähig – zum Beispiel werden Spediteure dank dieser Technik noch enger in alle Prozesse ihrer Kunden eingebunden. „Das Internet der Dinge wird es Unternehmen erlauben, von pauschalen Preisen wegzukommen und maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen und Kunden anzubieten“, sagt Sondergaard.

In der Gesundheitsversorgung wird mit Sensoren ausgestattete Kleidung zum Beispiel Stürze älterer Menschen erkennen – und bei anschließender Bewegungslosigkeit Hilfe holen. Kleine Behälter mit Medizin darin „wissen“, ob ihre Besitzer die empfohlenen Tabletten genommen haben oder nicht – und erinnern falls nötig per E-Mail oder SMS. Sensoren im Auto können anhand der Fahrweise erkennen, ob dem durchweg vorausschauend fahrenden Besitzer womöglich ein besseres Angebot für seine Versicherung geschickt werden könnte.

Big Data: Chance für IT-Dienstleister
Mit zunehmender Zahl werden Geräte und Sensoren einen beständig anschwellenden, nie gekannten Datenstrom erzeugen. Große Informationsmengen müssen gesammelt, analysiert und gespeichert werden. In diesem Zusammenhang ist vom Stichwort „Big Data“ die Rede. Diese Aufgabe werden Computer auf der Basis von Regeln und Erfahrungen übernehmen, die in leistungsstarke Algorithmen und Software übersetzt sind. Das bedeutet zugleich neue Chancen für IT-Dienstleister. Dabei steht ein verantwortungsbewusster Umgang mit den Daten im Vordergrund.

IDC: 7,9 Prozent jährliches Wachstum
Die Markforscher der IDC (International Data Corporation) sehen ebenfalls ein riesiges Potenzial für Komponenten, Prozesse, IT und Verbindungs-technik für das Internet der Dinge. IDC ist dabei besonders optimistisch und sagt bis 2020 sogar einen Ertrag von 8,9 Billionen Dollar voraus – unter anderem dank eines jährlichen Wachstums von 7,9 Prozent. „Milliarden Dinge, Billionen Dollar“, fasst es IDC zusammen.

„Ich gehe davon aus, dass die aktuellen IoT-Geschäftsbeispiele nur die Spitze des Eisbergs sind“, ergänzt IDCs Infrastruktur-Analyst Vernon Turner. Als eine der wesentlichen Hürden benennt er das Fehlen technischer Standards. Diese stellen sicher, dass sich alle Geräte aller Hersteller miteinander unterhalten können. Das MP3-Format, der USB-Stecker, DVDs oder das europäische Handy-Funknetz sind Beispiele für verbreitete Standards.

Aus diesem Grund plant Bosch zusammen mit ABB, Cisco und LG einen gemeinsamen Standard, mit dem elektrische Haushaltsgegenstände im Smart Home der Zukunft ihre Informationen austauschen können. Unter einem Smart Home versteht man die intelligente Vernetzung einzelner Komponenten sowie deren zentrale Steuerung und Überwachung über Endgeräte. Der Mehrwert des Smart-Home-Prinzips liegt dabei im intelligenten Zusammenspiel aller Komponenten – und nicht etwa der Hardware-Ansteuerung.

Auch dafür sind die wirtschaftlichen Aussichten günstig. Nach Einschätzung der Beratungsgesellschaft Deloitte & Touche hat der Smart-Home-Markt allein in Europa im Jahr 2017 ein Volumen von 4,1 Milliarden Euro. Um entsprechende Angebote erfolgreich umsetzen zu können, brauchen die Marktteilnehmer aber eine übergreifende Smart-Home-Strategie.

Internet
Einschätzungen von Gartner zu 26 Milliarden Dingen im IoT
Einschätzungen von Gartner zum Umsatz im IoT
Einschätzungen von IDC zu IoT-Zahlen
Deloitte zum Smart Home Markt

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8449 - 06. Februar 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Thilo Resenhoeft

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