Wirtschaft

„Wie ein nachhaltiger Lebensstil in einer vernetzten Welt Wirklichkeit werden kann“ Referat von Dr. Werner Struth,
Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH
anlässlich der Pressekonferenz auf der
International CES 2014 in Las Vegas, Nevada, USA, am 06.01.2014

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  • 06. Januar 2014
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  • Referat

Pressetext

Herzlich willkommen zur Bosch-Pressekonferenz.

Dieses Jahr sind wir zum zweiten Mal auf der CES und freuen uns sehr, wieder dabei zu sein.

An der CES kommt in unserer Branche niemand vorbei. Hier tauscht man sich über die neuesten Innovationen aus – und aus meiner Sicht unterstreicht diese Messe die Strategie von Bosch und unser Motto „Technik fürs Leben“ perfekt.

Im Geschäftsleben hört man oft, man müsse eine Wahl treffen, sich absichern, Kompromisse schließen – und hoffen, dass die getroffene Entscheidung die richtige war.
Robert Bosch gründete sein Unternehmen vor mehr als 125 Jahren in einer kleinen Werkstatt in Deutschland. Seine ersten Mitarbeiter waren fleißige Lehrlinge. Er selbst war zutiefst davon überzeugt, dass die Produkte seines Unternehmens nicht nur höchsten Qualitätsansprüchen genügen, sondern den Menschen das Leben leichter machen sollten. Für Robert Bosch waren Vorteile für das Unternehmen und Vorteile für die Gesellschaft zwei Seiten derselben Medaille.

Heute sehen wir in allen unseren Produkten „Technik fürs Leben“. Sie sind so konzipiert, dass sie die Umwelt schonen und das Leben besser, sicherer, sauberer und wirtschaftlicher machen.

Unser Unternehmen ruht auf dem Grundsatz, dass alle Entscheidungen auf einer soliden und für Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen nachhaltigen Basis getroffen werden sollten.

Deshalb möchte ich Ihnen heute auch nicht sämtliche Produkte und Dienstleistungen aus unserem Portfolio aufzählen – denn davon gibt es mehrere Hundert -, sondern Ihnen anhand einiger Beispiele zeigen, wie sich Bosch in dieser immer stärker vernetzten Welt darum bemüht, einen nachhaltigen Lebensstil Wirklichkeit werden zu lassen, und zwar in drei Bereichen, die jeden von uns betreffen: Wohnen, Mobilität und Gesellschaft.

Ich hoffe, mit unserer Geschichte Ihr Interesse zu wecken, damit Sie sich ein wenig Zeit nehmen und uns an Stand Nummer 20812 in der South Hall 1 besuchen. Dort können Sie mit unseren Mitarbeitern sprechen, einige unserer Produkte kennenlernen und sich darüber informieren, was unser Unternehmen bietet und wofür es steht.

Wir leben in einer vernetzten Welt. Fahrzeuge, Smartphones, Container, Maschinen – schon 2015 werden mehr als sechs Milliarden Dinge mit dem Internet verbunden sein. Unglaublich!

Im Gegensatz zu manchen Menschen, die sich dadurch überfordert fühlen, sind wir bei Bosch der Ansicht, dass jetzt unsere Zeit gekommen ist. Unsere Forschung, unsere Investitionen, unsere Mitarbeiter – alles ist reif für diese Herausforderung. Wir können es kaum erwarten, die unendlichen Möglichkeiten dieser immer stärker vernetzten Welt zu nutzen.

Weltweit konzentrieren wir uns auf Systeme für den Umweltschutz, für Energieeffizienz und Sicherheit. Fast die Hälfte unserer Aufwendungen für Forschung und Entwicklung fließt in umweltfreundliche Produkte, und rund 20 Prozent gehen in den Bereich Sicherheit.

Das Internet der Dinge und Dienste ermöglicht eine Vernetzung unserer Kompetenzen, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar war. So werden neue Lösungen gefördert, die für mehr Lebensqualität sorgen. Jede Chance birgt aber auch eine Herausforderung: Vernetzte Technologie darf in dieser vernetzten Welt nicht komplexer werden, sie muss einfacher sein.

Aus diesem Grund beziehen wir die Rückmeldungen unserer Kunden mit Hilfe kompetenter Designer und Psychologen in den Entwicklungsprozess ein. Nützliche Lösungen für ein vernetztes Leben – so lautet bei Bosch ein neues strategisches Ziel. Hierfür möchte ich Ihnen ein paar Beispiele nennen.

Als weltweiter Innovationsführer in der Sensortechnologie und Sensorhersteller verfügt Bosch in diesem Bereich über besonders viel Know-how und Erfahrung.

Seit über 40 Jahren konzipiert und produziert Bosch ein breites Spektrum fahrzeugspezifischer Halbleiter und Sensoren. Wir verfügen über umfangreiches Know-how in der Elektronik und über Systemkompetenz in den Bereichen Halbleiter, Sensoren, Antriebselektronik und IP-Module. Außerdem gehörten wir vor rund 20 Jahren zu den Pionieren auf dem Gebiet mikromechanischer Sensoren beziehungsweise der MEMS-Technologie.

Heute produziert Bosch jährlich mehr als eine Milliarde MEMS-Sensoren. Damit sind wir für die Automobilindustrie der wichtigste und für die Elektronikbranche der zweitwichtigste Anbieter dieser kleinen, kostengünstigen Energiesparwunder.

Von winzigen Silizium-Mikrofonen, die Sprache realistischer aufnehmen können, bis hin zu Sensoren, die Bewegungen, das Magnetfeld der Erde oder Umweltdaten für die digitale Welt erfassbar machen, kommen die mikromechanischen Sensoren unserer Konzerntöchter Bosch Sensortec und Akustica in unzähligen Smartphones, Tablet-Computern, Laptops und sonstiger Unterhaltungselektronik zum Einsatz.

Heute stellen wir Ihnen den neuen Bosch Sensortec BME280 vor, die weltweit erste integrierte Umweltsensoreinheit, die mehrere Sensoren für Luftdruck, Feuchtigkeit und Temperatur kombiniert. Dieses einzigartige Produkt unterstützt viele neue Smartphone-Anwendungen. Und wie Sie sehen, ist es mit 2,5 Millimetern Seitenlänge auch extrem klein. Der Sensortec BME280 beweist es: Große Dinge kommen manchmal in sehr kompakter Aufmachung daher!

Entwickelt wurde der Sensor für eine ganze Reihe von Hochleistungsanwendungen wie Indoor-Navigation, Haus- und Gebäudesystemtechnik, personalisierte Wetterstationen, innovative Sport- und Fitnessanwendungen sowie Telemedizin.

Mehr über diese Technik erfahren Sie am Mittwochnachmittag in der North Hall im Konferenzraum N261 beim Vortrag des Geschäftsführers von Bosch Sensortec, Dr. Stefan Finkbeiner, zum Thema „Hardware-Software Co-Design: The Secret to Sensor Fusion“.

Wir glauben, dass unser Angebot an Sensoren, einschließlich des neuen BME280, dem Internet der Dinge und Dienste zu weiteren Durchbrüchen verhelfen wird. Denn diese zukunftsfähigen Sensoren können unauffällig in Gebäude – zum Beispiel in die Fenster – integriert werden, Parameter wie Luftfeuchtigkeit oder Heizleistung überwachen und automatisch Alarm auslösen. Wenn Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen, fallen Ihnen bestimmt noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten ein.

Ihren Zusatznutzen für den Menschen kann diese erweiterte Einsatzfähigkeit jedoch nur entfalten, wenn die jeweiligen Daten automatisch erfasst und übertragen werden. Im Fokus stehen sensorbasierte Verbindungen – und genau hier macht Bosch nun einen großen Fortschritt. In unseren Augen wird dies dem Internet der Dinge und Dienste zum Durchbruch verhelfen und einen vernetzten Lebensstil ermöglichen.

Nachdem wir im Jahr 2005 Bosch Sensortec erfolgreich auf dem Markt etabliert und 2009 die Firma Akustica übernommen haben, um ein breites Portfolio von MEMS-Lösungen für die Unterhaltungselektronik zu entwickeln, heißt unser jüngstes Kind nun Bosch Connected Devices and Solutions. Schwerpunkt dieses neuen Startup-Unternehmens sind personalisierte, vernetzte Sensoren und Aktuatoren sowie komplett vernetzte Lösungen für Anwendungen im Internet der Dinge und Dienste.

Nach der Einführung von MEMS-Sensoren in der Fahrzeugtechnik in den 1980er- und 1990er-Jahren – und deren Verbreitung in Mobiltelefonen und Tablet-Computern im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts – glauben wir, dass mit dem Internet der Dinge und Dienste nun die dritte große Welle für Sensoranwendungen ins Haus steht, welche die ersten beiden Wellen hinsichtlich der Anzahl der Geräte bei weitem übertreffen dürfte.

An unserem Messestand können Sie die faszinierende Welt des Internets der Dinge und Dienste live erleben. Entdecken Sie bei Bosch die einzigartige Kombination aus beeindruckendem Design, leistungsstarken MEMS-Sensoren und langjähriger Erfahrung in der Entwicklung komplexer, integrierter Systeme: ein Live-Netzwerk aus intelligenten Sensoren, die Umwelt- und Bewegungsdaten in ihrer unmittelbaren Umgebung automatisch erfassen und übermitteln.

In einer Demo sehen Sie die Echtzeiterfassung von Bewegungen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lautstärke über Sensoren und Netzwerke aus drahtlosen Sensoren.

Außerdem finden Sie am Stand von Bosch die jüngsten Innovationen für telemedizinische Anwendungen zu Hause, wie unsere personalisierte Lösung „Health Buddy“.

Zu sehen sind sowohl das „Health Buddy Web“, ein internetbasiertes Gesundheitsüberwachungsportal, als auch unsere App „Health Buddy Mobile“, mit der sich die wichtigsten Vitalparameter auch unterwegs überwachen lassen. So gewinnt der Nutzer im Alltag an Flexibilität und Bewegungsfreiheit, während weiterhin wichtige Vitaldaten aufgezeichnet werden.

Als Nächstes möchte ich Ihnen ein interessantes Beispiel für den Einsatz von Bosch-Produkten zeigen. Unsere Tochtergesellschaft Bosch Thermotechnik präsentiert einen Durchlauferhitzer, eine Erdwärmepumpe und einen hocheffizienten Brennwertkessel – allesamt Produkte zur Steigerung der Energieeffizienz.

Heiz-, Klima- und Warmwassertechnik von Bosch Thermotechnik finden sich auch im „ROSE Cottage“. Dabei handelt es sich um ein 288 m² großes Nullenergiehaus in Concord im US-Bundesstaat New Hampshire. Die englische Abkürzung ROSE steht für:

  • Renewable energy production – Erneuerbare Energien
  • Occupant-driven spatial design – Bedarfsgerechte Raumaufteilung
  • Sustainable building practices – Nachhaltige Bauweise
  • Energy-efficient construction – Energieeffizientes Bauen
Das Haus wurde von der Turner Group entworfen, einem Komplettanbieter für Architektur- und Konstruktionsdienste, das für nachhaltig und natürlich gebaute Häuser bekannt ist.

Geheizt und klimatisiert wird das Haus über zwei Erdwärmepumpen von Bosch; eine speist nach dem Wasser-Wasser-Prinzip die Fußbodenheizung auf zwei Etagen, einen Handtuchheizkörper im großen Badezimmer sowie einen 750-Liter-Kombi-Solarheiztank von Bosch und Buderus.

Die Erwärmung des Wassers im Solartank erfolgt in erster Linie über die Solarkollektoren. Zusätzlich wird Wärmeenergie aus der Erdwärmeanlage in den Tank geleitet, der der Beheizung des Hauses und der Bereitstellung von Warmwasser dient. Die zweite Wärmepumpe nach dem Luft-Wasser-Prinzip wiederum ist an ein regelbares Leitungssystem gekoppelt, mit dem einzelne Wohnbereiche unterschiedlich klimatisiert werden können.

Laut Eigentümer und Architekt Harold Turner ist das ROSE Cottage ein hervorragendes Beispiel für die vermehrte Nachfrage nach neuartigen, umweltfreundlichen Wohngebäuden mit reduzierten Betriebskosten und ansprechendem Design. Leider sei jedoch nur wenigen bekannt, dass diese energiesparenden Technologien bereits verfügbar sind und für den Bau erschwing-licher Nullenergiehäuser genutzt werden können. Dem können wir nur zustimmen!

Wir alle wissen, dass die Vernetzung sich nicht auf den Wohnbereich beschränkt, sondern nahezu alle Bereiche des Lebens betrifft. Deshalb möchte ich Ihnen nun zeigen, wie Bosch bei der persönlichen Mobilität seinen Beitrag zu einem nachhaltigen, vernetzten Lebensstil leistet.

Mit einem Umsatzvolumen von knapp 40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 ist die Automobiltechnik der größte und am besten etablierte Geschäftsbereich von Bosch – und gleichzeitig eine hervorragende Testumgebung für unsere Innovationen. Denken Sie nur einmal daran, was wir heutzutage alles von unseren Autos erwarten:

  • Für Fahrmanöver bei hoher Geschwindigkeit sollen sie schnell beschleunigen,
  • bei Gefahr sofort zum Stehen kommen,
  • und auch bei extrem hohen oder tiefen Temperaturen zuverlässig funktionieren.
Ich kann mir kein anderes Umfeld vorstellen, in dem die Technologie in so engen Grenzen ähnlich stark auf den Prüfstand gestellt wird wie im Automobilbereich.

Bevor ich Ihnen einige besondere Technologien erläutere, möchte ich auf einen Trend eingehen, der uns allen nicht unbekannt ist, nämlich automatisiertes Fahren.

Seien Sie versichert: Vollautomatisiertes Fahren wird kommen. In der Tat bereiten wir unser Umfeld jeden einzelnen Tag darauf vor, und viele Initiativen laufen bereits. Bosch verfolgt das Ziel eines unfall- und verletzungsfreien Verkehrsgeschehens – und jede einzelne Innovation bringt uns dieser Vision ein Stückchen näher.

Zunächst wird der Grad der Automatisierung langsam zunehmen, vor allem auf Autobahnen. Ab 2014 können Fahrer einen Stauassistenten wählen, der maßgeblich von Bosch entwickelt wurde.

Bei niedrigen Geschwindigkeiten steuert die Funktion vollautomatisch, auch wenn der Fahrer weiterhin in der Verantwortung bleibt. In den nächsten Jahren werden Autobahnfahrten auch bei höheren Geschwindigkeiten immer stärker automatisiert sein, bis schließlich der Highway-Pilot von der Autobahnauffahrt bis zur Ausfahrt die Fahrzeugsteuerung übernimmt. Vollautomatisiertes Fahren wird sich in kleinen Schritten durchsetzen und dem Fahrer Jahr für Jahr etwas mehr abnehmen.

Heute kann Bosch das automatisierte Fahren bereits an Prototypen demonstrieren. Einige von Ihnen haben es vielleicht schon ausprobiert. Diese künftigen Funktionen – mit all ihren Sensoren, Steuereinheiten und Aktuatoren – müssen allerdings sicher in das Gesamtfahrzeug integriert werden. Und genau darin sind wir bei Bosch-Experten.

Zurzeit arbeiten wir daran mit zwei Teams, einem für Funktionsentwicklung im kalifornischen Palo Alto und einem für Systemintegration im baden-württembergischen Abstatt.

Da die Weiterentwicklung unserer Prototypen noch läuft, haben wir uns entschieden, diese Fahrzeuge in diesem Jahr noch nicht auf der CES zu zeigen. Dennoch können Sie sich an unserem Messestand über das automatisierte Fahren informieren und mit Experten diskutieren.

Auf der diesjährigen CES ist Bosch Sponsor der „Driverless Car Experience“. Wir hoffen, dass Sie einen Besuch in der TechZone einplanen können. Es werden dort einige Technologien vorgestellt, die für das Thema automatisiertes Fahren wegbereitend sind, wie der Einparkassistent oder die Notbremsfunktion. Die Demonstration „Driverless Car Experience“ findet im Gold Plaza statt, neben der North Hall des Las Vegas Convention Center.

Morgen Nachmittag um 15 Uhr folgt im Las Vegas Convention Center, North Hall, in Raum N262 außerdem eine Podiumsdiskussion zum Thema „Road to Driverless Mobility“, an der auch mein Kollege in der Geschäftsführung, Dr. Dirk Hoheisel, teilnehmen wird.

Und wenn wir schon von Mobilität sprechen, sollten wir auch virtuell ein Stück zusammen fahren. Sie sitzen am Steuer. Und los geht's!

Sie steigen ein, starten den Motor und geben dem Navigationssystem als Zieladresse 5 South Main Street, Las Vegas, Nevada, an. Karte und Streckenverlauf erscheinen auf dem Bildschirm.

Dann sagen Sie „Bitte David Smith im Büro anrufen“ – und schon werden Sie verbunden.

Natürliche Spracheingabe bedeutet, dass das System keine festgelegten Befehle mehr braucht. Mit dieser Art der Sprachsteuerung haben die Entwickler von Bosch dem Autofahrer das Leben deutlich einfacher gemacht. Der Satz „Bitte David Smith im Büro anrufen“ enthält alle Informationen, die das System braucht, um den Befehl auszuführen: die Telefonnummern von David Smith nachschlagen, die Büronummer auswählen, die Nummer an das Mobiltelefon weitergeben, die Freisprechfunktion aktivieren und die Nummer wählen – all das in wenigen Sekunden. Das System versteht sogar, wenn Sie statt amerikanischem Englisch Deutsch oder einen Dialekt sprechen.

Diese natürliche Spracheingabe ist nicht nur bequem, sondern lenkt den Fahrer auch weniger ab, was für die Sicherheit wichtig ist.

Die Experten von Bosch Car Multimedia arbeiten außerdem an einer einfacheren Integration von Smartphones ins Fahrzeug, zum Beispiel über die Funktion „mySPIN“. Mit dieser Technologie können Kunden die Lieblings-Apps ihrer Apple- oder Android-Telefone gefahrlos und wie gewohnt nutzen. Die Apps sind für die Anwendung im Fahrzeug optimiert und werden über das Fahrzeugdisplay bedient.

Sie fahren weiter. An einer roten Ampel schaltet sich der Motor selbstständig ab, Klimaanlage, Navigationssystem und Radio laufen jedoch weiter. Die Start/Stopp-Funktion in Ihrem Fahrzeug ist eine überaus kosteneffiziente Lösung zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß. Wenn die Ampel wieder auf Grün springt und Sie die Bremse lösen oder das Gaspedal betätigen, wird der Motor sofort sanft und kaum wahrnehmbar wieder gestartet. Im dichten Stadtverkehr kann die Start/Stopp-Funktion bis zu 15 Prozent Kraftstoff einsparen.

Während der Fahrt werden Sie vom ABS, dem System zur Kollisionsvermeidung und dem Spurhalteassistenten unterstützt, die das Fahren sicherer, umweltfreundlicher und entspannter machen.

Sämtliche Technologien wie Ultraschall, Radar und Video, die moderne Fahrerassistenzsysteme benötigen, sind im Hause Bosch vorhanden. Viele leistungsstarke Assistenzsysteme basieren auf der Radartechnologie. Mitte 2013 produzierte Bosch seinen einmillionsten Radarsensor. Angesichts des Booms, der bei Fahrerassistenzsystemen für die nächsten Jahre zu erwarten ist, werden wir die 10-Millionen-Schwelle bei Radarsensoren vermutlich bereits 2016 überschreiten.

Während Ihrer virtuellen Fahrt ist Ihnen sicher die Motorkontrollleuchte aufgefallen. Um die Diagnose abzurufen, fahren Sie auf einen Parkplatz und stecken Ihren U-Scan in den Borddiagnose-Einschub unterhalb der Lenksäule. Mithilfe des Actron U-Scan-Codelesers von Bosch und der zugehörigen App erhalten Sie die Fahrzeugdiagnosedaten direkt auf Ihr Apple- oder Android-Handy. So sparen Sie mit der raschen Diagnose und Behebung von Problemen mit Ihrem Fahrzeug Zeit und Geld. Der U-Scan ermöglicht auch Upgrades der Apps für weitere Funktionen wie ABS-Codes, Echtzeit-Motordaten oder Airbagdaten. In der CodeConnect™-Datenbank sind außerdem mehr als vierMillionen – von zertifizierten Technikern überprüfte – Reparaturanleitungen hinterlegt.

So empfiehlt Ihnen CodeConnect beispielsweise, zuerst den Tankdeckel richtig zuzuschrauben, und innerhalb kürzester Zeit können Sie Ihren Weg fortsetzen. Neben dem Abrufen von Fahrzeugdiagnosedaten über U-Scan und Smartphone treibt Bosch auch die Entwicklung einer Ferndiagnoseplattform voran. Während U-Scan dem Fahrer den Fehlercode erläutert, ermöglicht die Ferndiagnose den Pannenhelfern der Fahrzeughersteller, sich mit Ihnen an Ihrem aktuellen Standort in Verbindung zu setzen.

Mit Hilfe der Ferndiagnose von Bosch können Techniker den Fehlerspeicher auslesen, den Fahrer über den Zustand des Fahrzeugs informieren und dessen Instandsetzung besser planen. Für den Fahrzeugeigentümer bedeutet dies professionelle Hilfe, schnelleren Service sowie eine individuelle Planung der Werkstatttermine einschließlich der zu erwartenden Kosten.

Jetzt sind Sie am Ziel angekommen und suchen nach einem Parkplatz – mit dem Einparkassistenten von Bosch ein Kinderspiel!

Mit Hilfe der Ultraschallsensoren von Bosch wird eine passende Parklücke gefunden, und sei sie noch so knapp bemessen.

Sie können nun sogar aus Ihrem Fahrzeug aussteigen und das restliche Parkmanöver über eine spezielle App auf Ihrem Smartphone steuern. Das System lenkt, beschleunigt und bremst selbsttätig, bis das Fahrzeug fertig eingeparkt ist. Dann stellt es den Motor ab, aktiviert die Parkbremse, bringt den Wählhebel in die Parkposition und verschließt das Fahrzeug.

Wieder zuhause streift Ihr Blick in der Garage das Elektroauto Ihrer Frau. Sie sind stolz, dass Sie damit die Umwelt schonen, und freuen sich über die vor kurzem installierte Power-Max-Ladestation. Diese neueste Bosch-Ladestation für Elektrofahrzeuge zum Preis von 449 Dollar kostet nur noch gut halb so viel wie die meisten Level-2-Ladestationen und ist doppelt so schnell wie Level-1-Ladestationen. Bei der Power-Max-Station kann der Kunde zwischen mehreren Einstellungen bezüglich Kabellänge und Stromstärke wählen und die Anlage somit perfekt an den jeweiligen Standort anpassen.

Wenn Ihre Frau in ihrer Funktion als Flottenmanagerin unterwegs ist, nutzt sie gern das eMobility-Startpaket von Bosch Software Innovations.

Damit kann sich der Fahrer eines Flottenfahrzeugs die Standorte der einzelnen Ladestationen anzeigen lassen und sie nach Bedarf für einen gewünschten Zeitraum reservieren.
Dies ermöglicht ein sicheres Zwischenladen des Fahrzeugs auf Ihrer Strecke, verlängert die Reichweite des Fahrzeugs und wirkt gegen die Befürchtung mancher Fahrer, der Aktionsradius könne nicht ausreichen. In dem Paket enthalten sind leicht lesbares, aktuelles Kartenmaterial mit Anzeige der Ladestationen, des Ladevorgangs sowie der Abrechnungsdaten.

Am Ende unserer virtuellen Autofahrt möchte ich Ihnen noch von unseren jüngsten Mobilitätsprodukten berichten, den leistungsstarken, dynamischen Antriebssystemen für eBikes.

Der Bosch-Antrieb „Performance Line“ für eBikes unterstützt Sie in jedem Gelände mit einem zusätzlichen Drehmoment. Egal ob Sie als erfahrener Biker auf einer Langstreckentour oder als Gelegenheitsradfahrer unterwegs sind – diese Produkte sind für jedes Niveau interessant. Wenn Ihnen bei einem Nachmittagsausflug mit der Familie eine Steigung zu steil erscheint, bekommen Sie mit dem eBike genau so viel Unterstützung, wie Sie brauchen, damit der Spaß nicht zu kurz kommt.

Neben den intelligenten Antriebskomponenten umfasst der eBike-Antrieb von Bosch einen leicht bedienbaren Fahrradcomputer, einen langlebigen wiederaufladbaren Akku und ein kompaktes eBike-Ladegerät.

Bisher habe ich Ihnen gezeigt, wie Bosch in den Bereichen Wohnen und Mobilität zu einem nachhaltigen, vernetzten Lebensstil beiträgt. Kommen wir nun zum Ende meines Vortrags dazu, was Bosch für die Nachhaltigkeit in der Gesellschaft tut.

Vielleicht erinnern Sie sich an die CES vom vergangenen Jahr, als die Vereinigten Staaten mit den Folgen des Hurrikans Sandy kämpften, der mehrere Bundesstaaten entlang der Ostküste verwüstet hatte. Damals hatte ich Ihnen von Bosch-Mitarbeitern berichtet, die dem Amerikanischen Roten Kreuz gemeinsam Geld gespendet hatten und sogar selbst in die Ostküstenstaaten gereist waren, um dort bei den Aufräumarbeiten und dem mühevollen Wiederaufbau zu helfen. Außerdem hatten der Bosch Community Fund, Bosch Elektrowerkzeuge und Bosch Thermotechnik finanzielle Mittel, Hochleistungswerkzeuge und Durchlauferhitzer für diese Herkulesaufgabe zur Verfügung gestellt. Die Wiederaufbauphase dauert übrigens noch immer an.

Und wieder einmal ist die Nation – wie auch viele Bosch-Mitarbeiter – enger zusammengerückt, als vor wenigen Monaten mehrere Bundesstaaten im Mittleren Westen der USA von Tornados heimgesucht wurden. Diesmal war eine andere Region betroffen, und auch hier hat das Bosch-Team wie schon vor einem Jahr genauso schnell und wirkungsvoll seine Kräfte gebündelt, worüber ich mich sehr freue.

Zur Unterstützung der Hilfsorganisation Habitat for Humanity wurden vom Bosch Community Fund 50 000 Dollar sowie vom Geschäftsbereich Bosch Elektrowerkzeuge Werkzeuge im Wert von rund 10 000 Dollar für den Wiederaufbau rund um Peoria, Illinois zur Verfügung gestellt.

Die Gesellschaft, in der wir alle leben und arbeiten, nach Kräften zu unterstützen, ist bei Bosch seit jeher oberste Priorität, denn schon Firmengründer Robert Bosch lebte nach dem Motto: „Sei Mensch und ehre Menschenwürde in allem, was du tust“.

Die im September 2011 in den USA gegründete Stiftung Bosch Community Fund spendet jedes Jahr bis zu drei Millionen Dollar an diverse gemeinnützige Organisationen und Bildungseinrichtungen.

In erster Linie konzentriert sich der Bosch Community Fund auf die Förderung der MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sowie auf Initiativen zum nachhaltigen Umweltschutz.

Neben der Katastrophenhilfe hat der Bosch Community Fund in den zwei Jahren seines Bestehens bereits mehrere Tausend Menschen unterstützt. Seit Juni 2012 konnte die Stiftung in elf Gemeinden und drei Staaten bereits mehr als vier Millionen Dollar für karitative Zwecke spenden.

Um unserer kollektiven Unterstützung für die Hilfsbedürftigen in der Gegend um Peoria, Illinois Ausdruck zu verleihen, möchten wir weitere 20 000 Dollar an Habitat for Humanity spenden. Das ist keine Riesensumme, hat aber eine symbolische Bedeutung: Die Anzahl der Menschen hier im Raum – ungefähr 150 – multipliziert mit der Anzahl der Jahre, die Bosch auf dem Markt ist – 127 – ergibt in etwa diesen Betrag. Obwohl uns Hunderte von Kilometern von den Notleidenden im Mittleren Westen trennen, soll uns dieser Beitrag daran erinnern, wie sehr wir doch alle vernetzt sind – und welche Macht eine Gemeinschaft haben kann, egal ob groß oder klein.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, unsere Produkte sind so konzipiert, dass sie unsere Umwelt schonen und das Leben derjenigen, die sie nutzen, sicherer, sauberer und wirtschaftlicher machen. Das Leben stellt uns manchmal vor schwierige Entscheidungen. Wenn wir bei Bosch jedoch die Wahl haben zwischen innovativen, hochwertigen, nachhaltigen Produkten und einem Beitrag für eine bessere Welt, entscheiden wir uns immer für beides. Denn schließlich sind das zwei Seiten derselben Medaille.

Bevor wir zur Beantwortung Ihrer Fragen kommen, möchte ich Sie nochmals an unseren Stand Nummer 20812 in der South Hall 1 einladen. Die Stand- und Hallennummer finden Sie auch auf dem Deckblatt des Notizblocks auf Ihrem Platz.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

RF00211 - 06. Januar 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Christian Hoenicke

+49 711 811-6285 E-Mail senden

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