Wirtschaft

Zukunftstrend Vernetzung Bosch-Chef Denner: Gemeinsam Chancen der digitalen Vernetzung nutzen Kooperationen für gemeinsame Innovationen

  • Digitalisierung des Lebens auch geschäftsfördernd für kleine und mittelständische Unternehmen
  • Veränderte Wettbewerbslandschaft durch Vernetzung
  • Dynamische Welt braucht neue Gründerkultur – auch in etablierten Unternehmen
  • Politik muss „technologieoffen“ sein
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  • 16. Januar 2014
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Pressetext

Reutlingen – Deutsche Unternehmen müssen die Chancen und Möglichkeiten aus der Vernetzung über das Internet gemeinsam nutzen. Dies sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, bei einer Veranstaltung mit Wirtschaftsvertretern in Reutlingen. Es sei wichtig, sowohl interdisziplinär als auch branchenübergreifend zusammenzuarbeiten. Kooperationen von Unternehmen mit sich ergänzendem Know-how seien wesentlicher Treiber des Vernetzungstrends. Bosch wird beispielsweise gemeinsam mit ABB, Cisco und LG eine Softwareplattform für Smart Home entwickeln. Auch die vernetzte Industrieproduktion biete Chancen für gemeinsame Innovationen und gemeinsamen Erfolg.

Digitale Vernetzung: Chancen gemeinsam nutzen
Denner betonte, dass sich aus dem Trend der Vernetzung nicht nur Chancen für international agierende Großunternehmen ergäben. „Wir müssen uns alle mit den Möglichkeiten auseinandersetzen – Industrie, Handel, Dienstleister und Handwerk. Dabei müssen wir „vernetzter“ denken.“ Denner forderte die rund 750 anwesenden Gäste auf, mehr Neues zu wagen, auch gemeinsam. „Unser Ziel muss es sein, neue Produkte und Geschäftsmodelle für mehr Lebensqualität zu entwickeln.“ Die digitale Vernetzung biete noch teilweise ungeahnte technische Möglichkeiten. Sie werde auch eine tiefgreifende Veränderung der Wirtschaftsordnung zur Folge haben. Die Wettbewerbslandschaft werde sich durch die Vernetzung weiter wandeln.

Neue Gründerkultur – auch in etablierten Unternehmen
Die vernetzte Welt sei, so Denner weiter, eine hoch volatile und dynamische Welt. Unternehmerische Aufgabe sei es daher, diese Welt aktiv zu gestalten und ihre Möglichkeiten zu nutzen. Der externe Wandel verlange den Unternehmen zugleich eine eigene, noch dynamischere Weiterentwicklung ab. „Wir brauchen eine neue Gründerkultur – auch in etablierten Unternehmen. Wir brauchen Unternehmer, die sich auf neues Terrain wagen, die das Risiko des punktuellen Scheiterns nicht scheuen und die erfahren genug sind, die Folgen von möglichen Rückschlägen zu begrenzen.“ Bosch erschließt neue, meist hochdynamische Märkte mit kleinen, eigenständigen und agilen Einheiten. Erst vor kurzem hat das Unternehmen beispielsweise eine Gesellschaft für das Internet der Dinge und Dienste gegründet. Die Bosch Connected Devices and Solutions GmbH entwickelt und vertreibt vernetzte Endgeräte und darauf basierende Lösungen.

Aufgabe für die Politik: Technologieoffenheit
Von der Politik forderte Denner, die Vielfalt der Technologieentwicklung zu unterstützen. „Die Politik darf sich nicht auf einzelne Technologien festlegen. Es wird zunehmend unsicher, welche Technologien sich letztlich durchsetzen und Erfolg haben werden.“ Denner äußerte sich positiv über den Ansatz der Bundesregierung, die High-Tech-Strategie zu einer ressortübergreifenden Innovationsstrategie weiterzuentwickeln. „Wichtig ist es, diese Ansätze jetzt mit Leben zu füllen. Wir brauchen nicht mehr Bürokratie, sondern mehr Dialog und Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie flexiblere Verfahren zur Vergabe von Fördermitteln.“ Primäre Aufgabe der Politik sei es, ein Klima der Offenheit für Zukunftsthemen zu schaffen.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8417 - 16. Januar 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

René Ziegler

+49 711 811-7639 E-Mail senden

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