Forschung

Nominierung für Zukunftspreis als gutes Beispiel Bosch-Chef Denner: Erfolgreiche Kooperation zwischen der Universität Jena, Trumpf und Bosch sichert Innovationsvorsprung Deutschlands

  • Ultrakurze Laserpulse sind neues Werkzeug für den Maschinenbau
  • 30 Millionen Produkte bei Bosch bis Ende 2013 – Verdreifachung mittelfristig absehbar
  • Zusammenarbeit über fachliche Grenzen hinweg
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  • 06. November 2013
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Pressetext

Ditzingen/Stuttgart – Öffentlich geförderte Verbundprojekte zwischen Unternehmen und Universitäten sind eines der besten Mittel, um die Innovationskraft Deutschlands zu erhalten und zu steigern. Davon sind Bosch-Chef Volkmar Denner und Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Trumpf, überzeugt. „So ein Weg kann für die deutsche Industrie entscheidend sein“, betonte Denner am Mittwoch in Ditzingen bei Stuttgart. Die Kooperation biete die gute Möglichkeit, Forschungsergebnisse schneller in innovative Produkte umzusetzen und den wirtschaftlichen Nutzen für Deutschland zu sichern.

Positives Beispiel: Mitarbeiter von Bosch, Trumpf und der Universität Jena sind gemeinsam für den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert. Die drei Partner haben ultrakurze Laserpulse von der Grundlagenforschung zu einem neuen Werkzeug für die industrielle Massenfertigung entwickelt. Mit den energiereichen Pulsen lassen sich zum Beispiel feinste Löcher in härteste Metalle bohren oder auch Saphir oder Diamant schneiden.

Die energiereichen Laserpulse treffen dafür rund 800 000 Mal in der Sekunde auf den Werkstoff und verdampfen feinste Bereiche daraus. So entstehen Löcher oder Schnitte. Trumpf liefert die derzeit stärksten industriell einsetzbaren Laser auf diesem Gebiet. Bosch hat diese Technik erstmals in der industriellen Serienproduktion eingesetzt. Grundlagen des Verfahrens entstanden zu großen Teilen an der Universität Jena. Die Beteiligten präsentierten die Technologie am Mittwoch von Journalisten. Die Entscheidung über die Vergabe des Preises fällt am 4. Dezember in Berlin, zwei weitere Teams sind im Rennen um die renommierte Auszeichnung des Bundespräsidenten.

„Bei Bosch ist diese Technologie jetzt auf dem Sprung in die ganz großen Stückzahlen“, sagte Bosch-Laserexperte Jens König vor Journalisten. Bis Ende 2013 würden damit allein bei Bosch 30 Millionen Produkte gefertigt. „Eine Verdreifachung ist mittelfristig absehbar.“ Zu den besonders erfolgreichen Produkten gehört eine kraftstoffsparende Benzin-Direkteinspritzung, die mit bis zu 20 Prozent weniger Benzin auskommt. Die Laserpulse schneiden aber auch härteste Gläser für Smartphones oder formen Medizinprodukte wie Stents.

Denner und Leibinger betonten einhellig, dass viele der Grundlagen vor Jahren in zwei vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekten namens „PRIMUS“ und „PROMPTUS“ gelegt wurden. Voraussetzung für eine solche Förderung ist, dass Beteiligte verschiedener Fachrichtungen zusammenkommen und über die fachlichen Grenzen hinweg kooperieren, ergänzten sie. Das trage entscheidend dazu bei, neue Ideen für innovative Produkte zu schaffen. „Diese Innovationskraft ist von zentraler Bedeutung für unser Land – Politik, Gesellschaft und Unternehmen sollten sich dessen bewusst sein“, sagte Denner. „Die gemeinsame Nominierung für den Zukunftspreis ist ein besonders gutes Beispiel für diese Kooperation.“

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8377 - 06. November 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Thilo Resenhoeft

+49 711 811-7088 E-Mail senden

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